Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Ehem. Hauptschule Freudenberg

Foto: © Bernd Brandemann

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Bernd Brandemann wies nun auf die ehemalige Hauptschule in Freudenberg hin. Bei dem Schulgebäude in der oberen Schulstraße in Freudenberg handelt es sich um ein 1967 errichteten Betonsichtbau, der bis zum 1. August 1988 als Schulgebäude genutzt wurde. Der Abbruch erfolgte ab Dezember 2012.: Weiterlesen

Freudenberg: Aufstellung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexen- und Hexerverfolgung

In seiner heutigen Sitzung berät der Rat der Stadt Freudenberg über einen Antrag der Ratsfraktion der GRÜNEN zur Aufstellung einer Gedenktafel an die Hexenverfolgung.
Vor mehr als fünf Jahren berichtete siwiarchiv bereits hierzu: http://www.siwiarchiv.de/opfer-der-hexenprozesse-freudenberg/

Dreiwöchige Schließung des Stadtarchivs Siegen im August 2018

Vom Montag, den 30. Juli 2018, bis einschließlich Freitag, den 17. August 2018, bleibt das Stadtarchiv für die Öffentlichkeit geschlossen. In dieser Zeit werden interne Arbeiten zur Erschließung der Archivbestände durchgeführt. Wir bitten um Verständnis, dass daher vorübergehend keine Anfragen beantwortet werden können.

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer: 0271 / 404-3095.

Wir danken für Ihr Verständnis.
Ab Dienstag, den 21. August 2018, steht das Stadtarchiv wie gewohnt zur Verfügung!

32. Sitzung des regionalen Archivarbeitskreises in Bad Berleburg

Ein Schwerpunkt bildete die Vorstellung des Forschungs- und Publikationsprojekts „Zeitspuren 2“ durch den Siegener Histoirker Dieter Pfau M.A. Ebenfalls widmete man sich dem Stand der digitale Langzeitarchivierung im Kreisgebiet. Erste Pilotprojekte sind in zwei Archiven bereits in Vorbereitung. Die dauerhafte Sicherung von elektronischen Meldedaten war ein weiteres Thema, das wegen rechtlicher Vorschriften eine gewisse Dringlichkeit hat, über das die KollegInnen diskutierten. Aber nicht nur Forschungsprojekte oder drängende EDV-Fragen wurden beraten. Man widmete sich auch eine bestandserhälterischen Problem: dem Papierfischchen, das in Archiven im Kreisgebiet bereits nachgewiesen werden konnte. Die Planung für ein Publikationsprojektes des Arbeitskreises wurde schließlich weiter vorangetrieben, so dass im kommenden Jahr mit dem Erscheinen gerechnet werden kann.

„Zeitspuren“-Linktipp: Karte des Kreises Wittgenstein aus dem Jahr 1820

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. die Karte des Kreises Wittgenstein von 1820.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Fortführung der Arbeit des Stadtarchivs Hilchenbach

Niederschrift über die 11. Sitzung des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Hilchenbach vom 12. Juni 2018:
„Darius Schürmann stellt sich als Nachfolger von Reinhard Gämlich und zukünftiger
Stadtarchivar kurz persönlich vor. Er weist darauf hin, dass neben dem Stadtarchiv
auch weiterhin der Sitzungsdienst sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu seinen
Aufgaben gehören werden.
Hans-Jürgen Klein betont einleitend zur Personalsituation, dass der Bürgermeister in
seinem Ausblick im Rat der Stadt Hilchenbach am 25. April 2018 bereits darauf hing
ewiesen hat, dass die Nachfolgebesetzung im Bereich des Stadtarchivs eine
große Herausforderung ist. Dies gilt in besonderem Maße für den betroffenen Fachbereich Bürgerdienste und die dort Beschäftigten, da die zunehmenden Tätigkeiten nicht durch mehr Personal abgedeckt werden.
Die Verteilung zusätzlicher Aufgaben auf vorhandene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
führt bei diesen zu einer großen Aufgabenvielfalt, was für die Erledigung eine sehr große Herausforderung darstellt und hohe Flexibilität erfordert. Den Dienstbetrieb weiterhin so zu gewährleisten, wie er sich dies als Fachbereichsleiter wünscht, wird durch diese Personalproblematik zunehmend schwieriger.
Konkret erläutert Hans-Jürgen Klein, dass die personelle Gesamtsituation im Fachbereich Bürgerdienste für die Nachfolge von Darius Schürmann als Stadtarchivar bedeutet, dass er diese neue Tätigkeit mit 50 % bis bestenfalls 70 % seiner Arbeitszeit ausüben kann, da sein Einsatz darüber hinaus insbesondere im Sitzungsdienst weiterhin benötigt wird. Entsprechend wird seine Anwesenheit in der Wilhelmsburg auch nur rund 50 % seiner Arbeitszeit betragen.
Erreicht wird dies durch die Verringerung der Öffnungszeiten des Stadtarchivs in der
Wilhelmsburg, und zwar auf insgesamt 21 Stunden pro Woche. Dies entspricht dem
bisherigen Ansatz der Stadtbücherei, der auch im Hinblick auf die Maßgabe der Mi
ndestöffnungszeit für das Erhalten einer Landesförderung bei interkommunalen Projekten beibehalten werden soll.
Allerdings wird die Wilhelmsburg wie das Rathaus am Mittwochnachmittag geschlossen. Im Gegenzug für die an diesem Tag entfallenden 3 Stunden bei der Stadtbücherei werden die Öffnungszeiten am Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils um eine Stunde erweitert.
Positiver Nebeneffekt der einheitlichen Öffnungszeiten für die Wilhelmsburg unter Sicherheitsgesichtspunkten ist, dass auch an Tagen mit über das übliche Dienstende im
Rathaus hinausgehender Öffnung grundsätzlich zwei Beschäftigte in der Wilhelmsburg
anwesend sind, also neben einer Mitarbeiterin in der Bücherei in Zukunft auch der
Stadtarchivar Darius Schürmann.
Formal bedarf die Änderung gegebenenfalls noch eines Beschlusses im Rat der Stadt
Hilchenbach am 4. Juli 2018, da die derzeitigen Öffnungszeiten Bestandteil der Benutzungsordnung für die Stadtbücherei Hilchenbach sind.
Die neuen Öffnungszeiten sollen zum 1. August 2018 gültig werden. Hans-Jürgen Klein merkt an, dass Reinhard Gämlich offiziell zum 31. Juli 2018 ausscheidet, aber Darius Schürmann zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Nachfolger zur Verfügung steht. Dieser kann erst nach Abschluss seines Lehrgangs im Januar 2019 seine neue Tätigkeit tatsächlich ausüben.
Um im Zeitraum von August 2018 bis Januar 2019 den Betrieb im Stadtarchiv zumindest in bescheidenem Umfang aufrechtzuerhalten, hat sich Reinhard Gämlich erfreulicherweise bereit erklärt, im Rahmen eines Minijobs an einem Tag in der Woche weiterhin dort tätig zu sein.
Andreas Bolduan dankt Reinhard Gämlich für seine langjährige Tätigkeit als Stadtarchivar und Museumsleiter der Stadt Hilchenbach. Gemeinsam mit Olaf Kemper überreicht er als Anerkennung einen Präsentkorb“

Quelle: Stadt Hilchenbach, Ratsinformationssystem

Flick, Heuss und das Bundesverdienstkreuz – ein Zufallsfund

“ …. Die Chance, einen Orden zu bekommen, war 1966 weit geringer als zehn Jahre früher. Auch Heuss lehnte es zwar ab, das Bundesverdienstkreuz dem Großindustriellen und Milliardär Flick zu verleihen, weil er den nicht für einen „schöpferischen Unternehmen“, sondern für einen „Händler mit Aktienpaketen“ hielt und der Orden nicht für das Verdienen, sondern für Verdienste gegeben werde. ….“ aus: Walter Henkels: Adenauers gesammelte Bosheiten. Eine anekdotische Nachlese, Düsseldorf 1983, S. 136

Kim Christian Priemel zieht in seiner Monographie „Flick. Eine Konzerngeschichtevom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik“, Göttingen 2007, S. 759, zur Darstellung der Ordensverleihung neben Presseartikeln (z. B. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 107.1963) auch Klaus Gotto (Bearb.): Im Zentrum der Macht. Das Tagebuch von Staatssekretär Lenz, 1951–1953. Düsseldorf 1989, heran und verweist auf dem Tagebucheintrags Lenz´vom 22./23.9.1953.
In Norbert Frei/ Ralf Ahrens/Jörg Osterloh/Tim Schanetzky: „Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht.“, München 2009, S. 641, fusst die Darstellung der Ordensverleihung auf die im Landesarchiv NRW aufbewahrte Ordensakte mit der Signatur LA NRW, NW O-5807. Diesen Aktenband zieht die bislang umgangreichste Darstellung der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Friedrich Flick ebenfalls zu Rate – neben der einschlägigen Überlieferung des Bundespräsidialamtes im Koblenzer Bundesarchiv (Bestand 122).
In der biographischen Quellen und der entsprechenden Literatur zu Adenauer, Heuss, Erhard und Lübke sollten sich ebenfalls weitere Hinweise zur Ordensangelegeneheit Flick finden. Eine abschließende Erforschung des zehn Jahre dauernden Verfahrens stellt bis jetzt ein Forschungsdesiderat dar.

Mathematik, Schnitzeljagd und Stadtgeschichte

Lehramtsstudierende der Uni Siegen haben eine Geocaching-Schnitzeljagd für SchülerInnen konzipiert. Die dritten Klassen der Siegener Jung-Stilling-Grundschule machten sich in der Innenstadt auf den Weg – und lösten „nebenbei“ Matheaufgaben.

DiGC_web 3e beiden Bergleute Henner und Frieder bauen in einer Stunde 2,5 Kilogramm Eisenerz ab. Henner schafft davon 1.700 Gramm. Wieviel schafft Frieder?“ Amelie, Kiana, Milena, Lisa und Jonas stecken konzentriert die Köpfe zusammen. Wieviel Gramm sind 2,5 Kilogramm? Und wer kann davon am schnellsten Henners Beitrag subtrahieren? Die Rechenaufgabe ist Teil einer Geocaching-Schnitzeljagd quer durch die Siegener Innenstadt. Mathematik-Studierende der Uni Siegen haben sie konzipiert – und die dritten Klassen der Jung-Stilling-Grundschule eingeladen, die Tour gemeinsam auszuprobieren. Startpunkt sind die Siegstufen in der Unterstadt. Weiterlesen

Siegener Schülerinnenstreik 1969 in Lemgoer Ausstellung

Foto: Christiane Cantauw

In der Ausstellung „#mehralsdagegen. Schüler(protest)bewegungen 1968ff.“ wird auch der Streik der Schülerinnen des Staatlichen Mädchengymnasiums Siegen thematisiert.
Ein Ausstellungsblog gibt weitere, umfassende Informationen zur Präsentation. Das zur Ausstellung erschienene Faltblatt kann in den Bibliotheken des Stadtarchivs Siegen und des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein eingesehen werden.