Heilstätte Hengsbach 23

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

Zusammengefasste Daten aus den „Erhebungsbögen für Krankenanstalten“

Jahr

Pe

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  Plan- Pflege- Todes- behand.
  Ärzte Kr.schw./-pfleger Med.-Techn, Verwltg.  Wirtsch/Haus betten tage fälle Kranke
1953 2 13 1 2 19 109 37.886 2 457
1954 4 17 1 3 21 120 40.994 4 (?) 502
1955 4 12 1 5 25 120 43.875 3 384
1956 4 12 1 5 25 120 43.952 5 478
1957 4 14 1 5 25 120 44.029 3 356
1958 4 14 1 5 30 120 44.028 3 462
1959 4 14 1 5 26 120 43.580 6 447
1960 4 14 1 5 23 120 43.353 6 390
1961 4 15 1 5 27 120 43.012 7 407
1962 4 13 1 5 32 120 41.749 2 424
1963 4 13 1 5 31 120 43.630 7 461
1964 4 13 1 5 33 120 43.738 4 430
1965 4 14 1 5 29 120 43.814 5 405
1966 3 13 1 5 26 120 40.935 7 326
                   

 

Autorin: Dagmar Spies

VdA: Online-Petition zur geplanten EU-Datenschutzrichtlinie

vdalogoIm Kampf gegen google und facebook beabsichtigen europäische Parlamentarier über das Ziel hinauszuschießen. Ein ohne die Konsultation von ArchivarInnen vorbereiteter Entwurf sieht vor, dass alle personenbezogenen Daten bald nach der Aufgabenerfüllung schon von den Behörden gelöscht werden. Die rechtlich klar abgesicherten Verpflichtungen der öffentlichen Archive zum Schutze personenbezogener Daten werden dabei nicht berücksichtigt. Ein Ersatz verlorener Zeugnisse wie auch die Bereitstellung von Angaben zur Rentenberechnung würde damit künftig unmöglich, von genealogischen Forschungen ganz zu schweigen. Eine Aufarbeitung brisanter Themen, wie die Hilfeleistung für DDR-Heimkinder wäre ohne Nachweise von Heimaufenthalten künftig nicht mehr möglich. Der Internationale Archivrat unterstützt ausdrücklich die Protestaktion, die vom französischen Archivarsverband gestartet wurde. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 22

Tagebuch einer Bestandsaufnahme

Bei den Abrechnungen mit den Kostenträgern der Tbc-Heilbehandlung begegnet einem relativ häufig der Medikamentenname „Neoteben“.

 

Dazu eine vielleicht spannende Geschichte:

„Neoteben“ bekam seinen Namen etwa 1951 und ging hervor aus dem Mittel „OS 711“, das von dem Nobelpreisträger Gerhard Domagk entwickelt wurde. Es ist chemisch ein Iso-Nikotinsäure-Hydrazid. In zwanzigmillionenfacher Verdünnung verhinderte das Pulver im Reagenzglas Tuberkelbazillen am Wachsen. Das Pulver war damit im Laboratoriumsversuch allen bisher bekannten Tbc-Mitteln um das Zwanzigfache überlegen.

 

Die ersten Versuche mit dem Medikament wurden im September 1951 in den Städtischen Krankenanstalten von Wuppertal bei Professor Philipp Klee  vorbereitet. In der Regel werden solche Versuche in aller Stille zwei Jahre hindurch geführt, bis sich die Wirkung eines Medikaments genau übersehen läßt.

 

Aber diesmal blieb diese Zeit zur Erforschung nicht, da bereits im Februar 1952 in der Weltpresse zu lesen war, dass amerikanische Ärzte ein sensationelles Mittel gegen Tuberkulose gefunden hätten. [Rimifon (Fa. Hoffmann La Roche),  Marsilid (Fa. Hoffmann La Roche),  Nydrazid (Fa. J. R. Squibb & Sons] Diese Mittel nun enthielten die gleichen Wirkstoffe bzw. waren auf der gleichen chemischen Grundlage entwickelt wie das „deutsche“ Neoteben. Die parallelen Forschungen in Deutschland und Amerika waren wohl von unterschiedlichen Quellen ausgegangen, ebenso wie sie nichts voneinander wussten.

  

Die Amerikaner haben nur ihr Schweigen früher gebrochen als die Deutschen: So ließen sich die beteiligten amerikanischen Forscher im Januar 1952 bei einem Treffen über die chemischen Grundlagen und die klinische Anwendung des Rimifon aus. Im Februar kam dann jene Veröffentlichung in die Presse, während fast gleichzeitig Professor Klee in Wuppertal einige ausgewählte Fachärzte mit den bisher in der Stille erzielten Fortschritten des Neoteben vertraut machte.

„In diesem in der Geschichte der Pharmazie einzigartigen Wettlauf um ein Heilmittel waren die Bayer-Werke also um eine Nasenlänge zurückgeblieben, obwohl die Chemikalien etwa zur gleichen Zeit (Sommer 1950) entdeckt wurden. Die wissenschaftliche Veröffentlichung kam in den USA sieben Wochen, die Pressemitteilung sieben Tage früher heraus.“ (Quelle: www.spiegel.de/spiegel/print/d-21976793.html)

 Autorin: Dagmar Spies

Stadtarchiv Siegen goes online: “Klick“ in die Vergangenheit

“Blick von der Siegbrücke“. Historische Ansichtskarte (datiert um 1910) mit Blick auf die Wiesen des Siegufers, über die ab 1968 die “Siegplatte“ errichtet werden sollte. Am linken Bildrand die Färberei Adolf Koch (Quelle: Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

“Blick von der Siegbrücke“. Historische Ansichtskarte (datiert um 1910) mit Blick auf die Wiesen des Siegufers, über die ab 1968 die “Siegplatte“ errichtet werden sollte. Am linken Bildrand die Färberei Adolf Koch
(Quelle: Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

Mit einem ganz neuen Angebot präsentiert sich das Stadtarchiv Siegen ab sofort im Internet. Nun auch im digitalen Zeitalter angekommen möchte das Archiv mit der Rubrik “Klick in die Vergangenheit“ vor allem Nutzer des world-wide-web ansprechen und diesen virtuellen Archivbesuchern Ereignisse der Stadtgeschichte näherbringen. Das neue Projekt ersetzt die Ausstellungsreihe “Foto des Monats“, bei der bisher besondere Aufnahmen aus der Fotosammlung des Archivs jeweils einen Aspekt der Stadtgeschichte bildhaft dokumentierten. Es ist beabsichtigt, dass sich die Themenauswahl an historischen Jubiläen beziehungsweise mehr oder weniger runden Jahrestagen orientieren soll. Nach wie vor werden Abbildungen zum jeweiligen „Klick“-Thema zusammen mit informativen Texttafeln und historischen Darstellungen auch in der Glasvitrine im Lesesaal des städtischen Archivs im KrönchenCenter ausgestellt, jedoch liegt das Hauptaugenmerk der Konzeption auf dem sprichwörtlichen “Klick“  auf die Website www.stadtarchiv-siegen.de. Hier unterhält das Stadtarchiv einen eigenen Auftritt, auf dem aktuelle Events neben dem Serviceangebot der Kultureinrichtung zu finden sind. Der Klick in die Vergangenheit ist gleichermaßen für jung und alt, für neugierige Internetsurfer und Studierende, für Lehrer und Schüler wie für das allgemeine, geschichtsinteressierte Publikum gedacht – einfach für jeden, der sich für Ereignisse, Personen oder besondere Momente der Geschichte Siegens interessiert. Weiterlesen

23. Sitzung des Arbeitskreises der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein

Die Sitzung fand am 29. April im Historischen Archiv der Stadt Köln statt. Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Stadtarchiv, Dr. Bettina Schmidt-Czaia widmete sich der Arbeitskreis der Tagesordnung. Neben einem großem EDV-Block (Digitales Archiv NRW, digitale Langzeitarchivierung der Einwohnermeldedaten, Archivierungssoftware, siwiarchiv) waren auch der Notfallverbund Siegerland-Wittgenstein, Bildungspartnerschaften zwischen Archiven und Schulen Themen der Sitzung. Ein gemeinsames Projekt zum Ersten Weltkrieg wurde besprochen.
In Anschluss an die Sitzung führte Dr. Andreas Berger die Gruppe durch das Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum des Stadtarchivs in Köln-Porz. Die Gruppe folgte dabei den Weg des Archivgutes von der Anlieferung bis zur Digitaliserung.

Zur Situation des Kölner Stadtarchivs: Weiterlesen

Stadtarchivare aus ganz NRW trafen sich in Dülmen

Rund 30 Stadtarchivarinnen und -archivare aus ganz NRW kamen am Dienstag in Dülmen in der Alten Sparkasse zur halbjährlichen Sitzung ihrer Arbeitsgemeinschaft im Städte- und Gemeindebund (ASGA) zusammen. Dülmens Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann, der seit November 2012 Vorsitzender der ASGA ist, begrüßte seine Amtskolleginnen und -kollegen. Weiterlesen

LWL unterstützt Archive mit Zuschüssen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat sich im Jahr 2012 mit 109.000 Euro für den Erhalt und Pflege von kommunalen, kirchlichen und privaten Archiven in Westfalen-Lippe eingesetzt. Das gab LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale im LWL-Kulturausschuss diese Woche in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) bekannt. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 17

Tagebuch einer Bestandsaufnahme
Und weiter „Entdeckungen“ und Fragen:
Bisher recherchiert:

aus: Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberb, Nr. 27, ausgegeben am 1. Juli 1972

aus: Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberb, Nr. 27, ausgegeben am 1. Juli 1972

Im März 1967 traf der Verwaltungsrat der „Heilstätte Hengsbach e.V.“ die Entscheidung, die Heilstätte zu schließen und den Verein aufzulösen.
„Erst“ am 29.03.1972 wird der Verein aus dem Vereinsregister gelöscht.
Es gibt zwei Ordner mit Rechnungs- und Kassenunterlagen aus den Jahren 1968 und 1970-72. Immer wieder taucht in diesen Unterlagen der Begriff „Liquidator“ auf.

Wie passt das jetzt (für einen Menschen, der bisher noch kaum Wissen in betriebswirtschaftlichen Abläufen hat) zusammen? Weiterlesen