Besuch im Magazin des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein

Mi. 04.03.2020, 16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Pforte IHW-Park, Eiserfelder Str. 316, Siegen

Haben Sie Lust, hinter die Kulissen des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein zu schauen, die Arbeit der Archivarinnen und Archivare kennen zu lernen und ungewöhnliches Archivgut zu sehen? In einer zweistündigen Führung werden Interessierte durch eines der größten Archivmagazine Südwestfalens geführt. Dort werden alle Aspekte archivischer Arbeit vorgestellt. Das wichtigste, älteste und ungewöhnlichste Archivgut des Kreisarchivs wird gezeigt. Kreisarchivar Thomas Wolf beantwortet auch gern Fragen zu allem, was Sie schon immer über Archive wissen wollten.
Barrierefrei.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursprogramm

Postgeschichtliche Sammlung für das Stadtarchiv Hilchenbach

Manfred Hofmann schenkt seine umfangreiche Hilchenbacher Sammlung dem Stadtarchiv.

Anfang der vergangenen Woche trafen sich die Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg, ihr Vorgänger Reinhard Gämlich und die Pressebeauftragte der Stadtverwaltung Annette Branß in Kreuztal-Eichen bei Manfred Hofmann, um seine umfangreiche postgeschichtliche Sammlung abzuholen. Die Übergabe der insgesamt 15 Kartons war schon lange abgesprochen und von Manfred Hofmann sorgsam vorbereitet worden.
Der Philatelist hatte bereits als kleiner Junge Hitler-Marken vor den Amerikanern versteckt, wohl ahnend, sie vielleicht nicht behalten zu dürfen. Doch tatsächlich hat er neben diesen Marken Sammlerstücke, die noch erheblich älter und wesentlich seltener sind. Reinhard Gämlich entdeckte beispielsweise einen Postkarte vom „Juckelchen“, der Müsener Grubenbahn, und ist total begeistert: „Dieses Bild vom Juckelchen habe ich noch nie gesehen. Das ist ein ganz seltenes Stück.“ Annette Branß erkannte auf einer alten Ansichtskarte den damals noch kahlen Krackertsberg in Dahlbruch, auf dem sie heute wohnt.
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„Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf: Stiftung nimmt Arbeit auf

Die neue Stiftung „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ hat die Arbeit aufgenommen: Das Kuratorium der Stiftung ist zur ersten Sitzung im Behrensbau am Düsseldorfer Rheinufer zusammengekommen. Zum Vorsitzenden der gemeinsamen Stiftung von Landtag und Landesregierung wählten die Kuratoriumsmitglieder André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, Ministerpräsident Armin Laschet wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung gewählt. Zum Kuratorium gehören die Mitglieder des Präsidiums des Landtags, je ein Abgeordneter der im Landtag vertretenen Fraktionen, fünf Mitglieder der Landesregierung sowie je ein Mitglied der Land-schaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Der Präsident des Landtags wird in der ersten Hälfte der Amtsperiode des Kuratoriums den Vorsitz übernehmen, in der zweiten Hälfte übernimmt der Minister-präsident den Vorsitz.

Das Kuratorium zum „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ im Behrensbau in Düsseldorf. Foto: Melanie Zanin

Mit der konstituierenden Sitzung ist ein wichtiger Schritt zur Aufnahme der Geschäfte der Stiftung gemacht worden. Das Kuratorium hat die Stiftungssatzung erlassen und das künftige Präsidium der Stiftung berufen: Dr. Gabriele Uelsberg (Direktorin des LVR-Landes Museums Bonn), Professor Theodor Grütter (Direktor des Ruhr Museums Essen) und Professor Dr. Hans Walter Hütter (Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn). Die Stiftung kann damit die Arbeit aufnehmen. Weiterlesen

Neuer „Sicherheitssauger“ schützt Dokumente im Kreisarchiv vor Schädlingen

Was jeder von zuhause kennt, gehört auch für Kreisarchivar Thomas Wolf zum Arbeitsalltag: Staubsaugen! Allerdings ist Wolf nicht auf der Jagd nach Krümeln oder Flusen. Der Leiter des Kreisarchivs hat es vielmehr auf etwas anderes abgesehen: auf das Papierfischchen „Ctenolepisma longicaudata“.

Thomas Wolf, Leiter des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein, ist mit dem neuen Sicherheitssauger jetzt gut gewappnet: Mit dem Gerät werden Archivmagazinräume und Archivgutverpackungen gereinigt, um zu verhindern, dass sich dort Papierfischchen ansiedeln.

Die Papierfischchen sind nahe Verwandte der Silberfischchen und leben am liebsten in den Magazinen und Depots von Archiven, Bibliotheken und Museen. Papierfischchen fressen – wie es der Name vermuten lässt – Papier. Und im trockenen Klima der Archive und Magazine fühlen sie sich ganz außerordentlich wohl! Deshalb sind sie eine ernstzunehmende Gefahr für die historischen Dokumente und Bücher im Kreisarchiv.

Damit sich die Kleintiere dort nicht allzu sehr festsetzen und die eingelagerten Schätze beschädigen, müssen Böden, Regalbleche und Archivschachteln regelmäßig abgesaugt werden. Dazu reicht allerdings nicht ein Staubsauger aus dem Elektroladen um die Ecke – hier ist ein Spezialsauger gefragt! Den hat das Kreisarchiv jetzt vom LWL-Archivamt bekommen. „Der Landschaftsverband hat allen Kreisarchiven einen ‚Sicherheitssauger‘ zur Verfügung gestellt“, freut sich Landrat Andreas Müller und er verweist darauf, dass der Sauger im Bedarfsfall auch von anderen Archiven im Kreisgebiet ausgeliehen werden kann. Weiterlesen

Fritz Bause (?-1943). Beginn einer Recherche.

Das regionale Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein hat folgenden Eintrag zu Fritz Bause:
„Siegen, Rechtsanwalt, Notar, Bezirkskreiswart des BNSDJ/NSRB
B. zum Plebiszit über die Vereinigung der Ämter von Reichskanzler und Reichspräsident in der Hand Hitlers am 19.8.1934 u. a.:„Es handelt sich darum, ihn [= A. Hitler] vor der Welt und dem Ausland als unseren Führer zu legitimieren, durch die Stimme jedes einzelnen Volksgenossen dem Ausland zu zeigen, daß Adolf Hitler im Namen des ganzen Deutschen Volkes spricht, wenn er mit der Welt verhandelt und die Interessen des Deutschen Volkes wahrnimmt.“

keine eigenen Entn.-Akten im LA NRW, Abt. Rheinland, aufgefunden; EB 1940; SNZ, 18.8.1934“, Link: http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#baunscheidt

Im hier bereits erwähnten MARJORIE-WIKI findet sich eine Auswertung der Zeitschrift „Deutsche Justiz „Im 2. Weltkrieg tödlich verwundete oder verletzte Angehörige der Justiz im NS-Regime“, https://marjorie-wiki.de/w/index.php?title=Im_2._Weltkrieg_t%C3%B6dlich_verwundete_oder_verletzte_Angeh%C3%B6rige_der_Justiz_im_NS-Regime&oldid=1740924 (abgerufen am 12. Februar 2020). Dort findet sich folgender Eintrag: Fritz Bause, Rechtsanwalt und Notar in Siegen, März 1943. Weiterlesen

Neuerscheinung zum Wandel des archiviarischen Berufsbilds in der Reihe TUA

Der neuste Band aus der Reihe „Texte und Untersuchungen zur Archivpflege“ (TUA) ist erschienen und ab sofort erhältlich.

Berufsbild im Wandel: Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI). Von „technischen Hilfskräften“ zu Informationsvermittlern im Internetzeitalter. 20 Jahre FaMI- und 40 Jahre Bibliotheksausbildung in Dortmund. Referate der Festveranstaltung des Karl-Schiller-Berufskollegs Dortmund (KSBK) am 1. Oktober 2018 in Dortmund und ergänzende Beiträge / Ronald Gesecus und Volker Zaib (Hg.). – Münster 2019. – 100 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-31-7

Weitere Informationen (Inhaltsverzeichnis und Vorwort) finden sich hier:
https://www.lwl-archivamt.de/de/#anker-6082530

Sturmschaden im Stadtarchiv Siegen

Das Stadtarchiv Siegen ist nach dem Wasserschaden und den Aufräum- und Reinigungsarbeiten aufgrund Orkan „Sabine“ eute, wieder eingeschränkt von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.
Ab Freitag, 14. Februar, kann das Stadtarchiv dann wieder zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.

“ … Durch die starken Sturmböen des Orkantiefs „Sabine“ war in der Nacht zum Montag eine von sechs Lichtkuppeln auf dem Dach des Krönchen-Centers über dem Hauptmagazin aufgeklappt. Durch die Öffnung drang Regenwasser ein. Ein Dachdecker war am Montag vor Ort und sicherte die Kuppel provisorisch. Etwa drei Laufmeter Archivgut sind laut städtischer Pressestelle nass geworden und werden nun fachgerecht getrocknet. Verpackungsmaterial für 16 Laufmeter Archivgut ist unbrauchbar. Teile des Hauptmagazins wurden geräumt.“ (2)
Quelle:
1) Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 12.02.2020
2) Siegener Zeitung, 13.2.2020

Alexander Hirschfeld (1892 – 1974)

Siegerländer FDP-Politiker im Landtag Nordrhein-Westfalen 1951 – 158, 1961 – 1962. Eine vorläufige biographische Informationssammlung.

* 28. Februar 1892 in Bergisch Neukirchen; † 21. September 1974 Siegen-Weidenau[1]

Alexander Hirschfeld, war Sohn des J. Ed. Hirschfeld[2], kaufmännischer Angestellter/Buchhalter eines mittleren Industriebetriebes.[3]

Ev[4], verheiratet seit 5. Juli 1920[5] mit Elfriede geb. Vits (geb. in Chemnitz)[6], kinderlos[7], 1,76m, blaue Augen, graue Haare (Juni 1946)[8]

Ausbildung I

Volksschule in Bergisch-Neukirchen[9]

4 Jahre Rektoratschule Leichlingen[10]

Ohligs-Walder Realgymnasium/Oberrealschule Ohligs-Wald, Ostern 1908 Obersekundareife (Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst[11]/Abitur, Berufsziel: Verwaltungsbeamter[12]

  1. April 1908 – 31. 3.1910 Volontär[13]/Hospitant bei der Stadtverwaltung Bergisch-Neukirchen und zur Gemeindeverwaltung Langenfeld (lernt dort BM Metzenmacher kennen, ein Anhänger des Bodenreformers Damaschke)[14]

1.4.1910 – 20. September 1911 Volontär Polizei- und Verwaltungsbüro des Landratsamtes Solingen; ab 1. Juli 1910 im Kreisausschussbüro des Landkreises Solingen[15] auch bei Kreiskasse Solingen[16]

1.10.1912 Eintritt als Verwaltungsassistent bei der Verwaltung der Landgemeinde Richrath-Reusrath (bei Langenfeld)[17]

Militär und 1. Weltkrieg Weiterlesen