Archive – Fehlanzeige!

In seiner Regierungserklärung erwähnte der neue Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU) gestern mit keinem Wort die Archive. Ist dies ein schlechtes Zeichen für den Substanzerhalt des kulturellen Erbes, für die Herausforderungen der digitalen Langzeitachiverung oder für die Bildungspartnerschaften von Archiven und Schulen?

Akten der Hüttenwerke Siegerland werden entsäuert


Das Westfälische Wirtschaftsarchiv nimmt seit 2012 regelmäßig an der Landesinitiative Substanzerhaltung (LISE) teil. Neben der Überlieferungen der Kammer werden dabei auch Unterlagen aus Firmenbeständen entsäuert, d. h. gegen Papierzerfall geschützt. Aktuell befinden sich jetzt 46 Archivkartons des Bestandes F 65 Hüttenwerke Siegerland AG / Hoesch Siegerlandwerke AG auf dem Weg zur Behandlung in Leipzig.
Quelle: LWL-Archivamt via Facebook, 6.9.2017

Kalender „Denkmal des Monats 2018“ eingetroffen

Kalender ist u.a. in den Rathäusern der Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe erhältlich

Zum 18. Mal erscheint der Kalender „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in NRW.

In einer limitierten Auflage von 1.500 Exemplaren ist der Kalender bereits nach seinem Start in 2001 zu einem begehrten Zeugnis für Denkmalpflege und Denkmalschutz in unseren Städten geworden. Er dient als qualitativ hochwertige Bildsammlung und kann gleichzeitig als kleiner Reiseführer zum Einstieg in die Geschichte der Städte und ihrer Denkmäler genutzt werden.

In der Regionalgruppe Südliches Westfalen sind die Städte Arnsberg, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freudenberg, Lippstadt, Schmallenberg, Siegen, Soest und Werl organisiert. Bereits zum zweiten Mal sind in diesem Jahr die historischen Orte Hallenberg, Elsoff und Eversberg vertreten. Weiterlesen

Wiki-Workshop zum Projekt ZEIT.RAUM Siegen

ZEIT.RAUM Siegen (http://zeitraum-siegen.de/) ist ein Kooperationsprojekt der Universität Siegen und des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss. Es hat in den regionalen Medien (Siegener Zeitung, Radio Siegen, WDR etc.) ein großes Echo gefunden. Ziel des Projektes ist es, regionale Erinnerungsorte zu ermitteln und zu diskutieren.

 

Erinnerungen prägen unser Leben und unsere Persönlichkeit. Gleichermaßen formen sie gesellschaftliche Gruppen wie die Bewohner einer Stadt, einer Region oder auch ganzer Nationen. Denn nicht nur einzelne Menschen erinnern sich, sie bilden als Gemeinschaft gemeinsame Erinnerungen aus. Kollektive Erinnerungen bedürfen bestimmter Ankerpunkte, sie müssen fassbar sein, um sich darüber austauschen zu können. Solche Erinnerungsorte können konkrete Orte, eine Persönlichkeit, eine mythische Figur, ein Brauch oder ein Symbol sein, wodurch die Erinnerung buchstäblich „Gestalt“ annehmen kann.

 

Für Siegen und das Siegerland sind dies sicherlich für viele Henner und Frieder, die beiden Schlösser, die weithin sichtbare Nikolaikirche mit dem „Krönchen“, der Maler Rubens, der Hauberg, der Bergbau oder auch das Backesfest. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen in der Region haben durchaus unterschiedliche Erinnerungsorte. Wichtig ist aber, dass viele Menschen mit einem Erinnerungsort etwas verbinden und er für ihre Identität als relevant empfunden wird. Die Universität Siegen und das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss haben ein interaktives 3D-Stadtmodell entwickelt, an dem regionale Erinnerungsorte sichtbar, ja sogar „greifbar“ werden. „Diskutierbar“ werden sie über ein interaktives Stadtwiki. Über diese interaktive Plattform (http://wiki.zeitraum-siegen.de/doku.php) können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Vergangenheit der Stadt Siegen und der Region aufarbeiten und sich darüber im Hinblick auf ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft austauschen.

 

Am Mittwoch, 27. September um 18:00 Uhr findet in der Universität Siegen (Raum AR-A 1012) ein Workshop statt, bei dem der Umgang mit der Wiki-Plattform praxisnah erläutert wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die regionalen Heimat- und Geschichtsvereine sind eingeladen – Sie gehören zu den wichtigsten Expertinnen und Experten für die regionale Geschichte! Wir würden uns freuen, wenn wir Sie mit Ihren Erinnerungen, Ihrem Wissen, Ihren Erfahrungen und natürlich Ihren Netzwerken für die Zusammenarbeit in dem Projekt gewinnen könnten, um die Diskussion über regionale Geschichte gemeinsam mit Ihnen voranzutreiben und zu gestalten.

Das ZEIT.RAUM Stadtwiki bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den regionalen Heimat- und Geschichtsvereinen die Möglichkeit, ihr Wissen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, die eigene Arbeit zu präsentieren und sich untereinander noch besser zu vernetzen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Auskunft gibt der für das Projekt verantwortliche Mitarbeiter Matthias Opitz:

  • matthias.opitz[at]uni-siegen.de

Anbindung mit Bus und Bahn:

  • Mit der Linie C111, der Linie UX4 oder der Linie UX5 Richtung Universität/Haardter Berg fahren. Bei der Endhaltestelle „Robert-Schumann-Straße“ aussteigen.
  • Vom Siegen ZOB mit der Linie C106 oder UX1; vom Siegen-Weidenau ZOB mit der Linie UX2; in Richtung AR-Campus fahren. Bei der Endhaltestelle „Adolf-Reichwein-Straße“ aussteigen.

Anbindung mit dem PKW:

  • Ab HTS-Ausfahrt (B54 / B62) Siegen-Weidenau Richtung Netphen fahren. An der zweiten Ampel nach links in die Straße Am Eichenhang einbiegen. An der ersten Ampel nach rechts in die Hochschulstraße einbiegen. Diese Straße bis zum Ende durchfahren und nach links in die Haardter-Berg-Straße einbiegen. Ab hier sind die Parkplätze ausgeschildert.

„Schusterschlacht“ lockte am Wochenende viele Besucher nach Netphen

Der Heimatverein Netpherland veranstaltete mit Unterstützung zahlreicher Netphener Vereine am zweiten Septemberwochenende ein buntes Mittelalterfest, bei dem die historische Schusterschlacht aus dem Jahr 1584 nachgespielt wurde.
Eröffnet wurde das dreitägige Fest am Freitagabend mit dem Fassanstich durch Schirmherr Ulf Stötzel und Bürgermeister Paul Wagener, begleitet von den Netpher Böllerschützen.

Foto: © N. Klappert


Die dreitägige Veranstaltung sollte an die Schusterschlacht erinnern, die am ersten Oktobersonntag des Jahres 1584 auf dem Marktplatz in Obernetphen stattfand. Dort haben Händler, Bauern und Handwerker jeden Sonntag nach dem Kirchgang Markt gehalten und sich und den Kunden den langen Weg nach Siegen erspart, sehr zum Missfallen der Mitbewerber aus Siegen, die hierdurch erhebliche Umsatzeinbußen hatten. So kam es, dass Schuster und Gerber aus Siegen sich an besagtem Tag auf den Weg nach Netphen machten und dort die Verkaufsstände zerstörten und die Händler verprügelten, die sich nach Kräften zur Wehr setzten. Schüler der Sekundarschule Netphen spielten Szenen aus der Schusterschlacht bei einem Straßentheater in historischen Kostümen nach und ernteten hierfür großen Beifall vom Publikum. Weiterlesen

NRW: Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz.

Ministerin Scharrenbach: Denkmalschutz bewahrt Heimat und ermöglicht Zukunftschancen für Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:
Zum gestrigen Tag des offenen Denkmals bekennt sich die neue Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz. „Denkmalschutz und Denkmalpflege erhalten das kulturelle Erbe Nordrhein-Westfalens und machen es für kommende Generationen zugänglich. Zu dieser Verantwortung stehen wir. Daher werden wir die Fördermittel für die Baudenkmalpflege wieder auf jährlich rund zwölf Millionen Euro anheben“, kündigte Ministerin Ina Scharrenbach an. Weiterlesen

„Spaß mit Flaggen“ II

oder: Innenminister NRW missachtete heraldische Regeln

2014 wurde auf hier über die Gestaltung der Flagge des Kreises Siegen-Wittgenstein berichtet. Bezugnehmend auf die einschlägige und grundlegende Publikation Peter Veddelers heßt es dort u. a. “ … Bereits 1954 war ein Banner verliehen worden, das allerdings von Blau und Gelb längsgestreift war. …“
Jedoch: Am 10 September 1954 verlieh der Innenminister des Landes NRW dem Landkreis Siegen das Recht eine Flagge – korrekt natürlich: Banner –  zu führen. Das Schreiben hatte der damalige Staatssekretär Dr. Wilhelm Loschelder unterzeichnet. Daraufhin veröffentlichte der Siegener Kreistag am 30. September 1954 folgende Beschreibung der Flagge: “ …. Die Flagge enthält im oberen Drittel auf weißem Feld das Kreiswappen. …. Die unteren zwei Drittel in den Farben blau/orange [sic!] werden durch eine schwarz/weiß geschachte Leiste gegen das obere Drittelabgesetzt. Während die Fraben blau/orange auf die frühere Zugehörigkeit zum ehemaligen Fürstentum Nassau/Siegen hinweisen, soll die schwarz/weiß geschachte Leiste an die preußische Tradition des Kreises erinnern.“
Ein weitere Episode in der unkorrekten Verwendung der Farbe Orange im Banner des Kreises Siegen(-Wittgenstein).
Quelle: Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein, Regstratur: Banner1954 .

Miszelle zu Hilchenbacher Vermesser Johann Jacob Vorlaender (1799-1886) online

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen die folgende Miszelle online verfügbar gemacht: „Johann Jacob Vorländer, kgl. Steuerrat in Minden : Ein Beitrag zum Vermessungswesen im Regierungsbezirk Minden“, in: Mindener Heimatblätter für die Kreise Minden und Lübbecke, das alte Fürstentum Minden, 18. Jg. (1941) H 1/2, S. 3.

Wohl grundlegend zu Vorlaender ist: Pfitzer, A. (1913): Zur Geschichte des Rheinisch-Westfälischen Katasters – Johann Jakob Vorlaender, ein Vorkämpfer des preußischen Vermessungswesens. in: Zeitschrift für Vermessungswesen 42, S. 1-7, 40-49, 57-70, 81-94, 113-128. In der regionalen Literatur findet sich nur der Beitrag Wilhelm Güthlings „Steuerrat Johann Jakob Vorlaender, Ein Siegerländer Vermessungsfahmann“, in: Unser Heimatland (1951), S. 158

 

Tagung „Orte und Räume der Generationenvermittlung

– Außerschulisches Lernen von Kindern“

Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Oktober 2017 an der Universität Siegen statt und richtet sich Forschende und Lehrende aus verschiedenen disziplinären Zusammenhängen sowie an interessierte Studierende und Lehrpersonen im Sachunterricht.

Im Kontext der Tagung erfolgt eine Auseinandersetzung mit Lernorten und -räumen außerhalb der Schule, wobei der Fokus auf der Generationenvermittlung liegt. Auf interdisziplinärer Ebene soll das Potenzial des Generationenkonzepts für die Reflexion außerschulischer Lernprozesse von Kindern betrachtet, diskutieret und in einzelnen Projekten sichtbar gemacht werden. Weiterlesen

Vortrag „Vom Erwerbsleben im Siegerland – Maße, Einheiten, Werte“.

Morgen , 8. September, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Hermann J. Hellmann spricht dazu vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.