Projekt „Alte Vogtei“ – Heimatvereine trafen sich zum Austausch

Auch wenn das frühsommerliche Wetter sicherlich Grund genug für eine andere Gestaltung des Samstagnachmittages waren, trafen sich auf Einladung des Heimatvereins „Alte Vogtei“ Burbach trotzdem einige Vertreter der umliegenden Heimatfreunde, um gemeinsam zu überlegen, wie eine Zusammenarbeit beim Blick auf das Projekt Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum (BBEZ) Alte Vogtei aussehen kann. Der neue Vorsitzende der Burbacher Heimatfreunde, Volker Gürke, begrüßte die Gäste und erläuterte den aktuellen Sachstand des Projektes: „Wir möchten einen intensive Zusammenarbeit erreichen. Mit dem angestoßenen Austauschprozess geht es darum, Stärken zu stärken, die vorhandenen Angebote zielführend miteinander zu verknüpfen und Themenfelder sowie Schwerpunkte der einzelnen Heimatvereine optimal darzustellen“, fasste Gürke das Anliegen zusammen. „Wir stehen daher sicherlich erst am Anfang der Überlegungen.“ Weiterlesen

Brückenerneuerung zur Ginsburg

Neue Brücke zur Ginsburg wird pünktlich zu Ostern fertig

Der Verein zur Erhaltung der Ginsburg und der Siegerländer Burgenverein haben die Stadt Hilchenbach informiert, dass die neue Brücke zur Burgruine spätestens zu den Osterfeiertagen fertiggestellt ist. Das Grundgerüst steht bereits und die abschließenden Arbeiten laufen auf Hochtouren. Die Verantwortlichen der Vereine und auch die Stadt Hilchenbach sind sehr erleichtert, dass die lange Sperrung damit endlich aufgehoben werden kann und der Zugang zu einem Wahrzeichen der Region wieder uneingeschränkt möglich ist.
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Wer kann bei diesem Foto helfen?

In einer Serie von älteren Luftbildaufnahmen (50er und 60er Jahre) fand sich im Stadtarchiv Kreuztal dieses Foto eines Firmengeländes. Auf der Rückseite ist nur notiert „Littfeld bei Siegen“. Das Foto kann bisher allerdings weder Littfeld noch einem anderen Ortsteil von Kreuztal zugeordnet werden.

Unsere Frage daher: wer erkennt die Gebäude und weiß welcher Ort hier überflogen wurde? Hinweise bitte an das Stadtarchiv Kreuztal (r.siewert@kreuztal.de).

Unbekanntes Gemälde von Ludwig Heupel-Siegen im Stadtarchiv

Im Rahmen einer Schenkung erhielt jetzt das Stadtarchiv Siegen ein Portrait des Siegener Kaufmanns Hermann Kippenberger. Das Gemälde aus dem Jahre 1927 stammt von dem heimischen Maler Ludwig Heupel-Siegen, ist aber im Werksverzeichnis von Alexander Wollschläger (1970) nicht aufgeführt.
Hermann Kippenberger war ein Sohn des Kaufmanns Peter Kippenberger, dessen Eisenwarenhandlung er nach dessen Tod übernahm. Auf dem Gemälde wird er war als mit Orden ausgezeichneter Teilnehmer des Ersten Weltkrieges dargestellt. Anhand zahlreicher Todesanzeigen ist nachzuvollziehen, dass er sich in verschiedenen Vereinen engagierte.
Sein Vater Peter Kippenberger (1820-1890) stammte wie auch sein Bruder Jean (1816-1898) aus Osthofen bei Worms, beide ließen sich in Siegen nieder.
Peter gründete einen Eisenwarenhandel mit Sitz zunächst in der Löhrstraße, später in der Poststraße.
Auch Jean betätigte sich als Kaufmann und gründete eine Wein- und Eisengroßhandlung. 1844 erweiterte er diese dann um ein Bankhaus, das sich seit mindestens 1887 am Löhrtor befand. Die Provinzbank machte sich unter ihresgleichen in Deutschland bald einen Namen. Zusammen mit der Siegener Bank für Handel und Gewerbe, welche 1905 den Vorgängerbau der heutigen Filiale der Deutschen Bank an der Koblenzer Straße errichten ließ und 1925 mit dieser fusionierte, bildete sie die Basis für die Deutsche Bank in Siegen. Das Bankhaus Kippenberger hingegen schloss sich 1917 dem Schaaffhausen´schen Bankverein an, der 1929 durch die Discontogesellschaft übernommen wurde, im gleichen Jahr aber ebenfalls in der Deutschen Bank aufging.

Das Portrait von Hermann Kippenberger kann bis auf Weiteres im Lesesaal des Stadtarchivs Siegen besichtigt werden.

Quellen:

  • Dokumentation Jean Kippenberger (Bestand Stadtarchiv Siegen)
  • Dokumentation Hermann und Peter Kippenberger (Bestand Stadtarchiv Siegen)
  • Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechterlexikon, Siegen 1974
  • „Siegener Bankunternehmen mit 130jähriger Tradition- Bemerkenswerte Entwicklung
    der Deutsche Bank AG Filiale Siegen“, in: Siegerländer Heimatkalender, 1974

Text: Sonja Schäfer, Praktikantin im Stadtarchiv

Hans Sandkuhl, Landrat des Kreises Wittgenstein (1946 – 1948)

Anlässlich einer Ausstellungseröffnung wurde das Kreisarchiv nach Informationen zu Hans Sandkuhl gefragt. Eine Durchsicht der im Kreisarchiv verfügbaren Materialien ergab folgendes:

• geb. 29. Dezember 1877 in Münster/W., gest. 15. Januar 1954 in Berleburg
• verh., 6 Kinder
• Schreinerlehre
• 1910 – 1920 Polizeibeamter in Neheim-Hüsten und Berleburg
• 1918 Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates in Berleburg
• 1919 – 1925 Jahr Erster Beigeordneter der Stadt Berleburg
• 1920 (?) -1954 Hotelier in Berleburg
• Kreistag des Landkreises Wittgenstein Januar 1946 – Oktober 1948
• Kreisältester ab 17. Januar 1946 bis 26. Februar 1946, CDU
• Stellv. Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Wittgenstein 1946 – 1948
• CDU Ehrenvorsitzender 1948 – 1954
• Stellv. Landrat 17. Januar  1946 -26. Februar 1946
• Landrat vom 26. Februar 1946 – 26. Oktober 10.1948

Quellen:
Landkreistag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Dokumentation über die Landräte und Oberkreisdirektoren in Nordrhein-Westfalen 1945 – 1991, Düsseldorf 1992, S. 499.
Hansgeorg Schiemer: 60 Jahre CDU in Siegerland und Wittgenstein, (Schriftenreihe des CDU-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein e.V. Heft 19), Siegen 2006, S. 159
WR 20.08.2004
Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein 1.0.0./1808
Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein 1.2.6./171 (Personalakte: nur 2 Gehaltsbögen)

Kinderklinik sucht historisches Material anlässlich 100-Jahrfeier in 2018

DRK- Kinderklinik bittet Siegener Bürger um Bild-, Film- und Ton-Material anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in 2018

Kinderkrippe in Siegen in der Grabenstraße (1. Standort der DRK-Kinderklinik Siegen), FOTO: DRK Kinderklinik

2018 wird die DRK-Kinderklinik Siegen 100. Ein guter Anlass, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und dies anlässlich des Jubiläums im nächsten Jahr in Form einer Festschrift und einer Ausstellung zu würdigen. Aber leider gibt es insbesondere aus den ersten 75 Jahren der Arbeit der Kinderklinik in der Grabenstraße und auf dem Wellersberg nicht so viel Bildmaterial. Darum bittet man nun die Siegener Bürgerinnen und Bürger um Ihre Mithilfe. Wer noch historisches Bild- oder Filmmaterial hat oder aber eine besondere Anekdote aus der Vergangenheit zum Besten geben kann, der möchte sich bitte mit Bettina Kowatsch und Arnd Dickel von der DRK-Kinderklinik Siegen in Verbindung setzen. Unter 0271/2345442 oder marketing@drk-kinderklinik.de freuen sich die Beiden auf Ihren Beitrag aus der gemeinsamen Vergangenheit.

Neubau Kinderklinik (1934) auf dem Wellersberg, Bild: DRK Kinderklinik

Quelle: DRK-Kinderklinik, Pressemitteilung v. 27.3.2017

Digitale Veröffentlichung zu Ziegeleien in Westfalen und Lippe

„Ziegeleien überall“ lautete der treffende Titel eines Buches über Ziegeleien im Kreis Minden-Lübbecke. Tatsächlich bestanden 1905 in Westfalen und Lippe mindestens 823 Ziegeleien, seither sinkt die Zahl von Jahr zu Jahr. Seit 1900 gab ein Leipziger Adressbuchverlag zunächst jährlich ein Verzeichnis der Ziegeleien heraus, für das er amtliche Unterlagen verwenden konnte. Später wurden die Abstände zwischen den Ausgaben immer größer, andere Institutionen übernahmen das Werk. Sieben zwischen 1905 und 1953 erschienene Ausgaben konnten für das Verzeichnis ausgewertet, die Einträge nach den heutigen kommunalen Grenzen neu geordnet werden.
Für das Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein verzeichnet die Publikation siebzehn Betriebe (S. 154 ff.) – nur in Bad Berleburg und in Burbach fanden im Untersuchungszeitraum sich keine Ziegeleien.

Burkhard BEYER: Verzeichnis der Ziegeleien in Westfalen und Lippe 1905 bis 1953. Auswertung der Fachadressbücher und Branchenverzeichnisse. 185 Seiten, Online-Publikation (PDF) Münster 2017 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 13).

Quelle: Historische Kommission für Westfalen, Digitale Schriftenreihe

Linktipp: Projekt der LWL-Archäologie zur eisenzeitlichen Metallurgie im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Seit dem 27. März 2017 führen die LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, das Deutschen Bergbau-Museum Bochum, die Ruhr-Universität Bochum sowie das LWL-Freilichtmuseum Hagen ein archäologisches Experiment durch, das die die Produktionsmenge der keltischen Verhüttungsöfen, wie sie im Siegerland aufgefunden wurden, klären soll.
Das Blog der LWL-Archäologie begleitet dieses Experiment. Ein erster, reich bebilderter Eintrag ist am 3. April erschienen.

Literaturhinweis: „Siegen vor und nach der Zerstörung“

Eine fotografische Zeitreisein die Jahre 1943/44 und die ersten Nachkriegsjahre mit Farbaufnahmen von Erich Koch“
Herausgegeben vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. als Band 26 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“, Siegen 2017

Foto: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

„Siegen im Sommer 1944. Vom Zweiten Weltkrieg, der nun schon im fünften Jahr über Europa hinwegzieht, ist in der Siegener Altstadt auf dem Siegberg auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Die Leute flanieren im Sonntagsstaat durch die Straßen rund um den Markt und die Kinder nutzen die schulfreien Tage zum spielen vor der Haustür. Der Siegener Erich Koch hat diese Stimmung im Bild festgehalten: das Untere Schloss, die Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten Fassaden in der Kölner Straße, am Markt und in der Marburger Straße und die malerischen Winkel hinter der Marienkirche beiderseits der Donzenbachstraße. Weiterlesen

»13. Siegerländer Kirchentour«

Exkursion in Siegens Norden am 8. April

Zu der Exkursion „13. Siegerländer Kirchentour“ lädt der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein am Samstag, 8. April 2017, in den Norden der Kreisstadt Siegen ein. Die Teilnehmer treffen sich um 10:00 Uhr an der Evangelischen Christuskirche, Hainbuchenweg 1, in Siegen-Weidenau.

Zunächst steht die Besichtigung dieser Kirche auf dem Programm, danach statten die Teilnehmer der Katholischen Heilig Kreuz Kirche in Siegen-Weidenau einen Besuch ab. Weiter geht es zur Evangelischen Haardter Kirche. Im Anschluss wird die Katholische Kirche „St. Joseph“ in Weidenau besucht, in der auch ein Orgelspiel zu hören sein wird.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im „Gründel’s“ (Gasthaus in Geisweid) werden noch die Katholische Kirche „St. Marien“, die Evangelische Kirche Wenscht und die Evangelische Talkirche Klafeld besichtigt. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 16:30 Uhr geplant. Die Besuche der einzelnen Kirchen finden jeweils unter fachkundiger Führung statt.

Eine Anmeldung zur „13. Siegerländer Kirchentour“ ist bei der Geschäftsstelle des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. (Koblenzer Straße 73, Siegen, Telefon 0271 333-2325 oder per E-Mail: heimatbund@siegen-wittgenstein.de erforderlich. Bitte angeben, ob die Teilnahme am Mittagessen gewünscht ist. Die Exkursion ist für Mitglieder des Heimatbundes kostenfrei, für alle anderen Teilnehmer fällt ein Beitrag von 5 Euro an. Die Kosten für das Mittagessen trägt jeder persönlich.

Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung, 21.03.2017