2. VHS-Lesekurs zur Paläographie des 19. und 20. Jhdts. III. Teil

Am dritten und leider letztenTermin des Lesekurses wurden Schreiben des Personalwesen aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts gelesen. Dabei wurde auch erste, zarte Hinweise zur Aktenkunde der Stücke gegeben.  Wer will, kann diese Seiten hier selber „entziffern“: Lesekurs17517

Link zum zweiten Teil des Kurses

Schriftsteller, Skandale, Politik … „Vorwärts“ online

Digitalisierung des „Vorwärts“ von 1876-1933

Einem Tweet der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge wird in den digitalisierten Vorwärts-Ausgaben vor allem nach Schriftstellern, Skandalen und Poltik gesucht. Dies kann man wohl sich auch um regionale Betreffe ergänzen. Ein Suche mit den Ortsnamen aus dem Kreisgebiet verlief bereits erfolgreich:

Screenshot

Erste Informationen zum Digitalisierungsprojekt
„Am 1. Oktober 1876 erschien der „Vorwärts“, die bedeutendste periodische Publikation der deutschen Sozialdemokratie, zum ersten Mal. „Sozialistengesetz“, Erster Weltkrieg mit der Spaltung der SPD und die Machtübernahme der Nationalsozialisten – in der Geschichte des „Vorwärts“ spiegeln sich diese und alle weiteren politisch-historischen Ereignisse des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Entsprechend groß war und ist das Interesse an einer allgemein zugänglichen digitalen Ausgabe. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung „200 Jahre rheinische und westfälische Kreise“

Vorgestern wurde die Ausstellung des Landkreistages NRW „200 Jahre rheinische und westfälische Kreise. Von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwqaltung“ im Foyer des Siegener Kreishauses durch Landrat Andreas Müller eröffnet. Nachfolgend vermitteln bilder einige Eindrücke von der Veranstaltung und der Ausstellung.
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Archiv der Waldgenossenschaft Eisern im Stadtarchiv Siegen

Stadtarchivar Ludwig Burwitz mit Willi Brandl, Jochen Grisse und Richard Georg (von links nach rechts) bei der Übernahme des Archivs der Waldgenossenschaft Eisern. (Quelle: Stadt Siegen)

Einen bedeutenden Neuzugang aus dem Bereich der Siegerländer Forstwirtschaft kann jetzt das Stadtarchiv Siegen vermelden. Der Vorstand der Waldgenossenschaft Eisern hat sich entschlossen, die historischen Dokumente des Genossenschaftsarchivs zur dauernden und sicheren Aufbewahrung dem Stadtarchiv übergeben. Dabei handelt es sich immerhin um einen umfangreichen Bestand von 340 Einzelstücken.

Die Geschichte der Waldgenossenschaften aus Eisern geht wie die vieler anderer auch die auf die langjährige Tradition einer Haubergsgenossenschaft als Vorgängerin zurück. Dementsprechend alt sind die jetzt dem Stadtarchiv übergebenen Dokumente. Die Überlieferung setzt ein mit den ältesten Lagerbüchern, beginnend mit dem Jahr 1831. Hier sind die Namen aller Anteilsbesitzer über Jahrzehnte hinweg nachzuvollziehen. Eine Fundgrube für die Dorfgeschichte! Verständlich daher der Wunsch der Vorstandsmitglieder Willi Brandl, Richard Georg und Jochen Grisse, die Bestände des Archivs auch für zukünftige Generationen gesichert zu wissen. „Kaum eine andere Institution und kein Verein haben über einen so langen Zeitraum das dörfliche Leben mitgestaltet, ja sogar den Tagesablauf bestimmt“, betonten sie bei der jetzt erfolgten Unterzeichnung des Depositalvertrages. Weiterlesen

Kreisgeburtstag: Heimatvereine laden zu Zeitreise auf die Ginsburg ein

Siegen-Wittgenstein Anfang des 19. Jahrhunderts: 1816 leiden die Menschen unter einer Hungersnot. Getreide ist knapp, die Brotpreise steigen ins Unermessliche – nicht nur die Siegerländer und Wittgensteiner machen aus der Not eine Tugend: Die ungeliebte Kartoffel ersetzt Roggen und Weizen: Das Kartoffelbrot – der „Riewekooche“ – erblickt das Licht der Welt! Nur eine Geschichte, die das Leben in der Region vor 200 Jahren beschreibt.

Haben das Programm des »Historischen Marktes« vorgestellt, der am Pfingstsamstag und -sonntag um und in der Ginsburg stattfinden wird (v.l.): Theo Morgenschweis (Pomologe), Martin Beume (Schlossber-Raubritter), Paul Breuer (Vorsitzender Heimatbund), Landrat Andreas Müller und Karl-Adolf Fries (Organisationsleiter Historischer Mark).

Geschichte lebendig werden lassen

„Wir können uns heute gar nicht mehr vorstellen, wie die Menschen damals gelebt haben“, sagt Paul Breuer, der Vorsitzende des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. Von damals gibt es keine Fotos und keine Filmaufnahmen, höchstens ein paar Gemälde oder Strichzeichnungen. Aber selbst diese können wir heute kaum noch richtig verstehen: „Denn ein alter ausgemergelter Mann auf einem Gemälde war längst nicht so alt, wie wir vermuten – und er wurde wahrscheinlich auch gar nicht so alt, wie er uns erscheint. Die harte Arbeit in den Erzbergwerken, in der Landwirtschaft, in der Köhlerei oder auch alles zusammen hat ihn einfach gezeichnet“, erzählt Paul Breuer: „Die gute alte Zeit hat es nie gegeben!“. Weiterlesen

2. VHS-Lesekurs zur Paläographie des 19. und 20. Jhdts. II. Teil

Am zweiten Termin des Lesekurses wurde zwei Netzfundstücke des frühen 20. Jahrhunderts gelesen. Zunächst ein privater Vertrag wurde gelesen, dessen Sprache sich an die gesprochenn Sprache anlehnte, um die Teilnehmenden auf die bisweilen kreativ umgesetzte Rechtschreibung vorzubereiten. Darauffolgend ein kurzer handschriftlicher Absatz zu einer Heiratsurkunde einer Hochzeit zweier taubstummer Personen – quasi eine Vorstellung standesamtlicher Urkunden.

Schließlich wurde ein Privatbrief gelesen, um den individuellen Gebrauch der Kurrentschrift kennen zu lernen. Wer will, kann diese Seiten hier selber „entziffern“: Lesekurs10517

Link zum ersten Teil des Kurses

Landtagswahl in NRW – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien

Morgen ist Landtagswahl in NRW. Eine Suche in Wahlprogrammen nach dem Stichwort „Archiv“ verlief bei SPD, CDU, FDP und AfD ergebnislos. Im Wahlprogramm der Grünen werden die Bildungspartnerschaft „Schule und Archiv“ erwähnt sowie ein Archiv zum Thema „Rechtsextremismus in NRW“ gefordert. Im Wahlprogramm der Linken findet sich die Forderung nach dem Aufbau eines Archivs queerer Lebenswelten in NRW. Im Wahlprogramm der PIRATEN finden sich folgenden Aussagen „Die Digitalisierung ist für die Archivierung und Bereitstellung des bereits gemeinfreien kulturellen Erbes zur Rezeption und zur Weiterverwendung und damit auch zum Remix unabdingbar.“ und “
Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten produzieren TV- und Radio-Angebote sowie interaktive Medieninhalte, die von der Allgemeinheit bezahlt werden. Das Internet ermöglicht eine nachhaltige Archivierung und Publikation dieser Inhalte, dennoch stehen jene in der Praxis nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung.
Wir wollen daher, dass Produktionen, die von der Allgemeinheit finanziert wurden, auch permanent der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.
Zu diesem Zweck setzen wir uns für eine Rücknahme der im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag eingeführten Depublikation öffentlich-rechtlicher Medieninhalte im Internet ein. Darüber hinaus sollen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihre Inhalte unter freier Lizenz zur Verfügung stellen. „

Landtagswahl 1947 im Landkreis Siegen


Am 1. Dezember 1946 hatte die Militärregierung die Verordnung Nr. 57 erlassen, welche die Befugnisse der Landesregierung und deren rechtliches Verhältnis in Bezug auf die Militärregierung regelte. Der Landtag durfte nun Gesetze erlassen, die britische Militärregierung musste diese aber erst absegnen.
Ebenso im Dezember 1946 waren die Sitze im Landtag neu aufgeteilt worden. Dies geschah unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Amtsvertretungs- Kreistags- und Gemeindewahlen. Für das Siegerland saßen Hedwig Finger und Bernhard Meuser im Landtag (beide CDU).
Nachdem am 5. März 1947 endgültig ein von der Militärregierung akzeptiertes Landeswahlgesetz verabschiedet werden konnte, fanden am 20. April im neuen Bundesland Nordrhein- Westfalen die ersten Landtagswahlen statt.
Zwei der 150 Wahlkreise lagen im Landkreis Siegen, nämlich der Wahlkreis 128 für Siegen-Stadt und Land-West, zu welchem natürlich die Stadt Siegen gehörte, sowie die Ämter Weidenau, Freudenberg und Eiserfeld. Als Kreiswahlleiter fungierte hier Siegens Oberstadtdirektor Max Baumann. Wahlkreis 129 (Siegen- Land- Ost) umfasste die Stadt Hilchenbach und die Ämter Keppel, Ferndorf, Netphen, Wilnsdorf und Burbach. Kreiswahlleiter war Kreisfinanzdirektor Dr. Moning aus Kreuztal. Weiterlesen