VdA-Arbeitskreis Offene Archive

Auf Antrag aus der Mitgliedschaft hat der Gesamtvorstand des VdA in seiner Herbstsitzung 2016 den Arbeitskreis Offene Archive als spartenübergreifenden Arbeitskreis eingerichtet. Er soll die aktuellen Entwicklungen von digitalen Kommunikations-, Kollaborations- und Präsentationsmöglichkeiten begleiten und für Beratungen zur Verfügung stehen.
Konstituiert hat sich der Arbeitskreis einerseits aus der (auch weiterhin aktiven) AG Social Media und Öffentlichkeitsarbeit des VdA sowie aus dem Umfeld der seit 2012 stattfindenden Konferenzreihe Offene Archive. Themen und Projekte sind unter anderen die Implementierung und Nutzung von Sozialen Medien und Blogs, partizipative Nutzerkontakte aller Art, Ausrichtung von Veranstaltungen zum Thema sowie aktive Mitwirkung im Rahmen von Archivtagen (zum Beispiel in Form einer Social-Media-Lounge beim Deutschen Archivtag). Weiterlesen

Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel) in Westfalen und Lippe

Reblog von compgen.de (Link s.u.)

Am 07. Februar 2017 unterzeichneten im Landesarchiv in Detmold Wolfgang Bockhorst (WGGF), Marie-Luise Carl (CompGen) und Frank Bischoff (Landesarchiv NRW) den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel).

Die Juden- und Dissidentenregister in Westfalen und Lippe

Das Interesse des Staates am Personenstand erstreckte sich im 19. Jahrhundert zunehmend auch auf nicht-christliche bzw. nicht den Amtskirchen angehörende Personen, insbesondere Juden, Dissidenten und Quäkern. Die Einführung von Judenregistern variierte von Territorium zu Territorium: Im französischen Königreich Westphalen wurden für Juden gesonderte Zivilstandsregister geführt, im Großherzogtum Berg nicht. Im Bereich des zum Großherzogtum Hessen gehörenden ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen galt die Verordnung von 1804, wonach die Pfarrer gesonderte Judenregister zu führen hatten. In Lippe wurde dies 1809 angeordnet. Auch in der preußischen Zeit ab 1815 war die Führung von Judenregistern unterschiedlich, bis 1822 und 1847 Regelungen zur einheitlichen Führung von Judenregistern getroffen wurden. Demnach mussten die Register der Juden an die Gerichte abgegeben werden. Ähnliches galt ab 1847 für Quäker und Dissidenten (»geduldete Religionsgemeinschaften«). Mit der Einführung des Standesamtswesens und der Personenstandsgesetze im Jahr 1874/75 endete die nach Konfessionen getrennte Registerführung. Weiterlesen

Vereinsarchiv des Heimatvereins Elsoff

„…. Ein weiteres großes Projekt hat der Heimatverein bereits seit längerem in Angriff genommen. Der Ausbau der Mühle für ein Dorfarchiv wurde begonnen. Der Heimatverein hat große Mengen an Literatur über die Dorfgeschichte bereits archiviert. [Vorsitzender Georg] Braun: „Die Dokumente sind Schätze aus der Vergangenheit des Dorfes und dürfen nicht verloren gehen.“

Über das Leader-Projekt der Stadt Bad Berleburg sollen zusätzliche Mittel generiert werden. Das Projekt „Vereinsarchiv“ wird am 16. Februar in Bad Laasphe vorgestellt. Nach Fertigstellung soll das Vereinsarchiv der Allgemeinheit zugänglich sein. ….“
Quelle: Westfalenpost, 7.2.17

Tagungsband zu den Detmolder Sommergesprächen 2015 erschienen

Familiengeschichten, Schatztruhen und andere Archive

Welche Bedeutung haben das Aufbewahren, Sichern und Überliefern
oder Vernichten von Unterlagen, Gegenständen und Informationen
für die Gegenwart oder die Nachwelt insbesondere in der Familienforschung? Geschichtsforschung, Heimat- und Regionalgeschichte sowie Genealogie funktionieren nicht ohne historische Unterlagen und Erinnerungsstücke. Dabei verweisen die Bestände öffentlicher Archive, privater Sammlungen und familiäre
Erzählungen meist wechselseitig aufeinander. Häufig führt erst die Verknüpfung der Informationen aus verschiedenen Quellen zu Erkenntnissen. Je nach Fragestellung stößt man aber bei der Recherche durchaus auf Lücken. Weiterlesen

Bundesarchivgesetz in 2. und 3. Lesung morgen im Bundestag

Konträre Stellungnahmen von Bundesregierung und Journalistenverbänden

„Der Deutsche Bundestag wird am morgigen Donnerstag nach zweiter und dritter Lesung über den Gesetzentwurf zur Neuregelung des Bundesarchivrechts abstimmen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Durch die Neuregelungen erleichtern wir Wissenschaftlern und Journalisten, aber auch Privatpersonen den Zugang zu dem ungeheuren Fundus an Wissen, der in den Dokumenten und Unterlagen des Bundesarchivs gesichert ist. Gleichzeitig machen wir dieses Gedächtnis unseres Staates stark für die Erfordernisse des digitalen Zeitalters – etwa durch die Einrichtung eines digitalen Zwischenarchivs, das die Bundesbehörden entlastet und das Bundesarchiv in die Lage versetzt, frühzeitig und fachgerecht für eine digitale Langzeitarchivierung zu sorgen. Damit ist das Bundesarchiv gut aufgestellt, um auch in Zukunft seiner Kernaufgabe gerecht zu werden: Transparenz und Überprüfbarkeit staatlichen Handelns sicherzustellen.“ Weiterlesen

Sicherung der Bibliothek Adolf Wurmbachs

Antrag (Nr. 180/2016) der FDP-Fraktion zum Nachlass Adolf Wurmbach für den Ausschuss für Kultur und Tourismus am 17.1.17:

„Sachdarstellung:
Um die Frage nach der Möglichkeit einer würdigen Unterbringung der „Wurmbach-Bücherei“ in Kreuztal beantworten zu können, hat sich die Kreuztaler Stadtarchivarin Ria Siewert im Oktober mit Dr. Ursula Blanchebarbe (Siegerlandmuseum), Astrid Schneider (KulturSiegenLeiterin), Ludwig Burwitz (Stadtarchiv Siegen), Traute Fries (Vors. Kulturausschuss Stadt Siegen) und Jochen Schreiber (Vors. Ausschuss für Kultur und Tourismus Kreuztal) getroffen.
Im Rahmen dieser Zusammenkunft konnte anhand eines Aktenvermerkes des Stadtarchivs Siegen die Geschichte des Büchernachlasses von Adolf Wurmbach, über die Pädagogischen Hochschule, Abteilung Siegerland / Gesamthochschule Siegen, das Siegerlandmuseum und das Stadtarchiv
Siegen, bis zur Einlagerung im Bunker Wellersberg nachvollzogen werden: Der Büchernachlass, ursprünglich zwischen 1000 und 3000 Büchern, ist nicht mehr vollständig erhalten. Teile wurden zwischenzeitlich anderen Sammlungen zugeführt bzw. sind nicht mehr auffindbar. 1975 erfolgte die
Übernahme in die wissenschaftliche Bibliothek des Siegerlandmuseums. Um das Jahr 2000 musste die „Wurmbach-Bibliothek“ wegen Umbauten ausgelagert werden und kam so in den Bunker Wellersberg. Vorab wurden heimatkundlich interessante Schriften in den lfd. Bestand der Museumsbibliothek integriert. Welche Bücher und wie viele das waren, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Die gesamte Museums-Bibliothek wurde außerdem mit Bezug des KrönchenCenters in die Stadtbibliothek Siegen integriert. Alle Bücher aus dem Nachlass Wurmbach waren damals auf Karteikarten erfasst worden. Diese Karten sind derzeit nicht auffindbar. Weiterlesen

„Welche archivischen Blogs Ihr schon immer schreiben wolltet, aber nicht zu tun wagtet“

Blogparade: siwiarchiv wird 5 Jahre alt

Heute vor fünf Jahren erschien der erste Eintrag auf siwiarchiv. Es hat uns Spaß gemacht – doch genug der Rückschau. Unlängst wurde die schwierige Lage der deutschsprachigen,  archivischen Weblogs von Klaus Graf beleuchtet. Wir sind allerdings der Meinung, dass da noch mehr möglich ist und wollen mit Hilfe einer Blogparade – aber auch Kommentare von Nicht-Bloggenden sind gerne gesehen – die Möglichkeiten für archivische Blogs ausloten.

Das Thema der siwiarchiv-Blogparade ist, welche Archive sollten mit dem Bloggen beginnen oder es ausbauen? Welche archivischen Themen sollten in einem Blog behandelt werden? Welche eigenen Blogideen, die die archivische Arbeit berühren, habt Ihr? Als Anregung findet Ihr hier ein Liste aktiver und inaktiver deutschsprachiger Archivweblogs.
Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28.2.17 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade:: Weiterlesen

Findbuch an die Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.


Anfang Januar überreichte Wolfgang Suttner, Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. (CJZ) ein 136 Seiten starkes Findbuch für die nun im Kreisarchiv Siegen Wittgenstein aufbewahrten historischen Unterlagen der Gesellschaft.

Im Februar 2016 hatte die CJZ Siegerland dem Kreisarchiv ihr nicht mehr benötigtes Schriftgut als Dauerleihgabe übergeben. Werner Stettner, Vorsitzender der Gesellschaft bemerkte dazu: „ Wir wollten sicherstellen, dass die für die Geschichte unserer Gesellschaft wichtigen Unterlagen für die Nachwelt erhalten bleiben. Das Kreisarchiv garantiert  diese sach- und fachgerechte Behandlung unserer Unterlagen.“  Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner schilderte die Beweggründe des Kreises Siegen-Wittgenstein: „Der Kreis hat angebotenen Unterlagen gerne angenommen. Sie ergänzen die im Kreisarchiv verwahrten Archivalien und stehen nun den Benutzerinnen und Benutzern des Archivs unter Beachtung der archivgesetzlichen Regelungen zur Verfügung. “ Weiterlesen

Geobasisdaten des Landes NRW gebührenfrei als Open Data verfügbar

Wollten Sie immer schon mal wissen, wie Ihr Grundstück von oben aussieht und wie groß es ist? Wie bergig ist die Eifel wirklich, wie hoch der Hügel, auf dem die Kinder rodeln und wo kann ich am besten joggen? Oder finden Sie es spannend zu erfahren, wie Ihr Ort in preußischen Zeiten kartiert wurde? Dann könnten die fortan für jedermann kostenfrei verfügbaren Geobasisdaten des Landes Nordrhein-Westfalen für Sie interessant sein. Denn genau diese Geobasisdaten sind es, die diese und noch viele weitere Fragen beantworten!

Reichhaltige Informationsmenge mit riesigem Potenzial

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