Geschichte zum Anfassen im Erzbistumsarchiv Paderborn

Bundesweiter „Tag der Archive“: Archivalien und Vorträge locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Paderborner Erzbistumsarchiv


Anlässlich des Tags der Archive besuchten zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter auch eine Schulklasse des Paderborner Gymnasiums St. Michael, das Erzbistumsarchiv. In insgesamt drei Vorträgen informierten die Mitarbeitenden über die Aufgaben und Bestände des Erzbistumsarchivs. Im Lesesaal boten die ausgestellten Archivalien einen Überblick über die verschiedenen Veränderungen von Heimat im Laufe der Zeit.
Das Datum des Aktionstags, der 27. März, war historisch und passte zum Thema: am gleichen Tag im Jahr 1945 wurde die Stadt Paderborn durch den größten Luftangriff während des zweiten Weltkriegs zu großen Teilen zerstört. Das entsprechende Plakat zum Tag der Archive erinnerte mit einem Foto aus dem Nachlass Brockmann (Dompropst von 1947-1971) bildlich an die Zerstörung der Stadt und des Doms. Weiterlesen

Archive als Zukunftsressource: Auf dem Weg zur intelligenten Wissensplattform

Archive sind grundlegend für die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses einer Gesellschaft. Das deutsche Bundesarchiv beherbergt etwa 540 Kilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder und mehr als 60 Petabyte Daten – eine immense Menge an Archivalien, die kontinuierlich wächst. Archivar:innen stehen vor der Herausforderung, den Transformationsprozess hin zum Archiv der Zukunft zu bewältigen, indem sie analoge Bestände digital zugänglich machen und eine sichere digitale Infrastruktur etablieren.
Gleichzeitig birgt die digitale Transformation das Potenzial, dass Archive perspektivisch mehr als nur Gedächtnisinstitutionen sein werden; sie können zur Zukunftsressource werden. Durch die Bereitstellung strukturierter, benutzerfreundlicher und innovativer Daten können Archive Forschung, Verwaltung und Politik in Entscheidungsprozessen unterstützen und den Bürger:innen Meta-Einblicke in die Gesellschaftsgeschichte ermöglichen.
Auf dem Weg hin zum Archiv als Zukunftsressource spielen technologische Innovationen eine entscheidende Rolle.
Possible hat gemeinsam mit der Bundesdruckerei einen Bericht verfasst, der das Ziel verfolgt, aufzuzeigen, wie öffentliche Archive zu Zukunftsressourcen werden können und welche Rolle Technologien dabei spielen. Die vollständigen Erkenntnisse finden Sie im Dokument.
Unser Bericht (PDF) im Überblick
Wie können öffentliche Archive zur Zukunftsressource werden und welche Rolle spielen Technologien dabei? Diese Frage untersuchen wir in unserem Bericht in vier zentralen Kapiteln: Weiterlesen

Stellenausschreibung FAMI im Stadtarchiv Siegen


Bei der Stadtverwaltung Siegen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (m/w/d) – im Stadtarchiv –

in der Arbeitsgruppe 2/4-4 Stadtarchiv zu besetzen.

Vergütung: EG 8 TVöD
Bewerbungsfrist: 07.05.2026
Umfang: Vollzeit
Einstellungsdatum: nächstmöglicher Zeitpunkt

Unser Angebot Weiterlesen

Online: Karte der Rhein-Provinz und Provinz Westfalen

Karte der Rhein-Provinz und Provinz Westfalen 5, Wetzlar, 3. Auflage, Berlin 1878

Die Universität- und Landesbibliohtek Düsseldorf hat unlängst das 1850 erstmals erschienen Kartenwerk Wilhelm Liebenows online zur Verfügung gestellt. Für das Kreisgebiet ist das Blatt 5 Wetzlar relevant.

LWL-Video: „Schule unterm Hakenkreuz“


„In den 1930er Jahren begleitete der Amateurfilmer Ludwig Müller den Schulalltag seiner Tochter in Plattenberg mit der Kamera. Seine Aufnahmen bieten einen seltenen und anschaulichen Einblick in das nationalsozialistisch geprägte Schulleben der 1930er Jahre. Sie zeigen, wie die Ideologien der Nationalsozialisten den Schulunterricht veränderten, und durch eingesetzte Zwischentitel benennt Müller explizit die nationalsozialistischen Erziehungsvorgaben. Dabei zeigt der Film unter anderem den Geschichtsunterricht, die Schießausbildung und Luftschutzübungen. Für die Veröffentlichung wurde Müllers Stummfilmmaterial etwas gekürzt und durch einen Kommentar thematisch eingeordnet. Das folgende Booklet liefert weitere Hintergrundinformationen zum Film“

Siegener Beiträge 30 (2026) erschienen

„Die Geschichtswerkstatt Siegen legt ihr 30. Jahrbuch vor. Mit 300 Seiten ist es prall gefüllt mit Aufsätzen zur regionalen Geschichte. Sie decken ein breites Spektrum ab und behandeln so unterschiedliche Themen wie Archäologie in Berg [Leander Wilhelm Kühn] und Bunker [Thomas Poggel], nähern sich den Biografien des unternehmerisch tätigen Theologen Tuchtfeld [Johannes Burkardt], des naturkundlich orientierten Lehrers Suffrian [Peter Kunzmann] und des Siegener Fotografen Siebel [Josef Wiesmann] an. Die Zeitgeschichte Siegens bildet mit den Anfängen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) [Bernd Plaum und Torsten Thomas], mit »Siegens neuer Mitte« [Katrin Minner] und mit dem Bunker auf dem Rosterberg einen eigenen Schwerpunkt des Bandes. Dazu zählt in einer gewissen Wese auch der Artikel zu Brambachs Haus [Christian Brachthäuser], der die jahrzehntelangen Forschungen zum Standort von Rubens Geburtshaus in Siegen abschließend zusammenfasst und umfassend präsentiert. Weiterlesen

Gründung des Archivverbundes Wilnsdorf-Netphen

Allianzwappen des Archivverbundes Wilnsdorf-Netphen

Das nordrhein-westfälische Archivgesetz verpflichtet die Kommunen entweder ein eigenes Archiv zu unterhalten oder diese Aufgabe im Verbund zu lösen. Seit gut sieben Jahren verhandelten die beiden Kommunen Wilnsdorf und Netphen über eine solche Verbundlösung. Die Gespräche waren erfolgreich: Denn einer gemeinsamen Pressemitteilung zufolge unterzeichnen die beiden Bürgermeister, Marco Müller (Netphen) und Hannes Giebeler (Wilnsdorf), heute um 15:00 im Netphener Rathaus die Gründungsurkunde des Archivverbundes. siwiarchiv wird weiter berichten.
Im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein findet sich aktuell bereits ein „Archivverbund“; die Gemeinden Burbach und Neunkirchen „teilen“ sich einen Archivaren, wie unlängst bekannt wurde.

Neue Handreichung der Diakonie Deutschland zu Aufbewahrungsfristen von Akten im Kontext der Hilfen zur Erziehung

Aufbewahrungspflicht „Teil des Leistungsumfangs der Hilfen zur Erziehung“ – nicht der öffentlichen Archive

Foto: Diakonie Deutschland

Die Diakonie Deutschland hat gemeinsam mit dem Evangelischen Erziehungsverband e. V. (EREV) im November 2025 eine Handreichung mit dem Titel „Anforderungen zur Aufbewahrungsfrist und Umsetzung der Archivierung von Akten im Kontext der Hilfen zur Erziehung nach dem Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen“ veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an diakonische Träger sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und bietet ihnen eine Orientierung bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben.
Ausgangspunkt ist der neu eingefügte § 9b SGB VIII, der im Zuge des „Gesetzes zur Stärkung der Strukturen gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen“ die Aufbewahrungs- und Einsichtspflichten für Unterlagen aus der Kinder- und Jugendhilfe, sogenannte HzE-Akten, deutlich erweitert. Öffentliche und freie Träger sind nun verpflichtet, Erziehungshilfe-, Eingliederungshilfe-, Heim-, Vormundschafts- und Pflegschaftsakten sowie weitere einschlägige Dokumentationen im Sachzusammenhang bis 70 Jahre nach Vollendung des 30. Lebensjahres der betroffenen Person aufzubewahren und bei berechtigtem Interesse Einsicht zu gewähren. Weiterlesen

Digitale Barrierefreiheit in Archiven

Im Gespräch: Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten zu Gast in der Geschäftsstelle des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA)

Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten (Beauftragte der Hessischen Landesregierung für barrierefreie IT und digitale Teilhabe) mit Thilo Bauer (Geschäftsführer VdA) Foto: VdA


Digitale Barrierefreiheit sorgt dafür, dass Inhalte, die über digitale Schnittstellen konsumiert werden, für alle Menschen gleichermaßen wahrnehmbar, bedienbar und verständlich sind, unabhängig von ihren körperlichen oder technischen Voraussetzungen. Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten ist die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für barrierefreie IT und digitale Teilhabe. Sie erklärte bei einem Besuch in der Geschäftsstelle in Fulda den gesellschaftlichen Bewusstseinswandel hin zur digitalen Inklusivität – und wie auch Archive davon profitieren. Weiterlesen

Neunkirchen: Ausstattung des Kommunalarchvis

In seiner heutigen Sitzung berät der Schul- und Kulturausschuss der Gemeinde Neunkrichen, die Verwaltung mit der Ausschreibung und Vergabe der Anschaffung der Einrichtung eines Regalsystems für das neu einzurichtende Kommunalarchiv zu beauftragen.
Mit Ratsbeschluss vom 10.04.2025 wurde die Verwaltung beauftragt, die Planungen zur Einrichtung eines Archivs in den Räumen in der ehemaligen AOK-Geschäftsstelle aufzunehmen und die entsprechenden Haushaltsmittel zur Realisierung zu budgetieren (SCHKA-7-2025). Weiterlesen