#WeRemember

Aus Anlass des Internationalen Gedenktages an die opfer des Hololcausts verweist siwiarchiv heute auf die regionalen Opfer im KZ Auschwitz mit einer Auswahl von Beiträgen auf siwiarchiv sowie auf das Aktive Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein:
Deportation Siegener und Wittgensteiner Juden nach Auschwitz
Online: In Wittgenstein geborene Sinti und Roma im Zigeunerfamilienlager Auschwitz-Birkenau
Fritz Stein (1.1.1904 – 31.3.1942). Ein Mordopfer der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung.
Suche im Aktiven Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein nach dem Schlagwort „Auschwitz“

#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf. Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

Karteikarten über Männer, Frauen und Kinder, die als Juden, Sinti und Roma verfolgt wurden

Die Kartei enthält wertvolle Hinweise zu den NS-Opfern, die die SS vielfach über das Sammellager Mechelen in Belgien oder verschiedene Lager in Frankreich wie Drancy nach Auschwitz deportierte. Die Karten wurden zwischen 1941 und 1944 vom Sicherheitsdienst der deutschen Sicherheitspolizei (Sipo-SD) erstellt.

Unter den Deportierten war auch die 18-jährige Wienerin Edith Fuchs. Sie war mit ihrem Vater und zwei Geschwistern nach Brüssel geflohen, nachdem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 Österreich annektiert hatte. Im Oktober 1942 wurde Edith verhaftet und in die Dossin-Kaserne in Mechelen (Belgien) verschleppt. Die Kaserne liegt auf halber Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen, heute befinden sich hier eine Gedenkstätte und ein Museum. In der Kaserne trieb die SS als jüdisch verfolgte Menschen sowie Sinti und Roma für die Deportation in die Vernichtungslager zusammen. Acht Tage nach ihrer Verhaftung wurde Edith Richtung Auschwitz deportiert und dort, wie ihr Vater, direkt ermordet.

Die Kartei aus Brüssel enthält auch Karten zu Menschen, die untertauchen oder fliehen konnten und so der Deportation entkamen.

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Basil Kerski übernimmt Amt des Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen

In einem feierlichen Festakt im Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf begrüßte André Kuper MdL, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen und Kuratoriumsvorsitzender, Basil Kerski als neuen Präsidenten des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Kerski folgt auf Professor Dr. Hans Walter Hütter, der das Haus bis Ende 2025 kommissarisch als Präsident leitete.

Feierlicher Festakt zur Amtsübergabe: Basil Kerski, André Kuper MdL und Prof. Dr. Hans Walter Hütter (v.l.). Foto: Anne Orthen


Basil Kerski ist Politikwissenschaftler, Museums- und Kulturmanager sowie Publizist. Internationale Anerkennung erlangte er insbesondere durch den Aufbau und die langjährige Leitung des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig, das 2016 mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet wurde und jedes Jahr rund eine Million Gäste begrüßt. Für seine Arbeit als europäischer Kulturvermittler wurde Kerski vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit der Ehrenlegion durch den französischen Staatspräsidenten. Weiterlesen

LWL-Archäologie für Westfalen (Hrsg.): Westfalens Archäologie entdecken.

Ein Streifzug durch die Jahrtausende. 2025. 344 S., 315 (überw. farb.) Abb., 26 cm.
ISBN 978-3-7749-4473-2

Was gibt es in Westfalen zu entdecken? Keine Frage, eine ganze Menge! Bei archäologischen Ausgrabungen wurden in den letzten Jahren überall in der Region Orte freigelegt, an denen Menschen vergangener Zeiten lebten, arbeiteten und ihre Verstorbenen bestatteten. Die Spuren, die sie dabei hinterließen, reichen von einfachen Verfärbungen im Boden bis zu wahren Meisterwerken, die uns heute noch staunen lassen. Wer schuf in der Steinzeit die Megalithgräber? Wie weit konnte man von einem mittelalterlichen Kirchturm aus blicken? Und woran scheiterte im 19. Jahrhundert der Bau einer Eisenbahnstrecke? Dieses Buch entführt in 90 kurzen Texten in die Forschungen der LWL-Archäologie für Westfalen, die hier anlässlich des Ruhestandes ihres Direktors Prof. Dr. Michael M. Rind Einblicke in ihre Arbeit während seiner 16-jährigen Dienstzeit von 2009 bis 2025 gewährt. Weiterlesen

Aus der Archivarbeit: Marie Oetling (1877 – 1943) – eine neutrale Lehrerin?

Quelle: Das Volk, 31. Dezember 1918

Bei der Beantwortung einer Recherche zu Marie Oetling, Lehrerin am Siegener Lyzeum, wurde u. a. obige Veranstaltungsankündigung aufgefunden, die ihre frühe politische Betätigung belegt. Über ihre Verabschiedung berichtete die Siegener Nationalzeitung am 31. Oktober 1936:
“ …. Die in den Ruhestand tretende Pädagogin ist nicht nur eine vorbild­liche und verdienstvolle Lehrerin gewesen, son­dern sie darf sich mit Stolz zu den ersten Frauen zählen, die im Siegerland der NSDAP beigetreten sind und die sich mit gro­ßer Leidenschaft für die völkische Idee einge­setzt haben. ….“
Oetling wurde 1877 in Oldenburg geboren. Im Mai 1898 legte sie die Lehrerinnenprüfung für den Untericht an höheren Mädchenschulen ab. Bis 1910 unterrichtete Oetling an verschiedenen häheren Mädchenschule, u.a. auch in Siegen (1906?). Anschließend studierte sie bis 1915 an den Universitäten Münster, Rostock, Halle, Leipzig sowie Greifswald. Im April 1915 legte sie die Lehramtsprüfung für Religion Deutsch und Geschichte ab. In Siegen trat Oetling ihre erste Stelle als wissenschaftliche Hilfslehrerin an. Die Beförderung zur Studienrätin („Oberlehrerin“) erfolgte 1920. Bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im November 1936 blieb sie am hiesigen Mädchengymnasium. Am 19. Dezember 1943 verstarb Marie Oetling in Siegen und wurde auf dem Hermelsbacher Friedhof beigesetzt. Weiterlesen

Digitales Zeitzeugengespräch mit Holocaustüberlebendem Tomy Shacham

Im Rahmen des internationalen Holocaustgedenktages finden am Donnerstag, den 29.01.2026 zwei digitale Zeitzeugengespräche mit Holocaustüberlebendem Tomy Shacham statt.
Tomy erzählt seine Lebensgeschichte, wie er nach Auschwitz-Birkenau kam, dort den Kinder-Marsch nach Auschwitz miterlebte und von der Roten Armee befreit wurde. Er wanderte dann nach Israel aus, wurde Lehrer und bekam drei Kinder.
Anmeldungen für die bilaterale Schulveranstaltung am 29.01.26 um 9:45 Uhr können bis 28.01.2026 per Email an b.friedrich@kreisjugendring.org gesendet werden. Bitte schreiben Sie dazu von welcher Schule/Organisation sie sind und wie viele SchülerInnen und LehrerInnen an der Veranstaltung teilhaben werden. Sie erhalten dann den Link von uns. Die Veranstaltung dauert max. 90 Minuten.
Anmeldungen für die Abendveranstaltungen bitte bis zum 26.01.2026 an cjz.siegen@t-online.de
Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Termine

Fred-Meier-Gedenkstunde in Kreuztal-Littfeld: gemeinsames Erinnern an Holocaust-Opfer


„Am Dienstag, den 27. Januar 2026, dem deutschlandweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird in Littfeld beispielhaft an den kleinen Fred Meier gedacht, der mit gerademal 3 Jahren aus seinem Heimatort Littfeld deportiert und ermordet wurde. In der Gedenkstunde erinnern Bürgermeister Michael Kolodzig, Dr. Jana Mikota, Universität Siegen und Vorstand Aktives Museum Südwestfalen für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Kinder und Jugendliche aus Littfeld in Ansprachen und Wortbeiträgen an die Opfer des Nazi-Regimes. Die Gedenkstunde beginnt um 15.30 Uhr am Fred-Meier-Platz in Littfeld (Grubenstraße, am Feuerwehrgerätehaus) und wird musikalisch begleitet von einer Delegation des Posaunenchors CVJM Buschhütten mit Unterstützung aus der Belegschaft der Stadt Kreuztal und anderen Chören. Im Anschluss an die Ansprachen werden am Gedenkstein von Fred Meier Kränze niedergelegt und eine Schweigeminute gehalten.
Alle, die sich dem gemeinsamen Gedenken anschließen möchten, sind herzlich dazu eingeladen.“
Quelle: Stadt Kreuztal, Aktuelles, 15.1.2026

Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen

In den Sozialen Netzwerken tauchen in den letzten Monaten immer mehr massenhaft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Inhalte mit Bezug zum Nationalsozialismus auf, die keine historischen Ereignisse abbilden, sondern frei erfunden sind. Diese umgangssprachlich als AI-Slop bezeichneten Inhalte zeigen beispielsweise vermeintliche Situationen in nationalsozialistischen Lagern oder bei deren Befreiung. Diese zeichnen ein extrem verzerrtes und falsches Bild. Beispielsweise kursieren KI-generierte Bilder, die ein angebliches Wiedersehen zwischen Gefangenen und Befreiern zeigen, oder erfundene Szenen weinender Kinder hinter Stacheldraht. Mit Künstlicher Intelligenz werden hier Inhalte erstellt, die aus Versatzstücken historischer Fakten und emotionalisierter Fiktion bestehen.
Hinter diesen Inhalten stehen unterschiedliche Motive: Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen. Ein Geschäftsmodell, das auf Klicks und Werbeeinnahmen basiert. Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten. Die Algorithmen der Plattformen begünstigen dabei emotional aufgeladene Inhalte, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Weiterlesen

Ausstellung: „Geschichte im Miniaturformat“ im Museum Wilnsorf


„Die historischen Puppenstuben der Sammlung Surberg bilden bürgerliches Leben aus drei Jahrhunderten ab.
Historische Puppenstuben sind wie Gucklöcher in die Vergangenheit. Sie spiegeln die Zeit ihrer Entstehung wieder oder geben detailgetreue Einblicke in andere Zeiten. Die rund 15 kleinen Kunstwerke der Sammlung Surberg-Röhr schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Die Besucherinnen und Besucher können in dieser Ausstellung ihrer Kindheit nachspüren, überraschende Details aus fernen Zeiten entdecken oder sich einfach an den schönen Schaustücken erfreuen. Mitmach- und Spielangebote für Groß und Klein gehören selbstverständlich zum Programm!
Mit Aktionstag „Spielzeug“ am 22.02.2026!
Der Eintritt ins Haus samt Sonderausstellung kostet 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 4 Euro, für Familien 13 Euro.“
Quelle: Museum Wilnsdorf, Ausstellungsseite

Vortrag: 5000 Jahre Vergangenheit. Aktuelle archäologische Forschungen im Wittgensteiner Land

Dr. Manuel Zeiler

Donnerstag, 22. Januar 2026, Beginn: 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg,
Eintritt: 3,00 €

Seit fünf Jahrtausenden leben Menschen im heutigen Wittgensteiner Land. Dr. Manuel Zeiler geht in seinem Vortrag „5000 Jahre Vergangenheit – Aktuelle archäologische Forschungen im Wittgensteiner Land“ auf Spurensuche. Insbesondere im Zeitraum zwischen 500 und 0 v. Chr. ließen sich Menschen in der Region nieder und verließen sie mit Anbruch des Frühmittelalters wieder. Mithilfe archäologischer Erkenntnisse aus den letzten fünf Jahrzehnten lassen sich spannende Ansätze zu der frühen Vergangenheit Wittgensteins verfolgen.

nmeldungen sind möglich bei der Stadtbücherei per E-Mail unter stadtbuecherei@bad-berleburg.de oder unter Tel. 02751 923-150.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 9.1.2026