Quellen zur fürstlich oranisch-nassauischen Jagd- und Forstgeschichte online

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen folgende Publikationen online verfügbar gemacht:

1. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Amts- oder Forstjäger, Hadamar 1801
2. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Förster, Hadamar 1801
3. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Oberförster, Hadamar 1801
4. Uebersicht der Forst- und Jagd-Geschäften, nach ihrer Zeitfolge mit Erinnerungen an die fürstlich Oranien-nassauischen Forstbedienten, in Absicht ihrer instruktions- und verfassungsmäßigen Dienstobliegenheiten, Hadamar 1801

Wie finde ich Informationen über Archive im Netz?

Während eines überaus netten und erfolgversprechenden Außentermins tauchte gestern die Frage auf, wie man im Netz Archive findet? Diese Frage sei gerne beantwortet:

Drei Portale sind für die Suche in Deutschland und in Europa relevant:
1) Nordrhein-Westfalen:  Archive in Nordhein-Westfalen
Das nordrhein-westfälische Archivportal gibt neben allgemeinen (Kontakt-)Informationen zu den einzelnen Archiven auch die Möglichkeit zur Recherche nach Bestände bzw. Archivalien.
2) Bundesrepublik Deutschland: Archivportal-D
Das Archivportal-D erlaubt die deutschlandweite Suche nach Archiven und deren Beständen.
3) Europa: Archivportal Europa
Das Archivportal Europa erlaubt die europaweite Suche nach Archiven und deren Beständen.

Weiter sind als Einstiegsseiten zu benennen:
1) Archivschule Marburg, Archive im Internet
2) Verband deutscher Archivarinnen und Archivare. Dort können eventuell die Fachgruppen der einzelnen Archivsparten hilfreich sein, sofern eine Suche in den Portalen erfolglos war.
3) International Council on Archives. Der Internationale Archivrat verfügt auch über spartenspezifische wie regionale Ansprechpartner, die eventuell weiterhelfen können, sofern eine Suche in den Portalen erfolglos war.

Adolf Achenbach (1825 – 1903) – Im Schatten des Bruders

Gestern vor 192 Jahren wurde Adolf Achenbach geboren. Aus einer Siegener Bergbaufamilie stammend stand er trotz einer beachtlichen Laufbahn im Schatten seines Bruders Heinrich von Achenbach, dem Ehrenbürger der Stadt Siegen.
Seine bergaubeamtliche Karriere führte ihn über das Burbacher Bergrevier nach Dortmund, Saarbrücken und schließlich nach Clausthal, wo er als Berghauptmann in  Ruhestand ging.

Viel Interesse am Vortrag über die ehemalige Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke

© A. Scholl

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen folgten am Mittwoch, den 17. Mai, fast 120 Besucher der Einladung des Vereins „Grissenbach Aktiv“ ins Grissenbacher Bürgerhaus. Dort referierte Wilfried Lerchstein, Hobby-Heimatforscher und Gründungsmitglied des Vereins, unter Einbeziehung seines umfangreichen Bildarchivs über das abwechslungsreiche Leben der beliebten ehemaligen Deuzer Landärztin Dr. Tony Riecke, die viele der Anwesenden noch persönlich gekannt haben.

Grissenbachs Ortsbürgermeisterin und Vereinsvorsitzende Annette Scholl konnte neben Netphens Bürgermeister Paul Wagener und Trude Kühn, der ältesten Einwohnerin des Dorfes, auch Dr. Rainer Hüttenhain begrüßen, einen Neffen der Ärztin, der es sich nicht hatte nehmen lassen, für den Vortrag extra aus Düsseldorf anzureisen. Weiterlesen

Frühjahr der Archivnormen

In diesem Frühjahr erschienen 2 für alle Archive wichtige Normen: erstmals existiert ein Norm für Archivbau, zudem wurde die Norm zur Unterbringung von Archivgut überarbeitet.

      • Anfang Mai ist die neue DIN 67700 „Bau von Bibliotheken und Archiven – Anforderungen und Empfehlungen für die Planung“ erschienen, welche nun den DIN-Fachbericht 13 „Bau- und Nutzungsplanung von Bibliotheken und Archiven“ aus dem Jahr 2009 ersetzt. Mit der DIN 67700 liegt erstmals eine Norm speziell für die Planung von Bibliotheken und Archiven vor. Sie behandelt unter anderem den Flächenbedarf und die baulich-technischen Anforderungen für die archivspezifischen Funktionsbereiche und Nutzungsflächen. Die Vorgaben gelten sowohl für den Neubau von Archiven als auch für die Umnutzung von Gebäuden oder Räumen und können künftig die Argumentation und Kommunikation gegenüber Unterhaltsträgern, Architekten und Fachplanern erheblich erleichtern.
        Inhaltsverzeichnis: https://www.beuth.de/de/fachgebiete/normung-technische-grundlagen-messwesen/fachdaten-einzelsicht/wdc-beuth:din21:270754054/toc-2643913/download

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Eine kurze Geschichte des Altkreises Siegen

[Anm.: Im Druck erschienen in Siegener Zeitung, Beilage „Heimatland“ am 6.5.2017]

Vorgeschichte und Gründung

Das Siegerland gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts landesherrlich zum Fürstentum Siegen, das im Besitz der Ottonischen Linie des Hauses Nassau war. Im Zusammenhang mit der Gründung des Rheinbundes wurde das Gebiet dem Großherzogtum Berg zugeschlagen. Am 6. November 1813 konnte Wilhelm Friedrich von Oranien das Siegerland wieder an sich nehmen. Dieses tauschte er allerdings auf dem Wiener Kongress 1815 mit Preußen gegen das Großherzogtum Luxemburg. Mit dem Besitzergreifungspatent vom 21. Juni 1816 verleibte sich Preußen das Fürstentum  mit Ausnahme einiger abgetretener Ortschaften (12.000 Einwohner an das Großherzogtum Niederrhein in Koblenz)- das Fürstentum Siegen ein. Als Verwaltungsbehörde fungierte das Königlich Preußisches Unterdirektorium zu Siegen unter der Leitung des Justiz- und Regierungsrats von Schenck. Die feierliche Besitzergreifung des oranischen Fürstentums Nassau-Siegen (größter Teil des Fürstentums Siegen) durch Vertreter der Krone Preußens unter Vereidigung der städtischen und landesherrlichen Beamten fand am 29. Juli 1815 im Rathaus Siegen statt. Nach der Aufteilung des Großherzogtums Niederrhein in Kreise durch Erlass des Präsidiums der königlichen Regierung zu Koblenz wurde am 20. Mai 1816 der Kreis Siegen gebildet. Bis zur Ernennung der Landräte wurden Kreiskommissare eingesetzt, die mit den beigeordneten Kreissekretären am Hauptort der Kreiskommissionen bildeten und mit Wirkung vom 20.05.1815 in Funktion traten. Das Unterdirektorium Siegen wurde somit durch die Kreiskommission Siegen und der bisherige Leiter des Unterdirektoriums durch den Kreiskommissar Schenk ersetzt. Weiterlesen

2. VHS-Lesekurs zur Paläographie des 19. und 20. Jhdts. III. Teil

Am dritten und leider letztenTermin des Lesekurses wurden Schreiben des Personalwesen aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts gelesen. Dabei wurde auch erste, zarte Hinweise zur Aktenkunde der Stücke gegeben.  Wer will, kann diese Seiten hier selber „entziffern“: Lesekurs17517

Link zum zweiten Teil des Kurses

Schriftsteller, Skandale, Politik … „Vorwärts“ online

Digitalisierung des „Vorwärts“ von 1876-1933

Einem Tweet der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge wird in den digitalisierten Vorwärts-Ausgaben vor allem nach Schriftstellern, Skandalen und Poltik gesucht. Dies kann man wohl sich auch um regionale Betreffe ergänzen. Ein Suche mit den Ortsnamen aus dem Kreisgebiet verlief bereits erfolgreich:

Screenshot

Erste Informationen zum Digitalisierungsprojekt
„Am 1. Oktober 1876 erschien der „Vorwärts“, die bedeutendste periodische Publikation der deutschen Sozialdemokratie, zum ersten Mal. „Sozialistengesetz“, Erster Weltkrieg mit der Spaltung der SPD und die Machtübernahme der Nationalsozialisten – in der Geschichte des „Vorwärts“ spiegeln sich diese und alle weiteren politisch-historischen Ereignisse des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Entsprechend groß war und ist das Interesse an einer allgemein zugänglichen digitalen Ausgabe. Weiterlesen