– 81 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. In Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Südwestfalen e. V.
10.05.2026, 15:00 Uhr, Unterer Eingang, Friedhof Hermelsbach, Hermelsbacher Weg 117, 57072 Siegen

In diesem Jahr jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 81. Mal. Es gibt immer weniger Menschen, die aus eigenem Erleben von den Entwicklungen zur Zeit des Faschismus und des Krieges erzählen können. Doch der Hermelsbacher Friedhof ist ein Geschichtsbuch in Steinen unserer Stadt. Hier finden sich Spuren wichtiger Personen und Ereignisse der Stadtgeschichte vor 1945, darunter auch schmerzhafte Kapitel wie die Ausbeutung der Zwangsarbeitenden, die Verfolgung der jüdischen Mitbürger*innen und die Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe. Die Führung folgt den Spuren der jüdischen Gemeinde Siegen. Außerdem wird auf die Geschichte der Zwangsarbeiter im Siegerland sowie der Bombenopfer aus der Siegener Bevölkerung anhand einiger Schicksale eingegangen.
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Geschichte ganz nah: Historische Führung durch das Schloss Berleburg

(c) Dieter Bald
Seit seinem Bau im Jahr 1258 prägt das Schloss Berleburg die Region. Am Samstag, 09.05.2026, lädt von 12.00 bis 13.00 Uhr eine Führung dazu ein, die lange Geschichte und ausgewählte Bereiche des Hauses näher kennenzulernen. Die Teilnehmenden treffen sich auf dem Schlosshof rechts, noch vor dem ersten Kastanienbaum. Die Führung beginnt im Gerichtsgewölbe, führt weiter zum Fürstlichen Marstall mit der eindrucksvollen Staatskutsche und endet in der Schlosskapelle, die bis heute von der Fürstlichen Familie genutzt wird.
Führung vorwiegend im Freien
Veranstalterin ist die Volkshochschule Siegen-Wittgenstein in Zusammenarbeit mit dem Schloss Berleburg. Da der Großteil der Führung im Freien stattfindet, wird dem Wetter angepasste Kleidung empfohlen. Die Gebühr von zehn Euro ist vor Ort in bar zu entrichten. Die Anmeldung ist unter www.vhs-siegen-wittgenstein.de unter Angabe der Kursnummer YA00500 möglich.
Doppel-Vortrag: Fachwerk mit Handschrift – Wenn Balken erzählen
und „Wer war Mannus Riedesel?“

(c) Wittgensteiner Heimatverein
Fachwerk ist mehr als eine hübsche Verzierung – es erzählt auch Geschichten über seinen Erbauer. Zum 300. Todesjahr des Baumeisters Mannus Riedesel führt Bernd Geier von Salisch am Samstag, 09.05.2026, Interessierte um die Sassenhäuser Kapelle. Vorher gibt Dr. Johannes Burkardt eine Einführung in das Leben von Mannus Riedesel. Los geht es um 16.30 Uhr. Treffpunkt ist der Lesekorb gegenüber der Sassenhäuser Kapelle, Kapellenstraße 1, 57319 Bad Berleburg-Sassenhausen. Bernd Geier von Salisch beantwortet die Frage „Woran erkenne ich einen Riedeselbau?“ auf fachkundige und unterhaltsame Weise. Mit Hinweisen auf Details des Kirchenbaus lernen die Teilnehmenden die Handschrift des Baumeisters kennen. Die Veranstaltung richtet der Wittgensteiner Heimatverein in Kooperation mit dem „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ aus. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss lädt die Evangelische Kirchengemeinde ab 18 Uhr zum Gottesdienst in die Schulkapelle ein. Das die Parksituation beengt ist, bitten die Veranstalter darum, möglichst Fahrgemeinschaften zu bilden.
Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 27.4.2026
Literatur zu Mannus Riedesel:
– Bauer, Eberhard: Das ehemalige Pfarrhaus in Wingeshausen – ein Riedesel-Bau?, in: Wittgenstein, Jg. 80 (1992), Band 56, Heft 3, Seite 112–116
– Bauer, Eberhard: Riedesel-Tour, in: Wittgenstein, Jg. 91 (2003), Band 67, Heft 3, Seite 119–120
– Birkelbach, Wolfgang Die Familiengeschichte des Wittgensteiner Zimmermeisters
MANNUS RIEDESEL oder die Riedesel in Herjes Haus in der Melbach, in: Wittgenstein, Jg. 68 (1980), Band 44, Heft 4, Seite 114–123, Wittgenstein, Jg. 69 (1981), Band 45, Heft 1, Seite 18–27
– Burkardt, Johannes Die Kapelle in Sassenhausen. Freundlicher Wegweiser ins Herz des Wittgensteiner Landes, In: Sassenhausen, Seiten 16–52
– Burkardt, Johannes Anfang und Ende des alten Wingeshäuser Pfarrhauses (1705/1914)
(Das Pfarrhaus – ein Riedesel-Gebäude?), in: Wittgenstein, Jg. 89 (2001), Band 65, Heft 3, Seite 94–102
– Burkardt, Johannes Mannus Riedesel einmal ganz anders – eine kalligrafische Bittschrift des Baumeisters an Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, in: Wittgenstein, Jg. 93 (2005), Band 69, Heft 2, Seite 34–39
– Hackler, Ingo, Spornhauer, Dirk: Ein Gedenkstein für Mannus Riedesel an der Evangelischen
Kirche Raumland, in: Wittgenstein, Jg. 112 (2024), Band 88, Heft 2, Seite 77–79
– Hartnack, Wilhelm: Das Stoltz’sche Haus Königstrasse 49 in Laasphe, in: Wittgenstein, Jg. 45 (1957), Band 21, Heft 2, Seite 95–96
– Naumann, Joachim: Die Schulkapelle in Sassenhausen und Zimmermeister Mannes Riedesel, in: Wittgenstein, Jg. 60 (1972), Band 36, Heft 4, Seite 206–211
– Radenbach, Hans-Günter: Die Hausbrücke, in: Wittgenstein, Jg. 73 (1985), Band 49, Heft 4, Seite 122–128
– Richter, Helmut Ein Wittgensteiner Bauernhof: Der Dambach, in: Wittgenstein, Jg. 54 (1966), Band 30, Heft 2, Seite 61–66
– Richter, Helmut Skizzen aus dem Dambachtal, in: Wittgenstein, Jg. 58 (1970), Band 34, Heft 3, Seite 120–132
– Riedesel, Paul/Riedesel, Stefan: Die Entstehung des Namens Riedesel in der Grafschaft Wittgenstein: Bekanntes und neue Theorien, in: Wittgenstein, Jg. 95 (2007), Band 71, Heft 4, Seite 140–155
– Riedesel, Paul/Riedesel, Stefan: Warum stand Mannus Riedesel dem Grafenhaus zu
Sayn-Wittgenstein-Berleburg so nahe?, in: Wittgenstein, Jg. 100 (2012), Band 76, Heft 1, Seite 13–15
Riedesel, Paul/Riedesel, Stefan: Die Entstehung des Namens Riedesel in der Grafschaft Wittgenstein. Neue Erkenntnisse zu seiner Abstammung, in: Wittgenstein, Jg. 102 (2014), Band 78, Heft 2, Seite 68–83
– Weber-Krafft, Sigrid Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe, in: Wittgenstein, Jg. 110 (2022), Band 86, Heft 1, Seite 5–17
– Wied, Werner: Zur Geschichte des Dorfes Sassenhausen und seiner Kapelle.Mannes Riedesels Schulkapelle hatte eine Vorläuferin, in: Wittgenstein, Jg. 75 (1987), Band 51, Heft 4, Seite 147–159, Wittgenstein, Jg. 76 (1988), Band 52, Heft 1, Seite 2–8
– Wied, Werner: Noch einmal: Sassenhausen und seine Riedesel-Kapelle, in: Wittgenstein, Jg. 77 (1989), Band 53, Heft 1, Seite 15–16
siwiarchiv wünscht einen wohlbehüteten 1. Mai!

Quelle: Wittgensteiner Zeitung, 1. Mai 1926
Link zum Wikipedia-Eintrag Matelot-Hut
NRW-Ministerium fördert Hilchenbacher Heimat-Werkstatt

Der Dahlbrucher Heimatverein DaHeim und die Hilchenbacher Initiative Zukunft Alter (IZA) freuen sich, dass das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung mit der Heimat-Werkstatt das Projekt „Historische Hilchenbacher Kochrezepte (HiHiKo) finanziell unterstützt. In dieser Heimat-Werkstatt sollen historische Rezepte modern aufbereitet werden. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Food Lab der FH Münster unter Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter leckere, moderne gesunde und nachhaltige Versionen entwickelt, um die Verknüpfung von Tradition mit Zukunft schmeckbar zu machen. Auch diese Varianten werden in der Heimat-Werkstatt, die von Guido Ritter moderiert wird, in den Hilchenbacher Klimawelten zubereitet und verzehrt. Weiterlesen
VHS-Vortrag: Christenkreuz und Hakenkreuz
Di., 05.05.2026, 18:30 – 20:30 Uhr, 5,00 €
Osterberg-Schule, Foyer, Büscher Str. 4, 57258 Freudenberg-Büschergrund
Dieter Pfau
Das Buch „Christenkreuz und Hakenkreuz“, erschienen im Jahr 2000, ist eine Studie über den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Zeit von 1929 bis zum 30. Januar 1933 zur Geschichte des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein.
Die Untersuchung geht der Frage nach, warum die NSDAP in der Stadt und im damaligen Kreis Siegen bei einer großen Zahl der Wählerinnen und Wähler mit wachsender Zustimmung aufgenommen wurde und im Frühsommer 1932 sogar einmal Zustimmungswerte von mehr als fünfzig Prozent erzielte. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt dabei auf den Methoden und Mitteln nationalsozialistischer Politik und Propaganda, die mehrmals auch in offenen Terror mündeten. Die Gründung der Weimarer Republik – der ersten wirklich parlamentarischen Demokratie in Deutschland, in der auch erstmals die Frauen wählen durften –, beruhte auf einem Basiskompromiss zwischen den republikanischen und national-konservativen politischen Parteien. Als dieser Kompromiss unter den Bedingungen der Weltwirtschaftskrise aufgekündigt wurde, begann der Aufstieg der NSDAP von einer kleinen Splittergruppe zur stärksten politischen Partei. Weiterlesen
Digitale Transformation im Dienste der Erinnerungskultur:
Projekt FUSION der Universität Siegen präsentiert KI-Debattiertraining im
Aktiven Museum Südwestfalen

Techniktest im Aktiven Museum
Das Aktive Museum Südwestfalen, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) und das Projekt FUSION der Universität Siegen laden herzlich zur Finissage und zur Vorstellung eines zukunftsweisenden Gemeinschaftsprojekts ein. Am 29. April 2026 um 14:30 Uhr werden im Aktiven Museum die Ergebnisse einer Kooperation präsentiert, die historisches Gedenken mit modernster Technologie verbindet. Weiterlesen
Buchvorstellung: “ Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“
Am Montag, 04.05.2026, sind die Herausgeber Vera Faßhauer und Martin Mulsow zu Gast im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg und stellen den neu erschienenen Band vor. Los geht es um 19 Uhr.
Während der ersten vier Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts war das Territorium der reformierten Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg ein Zufluchtsort für radikal gesinnte Religionsmigranten mit unterschiedlichen sozialen, beruflichen und konfessionellen Hintergründen. Der tolerante Graf Casimir gewährte ihnen nicht nur Religionsfreiheit und Steuervergünstigungen, sondern ermöglichte ihnen auch den zensurfreien Druck ihrer Schriften. Allerdings ergaben sich zwischen den religiösen Individualisten vor Ort zwangsläufig Auseinandersetzungen; auch versuchten einige von ihnen, den Landesherrn in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Der Band „Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729 bis 1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“ spürt auf der Basis zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Selbstzeugnisse den Spuren der religiösen Individualisten nach. Weiterlesen
Ein uralter Kirchhügel in Raumland birgt Geheimnisse
Dass die Kirchen in unserem Kirchenkreis wichtig sind, steht außer Frage. Was aber wenige wissen: Die Kirchen zwischen Siegen und Olpe, zwischen Winterberg, Bad Laasphe und Niederdresselndorf beherbergen auch das eine oder andere Geheimnis. Die Spurensuche, die in lockerer Reihenfolge fortgesetzt wird, beginnt in Raumland auf einem uralten Kirchhügel.
Dort steht Dr. Dirk Spornhauer, der Raumländer Pfarrer, im Chorraum der Kirche, in der er 25 Jahre lang gepredigt hat. Mit Freude zeigt er auf alten Putz, unter dem nach einer Restauration Szenen aus dem Leben Jesu hervorkamen.
Größere Restaurierungen oder Sanierungen der in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten westfälischen Hallenkirche fielen nicht in seine Amtszeit, wofür der aus Eisern stammende und zuvor in Neunkirchen tätige Pfarrer sehr dankbar ist: „Die Kirche atmet eine Tradition und Geschichte, mit der man sich beschäftigen muss. Das gehört alles nicht einer Generation. Das gehört allen davor und danach.“ Weiterlesen
VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein: Ganz besondere Gäste in Siegen Familienangehörige aus Polen, Kanada und Schottland besuchen erstmals das Grab ihres Vorfahren
Es ist ein sonniger Apriltag, als der 90-jährige Ryszard Ptaszyński aus der Stadt Leszno in Polen gemeinsam mit seiner Tochter, seinem Schwiegersohn und seinem Enkel auf dem Hermelsbacher Friedhof in Siegen steht. Zum ersten Mal besucht er das Grab seines Vaters AntoniPtaszyński (auf dem Grabstein als „Anton Ptascynski“ verzeichnet), der von den Nationalsozialisten aus Belgien zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde und im Krankenhaus Bethesda in Freudenberg
verstarb. Weiterlesen

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