Fotoarchiv des Heimatvereins Salchendorf

Der Heimatverein Neunkirchen-Salchendorf verfügt über eine beachtliche Sammlung von Fotos, Dias und Filmaufnahmen, die dankenswerter Weise zu einem großen Teil aus der Bevölkerung dem Verein zu Eigentum oder zum Gebrauch überlassen wurden.

Das Arbeitszimmer des Arbeitskreises im Haus Henrichs, Foto: Heimatverein Salchendorf

Die Arbeitsgruppe unter Leitung von Jürgen Uhr arbeitete seit Jahren daran, die bisher in Kartons, Kisten und Ordnern aufbewahrten Medien zu sichten, sortieren, beschriften und sachgerecht zu archivieren. Diese Arbeiten, die sich mehr und mehr als „Mammutprojekt“ herausstellten, sind nun weitgehend abgeschlossen. Die vorhandenen Medien werden derzeit in einem weiteren Arbeitsschritt unter neuer Leitung digitalisiert.

Mittel- und langfristig ist geplant, das Archiv der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weiterlesen

Vor 70 Jahren: Erste Landtagswahlen in der Britischen Besatzungszone

Unser Bundesland feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag und die nächsten Landtagswahlen stehen vor der Tür. Grund genug, an die ersten Landtagswahlen im Jahre 1947 zu erinnern und einen kurzen Blick auf deren Ablauf in Wittgenstein zu werfen.
Nordrhein-Westfalen war im August 1946 gegründet worden und mit der Angliederung des Landes Lippe am 21. Januar 1947 erreichte es seine bis heute bekannte Form. Eine erste Erfahrung mit Wahlen und somit der Demokratie, hatte man schon im Herbst 1946 mit der Durchführung der Kommunalwahlen machen können.
Am 5. März wurde das Landeswahlgesetz verabschiedet und die ursprünglich für den 30. März angesetzten Wahlen fanden, in Abstimmung mit der alliierten Militärregierung, am 20. April statt.
Damals sah man noch eine dreijährige Wahlperiode vor, und die Liste der Voraussetzungen, die zu einem Ausschluss von der Wahlberechtigung führte, war lang. Wer etwa Mitglied der Gestapo oder der SS gewesen war (es sei den man war zur Waffen- SS eingezogen worden) oder schon vor dem 1. März 1933 Mitglied der NSDAP oder der Hitlerjugend geworden war, durfte seine Stimme nicht abgeben. Im Amt Berleburg z.B. waren von dieser Art von Regelungen 211 Personen betroffen, im Amt Laasphe 133 und im Amt Erndtebrück 45.
In Wittgenstein zeigte sich zumindest Landrat Hans Sandkuhl wenig begeistert darüber, dass der Kreis zusammen mit Meschede einen Wahlkreis bilden sollte. Er vertrat die Meinung, dass Wittgenstein mit seinen 42.000 Einwohnern ein „selbständiger Wahlkreis mit eigenem Kandidaten“ sein sollte. Er protestierte „aufs Schärfste“ beim Ministerpräsidenten, fand aber kein Gehör. Der Wahlkreis Meschede- Wittgenstein bestand fort bis zur Neueinteilung der Wahlkreise 1980. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Archivrecht für die Praxis. Ein Handbuch“

„Entlang der archivarischen Fachaufgaben stellen Archivar*innen die wichtigsten Rechtsfragen des Archivwesens praxisnah dar. Eingerahmt werden die fachlichen Kapitel durch einen historischen Überblick, eine Einordnung in den Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland und ein Stichwortverzeichnis.
Der Band wurde herausgegeben von Irmgard Christa Becker und Clemens Rehm.

Die Gliederung anhand der Fachaufgaben soll den Mitarbeiter*innen der Archive und den am Archivrecht Interessierten die Möglichkeit geben, bezogen auf ihre archivfachlichen Fragestellungen die dazu gehörigen Rechtsfragen und die möglichen Antworten rasch aufzufinden.“

Bibliographische Angaben:
hgg von Irmgard Christa Becker und Clemens Rehm. Berliner Bibliothek zum Urheberrecht, hgg. von Stefan Haupt, Band 10, München 2017. Ca. 270 Seiten. ISBN: 978-3-945939-07-9.

Quelle: Verlagswerbung

Kinderklinik sucht historisches Material anlässlich 100-Jahrfeier in 2018

DRK- Kinderklinik bittet Siegener Bürger um Bild-, Film- und Ton-Material anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in 2018

Kinderkrippe in Siegen in der Grabenstraße (1. Standort der DRK-Kinderklinik Siegen), FOTO: DRK Kinderklinik

2018 wird die DRK-Kinderklinik Siegen 100. Ein guter Anlass, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und dies anlässlich des Jubiläums im nächsten Jahr in Form einer Festschrift und einer Ausstellung zu würdigen. Aber leider gibt es insbesondere aus den ersten 75 Jahren der Arbeit der Kinderklinik in der Grabenstraße und auf dem Wellersberg nicht so viel Bildmaterial. Darum bittet man nun die Siegener Bürgerinnen und Bürger um Ihre Mithilfe. Wer noch historisches Bild- oder Filmmaterial hat oder aber eine besondere Anekdote aus der Vergangenheit zum Besten geben kann, der möchte sich bitte mit Bettina Kowatsch und Arnd Dickel von der DRK-Kinderklinik Siegen in Verbindung setzen. Unter 0271/2345442 oder marketing@drk-kinderklinik.de freuen sich die Beiden auf Ihren Beitrag aus der gemeinsamen Vergangenheit.

Neubau Kinderklinik (1934) auf dem Wellersberg, Bild: DRK Kinderklinik

Quelle: DRK-Kinderklinik, Pressemitteilung v. 27.3.2017

Digitale Veröffentlichung zu Ziegeleien in Westfalen und Lippe

„Ziegeleien überall“ lautete der treffende Titel eines Buches über Ziegeleien im Kreis Minden-Lübbecke. Tatsächlich bestanden 1905 in Westfalen und Lippe mindestens 823 Ziegeleien, seither sinkt die Zahl von Jahr zu Jahr. Seit 1900 gab ein Leipziger Adressbuchverlag zunächst jährlich ein Verzeichnis der Ziegeleien heraus, für das er amtliche Unterlagen verwenden konnte. Später wurden die Abstände zwischen den Ausgaben immer größer, andere Institutionen übernahmen das Werk. Sieben zwischen 1905 und 1953 erschienene Ausgaben konnten für das Verzeichnis ausgewertet, die Einträge nach den heutigen kommunalen Grenzen neu geordnet werden.
Für das Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein verzeichnet die Publikation siebzehn Betriebe (S. 154 ff.) – nur in Bad Berleburg und in Burbach fanden im Untersuchungszeitraum sich keine Ziegeleien.

Burkhard BEYER: Verzeichnis der Ziegeleien in Westfalen und Lippe 1905 bis 1953. Auswertung der Fachadressbücher und Branchenverzeichnisse. 185 Seiten, Online-Publikation (PDF) Münster 2017 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 13).

Quelle: Historische Kommission für Westfalen, Digitale Schriftenreihe

Linktipp: Projekt der LWL-Archäologie zur eisenzeitlichen Metallurgie im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Seit dem 27. März 2017 führen die LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, das Deutschen Bergbau-Museum Bochum, die Ruhr-Universität Bochum sowie das LWL-Freilichtmuseum Hagen ein archäologisches Experiment durch, das die die Produktionsmenge der keltischen Verhüttungsöfen, wie sie im Siegerland aufgefunden wurden, klären soll.
Das Blog der LWL-Archäologie begleitet dieses Experiment. Ein erster, reich bebilderter Eintrag ist am 3. April erschienen.

Literaturhinweis: „Siegen vor und nach der Zerstörung“

Eine fotografische Zeitreisein die Jahre 1943/44 und die ersten Nachkriegsjahre mit Farbaufnahmen von Erich Koch“
Herausgegeben vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. als Band 26 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“, Siegen 2017

Foto: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

„Siegen im Sommer 1944. Vom Zweiten Weltkrieg, der nun schon im fünften Jahr über Europa hinwegzieht, ist in der Siegener Altstadt auf dem Siegberg auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Die Leute flanieren im Sonntagsstaat durch die Straßen rund um den Markt und die Kinder nutzen die schulfreien Tage zum spielen vor der Haustür. Der Siegener Erich Koch hat diese Stimmung im Bild festgehalten: das Untere Schloss, die Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten Fassaden in der Kölner Straße, am Markt und in der Marburger Straße und die malerischen Winkel hinter der Marienkirche beiderseits der Donzenbachstraße. Weiterlesen