– Antrag (AT 256/2023) der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und Volt für den Kulturausschuss der Stadt Siegen am 29. März 2023
„Beschlussvorschlag:
1. Der Kulturausschuss beschließt, die in der Ratssitzung vom 19.10.2022 zur Änderung be-
schlossenen Straßennamen wie folgt zu benennen:
a) Hindenburgstraße:
Die Hindenburgstraße wird in „Europastraße“ umbenannt.
b) Bergfriederstraße:
Die Bergfriederstraße wird in „Auf dem Heuper“ umbenannt.
c) Lothar-lrle-Straße:
Die Lothar-lrle-Straße wird in „Am Breitenbach“ umbenannt.
2. Der Kulturausschuss der Universitätsstadt Siegen beschließt, die neu zu bauenden Straßen in den geplanten Baugebieten am Sportplatz Schießberg, am Wellersberg und am Giersberg (Am Wäldchen, Zur dicken Eiche) nach Frauen zu benennen. Dabei soll auf die Vorschlagsliste aus dem Abschlussbericht des Arbeitskreises „Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen“ des Rates der Stadt Siegen zurückgegriffen werden. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Arbeitskreis „Aufarbeitung der; historischen Hintergründe von Straßennamen“ und dem Kulturausschuss, zu gegebener Zeit einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorzulegen.
Begründung: Weiterlesen
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Vortrag: Traute Fries: „Das Leben des Hugo Herrmann“
Do., 23.03.2023, 19:00 – 20:30 Uhr, VHS Siegen, R 1.05-Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen
„Aktives Museum Südwestfalen und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit geben gemeinsam die Broschüre »Das Leben des Hugo Herrmann – letzter Repräsentant der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Siegen« heraus. Traute Fries hat sie aus dem persönlichen Nachlass von Hugo Herrmann, den Klaus Dietermann übernommen hatte, zusammengestellt.
Hugo Herrmann, in Siegen geboren, hatte in seinem langen Leben von 1898 bis 1993 die für die jüdische Bevölkerung des 20. Jahrhunderts typische Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung vieler Angehöriger und der materiellen Beraubung zu erleiden. Er hatte das Glück, mit seiner engsten Familie – Ehefrau Mally, Sohn Walter und Tochter Lea – nach der Zwangsausweisung im März 1939 nach Palästina zu entkommen. Aus Kaufmann und Kauffrau wurden Siedler, die sich mühselig als Bauern betätigen mussten. 1950 kehrte Herrmann in die zerstörte Heimat zurück. Die Restitution von Geschäft (Gebr. Herrmann/Bernhard Esders) und Haus am Giersberg gingen zügig von statten. Wiedergutmachung und Entschädigung für erlittenes Leid und entgangene Berufsausübung zogen sich über Jahre hin. Daher entschied sich das Ehepaar 1956 dauerhaft in Siegen zu bleiben. Bei Gründung der GCJZ 1959 übernahm Herrmann den Vorsitz. 1963 zog es ihn und seine Frau zurück zu den Kindern nach Israel. Herrmann sprach vom endgültigen Verlassen Deutschlands. Doch wurde er in Israel nie richtig heimisch. Weiterlesen
Siegen: Stellungnahme des Arbeitskreises „Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen“
zu Adolf-Wagner-Straße, Diemstraße, Porschestraße und Graf-Luckner-Straße.
Vorlage 1285/2023 für die Sitzung des Rates am 22. März 2023:
„Stellungnahme des Arbeitskreises zur Historischen Aufarbeitung von Straßennamen im Auftrag des Rates der Stadt Siegen
Der Arbeitskreis zur Historischen Aufarbeitung von Straßennamen hat auf Aufforderung des
Rates erneut über die Persönlichkeiten von Carl Diem, Ferdinand Porsche, Adolf Wagner und Graf Luckner beraten. Nach weitestgehend einmütiger Diskussion und Beschlussfassung empfiehlt der Arbeitskreis Weiterlesen
Vortrag: „Danach“ – Szenisches Erinnern der Shoah
Do 16.03., 19.00 Uhr, Städtische Galerie, Haus Seel, Siegen
Ein Vortrag von Dr. Kurt Grünberg zur Tradierung des extremen Traumas in Deutschland – Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Continuous“. Angesichts des Bruchs, den Auschwitz in der Geschichte der Menschheit markiert, nähert sich Kurt Grünberg (Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt/M.)
dem Danach dieser Zäsur.
Quelle: Haus Seel, Veranstaltungen, 1. Halbjahr 2023
Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe auf Erndtebrück
Am 10. März 2023 jährt sich zum 78. Mal der Tag des schweren Bombenangriffes auf Erndtebrück, dem 86 Menschen zum Opfer fielen. Dieser Tag ist und bleibt für die Bürgerinnen und Bürger ein Gedenktag, ein Tag der Trauer um die Menschen, die ihr Leben verloren.
Zum Gedenken an die Opfer des 10. März 1945 sowie der beiden vorangegangenen Bombenangriffe am 16. Dezember 1944 und 22. Februar 1945 bei denen 6 bzw. 14 Menschen ums Leben kamen, findet am
Freitag, 10. März 2023, 14.00 Uhr,
eine stille Kranzniederlegung durch den Bürgermeister auf dem Friedhof „Ederfeld“ statt.
Die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sind aufgerufen, an diesem stillen Gedenken teilzunehmen und durch ihre Anwesenheit die Mahnung und Hoffnung auszudrücken: Ein solcher Tag darf sich nicht wiederholen!
„Mit dem Auge stolpern“ – Ein weiterer Gedenkstein wird in Siegen verlegt
Das Projekt des Stadtjugendring Siegen e.V. geht nun in das 16. Jahr und als Ergänzung zu den ursprünglichen Projekten zum Umgang mit der Geschichte von Verfolgten des Nationalsozialismus, das gemeinsam mit Jugendgruppen begonnen hatte, wird nun ein weiterer Stolperstein verlegt.
Ziel ist nach wie vor die Auseinandersetzung mit persönlichen Schicksalen von Menschen, die in Siegen gewohnt haben und in der Zeit der Naziherrschaft gelitten haben und ermordet wurden. Mittlerweile wurden in Siegen 103 Gedenksteine in das Straßenpflaster verlegt.
Im September 2012 wurde bereits in der Hundgasse 22 in der Siegener Oberstadt der Stolperstein für Sara (Fanni) Rosenthal geb. Hochmann (1908-1943) verlegt. Jetzt soll neben ihrem der Stein für Ehemann Philipp am Donnerstag, den 09. März 2023 um 17.00 Uhr eingelassen werden. Es ist der 104te Stolperstein in Siegen. Philipp Rosenthal (1899-1942) fand den Tod durch einen Verkehrsunfall in Weidenau am 31. Juli 1942. Es hielten sich Gerüchte, nach denen es kein Unfall gewesen sei, so Klaus Dietermann (✝) 2012. Weiterlesen
Bad Berleburg: 80. Jahrestag – Gedenkfeier für Deportationsopfer
Es war eine Zeit, die sich nicht mehr wiederholen darf: Die Zeit der Nationalsozialisten ist das wohl dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte. Die Schreckensherrschaft von 1933 bis 1945 forderte unzählige Opfer, die grausame Tode erlitten. Am Donnerstag, 09.03.2023, jährt sich ein besonders grausames Geschehen zum 80. Mal. Mindestens 140 Berleburgerinnen und Berleburger wurden durch das NS-Regime ins Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert – die meisten von ihnen starben auf grausame Art und Weise. Nur die wenigsten kehrten zurück – schwer traumatisiert von den Leiden.
Schülerinnen und Schüler bereiten Gedenkfeier vor
Anlässlich des 80. Jahrestages findet am Donnerstag, 09.03.2023, um 14.00 Uhr eine öffentliche Gedenkstunde am Gedenkstein im Rathausgarten in Bad Berleburg statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Ein Dutzend Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Städtischen Realschule Bad Berleburg haben sich intensiv mit den Schicksalen der Deportationsopfer auseinandergesetzt und wollen die Erinnerung an sie nun in der Gegenwart greifbar machen. Dazu haben sie die Gedenkfeier im Rathausgarten entsprechend vorbereitet, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus gemeinsam wachzuhalten – damit Hass, Gewalt und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wieder einen Platz in der Gesellschaft finden.
Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 22.2.23
Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach
Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar

Kranzniederlegung Gedenkstein 2020
Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern.
Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung bei der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 16:30 Uhr eingeladen. Weiterlesen
Namensgebung der Sekundarschule Netphen – 2. Versuch
„[N]amens und im Auftrag der Fraktionen der CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP im Rat der Stadt Netphen beantrage ich die Aufnahme des Tagesordnungspunktes „Namensgebung Sekundarschule Netphen“ auf die Tagesordnung der Schulausschusssitzung am 08.02.2023. Zudem soll der Punkt auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 16.02.2023 aufgenommen werden.
Zur Historie:
Tagung der Jury für die Namensfindung der Sekundarschule am 01.09.2022 (Ergebnis:
Ruth-Faber-Sekundarschule der Stadt Netphen)
Schulausschuss 07.09.2022 (Keine Beschlussfassung, sondern Unterstützung des Namens vorbehaltlich des Votums der Schulkonferenz)
Schulkonferenz der Sekundarschule Netphen 07.09.2022 (Einstimmiger Beschluss über den neuen Schulnamen).
Die Entscheidung über die Namensgebung einer Schule ist gemäß § 6 SchulG NRW dem Schulträger vorbehalten. Mangels konkreter Zuständigkeitsregelungen ist hier von der Allgemeinzuständigkeit des Rates auszugehen. Im Rahmen der fachlichen Vorbefassung ist hier zuvor der Schulausschuss für eine Beschussempfehlung zu beteiligen.
Wir möchten hiermit der Empfehlung der Namensgebungs-Jury unde dem Beschluss der Schulkonferenz Rechnung tragen und die Netpher Bürgerin Anita Ruth Faber als Namensgeberin der Schule wählen. Weiterlesen
Video (engl.): Honour Bound – the Exile of Adolf Busch
„Eine Darstellung im Stil einer Graphic Novel über das Leben des berühmten deutschen Komponisten und Geigers Adolf Busch, der mit vielen jüdischen Musikern zusammenarbeitete, bis er aus dem Land floh, um dessen wachsende Nazibegeisterung und die Vorgehen gegen die jüdische Bevölkerung anzuprangern.“
Regie: James Murdoch
Autoren: James Murdoch, Simon Wynberg
Komponist: Adolf Busch
DOP: Lisa Lightbourn-Lay
Herausgeber: Jeffery Zaharchuk
Musiker: Künstler des Royal Conservatory
Produzenten: James Murdoch, Simon Wynberg
Funder: bravoFACT