Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach

Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar

Kranzniederlegung Gedenkstein 2020


Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern.
Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung bei der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 16:30 Uhr eingeladen. Weiterlesen

Ausstellung „CONTINUOUS“ von Viktor Naimark und Sascha Neroslavsky

Fotoausstellung zur Woche der Brüderlichkeit mit dem Motto „Öffnet Tore der Gerechtigkeit! Freiheit Macht Verantwortung“
Vernissage am 26.2.23, 16 Uhr
Veranstaltungsort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen
Schirmherr: Landrat Andreas Müller, Mitveranstalter: Kultur Siegen


Als Beitrag zur bundesweit begangenen Woche der Brüderlichkeit zeigt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. die Ausstellung CONTINUOUS der beiden jüdischen Künstler Viktor Naimark und Sascha Neroslavsky. Die Ausstellung schmückte bereits im Sommer 2022 im Rahmen des Festjahres „2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ die Galeriewände des BBK in Frankfurt am Main. Beide Künstler benutzen das Medium der Fotografie als Instrument für ihre künstlerische Reflexion über Vergangenheit und Gegenwart.

Viktor Naimark stammt aus Sankt Petersburg und ist Absolvent der Repin-Kunstakademie. Seine Farbfotografien laden ein in ein Reich der Träume. Sascha Neroslavsky studierte Malerei und Grafik in Moskau. Seine Fotografien zeigen Porträts und Alltagsszenen, aber auch religiöse Handlungen.

Die Ausstellung ist bis zum 19.03.23 zu den üblichen Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Haus Seel zu besichtigen.
Quelle: CJZ Siegerland, Veranstaltungen Februar 2023

Namensgebung der Sekundarschule Netphen – 2. Versuch

„[N]amens und im Auftrag der Fraktionen der CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP im Rat der Stadt Netphen beantrage ich die Aufnahme des Tagesordnungspunktes „Namensgebung Sekundarschule Netphen“ auf die Tagesordnung der Schulausschusssitzung am 08.02.2023. Zudem soll der Punkt auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 16.02.2023 aufgenommen werden.

Zur Historie:
Tagung der Jury für die Namensfindung der Sekundarschule am 01.09.2022 (Ergebnis:
Ruth-Faber-Sekundarschule der Stadt Netphen)
Schulausschuss 07.09.2022 (Keine Beschlussfassung, sondern Unterstützung des Namens vorbehaltlich des Votums der Schulkonferenz)
Schulkonferenz der Sekundarschule Netphen 07.09.2022 (Einstimmiger Beschluss über den neuen Schulnamen).
Die Entscheidung über die Namensgebung einer Schule ist gemäß § 6 SchulG NRW dem Schulträger vorbehalten. Mangels konkreter Zuständigkeitsregelungen ist hier von der Allgemeinzuständigkeit des Rates auszugehen. Im Rahmen der fachlichen Vorbefassung ist hier zuvor der Schulausschuss für eine Beschussempfehlung zu beteiligen.
Wir möchten hiermit der Empfehlung der Namensgebungs-Jury unde dem Beschluss der Schulkonferenz Rechnung tragen und die Netpher Bürgerin Anita Ruth Faber als Namensgeberin der Schule wählen. Weiterlesen

Gymnasium Stift Keppel (Hilchenbach): Von Zweitzeugen zur Zeitzeugin

Eindrucksvoller Zeitzeugenbericht bewegt Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Stift Keppel an Gedenktag für den Holocaust

Gymnasium Stift Keppel Zeitzeugenbericht – Eva Erben stellte sich im Anschluss an ihren Zeitzeugenbericht noch einem Interview.


In Kooperation mit dem Aktiven Museum Südwestfalen fand im vergangenen Herbst ein Studientag statt, an dem sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 des Gymnasiums Stift Keppel mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus aus Siegen und Umgebung auseinandersetzten. Unter Zuhilfenahme digitaler Medien hatten sie Tondokumente erarbeitet, die über den Lebensweg der ausgewählten Personen berichten. Für die, die sich nicht mehr zu Wort melden können, haben die Stiftsschülerinnen und – schüler somit die Rolle von „Zweitzeugen“ übernommen. Weiterlesen

Gedenkstunde am Fred-Meier-Platz in Kreuztal am Freitag, 27.01.2023

Erstmals nach pandemiebedingter Pause findet wieder die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in gemeinschaftlicher Ausrichtung mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. am

Freitag, 27. Januar 2023, um 15.30 Uhr,
am Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld, Grubenstraße, statt.

Sie sind herzlich eingeladen, an der Gedenkfeier teilzunehmen.

Programmablauf: Weiterlesen

Sonderausstellung: „Einige waren Nachbarn“

Eröffnung: 27.1., 17:00, Aktives Museum Südwestfalen

Anwohner sehen zu, wie die Polizei Sinti und Roma, die als „Zigeunerplage“ und „rassisch minderwertig“ verachtet wurden, für die Deportation in das von Deutschland besetzte Polen zum Bahnhof eskortiert werden. Hohenasperg, Deutschland, 18. Mai 1940. Bundesarchiv, R 165 Bild-244-42

Die Wanderausstellung Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand des United State Holocaust Memorial Museum adressiert die Frage „Wie war der Holocaust möglich?“. Die zentrale Rolle Hitlers und anderer Funktionäre der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

Die Ausstellung beleuchtet die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

Die Ausstellung ist bis zum 28.03.2023 im Aktiven Museum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung „Die historische Synagoge in Bad Laasphe – Rückblick und Ausblick auf ein engagiertes Projekt

(c) Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bad Laasphe

„Die Erinnerung wachhalten – auf Schicksale aufmerksam machen: Darum geht es unter anderem beim Projekt „Alte Synagoge“ in Bad Laasphe. Und gerade deshalb soll es weit über die Grenzen der Lahnstadt hinaus wirken. Unter anderem in Bad Berleburg, wo der Christlich-Jüdischen Freundeskreis die Thematik in den Fokus rückt. Die Veranstaltung „Die historische Synagoge in Bad Laasphe – Rückblick und Ausblick auf ein engagiertes Projekt“ findet am Dienstag, 17.01.2023, um 19.00 Uhr im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in der Poststraße 42 in Bad Berleburg statt. In diesem Rahmen zeigen die Verantwortlichen unter anderem auch den Präsentationsfilm, der bereits einen Blick auf das Innere der Synagoge ermöglicht, wie es nach Vollendung der Bauarbeiten aussehen soll.

Inhaltliche Aufarbeitung der Schicksale

Es geht aber nicht nur um bauliche Aspekte, der Vorsitzende Rainer Becker und sein Stellvertreter Jochen Menn erläutern auch die vorgesehene inhaltliche Aufarbeitung der Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus aus Wittgenstein. Opfer waren nicht nur die jüdischen Gemeinden, sondern auch die Sinti-Familien und die Opfer der sytematischen Krankenmorde der sogenannten „Aktion T 4″. Schwerpunkt der Erinnerungsarbeit des Freundeskreises sind sicherlich die Schicksale der jüdischen Bevölkerung, auf die besonders eingegangen wird.“

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles 11.1.23

Online: „Forum“, Ausgabe 2022, des Bundesarchivs

Beiträge des aktuellen Hefts reflektieren die Rolle der Archive für die Erinnerungskulturen in Europa.

„Wie gehen europäische Nationalarchive mit ihrem kolonialen oder jüdischen Erbe um? Wie gestaltet sich die Erinnerungskultur in einzelnen europäischen Ländern und welche Rolle nehmen Archive dabei ein? Welche erinnerungspolitischen Ansätze verfolgen Archive und wie unabhängig sind sie dabei?

Auf Einladung des Bundesarchivs kamen im August 2022 Repräsentanten verschiedener europäischer Nationalarchive zu einer Konferenz zusammen, um diese Fragen zu diskutieren. Die dort gehaltenen deutsch- und englischsprachigen Vorträge können in der aktuellen Ausgabe des „Forum“ nachgelesen werden. Dabei wird ein weiter Bogen gespannt: vom Zugang zu deutschen Kolonialakten oder zu Unterlagen aus der Franco-Diktatur in Spanien über die Archivierung von Beileidsbekundungen nach den Terroranschlägen von 2011 in Norwegen bis zur aktuellen Lage der Archive in der Ukraine. Vorangestellt sind zwei Beiträge von Prof. Dr. Ulrich Herbert und Prof. Dr. Michael Hollmann zu den Merkmalen und Entwicklungslinien der Erinnerungskultur in Deutschland. …“
Link zum PDF

Quelle: Bundesarchiv, Aktuelles, 19.12.2022

Gymnasium Stift Keppel und außerschulische Lernorte (Museen, Archive)

Projekt mit dem Aktiven Museum Südwestfalen

“ … Die historische Bildung und Erziehung erfolgt jedoch nicht nur im Klassenraum, sondern auch an außerschulischen Lernorten, die fester Bestandteil des Curriculums sind. Schließlich kann somit die Beschäftigung mit ausgewählten Aspekten der Geschichte noch auf andere Art erfolgen, kann fühlbar und erlebbar gemacht werden. Die multiperspektische Auseinandersetzung mit Bildungsinhalten kann zudem im Sinne des freien und selbstgesteuerten Lernens nicht nur zur Orientierung der Schülerinnen und Schüler in ihrer Alltags- und Lebenswelt beitragen, sondern auch die Kompetenz einer selbstständigen Erschließung neuer Inhalte, Medien und Methoden, letztlich auch eigenverantwortliches Handeln sowie gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe fördern. So können etwa mithilfe eines Besuchs der Wendener Hütte die komplexen Zusammenhänge der Industrialisierung erfahren und ihre Auswirkungen im regionalen Kontext, d.h. im unmittelbaren Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler, nachvollzogen werden. Trotz jeweils variierender historischer Kontexte und unterschiedlicher pädagogisch-fachdidaktischer Zielsetzungen gilt Ähnliches auch für Besuche des kulturhistorischen LVR-LandesMuseums Bonn, der Zeche Zollverein im Ruhrgebiet, dem NS-Dokumentationszentrum EL-DE-Haus in Köln oder auch dem Bonner Haus der Geschichte.

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