
Das Blog des LWL-Archivamtes stellt ausführlich die Massnahmen zur digitalen Langzeitarchivierung der Deutschen Grundkarte 1:5000 vor.
Gemeinsam mit dem Amt für Liegenschaftskataster und Geoinformation wird das Kreisarchiv entsprechend der dort vorgestellten Vorgehensweise dieses Kartenwerk sichern
Literaturhinweis: Rittenauer, Daniel: „Das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in der NS-Zeit“
Das Werk ist Teil der „Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte“ (Nr. 169)
München 2018, 432 S. mit 17 Abbildungen. Hardcover (In Leinen), ISBN 978-3-406-10784-9
„Das Ministerpräsidentenamt überdauerte die Machtübernahme Bayerns durch die Nationalsozialisten am 9. März 1933. Es hatte Bestand bis zum Ende der NS-Diktatur im Jahr 1945. Allerdings hatte sich das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in dieser Zeitspanne erheblich gewandelt: Während es unter Paul Giesler (1942 – 1945), dem Gauleiter von München-Oberbayern, nur noch eine leere Hülle war, versuchte Ludwig Siebert (1933 – 1942), dessen langjähriger Vorgänger, das Amt zwischen Reichsstatthalter, Gauleitern und anderen Protagonisten als eigenständiges Aktionszentrum im polykratischen Gefüge des NS-Staats zu positionieren. Die vorliegende Untersuchung gibt einen Einblick in die Entwicklung des bayerischen Staatswesens während der NS-Zeit. Trotz ihrer unübersehbaren Marginalisierung wurde die Infrastruktur des bayerischen Staats als mittlere Verwaltungsebene durch das „Dritte Reich“ weiter genutzt.“
Quelle: Verlagswerbung via Süddeutsche Zeitung v. 21. Mai 2019
Film-Premiere: „Erzählcafé Burbach“
Im Rahmen der 800-Jahr-Feier Burbachs findet in der Vortragsreihe zur Jubiläumsausstellung morgen Dienstag, dem 28.05.2019, ab 17.00 Uhr die Präsentation der beiden Burbacher Jubiläumsfilme statt.
In der Veranstaltungsreihe „Damals“ sind zahlreiche Erzählcafés veranstaltet worden, die von der Film-AG der Gemeinschaftsschule Burbach gefilmt wurden. Die Film-AG hat einen Film „Erzählcafé Burbach“ zusammengestellt, der einen unterhaltsamen, aber auch interessanten Querschnitt der Erzählcafés zeigt. Nach einer Pause mit Imbiss wird dann der „Zeitzeugenfilm“ gezeigt. Einige Burbacherinnen und Burbacher berichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, aus ihrer Kindheit und Jugend im Siegerland.
Zum 800jährigen Jubiläum wird dieser amüsante und spannende Filmabend im Bürgerhaus Burbach veranstaltet.
Queel: Gemeinde Burbach, 27.5.2019
Geänderte Öffnungszeiten des Stadtarchivs Siegen im Mai 2019/2
Aus personellen Gründen kann das Stadtarchiv Siegen an zwei Tagen in der letzten Maiwoche nur einen reduzierten Dienstbetrieb mit eingeschränkten Öffnungszeiten gewährleisten. Am Freitag, den31. Mai 2019, bleibt das Stadtarchiv ab 13.00 Uhr geschlossen.
Bauarbeiten für Schutz- und Präsentationsbau Gerhardsseifen gestartet
Im Dreiborntal in Niederschelden stellte Bürgermeister Steffen Mues jetzt mit Vertreterinnen und Vertretern des Trägervereins „Ein Siegerländer Tal e.V.“ sowie den Beteiligten der städtischen Fachabteilungen bei einem Pressetermin die Pläne für den Schutz- und Präsentationsbau über der keltenzeitlichen Fundstätte Gerhardsseifen vor.
„Wir – die Stadt Siegen als Bauträger und alle am Projekt Beteiligten – wollen durch Errichtung eines geschlossenen Schutzbaus mit entsprechender Gestaltung diese ‚Werkstatt‘ mit den zwei Rennöfen zur Stahlproduktion aus der Keltenzeit und dem Mittelalter dauerhaft bewahren und präsentieren“, erklärte Bürgermeister Steffen Mues. Die Fundstelle soll in Zukunft als „außerschulischer Lernort“ dienen und für Fachpublikum sowie für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht werden. Weiterlesen
Schreibschriften im Wandel der Zeit: Westfälisches Schulmuseum zeigt neue Sonderausstellung

‚Oma, kannst du das lesen?‘ Deutsche Schreibschriften im Wandel der Zeit
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Westfälisches Schulmuseum
„Oma, kannst du das lesen?“ – Sütterlinschrift können häufig nur noch die älteren Generationen entziffern. Der Schreibschrift im Wandel der Zeit widmet sich eine neue Sonderausstellung im Westfälischen Schulmuseum in Dortmund-Marten. Bis zum 17. Januar 2020 geht sie der Handschrift an die Tinte.
Im Westfälischen Schulmuseum können Interessierte bis zum 12. Januar 2020 die Sonderausstellung „Oma, kannst du das lesen? Deutsche Schreibschriften im Wandel der Zeit“ besuchen. Sie informiert über die Entwicklung verschiedener Schreibschriften in Deutschland vom Mittelalter bis heute.
Schreibschrift in der Kritik
Das Thema Schreibschrift entfacht immer wieder hitzige Debatten unter Fachleuten, Lehrkräften und Eltern. Erst vor ein paar Wochen erschien eine Studie des Verbands Bildung und Erziehung in Zusammenarbeit mit dem Schreibmotorik Institut, in der auf die schlechten Leistungen der Schüler*innen im Schreiben aufmerksam gemacht wurde. Im Zuge der dadurch entstandenen Diskussion wurde auch Kritik an der zu erlernenden Schrift geübt. Die Schreibschrift sei schwierig zu lesen, zu schnörkelig und überflüssig in Zeiten der Digitalisierung, sagen die Kritiker.
Doch welche Art von Schreibschrift lernen die Schüler*innen heute eigentlich? Was genau ist der Unterschied zwischen Schreib- und Druckschrift? Wie ist unsere Schreibschrift entstanden? Was genau ist Sütterlinschrift, und kann man sie heute auch noch lernen?
Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich die Sonderausstellung. Mit Exponaten zum Thema Schrift und Schreiben zeigt die Ausstellung die Anfänge der Schreibschrift in Antike und Mittelalter und ihre stetige Veränderung von der Neuzeit bis heute. Weiterlesen
Richard Renner – eine Redenanfrage
Aus der Archivarbeit
Vor kurzem wendete sich die Pressestelle der Kreisverwaltung mit der Bitte um Informationen über Richard Renner, einem der Mitbegründer der SPD in Bad Laasphe, zu ermitteln. Der Landrat sollte zum 100jährigen Bestehen der Partei dort sprechen. Die eher kurzfristige Bitte konnte zunächst mit den knappen Informationen aus der regionalen Literatur (s.u. Opfermann, Pfau) zufriedenstellend beantwortet werden. Renner gehörte demnach dem Kreistag des Altkreises Wittgenstein an, so dass weitere Recherchen sinnvoll erschienen, die zurzeit folgenden Kenntnnisstand ergeben:
Richard Franz Joseph Renner
-
- 29. April 1873 Geppersdorf/Kreis Löwenberg (Schlesien)
- Heirat am 1. November 1896 Anna Pauline geb. Seiffert in Karlsberg
- Wohnort: Laasphe (Einwohnerbuch 1928: Schloßstr. 16, Gewerkschaftssekretär)
- Schreiner
- SPD
- Mitbegründer Ortsverein Laasphe (1918)
- Gewerkschaftssekretär
- Kreistags-Abg. Kr. Wittgenstein
- Laut Einwohnerbuch 1928 nicht im Wittgensteiner Kreistag seit 29. November 1925
- Kreisausschuss: ab 15. Juli 1921 nachgewiesen (Gewerkschaftssekretär): Mitglied: 24. April 1922 bis August 1925, Januar 1930 – 18. März 1933
siwiarchiv-Statistik: 11.5. – 23.5.2019

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Online: Nachlasserschließung in Archiven und Bibliotheken – ein Regelwerk
Die deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat mit dem Regelwerk „Ressourcenerschließung mit Normdaten in Archiven und Bibliotheken“ (RNAB) die vollständige Überarbeitung und Neufassung der „Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen“ (RNA) vorgelegt.
Ziel war es, das bestehende Regelwerk RNA praxisnah und kompatibel mit neu eingeführten Standards weiterzuentwickeln. Notwendig wurde die Überarbeitung durch die Einführung des bibliothekarischen Regelwerks Resource Description and Access (RDA) im internationalen Raum und Neuentwicklungen bei den Grundlagenmodellen IFLA Library Reference Model (IFLA LRM) und Records in Contexts (RiC).
Die RNAB soll auch für nicht bibliothekarisch oder archivarisch ausgebildete Bearbeitende von Beständen eine leicht verständliche Anleitung sein. Sie erläutert den Umgang mit diesen Beständen und deren nachnutzbare und nachnutzende Verzeichnung unter Zuhilfenahme von Normdaten und kontrolliertem Vokabular.
Das neue Regelwerk RNAB wurde seit 2014 im Rahmen einer Sonderarbeitsgruppe des Standardisierungsausschusses unter der Leitung eines Redaktionsteams aus der Österreichischen und Schweizerischen Nationalbibliothek sowie der Staatsbibliothek zu Berlin ausgearbeitet. Dieser Arbeitsgruppe gehören Fachkolleginnen und Fachkollegen aus Bibliotheken, Archiven und Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.
Die RNAB steht Ihnen auf der Webseite der DNB sowie im RDA-Info-Wiki zur Verfügung. Die Publikation hat die stabile URN: urn:nbn:de:101-2019051405.
DNB via Marburger Archivliste.
Online: Ludwig Bald: „Das Fürstentum Nassau-Siegen“
Die Bayerische Staatsbibliothek hat auf Vorschlag des Regionalhistorikers Sven Panthöfer die Siegerländer Territorialgeschichte von Ludwig Bald (geb. am 12. Januar 1902 in Erndtebrück – gest. am 22. April 1945 bei Erndtebrück) digitalisiert.
Die Digitalisate können lediglich online eingesehen werden. Es besteht keine Download-Möglichkeit.
Link zum Hauptwerk: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00122730-1
Link zum Atlas: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00122443-7
Zu Autor und Werk:
Scholl, Gerhard: Ludwig Bald (1902 – 1945) und seine „Territorialgeschichte des Siegerlandes“. – in : Siegerland : Blätter des Siegerländer Heimatvereins e.V. Bd. 46, Heft 3, 1969, S. 95 – 96
Friedrich, Paul: Von Leuten, die man in Erndtebrück nicht vergessen sollte , In: Erndtebrück – ein Heimatbuch des obersten Edertales, Band II, Erndtebrück 1977, S. 559 – 560 (Dr. Ludwig Bald)
Rezensionen:
Böttger, Hermann, in: Siegerland, Bd. 21 (1939), S. 73 – 75
Wrede, Günter, in: Westfälische Forschungen, Bd. 4 (1941), S. 74 – 75
May, Karl Hermann, in: Nassauische Annalen, Bd. 61 (1950), S. 226 – 228

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