Vom Ende des Siegerländer Erzbergbaus

5 Beiträge bei ARD retro

Links zu den Beiträgen:
1) Protestkundgebung wegen beabsichtigter Grubenstilllegung in Herdorf, 04.01.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau ∙ , Link
2) Zur Situation der Siegerländer Erzindustrie anläßlich der heutigen Entscheidung in Düsseldorf
27.02.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
3) Zur bevorstehenden Stilllegung der Gruben im Siegerland, 09.05.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
4) Stilllegung der Siegerländer Erzgruben, 15.02.1964 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
5) Was geschieht mit den stillgelegten Bergwerken im Siegerland? 03.12.1964 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link

Veranstaltung: „Der Weg nach Köln“. Theaterstück am Ohrndofer Schlag

Räuberpack und fromme Leute – FRids e.V. präsentiert Theaterstück am Ohrndorfer Schlag in Freudenberg

Das Stück „Der Weg nach Köln“ von Rainer Lutzki nimmt die Zuschauer mit ins 16. Jahrhundert, in die Zeit, in der einfache und fromme Menschen ebenso auf Reisen waren wie zwielichtige Gestalten… Zum Inhalt: Zwei Kinder werden auf die weite und gefährliche Reise nach Köln geschickt, um dort Waren zu verkaufen. Mutig machen sie sich auf den Weg, als am Ohrndorfer Schlag ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen scheint…

Vor Originalkulisse erwecken 11 jugendliche und erwachsene Schauspieler vergangene Zeiten zum Leben – Open-Air und live inszeniert an einem historischen Ort; diesmal im Hohlweg am Ohrndorfer Schlag. Er befindet sich in Büschergrund oberhalb des Schulzentrums im Wald Richtung Römershagen und ist einer der ältesten Durchgänge durch die Siegener Landhecke. Bis Ende des 14. Jahrhunderts verlief eine Variante der sogenannten Brüderstraße, einem alten Fernhandelsweg von Köln in Richtung Marburg, durch diesen Grenzübergang. Jahrhunderte lang wurden schwere Lasten mit Pferde- und Ochsenkarren auf diesem Weg transportiert, die Räder der Fuhrwerke gruben an manchen Stellen tiefe Spuren in den Boden und begünstigten so die Entstehung von Hohlwegen im Waldgebiet, so auch den Hohlweg am Ohrndorfer Schlag.

Aufführung: Samstag 26.06.2021, 12:00 Uhr
Es gibt für die Aufführung nur eine sehr beschränkte Teilnehmerzahl.
Ticketpreise 6 € Erwachsener / 4 € Kind.
Alle weiteren Infos erfolgen mit der Buchungsbestätigung.

Tickets können hier online erworben werden.

 

Quelle: FRids e.V., Homepage

Projekt „Alte Synagoge“ nimmt klarere Formen an

Christlich-Jüdischer Freundeskreis Bad Laasphe hat jetzt Siegener Architekten-Büro mit im Boot

Vor der Alten Synagoge an der örtlichen Mauerstraße stehen hier die Laaspher Rainer Becker und Günther Hachenberg sowie Christian Welter und Andreas Patzelt (von links) vom Architekten-Büro „projektplus“.

Nachdem für 1635 in Laasphe erstmals von einem schutzgeld-zahlenden Juden namens Nathan die Rede ist, gründet sich hier wohl um 1700 eine Jüdische Gemeinde, die sich 1752 eine detaillierte Ordnung gibt. Einige Jahre danach kauft die Gemeinde ein Haus an der Mauerstraße in der Lahnstadt und richtet darin eine Synagoge ein. Außer dem Betsaal findet sich hier auch ein Schulraum. Bei Umbauarbeiten 1871 wird der Betraum erweitert. 1938 wird die Synagoge in der Reichspogromnacht verwüstet, ihr Inventar zerstört. Kurz darauf muss die Jüdische Gemeinde das Gebäude verkaufen, aus dem nun eine Schlosserwerkstatt wird. Nur einige Daten, die deutlich machen, dass Juden drei Jahrhunderte lang zu Laasphe gehörten – bis zum 17. Mai 1943: Durch die Deportation von Max, Johanna, Hannelore und Ursula Präger verlässt die letzte jüdische Familie Laasphe. Das ist bis dato der Stand der Dinge in Bezug auf das jüdische Leben in Laasphe. Und dem muss das Projekt Rechnung tragen, das der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bad Laasphe seit 2019 verfolgt, nachdem sein jahrelanges Bemühen, die Alte Synagoge zu kaufen, endlich erfolgreich war: Ein Lern- und Begegnungshaus soll hier entstehen, das sich seiner Geschichte bewusst ist. Wobei die geplante Dauerausstellung nicht nur an die jüdischen Opfer der Nazi-Diktatur hier vor Ort erinnern wird. Weiterlesen

„Wittgenstein“ 1/2021 erschienen

Inhalt Heft 1 / 2021:
Frieda Claudy: Mai, S. 2
Bernd Stremmel / Detlev Rath: Kulturweg Eisen, S. 3
Roland Scholz: Die Geschichte vom kleinen Bleistift und dem Beginn großer Freundschaften, S. 6
Heinrich Imhof: Die Auswanderung von Wittgensteiner Inspirierten nach Amerika, S. 23
Hans Wied: Von dem Feudinger Kirchturmbrand im Jahre 1816, und dem nachfolgenden Pfarrhaus- und Turmneubau und einem Soester Büchsenmeister und Wanderglockengießer aus dem 16. Jahrhundert, S. 43
Holger Weber: Albertus Kuhlen – der Stammvater aller Kuhli. Führte eine handschriftlich „flapsige” Signatur zum Nachnamen?, S. 56

Aus der Region:
Jürgen Pospichal: Jahresbericht OHV Puderbach für 2020, S. 60

MGKSiegen veröffentlicht neues digitales Angebot zu Fotografien von Bernd und Hilla Becher

Bernd and Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes, 1959-1978, MGKSiegen, Sammlung Gegenwartskunst, Courtesy Estate Bernd and Hilla Becher, repräsentiert von Max Becher

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen hat ein neues, digitales Format entwickelt, das sich der Vermittlung der eigenen Museumssammlung widmet. Im Entdecken-Bereich der Museumswebsite www.mgksiegen.de wird jetzt erstmals ein eigens gestaltetes Feature veröffentlicht, das die „Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes“ der international bekannten sowie regional bedeutenden Fotografen Bernd und Hilla Becher ins Zentrum stellt.
Neben professionellen Audiobeiträgen und hochaufgelösten Fotostrecken enthält das Angebot kenntnisreiche Kurztexte sowie eine interaktive Landkarte. Alle Inhalte wurden so konzipiert, dass sie ein breites Publikum ansprechen und während des Besuchs, zur Vor- und Nachbereitung sowie ortsunabhängig zur Beschäftigung mit den Sammlungswerken eingesetzt werden können. Weiterlesen