Tagesexkursion für Frauen: Girkhausen: eine Ort und seine Geschichte

29. August 2025, 08:40 – 17:05 Uhr
„Wir machen uns auf den Weg nach Girkhausen. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 1220. Vor Ort wollen wir uns zum einen die alte, ehemalige Wallfahrtskirche anschauen und ihre Geschichte kennenlernen. Zu den Besonderheiten Girkhausens gehört auch die sogenannte Drehkoite, eine über 465 Jahre alte Vorrichtung zur Herstellung gedrechselter Gegenstände wie etwas Holzschüsseln oder Holzlöffel. In der Drehkoite erfahren wir im Rahmen eines geführten Rundgangs alles über dieses alte Handwerk und über den Alltag der Menschen, die in früheren Zeiten hier ihr tägliches Brot verdienten. Die Bewohner von Girkhausen und anderen Orten des Wittgensteiner Oberlandes, mussten früher außergewöhnlich hart arbeiten, insbesondere nach der Reformation. Denn nun flossen die Einnahmen aus der örtlichen Wallfahrtskirche nicht mehr. Die Exkursion bietet einen spannenden Einblick in die regionale Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der regionalen weiblichen Alltagsgeschichte.“

Eine Kooperation mit dem Frauenreferat des Ev. Kirchenkreises Wittgenstein. Anmeldeschluss ist der 22. August 2025. Die Anreise erfolgt mit der Deutschen Bahn (Treffpunkt Hauptbahnhof Siegen – 8:40 Uhr) oder in Eigenregie. Das Programm in Girkhausen startet um 11:50 Uhr an der Kirche in Girkhausen. Die Anmeldung wird wirksam mit der Überweisung der Teilnahmegebühr nach Anmeldebestätigung.
Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungen

Ausstellung: „Spandau Prison. 1877 – 1987“

Zeughaus der Zitadelle Berlin-Spandau, bis 17. Mai 2026

„Und wo saß hier jetzt Rudolf Hess?“, ist eine alltägliche Frage von Besucherinnen und Besuchern der Zitadelle Spandau. Die Antwort lautet: „Nirgends.“ Das sogenannte Kriegsverbrechergefängnis mit Hess als letztem Häftling befand sich in der Spandauer Wilhelmstadt: 1877 begannen dort die Arbeiten für ein neues „Central-Festungsgefängniß“, in dem ab 1881 straffällig gewordene Soldaten und Kriegsgefangene einsaßen. Nach einer spektakulären Befreiungsaktion während der Novemberrevolution 1918 diente das für 300 Gefangene ausgelegte Gebäude bis 1933 als Gefängnis für Zivilisten. Die nationalsozialistische Regierung nutzte das Gefängnis sofort nach dem Reichstagsbrand als Ort der „präventiven Schutzhaft“. Bis 1945 saßen hier eine Vielzahl politischer Gefangener ein, die zumeist zum Tode verurteilt wurden – dazu gehörten erstmals auch Frauen, insbesondere aus dem polnischen Widerstand. Weiterlesen

Kunstprojekt „Sternenglut – von der Natur zur Stahlskulptur“

Am Sonntag, den 24.August2025 wird im Außenbereich des Technikmuseum Freudenberg in einem Rennofen nach historischem Vorbild eine Luppe Eisen aus Siegerländer Erz geschmolzen. Der Abstich wird ca. 15 Uhr erfolgen. Holger Küper, Stahlbildhauer, Maler und Student für Bildhauerei im Öffentlichen Raum bei den Professoren. Maik und Dirk Löbbel an der Kunstakademie Münster.
Mit seinem Projekt „Sternenglut – von der Natur zur Stahlskulptur“ dokumentiert er die Eisenherstellung im Frühmittelalter mit Erz und Holzkohle aus dem Siegerland.

Quelle: Technikmuseum Freudenberg

Schmiedefest am Technikmuseum Freudenberg

Sonntag, 10. August 2025 · 10:00–18:00 UhrTechnikmuseum Freudenberg, Olper Straße 5, 57258 Freudenberg

„Wenn Funken fliegen und schweres Eisen sich unter mächtigen Hammerschlägen formt, dann ist es wieder so weit: Das Technikmuseum Freudenberg lädt ein zum traditionellen Schmiedefest – einem Fest für die ganze Familie, für Technikbegeisterte und für alle, die echtes Handwerk hautnah erleben wollen.
Hobby- und Profischmiede aus dem ganzen Bundesgebiet treffen sich an diesem Tag auf dem Museumsgelände, um ihr traditionsreiches Handwerk live vorzuführen. Ob klassisches Freiformschmieden, kunstvolle Zierarbeiten oder funktionale Alltagsgegenstände – hier wird geschmiedet, was das Eisen hergibt! Besucherinnen und Besucher können den Schmieden nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch viele Fragen stellen und sich von der Leidenschaft für glühenden Stahl anstecken lassen.
Doch das Schmiedefest ist mehr als nur Hammerschlag und Amboss:
Das gesamte Museum ist in Aktion – inklusive des beeindruckenden historischen Maschinenparks, der großen Dampfmaschine und vieler weiterer technischer Denkmäler aus vergangenen Zeiten. Hier wird Technik nicht ausgestellt – sie wird zum Leben erweckt!
Für die kleinen Gäste bietet das Gelände viel zu entdecken – und bei gutem Wetter dreht die beliebte Garteneisenbahn ihre Runden und lädt zum Mitfahren ein.
Auch für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt: So gut versorgt, lässt es sich wunderbar auf dem Museumsgelände verweilen – umgeben vom Klang der Schmiedehämmer und dem rhythmischen Surren der Maschinen.“
Quelle: Technikmuseum Freudenberg

Postalisches zum Kreisjubiläum am Tag der offenen Tür der Kreisverwaltung Siegen


Am Samstag, den 5. Juli 2025, findet in und um das Kreishaus in Siegen, Koblenzer Straße 73, von 10:00 bis 17:00 Uhr der „Tag der offenen Tür“ statt. Hieran beteiligt sich auch der Verein der Briefmarkenfreunde Netphen e.V., der auch die Einladung eines Event-Teams der Deutschen Post Philatelie angeregt hat. Das Event-Team bringt auch einen anlassbezogenen Sonderstempel mit nach Siegen. Denn im Jubiläumsjahr 2025 ist es 50 Jahre her, dass zum 1. Januar 1975 die beiden Kreise Siegen und Wittgenstein zum Kreis Siegen fusionierten. Der neue Kreis umfasste die beiden Altkreise ohne die Wittgensteiner Höhendörfer, die dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen wurden. Per Landesgesetz erhielt der Kreis schließlich zum 1. Januar 1984 durch eine Umbenennung den heutigen Namen „Kreis Siegen-Wittgenstein“.
Am „Tag der offenen Tür“ sind im Kreishaus nicht nur Gratis-Postkarten erhältlich. Das Team der Kreisverwaltung verteilt für Frankaturzwecke auch kostenlos Briefmarken Individuell, solange der Vorrat reicht. Am Stand des Eventteams wird auch noch die am 4. April 2024 erschienene Sonderbriefmarke „800 Jahre Stadt Siegen“ erhältlich sein. Die Briefmarkenfreunde Netphen werden am 5. Juli im Kreishaus zusätzlich kostenlose, auf den Sonderstempel abgestimmte Blanko-Schmuckumschläge im DIN C6-Format abgeben. Neben diesem Schmuckumschlag hat Ehrenvorsitzender Wilfried Lerchstein für die Briefmarkenfreunde Netphen auch noch zusätzlich drei eigene Briefmarken Individuell zum Kreisjubiläum entworfen. Diese 95-Cent-Briefmarken werden aber auf Wunsch der Kreisverwaltung nur vor und nach dem „Tag der offenen Tür“ vom Verein zum Kauf angeboten. Gleiches gilt für den Plusbrief Individuell, ein ebenfalls von Wilfried Lerchstein gestalteter Schmuckumschlag mit bereits eingedruckter Jubiläumsbriefmarke.
Wer am 5. Juli 2025 nicht persönlich nach Siegen kommen kann, richtet seine Bestellung bitte unbedingt unter Angabe einer Versandadresse, Telefonnummer und Emailadresse direkt an Wilfried Lerchstein, Heideweg 8, 57250 Netphen (Tel. 02737/1216 und Email Lercwi@web.de). Diese Bestellungen werden dann gegen Vorkasse in der Reihenfolge des Geldeingangs bearbeitet. Weitere Informationen sind unter https://suedwestfalenboerse.de/belegprogramm/ aufrufbar.

Museumsfest des Stahlbergmuseum Müsen

„Das Stahlbergmuseum wurde vor 100 Jahren von dem damaligen letzten Direktor der Grube Stahlberg Hermann Fuhr errichtet. Er sammelte wichtige Dokumente und seltene Exponate, die heute im Stahlbergmuseum besichtigt werden können. Im Laufe der Jahre wurde die Sammlung stetig erweitert, so daß die Besucher auf zwei Etagen alles über den Siegerländer Bergbau erfahren und außerdem wunderschöne Mineralien bestaunen können. Somit gilt das Stahlbergmuseum als ältestes Bergbaumuseum von NRW und nimmt somit eine wichtige Stellung deutschlandweit ein.
Heute betreut unser Verein Altenberg & Stahlberg e.V. das Stahlbergmuseum, den benachbarten Stahlberger Erbstollen wie auch den Lehrpfad am Altenberg.
Aus diesem Anlass veranstaltet unser Verein am 22.06.25 von 11 Uhr bis 17 Uhr ein Museumsfest, um dieses Jubiläum gebührend zu feiern.
Was erwartet euch: neben Stollenführungen auch der Besuch des Stahlbergmuseums, viele Aktionen für die kleinen Bergknappen (z.B. Mineraliensuche), Ausstellungen und Infostände. Außerdem ist ein Schmied vor Ort Eine Dampfmaschine von 1875 kann kann ebenso begutachtet werden. Unterstützt werden wir vom Museum Ferndorf, dem Landwirtschaftsmuseum Hadem, dem Verein für Siegerländer Bergbau, dem Besucherbergwerk Silberhardt, dem Pulvermuseum Rönsahl und der Freiwilligen Feuerwehr Grund.
Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt mit Erbsensuppe aus der Feldküche, Leckeres vom Grill, selbstgemachte Kuchen, frische Waffeln, frisch gezapftes Bier und alkoholfreie Getränke.
Ein tolles Event mit tollen Aktionen und Attraktionen für Groß und Klein.
Wir freuen uns auf euren Besuch! Ihr findet uns wie immer in 57271 Hilchenbach-Müsen (Auf der Stollenhalde 4)“
Quelle: Besucherbergwerk Stahlberg, Instagram

Ausstellungshinweis „Jubiläum. 75 Jahre Verfassung NRW“


Anlässlich des 75. Jubiläums der Landesverfassung zeigt die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen die Ausstellung „Jubiläum. 75 Jahre Verfassung Nordrhein-Westfalen“, die vom 3. Juni bis zum 11. Juli 2025 in der Wandelhalle des Landtags Nordrhein-Westfalen zu sehen ist.  

91 Artikel auf 22 Seiten, engzeilig mit einer Schreibmaschine auf dünnem, welligem Papier geschrieben – auf den ersten Blick wirkt das Dokument, das die Mitglieder der nordrhein-westfälischen Landesregierung am 28. Juni 1950 unterschreiben, unscheinbar.

Doch dieses schlichte Dokument – die Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen – bildet seit 75 Jahren ein wichtiges Fundament des politischen und gesellschaftlichen Zusammenlebens in Nordrhein-Westfalen. Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung – diese Regeln der Demokratie sind in ihr festgeschrieben.

Die Ausstellung „Jubiläum. 75 Jahre Verfassung NRW“ der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen beleuchtet die Verabschiedung der Verfassung im Jahr 1950 sowie fünf markante Aktualisierungen, die gesellschaftliche Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen widerspiegeln. Weiterlesen

„The Virginia Connection: Iron, the Siegerland and Germanna“ 

Gastvortrag von Barbara Price (Germanna Foundation, USA)

Freitag, 13. Juni 2025 um 13:00 Uhr in den Raum US-C 103 (Hörsaalzentrum Unteres Schloss der Universität Siegen).

Das Seminar für Anglistik der Universität Siegen lädt Sie herzlich ein zum Gastvortrag von Barbara Price 

Der englischsprachige Vortrag von Barbara Price mit dem Titel „The Virginia Connection: Iron, the Siegerland and Germanna“ (Wie die Eisenindustrie im Siegerland die Auswanderung Deutscher nach Amerika im 18. Jahrhundert beeinflusste).
beschäftigt sich mit der Geschichte der ersten Siedlung in Virginia, die von 42 Auswanderern aus dem Siegerland (Niederndorf, Oberfischbach, Oberschelden, Eisern, Trupbach, Rehbach, Müsen) im Jahr 1714 gegründet wurde. Die „Germanna“ benannte Siedlung brachte noch vor der Staatsgründung der USA das Siegerländer Wissen und die Fähigkeiten des Bergbaus und der Metallverhüttung in die nordamerikanische Welt und legte damit einen Grundstein für die Entwicklung der dortigen Industrie.

Barbara Price ist Vorstandsmitglied der Germanna Foundation und besucht Siegen mit einer Delegation aus Virginia. Die Verbindung in das Siegerland besteht seit langen Jahren über die Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein, die den Vortrag in Kooperation mit der Universität Siegen präsentiert. Der Vortrag findet im Rahmen der 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien statt, die dieses Jahr von Lehrenden des Seminars für Anglistik und der Amerikanistik der Universität Siegen organsiert wird und dem Thema „Archiving America/American Archives“ gewidmet ist.  

Der Vortrag ist für alle Interessierte offen und kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ausstellungshinweis: „trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“

19. Juni 2025 bis 14. September 2025, NS-DOK, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

„Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und den rund 13 Millionen Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen im Reich unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten.

Doch sie sind »trotzdem da«: Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent.

Das Ausstellungsteam von »trotzdem da!« hat mehr als 20 Kinder aus verboten Beziehungen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden ausfindig gemacht. Die Ausstellung erzählt ihre Lebensgeschichten und beleuchtet ihre Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung in der Nachkriegszeit ebenso wie die Verfolgungsgeschichten ihrer Eltern.

»trotzdem da!“ ist ein Ausstellungsprojekt an der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Es wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.“
Quelle: NS-DOK, Ausstellungsseite

Regional relevant ist die Biografie von Ingelore Prochnow, die vom Konzentrationslager Ravensbrück in das Durchgangslager Siegen-Wellersberg kam. Informationen zu Ingelore Prochnow finden sich auch auf der Internetseite „Zum Feind gemacht“. Weiterlesen