Ausstellung „200 Jahre (Königliche) Bergschule – Vor 200 Jahren Unterrichtsbeginn“

Siegerlandmuseum, 18.2. – 15.4.2018

„Nach dem Wiener Kongress wird das Siegerland mit dem Königreich Preußen vereinigt. Unter der französischen Fremdherrschaft war der ehemals blühende Bergbau stark zurückgegangen und der preußischen Regierung war daran gelegen, den mit verschiedenen Mineralienvorkommen gesegneten Landesteil bergbaulich neu zu beleben. Der Geheime Oberbergrat Graf von Beust von der neu errichteten Oberbergamtskommission (später Königliches Oberbergamt) richtete 1815 einen Fragenkatalog an die amtierenden Revier-Bergmeister Engels, Jung, Stein, Doering, Menzler und Schmidt, wie dies zu realisieren sei. Eine Frage beschäftigte sich u. a. mit der Bildung von Unteroffizianten und Aufsehern im Siegerländer Bergbau. Es wurden neben den Bergbeamten, die an den Bergakademien studierten, junge qualifizierte Bergmänner gebraucht. Durch eine fundierte Ausbildung sollten sie anschließend Führungsfunktionen als Steiger oder untere Gruben- und Rechnungsbeamte ausüben. Anlässlich der ersten Generalbefahrung am 25.September 1816, an der außer dem Grafen Beust auch der Oberberghauptmann Gerhard aus Berlin teilnahm, wurde im Protokoll festgehalten: “Endlich wird noch empfohlen die Errichtung von Bergschulen, um Steiger auszubilden.“ Auch Oberbergrat J. P. Becher hielt es für nötig und zweckmäßig in Siegen eine Bergschule zu errichten. Weiterlesen →

Neue Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf: „Grenzbeziehungen.

Auf alten Handelswegen an der nördlichen Grenze des Siegerlands“

Dieser Hohlweg bei Müsen im Gebiet der sogenannten „Selgro“ zeigt eindrucksvoll, wie sich die jahrhundertelange Nutzung durch Fuhrwerke und Vieh und der abfließende Regen in den Boden eingeschnitten haben.

Entlang der alten Handelswege an der nördlichen Grenze des Siegerlands will die neue Sonderausstellung „Grenzbeziehungen“ im Museum Wilnsdorf ihre Besucher führen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Regionaleprojekt „Südwestfälische Eisenstraße“, dem Historiker Dr. Andreas Bingener und der Architektin Katrin Stein und war schon in anderen Siegerländer Kommunen zu sehen.

Informationstafeln, Fotos und geschichtliche Zeugnisse geben einen Überblick über den einstigen Handel mit Eisen und Stahl zwischen dem Fürstentum Nassau-Siegen und seinen Nachbarn im Bergischen Land und in der Grafschaft Mark. Die Ausstellung zeigt, dass ein „Gebück“ nur wenig mit körperlicher Tätigkeit zu tun hat, ein „Schlag“ keinen Angriff darstellen muss und eine „Hecke“ nicht zwangsläufig einen Garten umgibt.

Zusammen mit archäologischen Funden, die das Siegerland und seine Bevölkerung im Mittelalter vor Augen führen, ergibt sich das Bild einer geschäftigen Region mit Handelswegen, Landesgrenzen und Zollstationen, deren Hinterlassenschaften noch heute die Landschaft prägen, wenn man als Wanderer einmal genauer hinschaut. Weiterlesen →

Vortrag „Ins Bild gesetzt – Porträts und ihre Bedeutung für Dynastie und Politik der Oranier“

Einem besonderen kunsthistorischen Thema wird sich die neue Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 15. Februar 2018, widmen. Professor Holger Th. Gräf (Marburg) wird dann um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen die Bedeutung von Porträtgemälden für Dynastie und Politik der Oranier untersuchen.

Die Brüder Wilhelms I. von Oranien, die Grafen Johann VI., Ludwig, Adolf und Heinrich, um 1633-35 (Rijksmuseum Amsterdam)

Nach wie vor dienen zeitgenössische Porträts den Historikern meist dazu, ihren Protagonisten im Wortsinne „ein Gesicht zu geben“. Das heißt ihnen wird in der Geschichtsschreibung lediglich eine eher illustrierende Rolle eingeräumt. In der kunsthistorischen Forschung werden hingegen der Entstehungszusammenhang, die Auftraggeber, die Einordnung in die jeweils zeitüblichen Darstellungskonventionen und gegebenenfalls auch die ursprüngliche Zurschaustellung der Gemälde in Schlössern oder öffentlichen Gebäuden und damit ihre repräsentative Funktion stärker berücksichtigt. Hier nun setzt Vortrag an. Anhand unterschiedlicher Porträttypen (Herrscher- bzw. Staatsporträts, Gruppenporträts, Militär- und Feldherrnporträts, Reiterporträts und exotische Porträts) wird deren zeitspezifischer Entstehungszusammenhang und ihre daraus resultierende Funktion für die Dynastie und Politik der Oranier in den Niederlanden und den nassauischen Grafschaften dargestellt. Weiterlesen →

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften

Mo. 05.02.2018 – Mo. 23.04.2018,
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, Bad Berleburg

Es müssen nicht Hieroglyphen oder chinesische Bildzeichen sein, auch das Entschlüsseln und Entziffern der deutschen Schrift kann Entdeckerfreuden bereiten.
Anhand von lustigen, nachdenklichen und informativen Texten aus dem 16. und 20. Jahrhundert soll der Leser alter Handschriften trainiert und gefestigt werden. Wer alte Briefe, Alben, Verträge oder Kirchenbücher lesen können möchte, findet in diesem Kurs reichlich Übungsmöglichkeiten und Hilfen.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Eröffnung Educache „Auf den Spuren der Siegener Gestapo“

Heute, 14.00 – 15.30 Uhr
Treffpunkt: Kornmarkt, Rathaus Siegen, 57072 Siegen
Ralf Schumann, Stadtjugendring Siegen e.V./Jugendparlament der Stadt Siegen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heften sich fiktiv an die Fersen der Siegener Gestapo-Beamten und verfolgen diese auf ihrem Weg zu den Opfern des Nationalsozialismus in der Oberstadt.
Ein Educache ist eine „Schnitzeljagd“ mit Smartphone/Tablet, bei dem die Teilnehmenden immer wieder spezielle Daten, QR-Codes, Videos und Tondateien nutzen, um sich inhaltlich mit dem Schicksal der jeweiligen Personen zu befassen.
Übrigens: Die Tour wird ganzjährig angeboten. Beschreibung und Materialien können in der Kinder- & Jugendfreizeiteinrichtung „BlueBox“ kostenlos geliehen werden. Sie eignet sich für alle Altersgruppen ab 14 Jahren und eine Gruppenstärke von 1 bis zu 32 Personen.
Spätere Buchung und Infos unter info@bluebox-siegen .

Quelle: Begleitptogramm der Ausstellung „Deine Anne“

Buchvorstellung „Zwischen Fronterlebnis und Krankenfürsorge.“

Am kommenden Montag, den 29. Januar 2018, wird Christian Brachthäuser um 15.00 Uhr auch im Stadtarchiv Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring 5, 58636 Iserlohn, im Rahmen einer Lesung den neuen Sonderband der „Siegener Beiträge“ über den Lazarettzug T3 vorstellen.

Nach der Begrüßung durch Rico Quaschny, Leiter des Stadtarchivs Iserlohn, erfolgt die Lesung aus zeitgenössischen Quellen.

Tagung/Lehrerfortbildung „Region und außerschulische Lernorte“, 2./3.2.18

„Ziel der Fortbildungsreihe HISTORICA ET DIDACTICA ist es, Unterrichtenden des Faches Geschichte aller Ausbildungsphasen und Qualifikationsstufen aktuelle Fragen der historischen Forschung und der Geschichtsdidaktik vorzustellen. In anschließenden Workshops reflektieren die Referentinnen und Referenten zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht.

Die Tagung verfolgt zwei Schwerpunkte. Zum einen wird die Frage diskutiert, wie sich „klassische“ Inhalte der Lehrpläne regional thematisieren lassen. Region steht dabei zugleich exemplarisch dafür, wie sich sowohl „große“ Linien in der Region wiederfinden lassen, als auch regionale Besonderheiten, „Ungleichzeitigkeiten“ oder Abweichungen die Geschichte der Region/in der Region prägen. Dies soll an Beispielen von der Antike bis in die Gegenwart durchgeführt werden. Eine zweite Leitfrage der Tagung gilt Überlegungen, wie mit Hilfe von Geschichte „Region“ konstruiert wird. Auf welche Epochen, Elemente der Vergangenheit wird dabei besonders zurückgegriffen, wie und warum wandelt sich diese Konstruktion, welche unterschiedlichen Zugriffe gibt es heute? Diese Fragen sollen möglichst an Beispielen außerschulischer Lernorte diskutiert und die mit dem spezifischen Ort verbundenen Lernchancen herausgearbeitet werden.

Programm: Weiterlesen →

Gedenkstunden für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreisgebiet

1) Samstag, 27. Januar, 15 Uhr, Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld
Begrüßung: Bürgermeister Walter Kiß Ansprache: Pfr. Raimar Leng
Mitwirkung von Jugendlichen des Jugendtreffs Glonk Mitveranstalter: Stadt Kreuztal
2) In Netphen wird am Holocaust-Gedenktag der Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft durch die Nationalsozialisten gedacht. Die Gedenkstunde findet am Samstag, dem 27.01.2018 um 11:00 Uhr am Gedenkstein auf dem St.-Peters-Platz in Niedernetphen statt. Bürgermeister Paul Wagener wird eine Ansprache halten. Er wird besonders an die von Netphen deportierten und später ermordeten jüdischen Familien erinnern.

Eröffnung der Ausstellung „Arbeit hinter Gittern“

Wie fühlt es sich an, in einem Gefängnis zu arbeiten? Ehemalige Mitarbeiter der JVA Siegen haben gemeinsam mit Beschäftigten der Teilbibliothek Unteres Schloss der Uni Siegen eine Fotoausstellung installiert.

Arbeiteten früher in der JVA Siegen: Christian Janke und Rüdiger Zimmerman. Gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Mues eröffneten sie die Ausstellung (v.l.)

„Wenn man im Gefängnis arbeitet, fühlt man sich sicher und geborgen – solange man den Schlüssel in der Tasche spürt“ erzählt Michael Wulf. Er hat früher die JVA Siegen geleitet. Gitterstäbe, mehrfach verschlossene, schwere Metall-Türen, sechs Hochbetten auf engem Raum – das Gefängnis im Unteren Schloss war Wulfs Arbeitsplatz. Wenn er heute ins Gebäude kommt, erkennt er vieles nicht mehr wieder. Studierende sitzen lernend über Büchern mit Rechts- und Wirtschaftstexten. Sogar einen Aufzug gibt es mittlerweile. Was damals der Knast war, ist heute die Teilbibliothek Unteres Schloss der Uni Siegen. Weiterlesen →