Psychiatrie im Nationalsozialismus: Betroffene und Angehörige gesucht

„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die vom 8. November – 7. Dezember 2018 mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Teilbibliothek der Universität Siegen am Unteren Schloss zu sehen ist. Im Nationalsozialismus galten kranke und behinderte Menschen als Belastung für die sogenannte „Volksgemeinschaft“. Insgesamt wurden knapp 400 000 Menschen ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert und mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet.

Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) präsentiert sowohl die Geschichte von betroffenen Menschen als auch die von Tätern und schafft Berührungspunkte zu Einzelschicksalen.
Für die Gestaltung des Begleitprogramms suchen die Veranstalter Betroffene und/oder Angehörige, die vor dem interessierten Publikum von ihren Erfahrungen berichten. Zudem sind sie auf der Suche nach passendem Material, das in verschlossenen Vitrinen als Ergänzung zur Ausstellung präsentiert werden könnte.
Bitte melden Sie sich bis Freitag, 31. August, bei Frau Barth unter Tel. 0271/705-1901 oder per Mail an j.barth@kreisklinikum-siegen.de. Weiterlesen →

Ausstellung „Siegen im Postkartenformat“

Siegen Siegbruecke 1850 Jacob Scheiner

Historische Ansicht der Stadt auf dem Siegberg, gesehen von Westen, im Zustand von etwa 1850. Aquarell des Landschaftsmalers Jakob Scheiner von 1899. Diese Perspektive des Malers ist in Siegen als „Scheinerblick“ bekannt und wurde als Postkartenmotiv genutzt. In der Bildmitte der „Dicke Turm“ und das Untere Schloss (beide mit ockerfarbenem Verputz) sowie die weiß verputzte Martinikirche. Im Vordergrund der Fluss Sieg mit Siegbrücke. Im Bildvordergrund der Fluss Sieg mit historischer Siegbrücke. Dahinter, auf dem westlichen Sporn des Siegbergs, die evangelische Martinikirche (weiße Fassade) sowie das Untere Schloss mit „Dickem Turm“ (gelbe Fassaden). Von Jakob Scheiner [Public domain], via Wikimedia Commons.

Siegerlandmuseum, 22.7. – 9.9.2018

„Das Siegerlandmuseum verfügt über zahlreiche Postkarten mit Motiven aus Siegen und Umgebung. Sie zeigen die Entwicklung der Stadt in den vergangenen ca. 150 Jahren nach. Während die Postkarte das meist fotografisch wiedergegebene Bild der Stadt zeigt, haben Siegener Künstler ihre jeweils eigene Perspektive auf verschiedene Aspekte und Sehenswürdigkeiten der Stadt gerichtet. Die Konfrontation beider Sichtweisen ergibt ein drittes, wiederum neues Bild auf Siegen und Umgebung.“
Quelle: Siegerlandmuseum

32. Sitzung des regionalen Archivarbeitskreises in Bad Berleburg

Ein Schwerpunkt bildete die Vorstellung des Forschungs- und Publikationsprojekts „Zeitspuren 2“ durch den Siegener Histoirker Dieter Pfau M.A. Ebenfalls widmete man sich dem Stand der digitale Langzeitarchivierung im Kreisgebiet. Erste Pilotprojekte sind in zwei Archiven bereits in Vorbereitung. Die dauerhafte Sicherung von elektronischen Meldedaten war ein weiteres Thema, das wegen rechtlicher Vorschriften eine gewisse Dringlichkeit hat, über das die KollegInnen diskutierten. Aber nicht nur Forschungsprojekte oder drängende EDV-Fragen wurden beraten. Man widmete sich auch eine bestandserhälterischen Problem: dem Papierfischchen, das in Archiven im Kreisgebiet bereits nachgewiesen werden konnte. Die Planung für ein Publikationsprojektes des Arbeitskreises wurde schließlich weiter vorangetrieben, so dass im kommenden Jahr mit dem Erscheinen gerechnet werden kann.

Siegener Schülerinnenstreik 1969 in Lemgoer Ausstellung

Foto: Christiane Cantauw

In der Ausstellung „#mehralsdagegen. Schüler(protest)bewegungen 1968ff.“ wird auch der Streik der Schülerinnen des Staatlichen Mädchengymnasiums Siegen thematisiert.
Ein Ausstellungsblog gibt weitere, umfassende Informationen zur Präsentation. Das zur Ausstellung erschienene Faltblatt kann in den Bibliotheken des Stadtarchivs Siegen und des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein eingesehen werden.

Auf den Spuren Wilhelm Münkers – Naturschützer und Vorbild für Jugend und Gesundheit

Wilhelm Münker-Entdeckungstour
Sa. 07.07.2018, 14:00 Uhr – 16:30 Uhr
Treffpunkt: Jugendherberge Hilchenbach, Wilhelm-Münker-Straße 9.

„Der Fabrikant und Ehrenbürger Wilhelm Münker war ein begeisterter Wanderer, Heimatschützer, ein Vorbild an Zivilcourage und Mitbegründer des Jugendherbergswerkes. Er wurde nicht müde den Menschen die Schönheiten von Natur, Heimat und Menschsein nahe zu bringen und gegen drohende Gefahren zu kämpfen. Wir wandern den Lebensstationen entlang, die Wilhelm Münker und Hilchenbach verbinden.
Bitte festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung nicht vergessen!
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Lesung „Hoffnung auf ein besseres Leben“

Donnerstag, dem 21. Juni 2018, um 19 Uhr,
im Schalterraum der Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg, Poststr. 15

Heinrich Imhof liest aus „Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert“

Programm:

Eröffnung durch Sparkassendirektor Axel Theuer
Einführung durch den Kirchenhistoriker Dr. Ulf Lückel
Vorstellung und Lesung einiger prägnanter Teilkapitel durch den Autor

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausstellung „Landschaft, die sich erinnert“

10.06. bis 30.09.2018, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Thomas Kellner, Mundloch / Lochkamerafotografie (Heinrichshoffnung, Siegerland), 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Was ist Landschaft heute? Noch immer stellt man sich das ästhetische Ideal eines abwechslungsreich gestalteten Natur-, Agrar- und Siedlungsraums vor. Moderne Landschaften sind dagegen häufig ‚Nicht-Orte‘. Dort werden Spuren sichtbar – von ökonomischen Eingriffen, wechselnden Grenzziehungen, Flucht, Krieg oder von Zersiedlung und Bergbau.
Übrig bleibt Restnatur, in der Ruinen von geschichtlichen Ereignissen zeugen. Öde Landschaften, die von vergangener Gewalt sprechen, degradiert zu Material. Gleichzeitig werden (Kriegs-)Erinnerungen durch architektonische Monumente des 20. Jahrhunderts sichtbar verkörpert.
24 Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung bringen Landschaften zum Sprechen. Sie schaffen aktuelle Landschaftsbilder zwischen Fiktion, Sinnbild und Dokumentation und appellieren an unser Vermögen, diese zu lesen und zu entziffern – aber auch an unsere Imagination und unsere Fähigkeit, zu trauern.
Werke von:
Marianna Christofides, Luc Delahaye, Chloe Dewe Mathews, Lukas Einsele, Anca Benera und Arnold Estefán, Cyprien Gaillard, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Markus Karstieß, Thomas Kellner, Jan Kempenaers, Anselm Kiefer, Aglaia Konrad, Susanne Kriemann, Armin Linke, Richard Mosse, Andreas Mühe, Multiplicity, Paul Nash, Alexandra Navratil, Milica Tomić & Sans Souci Collective, Unknown Fields, Danny Veys, Paul Virilio und Kristof Vrancken. Weiterlesen →

#archivesmemory – siwiarchiv-Zitaträtsel Juni 2018 – 2. Versuch:

Zum heutigen Internationalen Archivtag startete siwiarchiv einen 2. Versuch des Zitaträtsels und beteiligt sich damit an dem Twitter-Event #archivesmemory:

“ ….Christian (nervös die Achselzuckend): Diese Biedermeierwirtschaft! Wo bleibt da die Disziplin?!
Hermann (lächelt nur nachsichtig)
Christian (nachdem er eine Weile verstimmt in seiner Korrespondenz gelesen hat): Was macht Else heute?
Hermann: Ich habe keine Ahnung, sie wird ausfahren wollen, ich sah, daß Otto den Motor ankurbelte. …..“

1) Wie heißen die Brüder mit Nachnamen?
2) Woraus stammt das Zitat?
3) Wer war der Autor des Textes?

Führung: „Villengarten und Bürgerpark. Restaurierung des innerstädtischen Gartendenkmals“

Samstag, 09.06.2018 – 14.00 Uhr, Treffpunkt: Eingang Weiße Villa
Kostenlose Führung zur Gartendenkmalpflege, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Referentin: Susanne Weisser, Freie Landschaftsarchitektin, Wuppertal

Unter dem Motto „Gartenraum – Sommertraum“ findet am zweiten Juni-Wochenende der Tag der Gärten und Parks statt. In diesem Jahr gehört auch Kreuztal mit Dreslers Park zu den Veranstaltungsorten dieser 2012 ins Leben gerufenen Initiative von „Kultur in Westfalen“ und Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die ganzjährig öffentlich zugängliche und mehr als 1 ha große Parkanlage in Kreuztals Mitte wird im Rahmen dieser Veranstaltung auf besondere Weise vorgestellt.

Das Projekt „Gärten und Parks in Westfalen-Lippe wurde initiiert, um die Vielfalt und Schönheit der über 600 kulturell bedeutsamen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe sichtbar zu machen und zu fördern.
Weitere Hintergrundinformationen sowie Aktuelles zum Tag der Gärten und Parks gibt es hier: www.gaerten-in-westfalen.de
Quelle: Stadt Kreuztal, 1.6.2018