Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte

Tag des offenen Denkmals am 8. September in Neunkirchen

Die Kapellenschule in Wiederstein hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Von 1759 bis 1953 wurden hier Kinder unterrichtet. Der Kuhhirte mit dem Dorfbullen und den Rindern lebte eine Zeitlang hier. Der CVJM wurde hier gegründet. Und auch eine Schulbücherei fand in dem historischen Gebäude Platz, ehe sich der Heimat- und Verschönerungsverein Wiederstein dem Gebäude Ende der 1980er Jahre annahm.


Wenn Gebäude erzählen könnten, würde es viele spannende Geschichten mehr geben. Das gilt nicht nur für historische Burgen oder Schlösser, auch viele der älteren Gebäude vor Ort haben abwechslungsreiche Zeiten erlebt. Dieser Geschichten-Schatz soll am Sonntag, 8. September, gehoben werden: Dann beteiligt sich die Gemeinde Neunkirchen am „Tag des offenen Denkmals“, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Der bundeweite Veranstaltungstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“.

Wer ein Denkmal nutzt oder sein eigen nennt, hat an diesem Tag die Möglichkeit, das Gebäude oder Monument für Besucherinnen und Besucher zu öffnen und zu zeigen und erzählen, was dieses Denkmal zu einem Wahr-Zeichen macht. Wer hat es erbaut? Was ist hier geschehen, wie ist es historisch eingebettet? Was macht es so besonders?

Der „Tag des offenen Denkmals“ zeigt, dass Denkmalpflege modern, kreativ und nachhaltig ist. Neunkirchen hat eine Reihe von Wahr-Zeichen, die Geschichte, Alltagskultur, das Leben vergangener Zeit und somit auch Denkmalpflege erlebbar machen. Teilnehmen werden in diesem Jahr fünf Akteure. Weiterlesen

Heute im Kreiskulturausschuss: Alte Synagoge Bad Laasphe, Ginsburg, „Zeitspuren“, „Eisenwald“ und Denkmalpflege

1) Alte Synagoge Bad Laasphe – Gewährung von Zuschüssen
„Der Verein „Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.“ (Verein) verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, das unter Denkmalschutz stehende, aber derzeit ungenutzte und baulich verfallende Gebäude der ehemaligen Synagoge der jüdischen Gemeinde Laasphe in der Bad Laaspher Altstadt zu restaurieren und zu einem kulturellen Zentrum als Dokumentati  onsstätte, Ort der Erinnerung, interreligiöser Begegnungsstätte sowie Lehr- und Bildungsort zu entwickeln. Bei dem Gebäude handelt sich um das einzige erhalten gebliebene Synagogenge bäude in Wittgenstein.
Die Planungen des Vereins sind dem Ausschuss ein erstes Mal in seiner Sitzung am 05.12.2022 vorgestellt worden. Bereits damals war von Vertretern des Vereins berichtet worden, dass von einem Kostenrahmen i. H. v. rd. 1,5 Mio. € für das Projekt auszugehen ist.
Die Planungen wurden zwischenzeitlich, insbesondere auch durch zeitaufwendige Abstimmungen mit den Denkmalbehörden der Stadt Bad Laasphe und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, vorangetrieben. Zwischenzeitlich liegt die denkmalrechtliche Genehmigung vor, ein Bauantrag befindet sich in Vorbereitung.
Die Gesamtkosten des Projektes werden nach aktuellem Stand rd. 1.460.000 € betragen. Weiterlesen

»Unter Wasser« – Die Chronik der versunkenen Dörfer Brauersdorf, Nauholz und Obernau von Dr. Peter Vitt

Am 22.08.2024 wurde in Netphen das lang erwartete Buch „Unter Wasser“ des renommierten Historikers Dr. Peter Vitt der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Werk, das in Zusammenarbeit mit der Stadt Netphen und der Sparkasse Siegen entstand, widmet sich auf 270 Seiten der bewegten Geschichte der drei Dörfer Brauersdorf, Nauholz und Obernau, die einst in der Idylle des Netpherlandes lagen und heute unter den Wassern der Obernautalsperre verschwunden sind.

© L. Reuter

Bei der Buchvorstellung waren auch einige Bürgerinnen und Bürger dabei, die damals in den besagten Dörfern lebten. Sie schwelgten gemeinsam in Erinnerungen und stellten fest, dass nicht jeder der Bewohner damals mit den Veränderungen einverstanden war. Im Buch kommt zwar nichts über den Bau der Obernautalsperre vor, jedoch vieles über die damalige Planung. Die Informationen stammen aus den handschriftlichen Aufzeichnungen der damaligen Lehrer, die noch im Archiv der Stadt Netphen aufbewahrt werden. Sehr schön wird in dem Buch auch beschrieben, wie die Menschen in den Dörfern vor über 100 Jahren zusammenlebten.
So liegt hiermit ein Buch vor, dass weder Fürsten noch Könige im Mittelpunkt hat, sondern es schildert den Alltag der Bewohner von drei Dörfern des Netpherlandes mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit erfreulichen Lichtblicken.
Es konnte beispielsweise recherchiert werden, dass der Name „Brauersdorf“ vom Brauen stammt und dass es bis zum Jahr 1680 in dem Dorf Brauersdorf eine Brauerei gab.
Das Buch ist zu einem Preis von 20€ erhältlich in Netphener Buchhandlungen sowie der Buchhandlung Hugendubel in der City-Galerie Siegen. Die Auflage beträgt 600 Bücher.
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Video: Ein Heiliger kehrt zurück: Peter Paul Rubens‘ „Gregor von Nazianz“


„Ein Herzstück der Gothaer Gemäldesammlung ist auf den Friedenstein zurückgekehrt: die Ölskizze „Der Heilige Gregorius von Nazianz“ des flämischen Malers Peter Paul Rubens (1577–1640). Die Geschichte des Gemäldes, das Rubens selbst im Jahr 1621 anfertigte, hat Kunstkrimi-Potenzial.
Wie gelangte die Skizze wieder nach Gotha? Warum kam sie überhaupt abhanden? Der Film gibt die Antworten. Eines schon mal vorweg: Dank der großzügigen Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung (EvSK) hat sie heute ihren ursprünglichen Platz im Herzoglichen Museum Gotha wieder eingenommen.“

Postalisches zum Siegener Stadtjubiläum auf dem Stadtfest

Siegen-Sonderstempel während des Stadtfests in Siegen und Autogrammstunde mit Marcus Chwalczyk


Das Jubiläum „800 Jahre Stadt Siegen“ wird vom 30. August bis zum 1. September 2024 auch im Rahmen eines Stadtfests gefeiert, zu dem die Stadt Siegen als Veranstalter mit über 200.000 Besuchern rechnet. Aus diesem Anlass wird am 31. August und am 1. September auch ein Event-Team der Deutschen Post Philatelie jeweils von 11 bis 18 Uhr anwesend sein und einen Sonderstempel mitbringen, der hervorragend zu dem hier ebenfalls erhältlichen Sonderpostwertzeichen „800 Jahre Stadt Siegen“ passt. Diese am 4. April 2024 erschienene Sonderbriefmarke ist in den Siegerländer Postfilialen bereits ausverkauft. Am 31. August wird auch Marcus Chwalczyk, der Entwerfer der offiziellen Sonderbriefmarke „800 Jahre Stadt Siegen“ anwesend sein. Er wird von 14 – 15 Uhr während einer Autogrammstunde die ihm vorgelegten Belege signieren, die mit „seiner“ Siegen-Briefmarke frankiert sind. Das Event-Team wird in dem Zelt zu finden sein, in dem sich auch die Stadt Siegen den Festbesuchern präsentiert. Standort ist der neue Bürgerpark „Herrengarten“, der am 30. August 2024 zu Beginn des Stadtfests eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben wird. Hier werden auch die Briefmarkenfreunde Netphen mehrere Schmuckumschläge, zwei Plusbriefe Individuell und einen Bogen mit 20 verschiedenen Briefmarken Individuell zum Kauf anbieten. Enthalten sind darin attraktive Motive aus der Stadt Siegen, die ihr Ehrenvorsitzender Wilfried Lerchstein entworfen hat. An ihn sind auch die Bestellungen der Interessenten zu richten, die nicht selbst das Siegener Stadtfest besuchen können. Unter https://suedwestfalenboerse.de/belegeprogramm/ ist das vollständige Belegprogramm einsehbar.
Kontakt: Wilfried Lerchstein, Heideweg 8, 57250 Netphen, Tel. 02737/1216 und Email: Lercwi@web.de

Ausstellung: Felix Höfer: „Siegen – Zeitschichten. Gestern · Heute · Morgen“


Anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums findet vom 26.8. bis 8.9.24 das „Museum der vierzehn Tage“ im Pop-Up-Store der Sparkasse in der Kölner Straße 28 statt. Felix Höfer – Kunstfotograf und Gründer der Instagram-Plattform baublog.siegen – zeigt zwei Wochen lang die schönsten Orte Siegens aus bekannten und besonderen Perspektiven, aber auch historische Vergleiche – klassisch und mit digitalen Möglichkeiten. Die Ausstellung richtet sich an Alt und Jung und ist kostenlos. Zusätzlich zur Ausstellung findet am 7. September um 17 Uhr eine Ausstellungsführung sowie ein Jubiläumstalk statt. Unter dem Motto „Siegen 800 – Eine Zeitreise zum Geburtstag” können sich alle Gäste zu ihren Ideen oder Visionen zur Stadt Siegen austauschen.
Quelle: Siegen800.de, Veranstaltungen

„Schuljahr 1924 – Ein Blick ins Klassenbuch“

Sonderausstellung in der Alten Vogtei in Burbach startet zum Vogteifest

Zum Vogteifest am heutigen Samstag und Sonntag, 24.08. und 25.08.2024 startet in dem alten Amtshaus eine neue Sonderausstellung. „Schuljahr 1924 – Ein Blick ins Klassenbuch“ lautet der Titel der authentisch-nostalgischen Sammlung, die die Besucherinnen und Besucher im Wechselausstellungsraum im ersten Obergeschoss auf einer Zeitreise 100 Jahre in die Vergangenheit mitnimmt. Ob alte Schulbank, Kreidetafel, Griffel, Tintenfass oder Rechenschieber – anhand ausgewählter Exponate wird der Schulalltag von anno dazumal anschaulich erlebbar gemacht. Ergänzt wird die visuelle und haptische Erfahrung durch Erläuterungstafeln, die erklären, wie Schule früher funktionierte. Die Sonderausstellung kann bis 10.11.2024 zu den üblichen Öffnungszeiten der Alten Vogtei besucht werden. Diese sind:

Mo.           geschlossen
Di. + Fr.    09.00 bis 16.00 Uhr
Mi.            09.00 bis 12.00 Uhr
Do.           09.00 bis 17.30 Uhr
Sa.            geschlossen
So.            14.00 bis 18.00 Uhr

Quelle: Gemeinde Burbach, Aktuelles

Schmick-Jubiläumswoche: Jacob Heinrich Schmick – Der Universalgelehrte aus Unglinghausen


Freitag: 30.08.24 ab 18.00 Uhr „Duffelnsabend“:
als Dorffest mit Schmankerln bspw. der eigens kreierten „Schmickadelle“ (Frikadelle teils mit Käse und Bacon ummantelt) und voraussichtlich einem „Schmicktail“ getauften Cocktail.

Sonntag: 01.09.24 – Festakt
Frühschoppen ab 10 Uhr, ab 14 Uhr findet die Begrüßung durch den Schirmherrn, Bürgermeister Wagener statt. Ferner wird es Vorträge für jedermann verständlich zur historischen, aber auch wissenschaftlichen Einordnung, Beiträge in Seejerlänner Platt, Ausstellung von Exponaten und vieles mehr geben. Kaffee und Kuchen, Grillwurst und Hüpfburg runden den Tag ab.

In den Wochen danach ist dann eine Ausstellungseröffnung im Heimatmuseum Netphen vorgesehen. Hier wird es anspruchsvollere Fachvorträge geben.

Vor 200 Jahren, genauer am 27. August 1824, wurde hier in Unglinghausen ein ganz besonders cleveres Kerlchen geboren, von dem man heute eigentlich viel zu wenig weiß. Jacob Heinrich Schmick begegnet man im Dorf nur durch die schwarze Gedenktafel an seinem Geburtshaus. Aber was sich hinter diesem Namen verbirgt, war und ist im Ort doch recht unbekannt. Anlässlich seines 200. Geburtstages hat sich der Bürgerverein Unglinghausen auf die Suche gemacht, etwas mehr über diesen Menschen zu erfahren. Als kleiner Einblick in seine bewegte Lebensgeschichte hier ein paar Stationen. Weiterlesen

Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid

Donnerstag, 29. August 2023, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

„Rückblick auf die Entstehung der Gartenstadt, die von vielen Künstlern mitgestaltet wurde. Besonders thematisiert werden die zahlreichen Kunstobjekte im Wohnumfeld der Gartenstadt aus den 1950/60-er Jahren. Erläutert wird auch das Ringen um die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung zur Sicherung der städtebaulichen Eigenart der einstmals ausgezeichnteten Siedlung.“

Wanderung: Auf den Spuren unserer Naturschutzgeschichte

Zu einem Streifzug durch 150 Jahre Naturschutzgeschichte lädt der Naturpark Sauerland Rothaargebirge ein. Warum sind Naturparke gegründet worden? Wer hatte die Idee? Welche Persönlichkeiten haben in den Naturschutzgebieten rund um die Oberndorfer Höhe ihre Spuren hinterlassen? Mit einigen Geschichtskenntnissen bereichert, schauen Sie am Ende gemeinsam mit Naturparkführerin Prof. Carola Becker in die Zukunft: In welche Richtung entwickelt sich der Naturschutz im Naturpark?

Gewandert werden ca. 3 Stunden (6 Kilometer). Die leichte Wanderung beginnt am 24. August um 13:30 Uhr am Start- und Zielpunkt Wanderparkplatz Oberndorfer Höhe (L 713, zwischen Heinsberg und Oberndorf, 57271 Hilchenbach). Um wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk wird gebeten. Die Wanderung ist für Kinder und Jugendliche kostenlos (6 bis 16 Jahre), für Erwachsene liegen die Kosten bei 5 Euro pro Person. Kinder unter sechs Jahre brauchen kein Ticket zu buchen.

Im Anschluss an die Führung am 24. August besteht eine Einkehrmöglichkeit.

Quelle und weitereInformationen zur Anmeldung: Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, Naturparkführungen