Das Schicksal der Kreuztaler Juden –

Jugendliche luden ein zur Ausstellung in den Kreuztaler Jugendtreff Glonk

ausstjudenkreuztalIm Anschluss an die alljährlich stattfindende Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am Fred Meier-Platz in Littfeld, nutzten viele die Gelegenheit, sich im Jugendtreff Glonk die Ausstellung zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation der jüdischen Kreuztaler Bürger anzusehen. Hierzu hatten die Jugendlichen, die auch die Gedenkfeier am Fred-Meier-Platz seit vielen Jahren aktiv mitgestalten, eingeladen.

Die Ausstellung, die von den Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv sowie einem Historiker erstellt wurde, veranschaulicht in Einzelbiografien das Leben und Schicksal der jüdischen Männer, Frauen und Kinder aus Littfeld und Krombach, die Opfer des Nazire- gimes wurden.

„Ich habe die Ausstellung, die im Zuge der Stolpersteinverlegung entstanden ist, im letzten Jahr besucht und finde es toll, dass die Jugendlichen den Gedenktag dafür genutzt haben, die Ausstellung noch einmal zu zeigen. Es ist bemerkenswert, wie sich die jungen Leute mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen und mit Aktionen wie dieser Ausstellung dazu beitragen, dass das grausame Schicksal der Menschen, die damals hier gelebt haben, nicht vergessen wird.“, so Bürgermeister Walter Kiß. Weiterlesen

Findbuch B 50 „Herzogtum Nassau – Landesbehörden betr. den Freien Grund Sel- und Burbach“ online

Die verzeichneten Akten Nassauischer Behörden betreffen

1) den Grund Seel- und Burbach, dessen Saynischer Anteil bereits 1798 der Fürstin von Nassau-Weilburg anfiel, während der Dillenburgische nebst dem Hickengrund erst 1806 an Nassau übertragen wurde
2) den 1815 provisorisch unterstellten Teil des Fürstentums Siegen.

Beide Gebiete gingen 1816 an Preußen über, die Akten wurden anschließend nach pertinenzmäßigen Gesichtspunkten ausgeliefert. Im Staatsarchiv waren sie bisher in den jetzt aufgelösten Beständen Burbach Anhang und Regierung Arnsberg A (Vorbehörden) verzeichnet; einige wenige Stücke waren in das sog. Siegener Landesarchiv gelangt. Die Herkunft aus diesen Beständen ist jeweils in der letzten Spalte angegeben.

Das vorliegende Findbuch B 50 Herzogtum Nassau – Landesbehörden betr. den Freien Grund Sel- und Burbach wurde im Jahre 2010 von Sabine-Ines Rauch mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Kleinere Korrekturen durch Thomas Reich.
Münster, den 12. Dezember 2013, Reich

Trauer um Martin Stücher

stuecher1Am Freitag, 24. Januar 2014, ist er nach langer Krankheit verstorben: Martin Stücher. Mit der Heimat- und Geschichtsarbeit hat er sich in Freudenberg in vielen Facetten befasst. Der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine war er als Mitglied im Redaktionsstab von „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) seit den 1970er Jahren sehr eng verbunden. Weiterlesen

Von den Stadtprivilegien zur Standeserhebung

Stadtarchiv Siegen widmet sich der Verleihung der Fürstenwürde für drei Grafen von Nassau-Siegen vor 350 Jahren

Die Bestätigung der Stadtprivilegien Siegens durch den regierenden Landesherrn Wilhelm Moritz Graf (ab 1664 Fürst) zu Nassau-Siegen. (Stadtarchiv Siegen, Best. Urkunden, Nr. 311)

Die Bestätigung der Stadtprivilegien Siegens durch den regierenden Landesherrn Wilhelm Moritz Graf (ab 1664 Fürst) zu Nassau-Siegen. (Stadtarchiv Siegen, Best. Urkunden, Nr. 311)

Rechtzeitig zum 350jährigen Jubiläum zweier wichtiger Ereignisse für Siegen widmet sich das Stadtarchiv in einem ausführlichen Onlineartikel der Erneuerung städtischer Privilegien am 7. Januar 1664 und der Erhebung dreier Grafen von Nassau-Siegen in den Reichsfürstenstand am 6. Mai 1664.

Besucher der Homepage www.stadtarchiv-siegen.de können ab sofort die Biografien zweier Angehöriger des Hauses Nassau-Siegen und deren Verdienste für die Niederlande im 17. Jahrhundert nachlesen. Nachdem bereits zwölf Jahre zuvor Johann Moritz als Regent des reformierten Landesteils und dessen Neffe Johann Franz Desideratus als Landesherr des katholischen Territoriums von Nassau-Siegen durch Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) mit dem Prädikat “Hochgeboren“ am 25. November 1652 in den Fürstenstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben worden waren, ließ Kaiser Leopold I. (1640-1705) die Fürstenwürde am 6. Mai 1664 auch auf die reformierten Grafen Georg Friedrich, Wilhelm Moritz und Friedrich Heinrich von Nassau-Siegen übertragen – übrigens mit dem Prädikat “Wohlgeboren“ und mit ausdrücklichem Verweis auf deren „angeborenen heroischen Tapferkeit und vortrefflichen Qualitäten“, wie es in der kaiserlichen Fürstungsurkunde heißt, die im Königlich Niederländischen Hausarchiv in Den Haag aufbewahrt wird. Weiterlesen

Vortrag „Vergesst nicht die Flüchtlinge dieser Welt“ –

Möglichkeiten und Grenzen einer Transformation des Denkmals „Deutscher Osten“ in ein Flüchtlingsdenkmal?´“
Dr. Hans Hesse, Köln und Ralf Witthaus, Crailsheim
Donnerstag, 30. Januar 2014, 19.30 Uhr
Ort: Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter
Gebühr: 3 Euro

denkmalostenSeit 1968 steht im Garten des Oberen Schlosses ein Denkmal mit der Inschrift „Vergesst nicht den Deutschen Osten“. Zwei spitz gegeneinander gestellte Dreiecke, eines größer, das andere kleiner, die deutsche Teilung symbolisierend, darauf drei Querbalken, den Buchstaben „E“ andeutend für das Wort „Einheit“. Es ist eines der über 1.200 Denkmäler in Deutschland, die an die Thematik „Flucht und Vertreibung“ erinnern. Es ist aber eines der vielen, deren Symbolik und – im Fall des Siegener Denkmals – deren Inschrift mitunter falsche Assoziationen wecken oder/und nicht mehr verstanden werden. Welcher Osten ist gemeint? Die ehemalige DDR? Weil nicht wenige Denkmäler dieser Art nicht mehr mit dem Grundgesetz übereinstimmen, mussten und müssen Veränderungen/Ergänzungen an ihnen vorgenommen werden. Weiterlesen

Eine Geschichte von Einmischung und Mitgestaltung in Siegen-Wittgenstein

Arbeitgeberverbände veröffentlichen ihre Nachkriegsgeschichte.

Im Jahr 2000 erschien unter dem Titel „Interesse und Verantwortung“ die Geschichte der

Autor Dr. Cornelius Neutsch (Mitte) von der Universität Siegen, Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal (rechts), Vorsitzender der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein und Geschäftsführer Joachim Schmidt-Classen (links) stellten den Fortsetzungsband der Verbandsgeschichte vor.

Autor Dr. Cornelius Neutsch (Mitte) von der Universität Siegen, Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal (rechts), Vorsitzender der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein und Geschäftsführer Joachim Schmidt-Classen (links) stellten den Fortsetzungsband der Verbandsgeschichte vor.

metallindustriellen Arbeitgeberverbände des Siegerlandes von 1912 bis 1933. Heute stellten die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen den Fortsetzungsband vor: „Einmischung und Mitgestaltung“ thematisiert die Entwicklung der Arbeitgeberverbände in Siegen-Wittgenstein seit 1945. Wie schon beim ersten Band konnte mit dem Historiker Dr. Cornelius Neutsch ein Wissenschaftler der Universität Siegen als Autor gewonnen werden. Weiterlesen

Günter Dick, St. Augustin: Metallbildhauer Prof. Otto Sticht (1901-1973) –

ein Künstler ohne Fortune? Sein künstlerisches Wirken geriet weitgehend in Vergessenheit.

Ein Beitrag aus dem „Siegerland“ Bd.90 Heft 2-2013, S. 244-267:
Sticht Siegerland 90-II-2013 S 244-267 (PDF, 5 MB)
Für die Wiedergabe dieses Beitrages gilt sowohl dem Autor als auch dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein Dank!

Lebensgeschichtliches Interview mit dem Siegener Altbürgermeister Ulf Stötzel:

Interview mit Siegens ehemaligen Bürgermeister Ulf Stötzel im Rahmen des Seminars „Historische Projektierung“ von Birgit Richter an der Universität Siegen im Wintersemester 2012/2013. Stötzel spricht über seinen Werdegang, den Bau der Obernautalsperre, und die Straßenbauprojekte A 45 (Sauerlandlinie) und die HTS in Siegen sowie über seine Zeit als Siegener Bürgermeister (Z. B. IKEA-Ansiedlung, Apollo-Theater, KrönchenCenter ….).

Interviewer, Schnitt, Konzeption: Tobias Arhelger
Kamera, Ton: Sergio Cuomo