Exkursion „Krombacher Schlag & Krombacher Brauerei“

Skizze: LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe

Skizze: LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe

Eine Veranstaltung auf der Eisenstraße Südwestfalen
Kreuztal, 04.07.15 14:30
Treffpunkt: wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Dr. Andreas Bingener (Historiker, Siegen)
Länge: ca. 3 km (bergab); anschließend Brauereibesichtigung
Anmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich
Tel. 02732 – 51-435 (Stadt Kreuztal, Herr Häusig)
Kosten: 18,50 €

Zwischen dem 15. und 17. Jh. war am Krombacher Schlag ein wichtiger Grenzübergang zwischen den Fürstentümern Nassau und Kurköln. Die „Dicke Buche“ sowie die Reste der alten Wallanlage und der ersten Kunststraße sind ein markantes Zeugniss für den einstigen Handel mit Eisen und anderen Gütern. Von der mittelalterlichen Route sind mehrere Hohlwege zu erkennen; Teile des Weges von Frankfurt über Siegen nach Hagen und weiter bis Amsterdam. Um 1780-90 wurde die erste mit Steinen befestigte Straße vom Kölschen Heck bis zur Kalteiche gebaut, heute Napoleonweg genannt. Die Entwicklung von den früh-mittelalterlichen Hohlwegen über die preußische „Chaussee“ zu den neuzeitlichen Provinzial- und Bundesstraßen (B 54) und zur heutigen Autobahn (A 45) ist am Krombacher Schlag besonders gut ablesbar, da alle Epochen dicht nebeneinander liegen. Weiterlesen

Erhebung des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen in den Fürstenstand

Ein Fund auf der Homepage des Kgl. Hausarchivs in Den Haag.

© Koninklijke Verzamelingen

© Koninklijke Verzamelingen

Johann Moritz, genannt der Brasilianer, war ein Enkel des Grafen Johann der Ältere, Bruder von Prinz Wilhelm I. Von 1637 bis 1644 war er Gouverneur der eroberten Besitzungen der niederländischen Westindien-Kompanie in Brasilien. Im Jahre 1647 wurde er Statthalter von Kleve. Mit dem Akt der Erhebung, wurde er von den Habsburger Kaiser Ferdinand III am 25. November 1652 in den Fürstenstand erhoben. Von dieser Zeit an hatte er Sitz und Stimme im deutschen „Reichsfürstenrat“ und das Recht auf den Titel ‚Prinz‘ zu verwenden. Durch diese Erhöhung versuchte der Kaiser mehrere Fürsten an sich zu binden.

Das Dokument, auf Deutsch geschrieben wird, ist in einem roten Samt-Band gebunden, mit einem anhängenden Lacksiegel in einem goldenen Kästchen. Das Futteral, in dem das Dokument gelagert ist, ist mit geprägtem Leder geschmückt.

Vor 125 Jahren: Otto Krasa geboren

Am 25. Juni 1890 wurde Otto Krasa geboren. Aus diesem Anlass widmet der Heimatverein Gosenbach Krasa als „Spatenforscher“, Eiserfelder Ehrenbürger und Schulleiter der Gosenbacher Schule eine Ausstellung in der Gosenbacher Heimatstube (28.6., 11-16 Uhr).
Ein Teil der regionalen Geschichtsforschung sieht Krasas Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1957 dient Anderen als Argument, Krasas Arbeiten in der Zeit des Dritten Reiches zu relativieren.
Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein verfügt über die Unterlagen zur Ordensverleihung an Otto Krasa. Der Vorgang  befindet sich in dem einschlägigen Aktenband „Bundesverdienstkreuze 1955-1962“ (Az.: 011-11/20). Er wurde PDF aufbereitet: BVKKrasa . Weiterlesen

Findbuch “Evangelischer Brüderverein” online verfügbar

Zu Beginn des Jahres hat das Archiv der evangelischen Kirche im Rheinland das Findbuch in deren Blog publiziert. Alles Wissenswerte zum Bestand findet sich im Blogeintrag bzw. im Vorwort des dort verlinkten Findbuches. Der Grund für den Hinweis auf diesen Archivbestand in siwiarchiv sind die Siegerland-Bezüge zu Personen (Wilhelm Reuter, Vorstand, Siegen 1937; Jakob Siebel, Evangelist, Eiserfeld; Walther Alfred Siebel, Freudenberg), zu einem der Arbeitsberichte der Brüder (Jakob Siebel, Eiserfeld) und zur Immobilie des Vereins im Siegerland (Haus Kaan in Marienborn bei Siegen).

„Freudenberg im Zeitgeschehen“ 1/2015 erschienen

Fiz115Die neue Ausgabe unserer Heimatzeitschrift „Freudenberg im Zeitgeschehen“ ist gerade aus der Druckerei gekommen und wird bald an die Haushalte verteilt.

„Das Ende des 2. Weltkrieges in Hohenhain“ lautet der Titel eines Artikels, den Heinz Fischbach für seinen Ort recherchiert hat. Bernd Brandemann lässt die Geschichte zunächst der Amts- und dann der Stadtsparkasse Freudenberg Revue passieren. Alfred Becker beschreibt den „hohen Besuch“ des NRW-Umweltministers bei der Bäreneiche zwischen Nieder- und Oberholzklau. Weiterlesen

Online: M Baales u.a.: „Werkzeuge der ersten Bauern im Siegerland“

Die Kurzbeschreibung einer endretuschierten Klinge aus Hornstein vom Typ Arnhofen und eines Feuersteindolchfragmentes vom bekannten Fundplatz Dreis-Tiefenbach (Netphen) von in der „Archäologie in Deutschland 3/2015“ (S. 49) liegt als PDF vor: Baales_et_al_2015_-_.

Dr. Lothar Irle – Schlaglichter auf dessen Kindheit.

Hier im Blog ist es um Dr. Lothar Irle etwas ruhig geworden. Der letzte Eintrag erschien vor gut einem halbem Jahr. Bereits vor knapp einem Jahr wurde hier ein Buch vorgestellt, dass ein Siegerländer Auswandererschicksal behandelt und den Schriftverkehr mit dem im Siegerland verbliebenen Verwandten beinhaltet.
Der Auswanderer ist Hermann Schneider, der Großvater Lothar Irles. In den Briefen Hermann Schneiders an die Familie seiner Tochter Emilie, Lothar Irles Mutter, finden sich in Hinblick auf Lothar Irle hauptsächlich hauptsächlich Belege für die Sehnsucht des Großvaters nach seinem Enkel sowie Hinweise auf übersendete Geschenke. Immerhin scheint ein Brief die wohl damals übliche, strenge Erziehung zu untermauern. In einem Schreiben Hermann Schneiders an seine Tochter vom 26. Mai 1907 (S. 124) heißt es: Weiterlesen