
Das Siegener Stadtarchiv ermöglicht Besuchern der städtischen Homepage jetzt mit einem neuen Online-Angebot, Einsicht in sein Inventar zu nehmen: Mit dem „Blick in die Bestände“ wird jeden Montag ein besonderes Einzelstück aus dem Archiv vorgestellt. „Ziel ist es, einen Eindruck der Vielfalt des Kulturgutes der Stadt Siegen und ihrer Geschichte zu vermitteln“, wie Siegens Stadtarchivar Dr. Patrick Sturm erläutert.
Zu den Beiträgen gehört beispielsweise ein Feldpostbrief aus dem Ersten Weltkrieg, den ein Siegener an seine Familie adressiert hat. Der mit Bleistift auf Karopapier geschriebene Brief aus dem Jahr 1915 beschreibt, wie sich die Lage am östlichen Kriegsschauplatz aufgrund einer Cholera-Epidemie entwickelt. Ein weiterer Beitrag zeigt den handgezeichneten Grundriss des Oberen Schlosses aus dem Jahr 1802, außerdem erfahren die Besucherinnen und Besucher online etwas über das älteste Dokument im Bestand des Stadtarchivs. In den kommenden Wochen werden weitere Schlaglichter, unter anderem auf die Grundsteinlegungsurkunde der Synagoge, das Kollektenbuch der Hohen Schule und die Chronik des TV Jahn Siegen, geworfen. Erreichbar ist die neue Angebot unter www.siegen.de/stadtarchiv.
Archiv der Kategorie: Regionalgeschichte
Online: Statut der freiwilligen Feuerwehr Hilchenbach-Dahlbruch (1909)
Vor kurzem hat die Universitäts- und Landesbibliothek Münster die Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr zu Dahlbruch vom 1. August 1909 online verfügbar gemacht.
Online: Publikation „Erinnerungsorte der Christlichen Demokratie in Deutschland“
In wenigen Wochen wird die CDU 75 Jahre alt. In einer aktuellen Publikation erinnert die Konrad-Adenauer-Stiftung an zentrale Orte der Christlichen Demokratie in Deutschland.

Es sind bis heute bekannte, bereits in Vergessenheit geratene oder auch weitgehend unbekannte Orte, die für Wegmarken und Wendepunkte in der Geschichte der CDU und ihrer Vereinigungen stehen. Ausgehend von dem historischen Ereignis werden die einzelnen Erinnerungsorte in ihrer Bedeutung für die Parteigeschichte vorgestellt.
„Man muß das Gestern kennen, man muß auch an das Gestern denken, wenn man das Morgen wirklich gut und dauerhaft gestalten will.“ Mit diesen Worten wies Bundeskanzler Konrad Adenauer nicht nur auf die Bedeutung historischen Wissens für die Gestaltung der Zukunft hin – er maß auch der Erinnerung an historische Ereignisse eine wichtige Rolle bei. Die Publikation soll für die Christliche Demokratie beides leisten: Ausgehend von der Darstellung zentraler historischer Orte und Ereignisse der Christlichen Demokratie in Deutschland wird deren Rolle im kollektiven Gedächtnis der Partei untersucht. Zugleich machen diese Erinnerungsorte auch die Identität und das Selbstverständnis der CDU als Partei deutlich, die regional gegründet wurde und bis heute in den Regionen tief verankert ist.
Diese Publikation soll einerseits der wissenschaftlichen Reflexion dienen, sie soll aber auch den Mitgliedern der CDU anlässlich des 75. Jubiläums der Gründung der Partei und anlässlich des 70. Jubiläums der Konstituierung der Bundespartei historische Orientierungspunkte geben. In diesem Sammelband werden insgesamt 22 Erinnerungsorte der Christlichen Demokratie näher beleuchtet, von denen sich viele aufeinander beziehen und zu „Erinnerungslandschaften“ verknüpfen lassen, die aber auch alle für sich allein gelesen werden können. Bei der „Reise“ durch die Orte der Christlichen Demokratie wünschen wir interessante Einblicke und manch neue Erkenntnis.
In der Publikation werden Orte in Soest, Essen, München, Berlin, Königstein im Taunus, Ahlen, Luxemburg, Düsseldorf, Bad Honnef-Rhöndorf, Goslar, Siegen, Erfurt, Paris, Wesseling, Burgscheidungen, Bonn, Kreuth, Ludwigshafen, Weimar und Hamburg erwähnt. Die Online-Version finden sie hier: CDUErinnerungsorte.
Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung, Pressemitteilung, 6.4.2020
Zeitschrift „Siegerland“ Heft 2/19 ist erschienen
Daniel Schäfer gibt Eräuterungen zur „Wallanlage Rübengarten bei Friesenhagen“. Gerhard Specht fragt, warum Graf Johann VIII. katholisch wurde. Konrad Schneider stellt „Währungsverhältnisse im Siegerland“ und den „Umlauf von Falschgeld“ zwischen 1819 uns 1837 in einen Zusammenhang. Horst Grafe stellt „Die Wittgensteiner Straße – eine preußische Chaussee. Teil 2“ vor.
Friedrich Fenster berichtet über die „Marienborner Hütte“. Karl Schmidt erinnert sich als Zeitzeuge, in seinem Beitrag „Kommunale Neuordnung – mit Verfallsdatum. Nebengeräusche und andere Töne“. Olaf Wagner präsentiert „Neue Funde und Befunde und virtuelle Rekonstruktionen der „Wasserburg Hainchen“. Eberhard Klein erläutert zum Schluss eine Postkarte, die auf einer Auktion gefunden wurde und den Steinbruch am Hohenseelbachskopf im Schnee zeigt.
Quelle: Siegener Zeitung, 4.4.2020, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Aktuelles
Online: Baupolizeiverordnung für den Regierungsbezirk Arnsberg (1910)
Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst die „Baupolzeiverordnung für den Regierungsbezirk Arnsberg vom 16. März 1910 nebst den zugehörigen Regierungspolizeiverordnungen“ online gestellt.
Paul Guder und Heinrich Hensgen – Kreisärzte während der „spanischen Grippe“ (1918 – 1920)
heutigen Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.
In Zeiten der aktuellen COVID-19- (Coronavirus SARS-CoV-2)Pandemie rücken die medizinischen Fachleute in den Mittelpunkt des Geschehens. Gilt dies auch für die Ärzte der großen Pandemie von 1918 bis 1920?
Im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein jedenfalls werden erst in jüngster Zeit die beiden Kreisärzten, die zwischen 1918 und 1920 in Siegerland und im Wittgensteiner Land wirkten, regionalgeschichtlich erforscht. Während Bernd Plaum erst vor kurzem in seinem Text zur „spanischen Grippe“ im Siegerland die Rolle des Siegener Kreisarztes Heinrich Hensgen würdigt, hat Dieter Bald schon vor längerer Zeit um Mithilfe bei der Erforschung der Biographie des Wittgensteiner Kreisarztes Paul Guder gebeten. Erstes Ergebnis dieses Aufrufes ist ein Wikipedia-Eintrag zu Guder.
Zu Heinrich Hensgen sind zurzeit die erforderlichen Archivrecherchen nicht möglich. Eine erste Zusammenstellung leicht greifbarer ergab folgendes: Weiterlesen
Publikationstipp: „Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte“
Die neu erschienene Publikation „Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte“ ist das Ergebnis eines dreijährigen Kooperationsprojektes von Architekt_innen und Sozialpädogog_innen der Universität Siegen mit der Wüstenrot Stiftung.
Das Buch beschreibt den komplexen Alltag in den Moscheen, die Prozesse ihres Entstehens und ihrer Anpassung an sich stetig wandelnde Bedürfnisse in der Migrationsgesellschaft. Die vielfältigen Funktionen und Bedeutungen der Moscheekomplexe werden mit teilnehmenden Beobachtungen, teilnarrativen Interviews, Bauakten, Zeichnungen und Fotografien analysiert. Es eröffnet eine neue Perspektive jenseits des oft eindimensionalen Bildes über Moscheen. Gleichzeitig schließt die Studie die Forschungslücke der fehlenden baulichen Bestandsaufnahme und Dokumentation und leistet einen Beitrag zur baukulturellen Anerkennung dieser spezifischen Orte.
Herz, Kathrin; Munsch, Chantal & Perels, Marko (2019): Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte. Herausgegeben von der Wüstenrot Stiftung.
ISBN: 978-3-96075-002-4
Die Publikation ist kostenfrei erhältlich auf https://wuestenrot-stiftung.de/publikationen/gemeindezentren-tuerkeistaemmiger-muslime-als-baukulturelle-zeugnisse-deutscher-migrationsgeschichte/
Quelle: Universität Siegen, Fakultät II, Aktuelles, 27.3.2020
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (5)
Ein Bericht des Amtlichen Wittgensteiner Kreisblatts vom 14. Dezember 1918:

s. a.
Zum Beginn der „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgestein (1)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (2)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (3)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (4)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (4)
Ein Bericht des Amtlichen Wittgensteiner Kreisblatts vom 30. Oktober 1918:

Zu. Joseph Häusle s. Seite „Josef Häusle“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. April 2019, 00:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Josef_H%C3%A4usle&oldid=187749051 (Abgerufen: 27. März 2020, 07:32 UTC)
s. a.
Zum Beginn der „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgestein (1)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (2)
Zur „Spanischen Grippe“ im Altkreis Wittgenstein (3)
Sanierungsarbeiten an der Martini-Kirche Siegen haben begonnen
„
Seit einer Woche arbeitet die Firma ‚Denkmalplan’ aus Körner im ersten Bauabschnitt an der Sanierung der Martini-Kirche Siegen, nachdem die Firma Feldmann aus Lennestadt das Gerüst gestellt hat.
Die Vorarbeiten und Vorbereitungen waren immens: ein aufwändiges Ausschreibungsverfahren, das mit Hilfe unseres hervorragend und sehr sorgfältig arbeitenden Architektenbüros Sonntag (Siegen) und eines hinzugezogenen Fachanwaltes durchgeführt wurde, die Absprachen mit der Stadt Siegen (Grünflächenamt, Straßenbauamt…) und mit der Universität Siegen, was die Absicherung der Außenanlage der Martini-Kirche angeht.
…..
Die Sanierungsarbeiten an der Kirche wurden …. nötig, weil sich sowohl sicherheitstechnische Probleme durch die an vielen Stellen marode Bruchsteinfassade ergeben hatten, als auch Wassereinschläge zu beobachten waren, die sich langsam in den Kirchenraum vorarbeiten.
Die Martini-Kirchengemeinde hat daraufhin ein Gutachten in Auftrag gegeben, Anträge bei Bund und Land, sowie beim Kirchenkreis Siegen gestellt, um die Finanzierung dieser Sanierung zu ermöglichen. Die Kosten belaufen sich laut des Gutachtens auf 800.000 €. Beim Anlegen einer Probefläche ist deutlich geworden, dass wir auch Überraschungen erleben können, die die Kosten ggf. noch einmal in die Höhe treiben werden, sodass wir mittlerweile mit gut einer Million € rechnen…..“
Quelle: Evangelische Martini-Kirchengemeinde, Siegen, Homepage
s. a. Martinikirche in Siegen …. Fördermittel des Bundes

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