Veranstaltung: „Der Weg nach Köln“. Theaterstück am Ohrndofer Schlag

Räuberpack und fromme Leute – FRids e.V. präsentiert Theaterstück am Ohrndorfer Schlag in Freudenberg

Das Stück „Der Weg nach Köln“ von Rainer Lutzki nimmt die Zuschauer mit ins 16. Jahrhundert, in die Zeit, in der einfache und fromme Menschen ebenso auf Reisen waren wie zwielichtige Gestalten… Zum Inhalt: Zwei Kinder werden auf die weite und gefährliche Reise nach Köln geschickt, um dort Waren zu verkaufen. Mutig machen sie sich auf den Weg, als am Ohrndorfer Schlag ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen scheint…

Vor Originalkulisse erwecken 11 jugendliche und erwachsene Schauspieler vergangene Zeiten zum Leben – Open-Air und live inszeniert an einem historischen Ort; diesmal im Hohlweg am Ohrndorfer Schlag. Er befindet sich in Büschergrund oberhalb des Schulzentrums im Wald Richtung Römershagen und ist einer der ältesten Durchgänge durch die Siegener Landhecke. Bis Ende des 14. Jahrhunderts verlief eine Variante der sogenannten Brüderstraße, einem alten Fernhandelsweg von Köln in Richtung Marburg, durch diesen Grenzübergang. Jahrhunderte lang wurden schwere Lasten mit Pferde- und Ochsenkarren auf diesem Weg transportiert, die Räder der Fuhrwerke gruben an manchen Stellen tiefe Spuren in den Boden und begünstigten so die Entstehung von Hohlwegen im Waldgebiet, so auch den Hohlweg am Ohrndorfer Schlag.

Aufführung: Samstag 26.06.2021, 12:00 Uhr
Es gibt für die Aufführung nur eine sehr beschränkte Teilnehmerzahl.
Ticketpreise 6 € Erwachsener / 4 € Kind.
Alle weiteren Infos erfolgen mit der Buchungsbestätigung.

Tickets können hier online erworben werden.

 

Quelle: FRids e.V., Homepage

Projekt „Alte Synagoge“ nimmt klarere Formen an

Christlich-Jüdischer Freundeskreis Bad Laasphe hat jetzt Siegener Architekten-Büro mit im Boot

Vor der Alten Synagoge an der örtlichen Mauerstraße stehen hier die Laaspher Rainer Becker und Günther Hachenberg sowie Christian Welter und Andreas Patzelt (von links) vom Architekten-Büro „projektplus“.

Nachdem für 1635 in Laasphe erstmals von einem schutzgeld-zahlenden Juden namens Nathan die Rede ist, gründet sich hier wohl um 1700 eine Jüdische Gemeinde, die sich 1752 eine detaillierte Ordnung gibt. Einige Jahre danach kauft die Gemeinde ein Haus an der Mauerstraße in der Lahnstadt und richtet darin eine Synagoge ein. Außer dem Betsaal findet sich hier auch ein Schulraum. Bei Umbauarbeiten 1871 wird der Betraum erweitert. 1938 wird die Synagoge in der Reichspogromnacht verwüstet, ihr Inventar zerstört. Kurz darauf muss die Jüdische Gemeinde das Gebäude verkaufen, aus dem nun eine Schlosserwerkstatt wird. Nur einige Daten, die deutlich machen, dass Juden drei Jahrhunderte lang zu Laasphe gehörten – bis zum 17. Mai 1943: Durch die Deportation von Max, Johanna, Hannelore und Ursula Präger verlässt die letzte jüdische Familie Laasphe. Das ist bis dato der Stand der Dinge in Bezug auf das jüdische Leben in Laasphe. Und dem muss das Projekt Rechnung tragen, das der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bad Laasphe seit 2019 verfolgt, nachdem sein jahrelanges Bemühen, die Alte Synagoge zu kaufen, endlich erfolgreich war: Ein Lern- und Begegnungshaus soll hier entstehen, das sich seiner Geschichte bewusst ist. Wobei die geplante Dauerausstellung nicht nur an die jüdischen Opfer der Nazi-Diktatur hier vor Ort erinnern wird. Weiterlesen

„Wittgenstein“ 1/2021 erschienen

Inhalt Heft 1 / 2021:
Frieda Claudy: Mai, S. 2
Bernd Stremmel / Detlev Rath: Kulturweg Eisen, S. 3
Roland Scholz: Die Geschichte vom kleinen Bleistift und dem Beginn großer Freundschaften, S. 6
Heinrich Imhof: Die Auswanderung von Wittgensteiner Inspirierten nach Amerika, S. 23
Hans Wied: Von dem Feudinger Kirchturmbrand im Jahre 1816, und dem nachfolgenden Pfarrhaus- und Turmneubau und einem Soester Büchsenmeister und Wanderglockengießer aus dem 16. Jahrhundert, S. 43
Holger Weber: Albertus Kuhlen – der Stammvater aller Kuhli. Führte eine handschriftlich „flapsige” Signatur zum Nachnamen?, S. 56

Aus der Region:
Jürgen Pospichal: Jahresbericht OHV Puderbach für 2020, S. 60

Vortragsankündigung: Katharina Jabs M.A. (Siegen): Vom Triumphzug über die Wandermenagerie zur Völkerschau. Die Zurschaustellung indigener Menschen in Europa.

Restart der Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 17. Juni 2021

Nach der Wiederaufnahme der Vortragsreihe „Siegener Forum“ findet die kommende Ausgabe am Donnerstag, den 17. Juni 2021, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle statt. Die Referentin Katharina Jabs widmet sich den Ursachen und Verläufen kultureller Kontakte außereuropäischer Menschen im deutschsprachigen Raum im frühen 19. Jahrhundert. Eine dieser Begegnungen trug sich im Sommer 1829 in der preußischen Provinz zu, als der Burbacher Pastor Georg Jakob Ludwig Reuß (1769-1832) in einem Bittbrief an Ludwig Freiherrn von Vincke in Münster um Unterstützung für den in Siegen zunächst in einer Wandermenagerie gegen Geld ausgestellten, dann aber befreiten Jacob Cannaba bat. Der „Südsee-Insulaner“ aus dem Pazifikraum war, wie Dokumente berichten, „wie ein wildes Thier, nebst wirklichen wilden Thieren, in einem Kasten umhergeschleppt“.
In dem Vortrag werden, neben diesem regionalen Beispiel, weitere Fälle der Zurschaustellung nicht-europäischer Menschen präsentiert. Die Art und Weise für diese ganz spezielle Form der Konfrontation des Bürgers mit dem Fremden und Exotischen bildete und etablierte sich über die Jahrhunderte hinweg und muss als ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft verstanden werden. Hierzu möchte der Vortrag eine Hilfestellung leisten. Weiterlesen

Möglichkeiten eines weiteren Standorts der LWL-Industriemuseen mit Blick auf die kulturhistorische Bedeutung der Eisenverhüttung in der Region des Siegerlandes

Antrag der FDP-FW-Fraktion für die heutige Kulturausschusssitzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe:

Quelle: FDP Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Homepage

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten eines weiteren Standorts der LWL-Industriemuseen mit Blick auf die kulturhistorische Bedeutung der Eisenverhüttung in der Region des Siegerlandes zu prüfen. Die Verwaltung wird im Kreis Siegen-Wittgenstein nach möglichen Kooperationspartnern suchen, mit denen sich eine erweiterte Darstellung der Industriegeschichte Westfalens umsetzten ließe.

Begründung: Weiterlesen

Mittelalterliche Pergamenturkunden und deren Erhaltung

Ein Beitrag zur Sicherung von Kulturgut im Stadtarchiv Siegen

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Stücke aus den Archivbeständen sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden. In der neuen Ausgabe stellt Siegens Stadtarchivar Dr. Patrick Sturm die mittelalterlichen Pergamenturkunden im Bestand A des Stadtarchivs vor, die zu den zentralen Quellen der städtischen Geschichte zählen, und erläutert das 2020 durchgeführte Drittmittelprojekt zu deren Erhaltung. Weiterlesen

Digitalisierung von Zeitungen in Nordrhein-Westfalen – Vorbereitungen für eine 3. Runde

Das Landesförderprogramm, das mit Erfolg zwischen 2017 und 2019 die erste Förderphase erlebt hat und seit 2020 in der zweiten Förderphase ist, soll in die Verlängerung gehen.

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

2017 begann ein Projekt, das mit Fug und Recht als ein erfolgreiches gelten kann. Seit Projektbeginn 2017 sind bis heute schon ca. 7,85 Mio. Zeitungsseiten von 690 Zeitungstiteln online gestellt worden. 2020 startete nach erfolgreichem Abschluss der ersten die zweite Förderphase.

Das Portal wird kontinuierlich bis Ende 2022 weiter ausgebaut, mit dem Ziel, bis dahin mindestens 14-15 Mio. Zeitungsseiten digital zur Verfügung zu stellen. Alle Digitalisate sollen außerdem bis zum Abschluss der zweiten Förderphase Ende 2022 im Volltext durchsuchbar gemacht werden. Weiterlesen

Wikipedia-Artikel zu Fritz Vitt (1885 – 1958)

Wittgensteiner Heimatbuch 1938
Wittgensteiner Heimatbuch 1938, Dieter Bald, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Ende Mai 2021 hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zum Wittgensteiner  Heimatforscher Fritz Vitt verfasst.
Im Berliner Bundesarchiv befindet sich unter der Signatur NS 12 (Hauptamt für Erzieher/Reichswaltung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes) Nr. 14451 eine Sachakte zu Fritz Vitt.