Räuberpack und fromme Leute – FRids e.V. präsentiert Theaterstück am Ohrndorfer Schlag in Freudenberg
Das Stück „Der Weg nach Köln“ von Rainer Lutzki nimmt die Zuschauer mit ins 16. Jahrhundert, in die Zeit, in der einfache und fromme Menschen ebenso auf Reisen waren wie zwielichtige Gestalten… Zum Inhalt: Zwei Kinder werden auf die weite und gefährliche Reise nach Köln geschickt, um dort Waren zu verkaufen. Mutig machen sie sich auf den Weg, als am Ohrndorfer Schlag ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen scheint…
Vor Originalkulisse erwecken 11 jugendliche und erwachsene Schauspieler vergangene Zeiten zum Leben – Open-Air und live inszeniert an einem historischen Ort; diesmal im Hohlweg am Ohrndorfer Schlag. Er befindet sich in Büschergrund oberhalb des Schulzentrums im Wald Richtung Römershagen und ist einer der ältesten Durchgänge durch die Siegener Landhecke. Bis Ende des 14. Jahrhunderts verlief eine Variante der sogenannten Brüderstraße, einem alten Fernhandelsweg von Köln in Richtung Marburg, durch diesen Grenzübergang. Jahrhunderte lang wurden schwere Lasten mit Pferde- und Ochsenkarren auf diesem Weg transportiert, die Räder der Fuhrwerke gruben an manchen Stellen tiefe Spuren in den Boden und begünstigten so die Entstehung von Hohlwegen im Waldgebiet, so auch den Hohlweg am Ohrndorfer Schlag.
Aufführung: Samstag 26.06.2021, 12:00 Uhr
Es gibt für die Aufführung nur eine sehr beschränkte Teilnehmerzahl.
Ticketpreise 6 € Erwachsener / 4 € Kind.
Alle weiteren Infos erfolgen mit der Buchungsbestätigung.
Tickets können hier online erworben werden.
Quelle: FRids e.V., Homepage

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Inhalt Heft 1 / 2021:
Nach der Wiederaufnahme der Vortragsreihe „Siegener Forum“ findet die kommende Ausgabe am Donnerstag, den 17. Juni 2021, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle statt. Die Referentin Katharina Jabs widmet sich den Ursachen und Verläufen kultureller Kontakte außereuropäischer Menschen im deutschsprachigen Raum im frühen 19. Jahrhundert. Eine dieser Begegnungen trug sich im Sommer 1829 in der preußischen Provinz zu, als der Burbacher Pastor Georg Jakob Ludwig Reuß (1769-1832) in einem Bittbrief an Ludwig Freiherrn von Vincke in Münster um Unterstützung für den in Siegen zunächst in einer Wandermenagerie gegen Geld ausgestellten, dann aber befreiten Jacob Cannaba bat. Der „Südsee-Insulaner“ aus dem Pazifikraum war, wie Dokumente berichten, „wie ein wildes Thier, nebst wirklichen wilden Thieren, in einem Kasten umhergeschleppt“.

