„Siegerländer Intelligenz-Blatt“ ist online einsehbar

Eine Ausgabe des Siegerländer Intelligenz-Blattes vom 7. Januar 1831, die Vorläufer-Zeitung ist ab sofort kostenlos online einsehbar. (Screenshot: Stadt Siegen)

Das Stadtarchiv Siegen hat in Kooperation mit dem Zeitungsportal NRW die Online-Stellung des Siegerländer Intelligenz-Blattes ermöglicht. Es steht im Zeitungsportal „zeit.punkt NRW“ zur freien Nutzung zur Verfügung. Nach der Digitalisierung der Zeitungsserie im Sommer 2020 und der anschließenden Datenaufbereitung durch die Universitäts- und Landesbibliothek in Münster steht das Vorgängerblatt der Siegener Zeitung seit dem 26. November 2020 im Zeitungsportal „zeit.punkt NRW“ kostenlos zur freien Nutzung zur Verfügung.

„Es freut uns sehr, mit der Online-Stellung des Siegerländer Intelligenz-Blattes über das Zeitungsportal NRW einen ersten Schritt in Richtung einer digitalen Benutzung unserer Archivbestände gegangen zu sein“, betont Stadtarchivar Dr. Patrick Sturm. Das Siegerländer Intelligenz-Blatt sei als zentrale Siegener Zeitung auch mit überregionaler Bedeutung eine wichtige Quelle für die historische Forschung zum 19. Jahrhundert. Weiterlesen

Fotokalender 2021 „Historisches Hilchenbach“: Kalender im Verkauf

Schönste Fotos in einer Ausstellung zu sehen

„Die Freude am Hilchenbacher Fotokalender reißt nicht ab. Auch in diesem Jahr haben die Mitarbeiterinnen der Touristik-Information erneut viele beeindruckende Einsendungen erhalten. Der Kalender für das Jahr 2021 läuft unter dem Motto „Historisches Hilchenbach“. So sind einige interessante historische Aufnahmen von alten Straßenumzügen, Hausansichten und schönen Plätzen in Hilchenbach eingereicht worden.

Die Mitarbeiterinnen der Touristik-Information freuen sich, dass auch bei der mittlerweile neunten Auflage das Interesse noch so groß ist und viele Bürgerinnen und Bürger mit einer Einsendung teilgenommen haben. Insgesamt sind über 120 eingesendete Fotografien von 21 Teilnehmern in der Touristik-Information abgegeben worden. Weiterlesen

Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2019“ erschienen

Umschlag des neuen Bandes mit dem Dolch aus dem Römerlager Haltern.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/S. Brentführer

„Ein römischer Dolch aus Haltern am See, der größte eisenzeitliche Waffenfundplatz Nordrhein-Westfalens auf dem Wilzenberg und ein Münzschatzfund aus dem 14. Jahrhundert zeigen, wie vielfältig die archäologische und paläontologische Landschaft Westfalens ist.
In der neuen Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2019“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erfahren Leser auch etwas über europäische Austauschnetze in der Steinzeit, Archäologie mit Sprengstoff und wiederentdeckte Kirchen. In insgesamt 79 Beiträgen informieren 98 Autorinnen über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und die größten Ausstellungen in Westfalen im Jahr 2019.

Auf 340 Seiten laden LWL-Archäologie für Westfalen und die Altertumskommission für Westfalen die Leser zu einer Reise zu den verschiedensten Fundplätzen und in verschiedene Epochen ein: Steinzeitliches aus dem Münsterland, Dolche im Ruhrgebiet und keltisches Eisen im Sauerland. Zehn Jahre Forschung seit Erscheinen des ersten Bandes der Reihe haben zu zahlreichen neuen Ergebnissen geführt. Daher war es an der Zeit, eine aktualisierte Neuauflage der großen „Zeittafel für Westfalen“ zu veröffentlichen. Die auch bei Studenten beliebte Übersicht liegt dem Band bei und kann wieder herausgenommen werden. Weiterlesen

Kalender „Denkmal des Monats 2021“ erschienen

Der Kalender „Denkmal des Monats 2021“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW/Regionalgruppe Südwestfalen ist da. Ab sofort kann er zum geförderten Preis von 11,00 Euro/Stück i erworben werden. Die Auflage ist auf 1.500 Exemplare limitiert.
In dem Kalender präsentieren die zwölf Mitgliedsorte der Regionalgruppe jeweils eins ihrer geschichtsträchtigen und glanzvollen Objekte. Jedes Gebäude wurde mehrfach fotografiert – die unterschiedlichen Perspektiven geben einen umfassenden Einblick und offenbaren zahlreiche Besonderheiten und Details. Ergänzt wird jede Fotoseite um ein Informationsblatt, welchem nicht nur die Geschichtsdaten des Denkmals zu entnehmen sind, sondern auch Hinweise auf weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt, auf die Erreichbarkeit der Örtlichkeit und auf Kontaktdaten von Ansprechpartnern. Diese Informationsblätter können für einen Besuch einfach herausgetrennt und mitgenommen werden. Weiterlesen

Historisches trifft Social Media.

Ein Gastbeitrag von Edgar Kuhly, Heimatmuseum Feudingen

Ursprünglich sollte in diesem Jahr im Feudinger Heimatmuseum eine große Fotopräsentation auf großen Fotowänden eröffnet werden.
In dieser Ausstellung sollten möglichst viele historische Fotos, die von der Arbeitsgruppe Chronik, Dokumentation und Ausstellungen anlässlich der in 2018 stattgefundenen 800 Jahr-Feier gesammelt wurden, ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. In wechselnden Ausstellungen sollten diese ca. 6000 digitalisierten Fotos einem breiten Publikum auf Fotowänden präsentiert werden.
Diese einzigartige Fotosammlung wollten wir nicht in den Sozialen Medien präsentieren, sondern vor Ort in unserem Heimatmuseum in einer Ausstellung, um so auch mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und somit auch Hintergründe und Meinungen zu erfahren.
Doch es kam anders. Weiterlesen

1. Exemplar des Heimatjahrbuches 2021 für den Kreis AItenkirchen ging an den Landrat.

„Das hat Tradition: Das erste Exemplar des Heimatjahrbuches für den Kreis AItenkirchen geht stets an den Landrat. Konrad Schwan, Vorsitzender des Kreisheimatvereins AItenkirchen, übergab das druckfrische Heimatjahrbuch 2021 an Landrat Dr. Peter Enders. 54 Autoren haben diesmal mitgewirkt und auf über 350 Seiten eine große Vielfalt von Geschichten aus dem AK-Land aufbereitet. Da geht es um die Wappen und Flaggen in der Verbandsgemeinde AItenkirchen-Flammersfeld, um die Peter-Hecker-Fresken in der katholischen Kirche Kreuzerhöhung in Wissen, die „Oberste Mühle“ in Hamm, den „vergessenen Lokschuppen“ in Scheuerfeld, Ansichtskarten aus dem Daadener Land oder um „Adliges Totengedenken in Friesenhagen“. Und das ist eben nur eine kleine Auswahl des Schaffens des Autorenteams. Natürlich fehlt die Jahreschronik von Sommer 2019 bis Sommer 2020 nicht. Und damit ist klar: Auch Corona ist hier Thema. Weiterlesen

Literaturhinweis: Matthias Plaga-Verse: „Neupietismus im Nationalsozialismus

Eine Quellenstudie zu neupietistischen Printmedien am Beispiel von »Der Evangelist aus dem Siegerland«
Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung Bd. 3
624 Seiten, Paperback, Format 21,0 x 14,8 cm, ISBN: 978-3-7858-0780-4

„Mit Tausenden von Mitgliedern waren die Siegerländer Neupietisten in den 1930er Jahren eine
„Massenbewegung“ und repräsentierten als gesellschaftlich einflussreiche Größe einen großen Teil des protestantisch-nationalgesinnten Lagers des Siegerlandes. Dennoch findet die Bedeutung der Gemeinschaftsbewegung in historischen Arbeiten zum Siegerland während des Nationalsozialismus bisher kaum Erwähnung.
Das im Titel angeführte Zitat von Matthias Claudius „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten“ – den jungen Wehrmachts-Rekruten 1935 von Walter Alfred Siebel auf der Rekruten-Abschiedsfeier im Vereinshaus Hammerhütte zugerufen – wirft die grundsätzliche Frage nach dem widerständigen Potenzial des Vereins für Reisepredigt in der NS-Zeit auf. War der Verein für Reisepredigt in der Bekennenden Kirche aktiv und dem Staat misstrauisch oder gar ablehnend gegenüber eingestellt, wie Jakob Schmitt in den 1950er und 1970er Jahren notierte? Oder hatten die retrospektiven Bewertungen des Schriftleiters und Präses apologetischen Charakter? An welchen Punkten konnten Bekenntnis- und Staatstreue in Einklang gebracht werden und wo gelang dies nicht? Neben der Beantwortung dieser und weiterer Fragen möchte diese Studie mit der Geschichte der Siegerländer landeskirchlichen Gemeinschaft das heterogene Gesamtbild der Evangelischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus exemplarisch um eine wichtige Facette ergänzen.“
Quelle: Verlagswerbung

s. a. Matthias Plaga-Verse: „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten.“

Per Flaschenzug in die Siegener Fürstengruft

Quelle: Hessisches Landesarchiv

Das Hessische Landesarchiv zeigte am 22. November auf seiner Facebook-Seite eine Zeichnung aus dem Jahr 1669, aus der ersichtlich wird, wie die Särge in die Siegener Fürstengruft eingebracht wurden. In einem umfangreichen Schreiben des Architekten Maurits Post an Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen in Kleve erläuterte er den Bau der Gruft. Dabei wird auch dargelegt, dass im Gewölbescheitel Ringe angebracht wurden, um per Flaschenzug die Särge in die dafür vorgesehenen Grabkammern zu heben.