Wittgenstein Heft 2/2015 erschienen

Inhalt:
wittgenstein215Florentine Goswin-Benfer (†): „Su gett’s“
Friedrich Goebel (†): Geschichte der Stadtschule zu Laasphe-Einführung von Eberhard Bauer
Ernst Imhof: Rhotazismus ee Wittjestäe: „s-r d-r t-r“ – Wos säll dos da häeße?
Hans Friedrich Petry: Der Goetheplatz von Bad Berleburg – eine kleine Historie
Holger Weber: Das Leben einer Laaspherin als Fürstin zu Nassau-Siegen: Sophie Polyxena Concordia zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein hätte sich Austern redlich verdient
Paul Riedesel/Susan Firestone: Vor dem Gesetz
Jochen Karl Mehldau: Girkhäuser Haus-Chroniken (Teil 3)

Rezension:
Heinrich Imhof: Reinhard Gämlich, Beiträge zur Familiengeschichte Hilchenbachs, Folge 27, Haus- und Familiennamen im Kirchspiel Müsen, Dahlbruch […], Hilchenbach 2014

Anm.: Aktualisiert 10.8.2015

Literaturhinweis: Frank M. Bischoff „Der Vergangenheit verpflichtet, die Zukunft im Blick

– Kolloquium des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Wilfired Reininghaus“. Veröffentlichung des LAV NRW 54.

FSReininghaus„Prof. Dr. Wilfried Reininghaus ist im April 2013 als Präsident des Landesarchivs NRW in den Ruhestand verabschiedet worden. Reininghaus hat in den vielen Jahren seines Wirkens, vor allem als Leiter des Staatsarchivs Münster (seit 1996) und ab 2004 als Präsident des Landesarchivs NRW, das staatliche Archivwesen Nordrhein-Westfalens geprägt. Als Historiker und Archivar vereint er in seiner Person eine umfassende geschichtswissenschaftliche Bildung mit einem ebenso breiten wie fundierten archivfachlichen Wissen. Das Abschiedskolloquium hat versucht, die vielen Felder, auf denen Wilfried Reininghaus tätig war und ist, in unterschiedlichen Sektionen durch Vorträge langjähriger Kolleginnen und Kollegen sowie von Weggefährten und Freunden abzudecken; dabei wurde auch dem biografischen Rückblick ein angemessener Raum gegeben werden. Die Sektion zu den Archiven im 21. Jahrhundert und die abschließende Podiumsdiskussion trugen der Tatsache Rechnung, dass Wilfried Reininghaus sich stets die Offenheit für aktuelle fachliche Entwicklungen bewahrt und diese Entwicklungen selbst auch maßgeblich gestaltet hat.“
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles

Uraufführung von Emma Goslars „Erika“ 1908 in Siegen

Eine Episode der Siegener Theatergeschichte in 2 Berichten der Siegener Zeitung:

Siegen, 4. Juni 1908:

„Am Freitag wird im Kaisergartentheater Wildes „Salome“ wiederholt. Vorher geht die Erstaufführung eines Dramas in 1 Akt von Frau Emma Goslar, Siegen, „Erika“ betitelt, das das Lebensschicksal einer jungen Waise behandelt, die an der zu dem verheirateten Bruder ihrer Freundin gefaßten leidenschaftlichen Liebe zugrunde geht. Der Schluss des Dramas soll von erschütternder Wirkung sein. Frau Goslar ist durch ihre Gedichte in den weitesten Kreisen bekannt und beliebt geworden und es ist anzunehmen, daß auch dieser ihr erster Bühnenversuch weitgehendes Interesse erwecken wird, zumal der Sohn der Dichterin Herr Julio Goslar zwei stimmungsvolle Lieder, ein Notturno und einen Walzer zu dem Drama komponiert hat. ….“

Siegen, 6. Juni 1908: Weiterlesen →

Oscar Robert Achenbach – ein Lebenslauf aus dem Januar 1938.

Quelle: Bundesarchiv Berlin, R 9361-V (Sammlung ehem. Berlin Document Center, Reichskulturkammer) Nr. 12335

Ansichtskarte "Gruß aus Siegen "( Kunstverlag Ma Siebel, Siegen, 1905), Quelle: Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung.

Ansichtskarte „Gruß aus Siegen “ (Kunstverlag Max Siebel, Siegen, 1905), Quelle: Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung.

Oscar Robert Achenbach war bereits Thema hier auf siwiarchiv. Die bis dahin ermittelten Daten ließen jedoch nur eine dürftige biographische Skizze zu. Die weiteren Recherchen förderten nun diesen maschinenschriftlichen Lebenslauf zu Tage, der nicht nur einige „weiße Flecken“ in der Biographie Achenbachs ausfüllt, sondern auch Auskunft über den politischen, nationalsozialistischen Werdegang Achenbachs gibt.
Der Lebenslauf war als Anlage einem „Fragebogen zur Bearbeitung des Aufnahmeantrages für die Reichsschrifttumkammer“, der auch als Antrag auf Beitragsbefreiung verwendet wurde, beigegeben. Der ausgefüllte Antrag enthält präzisere und weitergehende Angaben Achenbachs, die als Kommentare ergänzt wurden. Rechtschreibung, Zeichensetzung sowie Textgestaltung wurden beibehalten:

„Lebenslauf[1] Weiterlesen →

Otto Krasa im Gosenbacher Gemeinderat

– ein Protokollauszug vom 23. Mai 1947
StA Siegen Protokollbuch der Gemeinde Gosenbach 23.05.1947 Teil 2Der Gosenbacher Gemeinderat verhandelte in dieser Sitzung u. a. die Wiedereinstellung Krasas in die Gosenbacher Volksschule. Mit deutlicher Mehrheit wurde dies abgelehnt. Ein weiterer Beleg für die stufenweise erfolgte Entnazifizierung des Lehrers und „Spatenforschers“! Den vollständiger Verlauf der politischen Diskussion kann dieser Datei entnommen werden: ottokrasagosenbach1947 (PDF).
Kürzlich hatte das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein anlässlich des 125. Geburtstages von Otto Krasa die dort vorhandenen Akten zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Krasa hier im Blog veröffentlicht. Beide Publikationen stellen Archivunterlagen vor, die in den biographischen Forschungen zu Otto Krasa bisher noch nicht hinreichend gewürdigt wurden.

Ausstellung „Rudolf Fehling (1905-1989) – Eine Schenkung ans Siegerlandmuseum im Oberen Schloss“

Rudolf Fehling (1905-1989), "Segelboote", Tempera auf Papier (undatiert) , © Siegerlandmuseum im Oberen Schloss).

Rudolf Fehling (1905-1989), „Segelboote“, Tempera auf Papier (undatiert) , © Siegerlandmuseum im Oberen Schloss).

12. Juli bis 09. August 2015
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss, Siegen

Aus dem Nachlass von Erna Fehling und Susanne Volland erhielt das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss im Februar 2015 über 80 Arbeiten aus dem Werk von Rudolf Fehling. Geboren in Stadtlohn, wurde er von einem künstlerischen Elternhaus geprägt. Nach dem Abitur besuchte er die Kunstgewerbeschule in Kassel. Weitere Stationen waren die Werkschule in Köln und das Studium der Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Köln. Fehling gab dem Kulturleben der Stadt Siegen in den Nachkriegsjahren zahlreiche Impulse. 1948 war er zusammen mit Theo Meier-Lippe Mitbegründer der Malfachschule und arbeitete im künstlerisch-gestalterischen Bereich der Beruflichen Schule für Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein. Die Schenkung umfasst Zeichnungen, Gemälde und Plastiken aus den unterschiedlichen Schaffensperioden des vielseitigen Künstlers.

Günter Dick, St. Augustin: Feier in Gent zum 100. Jahrestag LZ 37-Absturzes

Günter Dick berichtet von der Gedenkfeier des Luftschiffabsturzes am 7. Juni 2015 in Gent: DickGentLZ37 .

s. dazu auf siwiarchiv:
1) „Aus dem Himmel, durch die Hölle, in´s Klosterbett.“
2) Günter Dick (St. Augustin): Luftschiff LZ 37 über Gent zerstört

100 Jahre Westfälischer Heimatbund

Bilder vom Festakt am in Münster


Der Westfälische Heimatbund feierte am 27. Juni 2015 sein hundertjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde der Westfalentag mit einem Festakt im Theater in Münster gefeiert, der Gründungsstadt des Verbandes.

Erstmals wurde dabei der von den Sparkassen in Westfalen und der Westfälischen Provinzial Versicherung gestiftete Innovationspreis für modellhafte Projekte in der Heimatpflege verliehen. In Diskussionen ging es um neue Herausforderungen; so zum Beispiel um die Frage, wie Migranten für ein Engagement in den Heimatvereinen gewonnen werden können. Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, sprach über „Grenzen überwinden und Menschen verbinden. Eine Aufgabe für die Heimatpflege.” und Unterstützungsmöglichkeiten für die ehrenamtliche Arbeit in Nordrhein-Westfalen sprechen.

Der Westfälische Heimatbund ist der Dachverband von etwa 530 Heimatvereinen in Westfalen. Er bündelt ehrenamtliche Aktivitäten der Heimatpflege Westfalens unter einem Dach.

Erhebung des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen in den Fürstenstand

Ein Fund auf der Homepage des Kgl. Hausarchivs in Den Haag.

© Koninklijke Verzamelingen

© Koninklijke Verzamelingen

Johann Moritz, genannt der Brasilianer, war ein Enkel des Grafen Johann der Ältere, Bruder von Prinz Wilhelm I. Von 1637 bis 1644 war er Gouverneur der eroberten Besitzungen der niederländischen Westindien-Kompanie in Brasilien. Im Jahre 1647 wurde er Statthalter von Kleve. Mit dem Akt der Erhebung, wurde er von den Habsburger Kaiser Ferdinand III am 25. November 1652 in den Fürstenstand erhoben. Von dieser Zeit an hatte er Sitz und Stimme im deutschen „Reichsfürstenrat“ und das Recht auf den Titel ‚Prinz‘ zu verwenden. Durch diese Erhöhung versuchte der Kaiser mehrere Fürsten an sich zu binden.

Das Dokument, auf Deutsch geschrieben wird, ist in einem roten Samt-Band gebunden, mit einem anhängenden Lacksiegel in einem goldenen Kästchen. Das Futteral, in dem das Dokument gelagert ist, ist mit geprägtem Leder geschmückt.