Zum Gedenktag des Wiesenbaumeisters Heinemann, geboren am 29. März 1859: Lebenslauf .
Archiv der Kategorie: Persönlichkeiten
Vortragsreihe „Die Zeit vergeht, die Uhren bleiben“
Das Freudenberger 4FACHWERK-Museum beherbergt in seinem Dachgeschoss eine prägnante Uhrenausstellung. Und das kommt nicht von ungefähr: Freudenberg kann auf eine bedeutende Uhrentradition zurückblicken. Als Begründer der „Freudenberger Uhrmacherkunst“ gilt Johann Peter Stahlschmidt (18. Juli 1751 – 6. Oktober 1833). Eine Reihe der Stahlschmidt-Uhren sind hier im Museum, das nur wenige Meter vom früheren Haus des Uhrmachers in der Oranienstraße 31 entfernt steht, zu bewundern.
Aktuell lädt der 4FACHWERK-Museums-Verein zu einer Vortragsreihe mit dem Uhrenhistoriker Ian D. Fowler ein. Der Experte für historische Zeitmesser, 1953 in Doncaster/England geboren, wohnte ab 1978 in Freudenberg und lebt heute in Friesenhagen (Kreis Altenkirchen), betreute die Uhren im Museum und gilt als einer der herausragenden Kenner der Stahlschmidt-Uhren wie des Uhrenhandwerks der Region.
Die Vortragsreihe beginnt am Mittwoch, 25. März 2015, 19:30 Uhr, im Museum. Ian D. Fowler stellt an diesem Abend dar, wie in Deutschland gegen Mitte des 18. Jahrhunderts die „bürgerlichen Uhren“ in Deutschland immer beliebter wurden und wie diese Mode auch ins Siegerland kam.. Weiterlesen
Aus dem Himmel, durch die Hölle, in´s Klosterbett .
Das „geschenkte Leben“ des Alfred Mühler.
Autor Günter Dick aus Sankt Augustin recherchierte u.a. die Geschichte der Familie van der Haegen aus Kreuztal. Sie war Mitte des 19.Jahrh.( 1847 ) aus dem Königreich Belgien in die damalig Preußische Provinz Rheinland ausgewandert.
Der Weg der Familie führte über mehrere, bisher aber im Siegerland unbekannt gebliebene Stationen in Westfalen letztlich ab 1869 bis nach Kreuztal, wo sie für rd. 100 Jahre dann sesshaft wurde. Heute gibt es von der Familie keine Nachkommen mehr in dieser Region. Die Enkel und Ur-Urenkelgenerationen leben heute verstreut in ganz Deutschland und in den USA.
Die Beschäftigung mit dieser Familiengeschichte führte den Autor dann auch zu den Ereignissen die vor 100 Jahren im Juni 1915 zum Tode von Otto van der Haegen, dem jüngsten und einzigen Sohn aus der Familie Jan Livien und Minna van der Haegen, geb. Siebel , führten.
Otto van der Haegen (1887-1915) aus Kreuztal war der im Siegerland bekannte Luftschiffkommandant , der vor dem Ersten Weltkrieg aus dem Zeppelin die ersten Luftbildaufnahmen seiner Heimatregion machte. Weiterlesen
Alma Siehoff-Buscher (1899-1944)
Bauspiel, Alma Siedhoff-Buscher, 1923
Die deutsche Kunsthandwerkerin, Tischlerin und Möbeldesignerin sowie Spielzeugentwerferin Alma Siehoff-Buscher wurde am 4. Januar 1899 in Kreuztal als Tochter eines Reichsbahnbeamten geboren. 1916 legte sie ihr Abitur in Berlin ab. In der Folgezeit studierte sie in Weimar, wo sie auch später wirkte. So hat die Gestaltung des Kinderzimmers im Weimarer Haus am Horn von Alma Siedhoff-Buscher eine wohl zufällige Beziehung zum Siegerland. In Burbach steht ein „Nachbau“ dieses Musterhauses des Bauhaus. Ab den dreißiger Jahren zog sie sich in das Familienleben zurück. Am 25. September 1944 ist Alma Siedhoff-Buscher während eines Bombenangriffes gestorben.Hier einige Links zur Biographie Siedhoff-Buscher: Weiterlesen
Findbuch zu den Handakten des Siegener Wiesenbaumeister Andreas Heinemann online
„Der nur 26 Akten umfassende Bestand ist 1980 zusammen mit Akten des Landratsamtes Meschede von der Verwaltung des Hochsauerlandkreises abgegeben worden (Zugang 9/80). Es handelt sich ausnahmslos um Handakten des Wiesenbaumeisters Andreas Heinemann in Siegen. Heinemann, 1858 geboren, war seit 1888 Kreiswiesenbaumeister und Lehrer an der Wiesenbauschule in Siegen, seit 1891 königl. Wiesenbaumeister. Er wurde 1924 in den Ruhestand versetzt (siehe Kr. Siegen Landratsamt 1548 Bd. 1 und Kr. Siegen Kreisausschuß-Personalakte 43). Die Akten beziehen sich auf die Tätigkeit Heinemanns im Kreis Arnsberg.“
Link zum Findbuch: Findbuch B 416a Wiesenbaumeister Siegen
Vincke-Brief in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Zu Beginn des Jahres rückte der erste preußische Oberpräsident, Ludwig von Vincke, in das das Blickfeld von siwiarchiv. In Kalliope, dem Verbundkatalog für Nachlässen und Autographen der Staattsbibliothek Berlin, fand sich nun der Hinweis auf einen in Bad Berleburg geschriebenen Brief Vinckes, der sich in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen unter der Signatur Aut. IX, 46 befindet. Die Neugier war geweckt. Das Brieftagebuch (Fotos) hat im Nachlaß Vinckes weist laut Dr. Burkardt, Landesarchiv NRW, als Empfänger folgende Personen aus: Still, Ritter oder v. Rank, Richter. Inhaltlich ist das Schreiben wenig bedeutsam. Friedrich Wilhelm IV und Elisabeth haben auf Ihrem Weg zum Kölner Domfest (4.9.1842) vorher Westfalen besucht. Der Aufenthalt in Münster vom 24.-26. August ist verbürgt.
Freundlicherweise genehmigte die Bremer Staatsbibliothek die Veröffentlichung der Scans, auf deren Grundlage Peter Kunzmann, Universitätsbibliothek Siegen, die folgende, zeilgengetreue Abschrift erstellte: Weiterlesen
Findbücher Oberpräsidium Münster online
Seit wenigen Tagen sind folgende Findbücher des Oberpräsidiums Münster online:
Herbert Krämer (1931 – 2015)
Siegener Kreisdirektor in „stürmischer Zeit“ (1964-1969)

Herbert Krämer, August 1960 (Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein Personalakte)
Herbert Krämer ist am 26. August 1931 als ältester Sohn des Bauunternehmers Paul Krämer und dessen aus Duisburg-Meiderich stammenden Ehefrau Margarete, geb. Böcking, in Freudenberg geboren.
Von April 1938 bis Ostern 1942 besuchte er die Volksschule in Freudenberg und von April 1942 bis Kriegsende die Oberschule für Jungen in Betzdorf/Sieg.
Nach Kriegsende wechselte er die Schule und besuchte von Januar 1946 bis März 1952 das Löhrtor-Gymnasium in Siegen. Dort bestand er am 10. März 1952 die Reifeprüfung. Vom Sommersemester 1952 an studierte er an der Universität in Bonn Rechts- und Staatswissenschaften. Die Rechtsgebiete Staats-, Verwaltungs- und Strafrecht interessierten ihn besonders. Während der Semesterferien war er bis zum Beginn des sechsten Semesters verschiedentlich als Werkstudent tätig; so arbeitete er zunächst als Hilfsarbeiter in einem großen Siegerländer Walzwerk, dann in der Hauptverwaltung der Schreib- und Büromaschinenfabrik „Siemag“ in Siegen-Eiserfeld und schließlich beim Finanzamt in Siegen. Nach dem vierten Semester war er zwei Monate lang zur informatorischen Beschäftigung beim Amtsgericht in Siegen. Weiterlesen
Literaturhinweis: Karl Kiem (Hrsg.): „Nobilitierte Hauslandschaft

Foto: Verlagswerbung
Zur Architektur der von Bernd und Hilla Becher fotografierten Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebiets“
Dresden 2015, 156 S., zahlreiche s/w Abbildungen
978-3-945363-14-0
„Die Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebiets haben durch die Fotos von Bernd und Hilla Becher internationale Berühmtheit erlangt. Die Gebäude stammen überwiegend aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert und dienten hauptsächlich den in der Siegener Eisenerzgewinnung und -Verarbeitung beschäftigten Arbeitern als Wohnhäuser. Während aber Bernd und Hilla Bechers Fotos weltweit zu den Sammlungen renommierter Galerien und Museen gehören, ist über die Entwicklung und Verbreitung der Fachwerkhäuser selbst wenig bekannt. Diesem Desiderat gehen in dem hier vorliegenden Band Autoren und Autorinnen aus den Bereichen Baugeschichte, Denkmalpflege, Kunstgeschichte, Architekturtheorie, Museumswesen und Politik nach. Der Bezugsrahmen reicht von bautypologischen, historischen, politischen, ästhetischen und religiösen bis hin zu biographischen und mentalitätsbezogenen Perspektiven. Es zeigt sich, dass die Siegener Fachwerkhäuser mit ihrer riegellosen Konstruktion nicht nur einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Fachwerkbauweise darstellen, sondern darüber hinaus auch ein Kulturgut von überragender Bedeutung sind.“
Quelle: Deutsche Nationalbibliothek
s. a. weitere siwiarchiv-Einträge zu Bernd und Hilla Becher
Klaus Dietermann referiert über Walter Krämer
Vortragsreihe Siegener Forum mit geändertem Beginn!
Vom 25. Januar bis 8. März ist im Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen am Obergraben 10 die Dokumentation „Walter Krämer – Arzt von Buchenwald“ zu sehen. Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung findet im Rahmen der Reihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, 19.02.2015, im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter eine Vortrag zum Leben Walter Krämers statt. Auf Wunsch zahlreicher Stammbesucher der Veranstaltungsreihe wurde der Beginn um eine Stunde vorverlegt, sodass Klaus Dietermann, Vorsitzender des Aktiven Museums Südwestfalen, bereits um 18.30 Uhr referieren wird.
In seinem Vortrag über den in Siegen geborenen Abgeordneten des Preußischen Landtags zeichnet Klaus Dietermann ein Bild vom Leben und Wirken des kommunistischen Funktionärs der 20er und 30er Jahre. Darüber hinaus geht er ausführlich auf die Jahre Krämers als Gefangener der Nazis in Gefängnissen und Konzentrationslagern seit dem Reichstagsbrand bis zu seiner Ermordung am 6. November 1941 ein. Den Abschluss bilden die zahlreichen Ehrungen Krämers in vielen deutschen Städten. So wurde erst im Dezember der Walter-Krämer-Platz in Siegen mit einem Denkmal eingeweiht.
Im Rahmen der Ausstellung finden sonntags jeweils ab 15.30 Uhr kostenlose Führungen im Aktiven Museum statt. Gleichzeitig zur Ausstellung erschien die 248-seitige Schrift von Klaus Dietermann und Karl Prümm „WALTER KRÄMER Schlosser – Politiker – Arzt von Buchenwald“. Weiterlesen

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