Am 25. Juni 1890 wurde Otto Krasa geboren. Aus diesem Anlass widmet der Heimatverein Gosenbach Krasa als „Spatenforscher“, Eiserfelder Ehrenbürger und Schulleiter der Gosenbacher Schule eine Ausstellung in der Gosenbacher Heimatstube (28.6., 11-16 Uhr).
Ein Teil der regionalen Geschichtsforschung sieht Krasas Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1957 dient Anderen als Argument, Krasas Arbeiten in der Zeit des Dritten Reiches zu relativieren.
Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein verfügt über die Unterlagen zur Ordensverleihung an Otto Krasa. Der Vorgang befindet sich in dem einschlägigen Aktenband „Bundesverdienstkreuze 1955-1962“ (Az.: 011-11/20). Er wurde PDF aufbereitet: BVKKrasa . Weiterlesen
Kategoriearchiv: Persönlichkeiten
Vorstellung der Tagebücher des Freiherrn Ludwig Vincke
22. Juni 2015, um 19 Uhr
im Veranstaltungssaal des LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster.
Mit einer Lesung aus den Tagebüchern der Jahre 1819 bis 1829, musikalischer Begleitung und vielen Ereignissen aus dem bewegten Leben des Oberpräsidenten Ludwig Freiherr Vincke (1774–1844) werden die von Hans-Joachim Behr edierten Bände 8 und 9 vorgestellt. Der Eintritt ist frei. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung des Vereins mit dem Landesarchiv NRW Abt. Westfalen und der Historischen Kommission für Westfalen. Weiterlesen
Dr. Lothar Irle – Schlaglichter auf dessen Kindheit.
Hier im Blog ist es um Dr. Lothar Irle etwas ruhig geworden. Der letzte Eintrag erschien vor gut einem halbem Jahr. Bereits vor knapp einem Jahr wurde hier ein Buch vorgestellt, dass ein Siegerländer Auswandererschicksal behandelt und den Schriftverkehr mit dem im Siegerland verbliebenen Verwandten beinhaltet.
Der Auswanderer ist Hermann Schneider, der Großvater Lothar Irles. In den Briefen Hermann Schneiders an die Familie seiner Tochter Emilie, Lothar Irles Mutter, finden sich in Hinblick auf Lothar Irle hauptsächlich hauptsächlich Belege für die Sehnsucht des Großvaters nach seinem Enkel sowie Hinweise auf übersendete Geschenke. Immerhin scheint ein Brief die wohl damals übliche, strenge Erziehung zu untermauern. In einem Schreiben Hermann Schneiders an seine Tochter vom 26. Mai 1907 (S. 124) heißt es: Weiterlesen
Video-Vortrag „Kein deutscher Lawrence.
Die militärischen Expeditionen im Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs“
Link zum Video auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung
„Der Historiker und Leiter des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts, Dr. Martin Kröger, referiert in seinem Vortrag über die deutschen Vorstellung zum Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs mit besonderem Blick auf die dort vertretene Revolutionierungsstrategie. Die Strategie, seit Beginn ein zentraler Bestandteil deutscher Kriegsaußenpolitik, habe zum Ziel gehabt, durch die „Aufwiegelung“ des (kolonialen) Hinterlands der deutschen Kriegsgegner diese zu schwächen und durch die Generierung zusätzlicher Fronten signifikante Kräfte der gegenerischen Armeen zu binden. Die Notwendigkeit einer solchen asymmetrischen Kriegsstrategie sei dabei unhinterfragt Konsens deutscher Politiker, Diplomaten und Militärs gewesen – wenn auch das konkrete Wissen über die Situation in den arabischen, kaukasischen und indischen Randregionen der globalen Reiche gering gewesen sei. Der Vortrag beleuchtet exemplarisch verschiedene deutsche militärische wie diplomatische Expeditionen und leitet daraus allgemeine Schlüsse über die deutsche Kriegspolitik ab.“
Kröger ordnet auch die Expedition des Hilchenbachers Fritz Klein ein.
Günter Dick (St. Augustin): Luftschiff LZ 37 über Gent zerstört

LZ 37-Denkmal auf dem Genter Westfriedhof.
Hinter der Grab-Bodenplatte von Obltn. Otto van der Haegen (Inschrift eingraviert auf der Bodenplatte) steht der Enkel des ehemaligen LZ 37-Maschinisten Carl Clauss, dessen Grab damals 1956 mit allen anderen deutschen Soldatengräbern aus WW I und WW II auf den deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo umgebettet wurde.
Enkel Gert-Rücker (74) besuchte gemeinsam mit Autor Günter Dick aus Sankt Augustin im September 2010 das Erinnerungsdenkmal. Hierbei wurde auch die Idee für eine dort notwendige Informations-Tafel angeregt.
Die Grabplatte von Kurt Ackermann-Berlin liegt verdeckt hinter dem Spitz-Buchsbaum. Foto: © Günter Dick
Vor 100 Jahren, in der Nacht des 7. Juni 1915 um 2. 30 Uhr wurde das Heeres-Luftschiff LZ 37 über dem Genter Ortsteil Sint Amandsberg vom brit. Piloten Warneford (23) mit Brandbomben vernichtet. Dies war im Ersten Weltkrieg das erste Mal und ist auch in dieser Art nie mehr so vorgekommen, dass ein Luftschiff in voller Fahrt von oben von einem Flieger abgebombt wurde.
Der Siegerländer Luftschiffkommandant Otto van der Haegen (*1887 in Kreuztal )und sieben weitere Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Lediglich dem Höhensteuermann Alfred Mühler widerfuhr eine wundersame Rettung, weil er beim Aufschlag der Führergondel auf das Dach eines Klosters herausgeschleudert wurde und im leeren Bett einer Nonne landete. Weiterlesen
Adolf Diesterwegs Wegweiser zur Bildung für deutsche Lehrer (1904) online
In den digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist diese Schrift des aus Siegen stammenden Adolf Diesterwegs nun online einsehbar.
Herausgeber Karl Wacker hat dem Text eine 58 Seiten umfassende Biographie Diesterwegs vorangestellt. Adolfs Diesterwegs Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 225. Mal.
Oscar Robert Achenbach (1882-1946?) – Schriftsteller, Journalist und Genealoge
Ein antiquarischer Zufallsfund, der sich nun in der Bibliothek des Kreisarchivs befindet, führte zu ersten Recherchen, deren Ergebnisse nun hier vorgestellt werden sollen. Weitere Recherchen sind zur Erarbeitung einer Lebensbeschreibung allerdings noch sehr nötig. Alle Hinweise – besten als Kommentar – sind willkommen.
Oscar Robert Christian Heinrich Achenbach
geb 29.7.1882 in Siegen, ev.
Eltern: Wilhelm Achenbach, Lokomotivführer, und Amalie geb. Winand
Beruf: Schriftsteller (Pseudonym: Marius), Journalist sowie Heraldiker und „rasseideologischer Genealoge, Verfasser von nationalsozialistischen Schriften“
Vortragsreihe „Historische Standuhren“ wird fortgesetzt
Am 27. Mai um 19:30 Uhr geht es weiter: Dann wird die Vortragsreihe
„DIE ZEIT VERGEHT, DIE UHREN BLEIBEN…“
zum Thema historische Standuhren fortgesetzt.
Dieser Vortrag des Uhren-Historikers Ian D. Fowler thematisiert besonders die berühmten Freudenberger Stahlschmidt-Uhren, von denen auch einige im Freudenberger 4FACHWERK-Mittendrin-Museum ausgestellt sind.
Ian D. Fowler wird seine Gäste im Dachgeschoss des Museums (Mittelstraße 4-6, 57258 Freudenberg) begrüßen, das als „Raum der Zeit“ mit dem Ticken und Schlagen der präsentierten Uhren über ein ganz besondere Atmosphäre verfügt. Weiterlesen
200. Geburtstag Gustav von Mevissens


von Valentin Schertle – 1848 Lithography of a painting by V. Schertle, scanned. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
Das Archiv des Liberalismus weist heute auf Gustav von Mevissen hin, der am 20. Mai 1815 in Viersen-Dülken geboren wurde. Als Unternehmer war er überwiegend im Rheinland tätig. Seine politische Karriere führte ihn allerdings in das Gebiet des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein. Er vertrat die beiden Altkreise (und das Amt Kirchhundem) sowohl vom 18. Mai 1848 bis zum 21. Mai 1849 in der Frankfurter Nationalversammlung als auch im Erfurter Unionsparlament vom 20. März bis zum 29. April 1850. Der in Siegen aktive Unternemehr Gustav Mallinckrodt hatte Mevissens Kandidatur unterstützt. Einziger Gegenkandidat scheint Adolf Diesterweg gewesen zu sein. Aufschluss über die politische Arbeit Mevissens im Siegerland gibt Hans Kruses Werk „Das Siegerland unter preußischer Herrschaft 1815 – 1915. Festschrift aus Anlaß der hundertjährigen Vereinigung des oranischen Fürstentums Nassau-Siegen mit Preußen“, Siegen 1915, S. 253 – 255. Weiterlesen
Der ehemalige Kinderspielplatz in der Siedlung „Vorderes Wenscht“ in Siegen
Dipl.-Ing Uwe Siekmann, LWL-Denkmalpflege in Westfalen (Münster), beschreibt das Denkmal wie folgt: „Wohnungsnahe und funktional gestaltete Spielplätze waren ein wichtiges städtebauliches und grünplanerisches Ziel beim Siedlungsbau der 1950er-Jahre. In der Siedlung „Vorderes Wenscht“ in Siegen entstanden in den Jahren ab 1953 Spielplätze für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen. Es gab den Reihenhäusern zugeordnete Spielflächen für Kleinkinder mit Sandkasten und Bänken sowie einen großen, mit Spielgeräten und Bolzplatz ausgestatteten Spielbereich für ältere Kinder am Nordrand des Dr.-Dudziak-Parks. Während diese Spielplätze nicht mehr vorhanden sind oder modernisiert wurden, ist der Spielplatz östlich des Hans-Böckler-Platzes neben dem Hochhaus weitgehend unverändert erhalten geblieben, allerdings wird er aktuell nicht mehr als Spielplatz genutzt. Eine Besonderheit dieses ehemaligen Spielplatzes sind die von der Bildhauerin Ruth Fay gestalteten Tierplastiken, die im Sandspielbereich aufgestellt sind und das Skulpturenprogramm ergänzen, das in der „Vorderen Wenscht“ von bedeutenden siegerländer Künstlern und Künstlerinnen wie Hermann Kuhmichel und Gertrud Vogd-Giebeler für die Akzentuierung des Freiraums geschaffen worden ist. … Weiterlesen

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