Weihnachtslieder von Dr. Lothar Irle

Ein Zufallsfund im Archivportal Europa: Im niederländischen Westfries Archief, Hoorn, befinden sich in der Sammlung C. Koemann Jr unter der Signatur 0778-321 Noten mit vertonten Weihnachtsgedichten Dr. Lothar Irles aus dem Jahr 1962. Die Vertonung hatte Melchert Schuurman, der in der niederländischen Wikipedia als Komponist und Kollaborateur bezeichnet wird, übernommen.

Die Lieder können hier mit freundlichen Genehmigung des Westfries Archief eingesehen werden: WFA-BIZHUB14102112060Irle

Buchhinweis: „Geschichte des Bergischen Landes. Bis zum Ende des alten Herzogtums 1806“

titelbergischDie „Geschichte des Bergischen Landes“ stellt die erste umfassende Gesamtdarstellung zur Geschichte der bedeutenden, im Südwesten an Westfalen angrenzenden Region in zwei Bänden dar. Während die ältere, 1958 publizierte „Bergische Geschichte“ nur die Zeit bis 1871 behandelt und sich im Wesentlichen auf die protestantischen Landesteile konzentriert, bietet die vorliegende Publikation erstmals einen umfassenden Blick auf die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in der gesamten Region von den ersten schriftlichen Überlieferungen im Frühmittelalter bis zur Wende zum 20. Jahrhundert. Das Buch behandelt das gesamte Bergische Land: das Gebiet des bergischen Städtedreiecks um Wuppertal, Solingen und Remscheid, den oberbergischen Raum und das südliche bergische Land bis zum Siebegebirge, den niederbergischen Raum und die alte bergische Residenzstadt Düsseldorf. Der vorliegende Band 1 behandelt die Zeit bis zum Untergang des alten Herzogtums im Jahr 1806. Der für das kommende Jahr geplante Band 2 wird die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts darstellen.

Das Werk vereinigt Beiträge unterschiedlicher Länge mit unterschiedlichen Funktionen: Längere Überblicksbeiträge ergänzen sich zu einer Gesamtdarstellung, die die Geschichte der Region im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit im Zusammenhang schildern. Vertiefungsaufsätze behandeln einzelne Schwerpunkte, die für das Bergische Land von besonderer Bedeutung sind: Agrargeschichte, Gewerbe, Adel und Stände, Bildungswesen und bergische Sprachräume. Spezialartikel stellen schließlich einzelne Persönlichkeiten und herausragende Erinnerungsorte des Bergischen Landes vor: das Kloster Altenberg, Engelbert von Berg, Konrad von Heresbach, Jan Wellem, den bergischen Pietismus und Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling. Weiterlesen

Buchtipp: Veltzke „Unter Wüstensöhnen. Die deutsche Expedition Klein im Ersten Weltkrieg“

vletzkekleinDie fast unglaubliche, aber reale Geschichte, die das Buch erzählt, führt den Leser an kaum bekannte entlegene Kriegsschauplätze des Ersten Weltkriegs: in das Osmanische Reich und das Reich des persischen Löwen. Und es führt den Leser zu den Ursprüngen brennender aktueller Themen der Gegenwart: der Kampf ums Öl, „Heiliger Krieg“, die Konflikte auf der arabischen Halbinsel und im Iran oder die Frage eines deutschen Militäreinsatzes im orientalischen Raum.
Unter der Leitung von Hauptmann Klein (1877-1958) und seinem jüdischen Adjutanten Leutnant Stern (1883-1972) gelingt es einer deutschen Expedition gemeinsam mit arabischen und persischen Stammeskriegern einen erfolgreichen Entlastungskrieg gegen weit überlegene britische und russische Truppen zu führen und die britische Pipeline am Persischen Golf zu sprengen.
Aber die Begegnung mit fremden Kulturen verändert das Leben Hauptmann Kleins grundlegend und macht ihn zum entschiedenen Kritiker des europäischen Imperialismus. Weiterlesen

Ausstellung „Playing Lawrence on the other side.“

Die Expedition Klein und das deutsch-osmanische Bündnis im Ersten Weltkrieg“. Sonderausstellung im Preußen-Museum NRW Wesel

Major Fritz Klein wurde am 15. Januar 1877 in Hilchenbach geboren (lt. Geburtsurkunde des Standesamts  Müsen)

Major Fritz Klein wurde am 15. Januar 1877 in Hilchenbach geboren (lt. Geburtsurkunde des Standesamts Müsen)

Das Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen in Wesel entreißt eine der ungewöhnlichsten Orientexpeditionen des Ersten Weltkriegs dem Vergessen. Die Expedition Klein, die in den Irak und nach Persien führte, war die vielseitigste aller deutschen Expeditionen des Ersten Weltkriegs auf dem Boden des Osmanischen Reiches und seiner angrenzenden Nachbarstaaten. Wie in einem Brennpunkt bündelt diese Expedition die politischen, kulturellen und militärischen Beziehungen Deutschlands zum Vorderen und Mittleren Orient. Die denkwürdige Geschichte dieser Expedition unter dem Kommando des preußischen Hauptmanns und osmanischen Majors Fritz Klein ist deshalb in alle Bereiche der Ausstellung eingewoben. Weiterlesen

Walter-Krämer-Platz in Siegen nun offiziell eingeweiht

v.l.n.r.: Betram Müller (Kreisklinikum Siegen), Prof. Dr. Christian Brockhaus (Jury-Vorsitzender), Paul Breuer (Landrat a. D.), Erwin Wortelkamp (Künstler), Steffen Mues (Bürgermeister Stadt Siegen), Andreas Müller (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein)Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein

v.l.n.r.: Betram Müller (Kreisklinikum Siegen), Prof. Dr. Christian Brockhaus (Jury-Vorsitzender), Paul Breuer (Landrat a. D.), Erwin Wortelkamp (Künstler), Steffen Mues (Bürgermeister Stadt Siegen), Andreas Müller (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein)
Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein

Gestern wurde der Walter-Krämer-Platz in Siegen offiziell seiner Besttimmung übergeben. Zur Entstehungsgeschichte des Platzes s. folgende Einträge auf siwiarchiv.
Westfälische Rundschau, 11.12.14 
Link
zum Podcast von Radio Siegen v. 10.12.2014

Ist das Leben eines Archivaren eine Einbahnstraße?

Porträt 0351

Vorgestern stellte Prof. Dr. Reininghaus im Siegener Forum die Biographie von Friedrich Philippi, vor, die nun wahrlich keine Einbahnstraße war. Neben dem Dreiklang Archivar-Historiker-Hochschulprofessor trat seine Bedeutung als Archäologe hinzu. Salopp verkürzend darf man vielleicht sagen: Philippi brachte die Römer nach Westfalen.
Die Herausgabe der beiden Bände des Siegener Urkundenbuchs – besser eigentlich: Siegerländer Urkundenbuch – legten die Grundstein für die wissenschaftliche Erforschung der regionalen Geschichte – bis in die Jetztzeit. Zu diesem Zweck war er mit den wichtigsten Siegerländern Forschern vernetzt: Achenbach, Kruse, Heinzerling etc.

Ulrich F. Opfermann: Justus Weihe (1891-1980)

Landrat des Kreises Siegen 1936-1939 und 1941-1944

Justus August Jakob Alexander Hellmut Weihe wurde am 10. März 1891 als jüngster Sohn des preußischen Richters und konservativen Abgeordneten Hermann Weihe und dessen Frau Laura Maria Emilie Henriette, geborene Steinmeister, in Bünde (Westfalen) geboren. Justus Weihe besuchte in Bünde die Volksschule, dann die Lateinschule und nach dem Umzug der Familie nach Kassel – der Vater war jetzt Amtsgerichtsrat – ein Gymnasium. Die Familie repräsentierte in der sozialen Hierarchie die obere bildungsbürgerliche konservative  Mittelschicht und ein klassisch preußisch-protestantisches Beamten- und Juristenmilieu. Ein Großvater war ebenfalls Richter, die Brüder der Mutter Regierungsbeamte im höheren Dienst.[1] Weiterlesen

Berliner Kunstgewerbemuseum setzt Zeichen

Sammlungs-, Kompetenz- und Ausstellungszentrum für Mode in Berlin dank Hilfe von Franz von Lipperheide aus Berleburg

Sommerkostüme und Promenadenkleid um 1900 in der Modegalerie des Kunstgewerbemuseums. © Berlin, Kunstgewerbemuseum / Achim Kleuker

Sommerkostüme und Promenadenkleid um 1900 in der Modegalerie des Kunstgewerbemuseums. © Berlin, Kunstgewerbemuseum / Achim Kleuker

Mit seiner Wiedereröffnung rückt das Kunstgewerbemuseum als ältestes Museum seiner Art in Deutschland neben seinen großartigen Schätzen des Mittelalters und der Renaissance nun auch das 20. Jahrhundert stärker in den Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der umfangreichen Modesammlung.
Ab 22. November 2014 präsentiert das Kunstgewerbemuseum seinen bedeutenden Bestand an Mode und Accessoires des 18 bis 20. Jahrhun-derts der Öffentlichkeit. Grundlage der neuen Modegalerie bildet die 2009 angekaufte internationale Sammlung von Martin Kamer und Wolfgang Ruf. Von Reifröcken und Roben des 18. Jahrhunderts bis hin zu Kleidern von Coco Chanel und Yves Saint Laurent wird der Wandel der Moden in Europa gezeigt. In abgedunkelten Räumen mit eingebauten Großvitrinen kann der Besucher an rund 130 Kostümen und ebenso vielen Accessoires wie an einer Schaufensterpassage entlang flanieren. Berlin erhält damit zum ersten Mal eine thematisch umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.
Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin: „Worth, Vionnet, Chanel, Dior, Yves Saint Laurent, Versace: Ab heute ist im Kunstgewerbemuseum am Kulturforum das “Who’s Who“ der klassischen Modedesigner versammelt. Mit mehr als 100 Kostümen und ebenso vielen Accessoires – vom Hut bis zum Schuh – präsentieren wir in unserer neuen Dauerausstellung drei Jahrhunderte europäischer Modegeschichte.
Der neue Schwerpunkt des Kunstgewerbemuseums bietet auch die Möglichkeit einer langfristigen Standortprofilierung für das gesamte Kulturforum als Sammlungs-, Kompetenz- und Ausstellungszentrum für Mode im Herzen Berlins: Im Zusammenspiel mit anderen hier angesiedelten Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin – vor allem der Kunstbibliothek mit der „Sammlung Modebild. Lipperheidesche Kostümbibliothek“ – entsteht ein Ort, an dem Modegeschichte vielfältig erlebbar ist.“

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Pressemappe v. 20.11.2014

s. a. Lipperheide-Lebenslauf auf siwiarchiv