Vortrag: »Staatsarchivdirektor Prof. Friedrich Philippi (1853-1930) und das Siegener Urkundenbuch«

12 Pressefoto ReininghausMit einem besonders hochkarätigen Vortrag zur Geschichtsschreibung des Siegerlandes beendet das „Siegener Forum“ seine diesjährige Veranstaltungsreihe. Angesprochen werden nicht nur professionelle Historiker sondern alle Interessenten an der Geschichte der hiesigen Region. Am Donnerstag den 4. Dezember wird Professor Wilfried Reininghaus aus Münster Leben und Wirken des Staatsarchivdirektors Fridrich Philippi vorstellen und insbesondere auf dessen Bedeutung für das Siegerland eingehen.

Friedrich Wilhelm Philippi (1853-1930) hat wie kein anderer in der wilhelminischen Zeit die landesgeschichtliche Forschung in Westfalen geprägt. Als Leiter des Staatsarchivs Münster von 1897 bis 1921, als Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen und der Altertumskommission hat er zahlreiche Projekte angeregt und geleitet. Als Honorarprofessor der Universität Münster gab er sein Wissen an Studierende und Doktoranden weiter. Und auch für die historische Forschung des Siegerlandes kommt Friedrich Philippi überragende Bedeutung zu. Das von ihm 1887 und 1927 in zwei Abteilungen herausgegebene Siegener Urkundenbuch zählt nach wie vor zu den unverzichtbaren Standardwerken der regionalen Geschichtsschreibung. Weiterlesen

Neues vom Walter-Krämer-Platz in Siegen


„…. Im November 2014 wurde der Walter-Krämer-Platz am Siegener Kreisklinikum fertiggestellt. Auf dem vom Künstler Erwin Wortelkamp gestalteten Platz sind mehrere Elemente zu sehen, die das Leben und Wirken Walter Krämers künstlerisch würdigen. Eine Stele aus Beton zeigt Krämers Konterfei, ein Spruch auf dem Boden leitet die Besucher in das Kreisklinikum: „Die Sorge für den anderen siegt über die Sorge um sich selbst.“ – Emmanuel Levinas. ….“ – so stellt der Wikipedia-Eintrag ( v. 18.11.2014, 10:51) den aktuellen Sachstand dar.
Über eine inoffizielle Einweihungsfeier berichteten die Westfälische Rundschau am 16.11.2014 und der Siegerlandkurier am  14.11.2014.
siwiarchiv hat mehrfach über Walter Krämer und dessen geplante Ehrung in Siegen berichtet.

Ausstellungseröffnung: „Alte Schätze“

4FachwerlAlteSchaetzeAm Donnerstag, den 27. November 2014 um 17.30 Uhr wird im Freudenberger 4FACHWERK MITTENDRIN MUSEUM die Ausstellung ALTE SCHÄTZE eröffnet.

Mit dieser Ausstellung erinnert das Museum an die Siegerländer Künstler Adolf Saenger, Theo Meier-Lippe, Hanne und Hans Achenbach, Hermann Manskopf, Walter Helsper, Hugo Neuhaus, Reinhold Köhler und Wolfgang Kreutter.

„ALTE SCHÄTZE“: Weil diese als die prägende Nachkriegs-Künstlergeneration unter Kennern der Region noch immer hohe Wertschätzung genießt, ebenso, weil diese der „Schatzkammer“ des Kreises Siegen-Wittgenstein entliehen sind. Das Kreisarchiv erfüllt auch die Aufgabe, die Gemäldesammlung des Kreises zu betreuen. Nach langer Zeit ist eine Auswahl dieser Werke erstmals wieder für die Öffentlichkeit in Freudenberg zugänglich. Weiterlesen

Entnazifizierungsakte Adolf Wurmbach

NW_1111_BG_33_00748_0001Nachdem Leben und Werk Wurmbach hier bereits intensiver diskutiert wurde, und in diesem Zusammenhang bereits die vorhandenen Schriftstücke zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes wiedergegeben wurden,   genehmigte die zuständige Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW mit Schreiben vom 14.10.2014 die Veröffentlichung der Entnazifizierungsakte Wurmbachs (LAV NRW R, NW 1111-BG.33 Nr. 8748): EntnaziAWurmbachx . Die Auslegung dieser Akte war bereits Gegenstand der Diskussion. Die Veröffentlichung des Aktenbandes erlaubt nun ein Nachvollziehen der hier vorgetragenen Argumente.

Kunstraub: Rubens-Bild gelangt von Köln nach Paris

Peter Paul Rubens-Die Kreuzigung Petri
By Christian Nitz (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

„Heute vor 220 Jahren, am 10. Oktober 1794, wurde das Gemälde „Kreuzigung Petri“ von Peter Paul Rubens, dessen Aufstellung in Köln das wohl wichtigste Kölner Kunstereignis im 17. Jahrhundert gewesen war, nach Paris gebracht.
Die Mitnahme des Gemäldes aus Rubens‘ Taufkirche Sankt Peter stand am Anfang des französischen Kunstraubs aus Köln. Aus ganz Deutschland wurden vor allem Gemälde und Denkmäler gestohlen, aber auch zerstört.  …. . Am 18. Oktober 1815 wurde die „Kreuzigung“ wieder in Köln aufgestellt.
Eine Abbildung der „Kreuzigung Petri“ von Rubens sowie weitere Informationen finden Sie unter: http://www.sankt-peter-koeln.de/wp/?page_id=151
Quelle: Facebookseite des digitalen historischen Archivs Köln, 10.10.2014

Die Grabstätte des Landrates Keil

KeilPortraetGustav Gottfried Keil wurde am 20.5. 1836 in Hildesheim geboren, wo sein Vater Dr. phil. Johann Heinrich Christian Keil Pastor an der Kirche St. Jacobi war. Nach dem Abitur, das er in Hildesheim ablegte, studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, Bonn und Göttingen. Im Anschluss daran wurde er zunächst in den Staatsdienst Hannovers übernommen und verrichtete seinen Dienst in seiner Heimatstadt sowie in Zeven, Aurich und ab 1863 als stellvertretender Bürgermeister in Burgdorf. Nach dem Anschluss Hannovers an Preußen erfolgte jedoch 1867 die Amtsenthebung und Ausweisung aus Burgdorf durch den preußischen Generalgouverneur in Hannover wegen angeblicher fortgesetzter Renitenz gegen die vorgesetzten preußischen Behörden. Keil wurde an die Regierung Oppeln versetzt, wo er sich zu Beginn des Jahres 1869 mit Helene Auguste Friederike Sophie von Viebahn, der Tochter des Regierungspräsidenten, verlobte. Dieser Ehe, die im Oktober 1869 geschlossen wurde, entstammten drei Kinder.

Für viele preußische Beamte typisch war der Dienst im Osten Deutschlands. So wurde Keil von Oppeln aus in den folgenden Jahren nach Pleß, Gleiwitz, Liegnitz und Königsberg versetzt, ehe er in Marienburg 1872 zum Landrat ernannt wurde. Fünf Jahre später übernahm er die kommissarische Verwaltung des Landratsamtes in Siegen.

Nachdem der Kreistag auf eine eigene Wahl verzichtete und Keil als Landrat für den Kreis wünschte, erfolgte am 1. Mai 1877 die Bestätigung und Einsetzung in sein Amt in Siegen. Somit war Keil der erste nichtadelige Landrat des Kreises Siegen. Hier blieb er fast siebzehn Jahre tätig. Neben seinen vielfältigen Aufgaben war er besonders im gemeinnützigen Bereich engagiert. So war er im Vorstand des Kultur- und Gewerbevereins.

Über die Grabstätte des ehemaligen Landrats Gustav Gottfried Keil
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Lehrer zwischen 1933 und 1945 in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Seit der intensiveren Beschäftigung mit Dr. Lothar Irle und einer anstehenden Erforschung von Adolf Wurnmbach ist die Gruppe der Lehrpersonen in der Zeit des Nationalsozialismus in den Fokus der regionalen Geschichtsforschung geraten. Eine Gruppenbiographie angesichts der als günstig einzustufenden Quellenlage wäre daher erstrebenswert.
Das hier bereits vorgestellte, regionale Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein bietet nun die Möglichkeit nach Lehrer zusuchen, die im Umfeld des Nationalsozialismus aktiv waren. Die PDF-Datei Lehrer3345 ist ein erstes Ergebnis. Innerhalb des Lexikon wurde nach der Buchstabengruppe „lehr“ gesucht. Gefunden wurden so 119 Personen, 113 männlich, 6 weiblich. Sie verteilten sich auf folgende Schulformen: 32 an Gymnasien, 63 an Volksschulen, 2 an Mittelschulen, 4 an Gewerbeschulen, 1 Fahrlehrer, 15 ohne Angabe und eine sonstige Schulform.
Tendeziell enthält diese Datei nun Personen, die dem Nationalsozialismus näher bis nahe gestanden haben. Die Gruppe, der derjenigen, die man als „Opfer“ bezeichnen könnte, ist zwangsläufig unterepräsentiert. Es fehlen bspw. Simon Grünewald, Hermann Meyer, ……
Die hier vorgelegte Auswertung versteht sich somit als Anregung zur weiteren Forschung. Ergänzungen, Hinweise etc. sind daher erwünscht.

Zentraler Aktenbestand zur Grafschaft Sayn-Wittgenstein online

Das Blog des LWL-Archivamtes meldete Anfang September, dass der Aktenbestand A des Fürstlichen Archivs Bad Berleburg online nutzbar ist. Die digitalisierten Akten können dann, verknüpft über das schon vor Jahren online gestellte Findbuch, abgerufen werden: http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=451&id=020&tektId=102

s. dazu diese Einträge auf siwiarchiv: Tagebücher Ludwigs des Älteren von Sayn-Wittgenstein jetzt online! und Digitalisierung des Fürstlichen Archivs in Berleburg

s. a. derwesten.de, 15.9.2014

Vortrag: »Emma Goslar 1849 – 1922. Eine vergessene Siegener Heimatdichterin«

Mit Emma Goslar wird eine heute nur noch wenig bekannte Dichterin im Mittelpunkt der ersten Vortragsveranstaltung des Siegener Forums nach der Sommerpause stehen. Am Donnerstag, den 18. September 2014, wird Klaus Dietermann im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter über die Siegener Poetin und ihre Zeit referieren.
Emma Goslar führte über Jahrzehnte die Bücher des Kleiderhandels ihres Mannes in Siegen Am Markt. Daneben nutzte sie ihre freie Zeit, um Gedichte zu schreiben. Diese wurden häufig in den Wochenendausgaben der Siegener Zeitung um 1900 veröffentlicht. Sie gab zwei Gedichtbände heraus: Unter Palmen“ und „In Sturm und Sonnenschein“. Emma Goslar erteilte Klavierunterricht und gab auch Klavierkonzerte. Der Vortrag vermittelt einen Einblick in die Zeit um 1900 in der Oberstadt, einige Gedichte von Emma Goslar werden vorgetragen.
Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V., Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und Aktivem Museum Südwestfalen e.V. Die Reihe stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 18.09.2014, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, in 57072 Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 Euro.

s. a. VHS Siegen, Kursprogramm

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