Lesung aus den Schulerinnerungen von Rudolf Kühn

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis Tiefenbach e. V.

Der Dreis-Tiefenbacher Heimatforscher Ferdinand Lutz hat die Erinnerungen Rudolf Kühns in einem Buch veröffentlicht, aus diesem vorgelesen wird.
19.04.2022, 18:00 Uhr, Haus Pithan, Im Bruch 4, Dreis-Tiefenbach

Hindernisse auf dem Ausbildungsweg
Rudolf Kühn war jüngster Sohn und achtes Kind des Schulmeisters Wilhelm Kühn. Er bekam eine Ausbildung am Lehrerseminar in Hilchenbach. Bis es soweit war mussten aber etliche Hindernisse überwunden werden. Rudolf Kühn beschreibt anschaulich und detailliert die Stationen auf seinem Weg ins Lehramt. Seine Schilderungen lassen die Zustände im Schulwesen und die Menschen, die seinen Weg maßgeblich beeinflussten, für uns lebendig werden.

Persönliche Eindrücke
Er gibt auch seine persönlichen Eindrücke wieder, die er von der Einwohnerschaft in den Orten seines Wirkens gewonnen hat, unter anderem Breitenbach, Langenholdinghausen und Marienborn, damals, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungen

Fotoausstellung „Alte und Neue Heimat“ im Hilchenbacher Rathaus

Heimat ist vielfältig. Es ist mehr als ein „Ort“, an dem man aufgewachsen ist. Das zeigt auch die Fotoausstellung „Alte und Neue Heimat“, die der Fachdienst Soziales und Integration der Stadt Hilchenbach organisiert hat. ….

Insgesamt haben sich 20 Frauen, Männer und Familien aus unterschiedlichen Ländern, wie Afghanistan, Ungarn, Tunesien, Marokko, Syrien, aus dem Aserbaidschan, Pakistan, Eritrea, Guinea, aus dem Iran, Irak und der Türkei an dem Projekt beteiligt und ihre Geschichte über Heimat erzählt.

„Besonders schön war es für uns, altbekannte Gesichter wieder zu sehen – gerade in Corona-Zeiten war der Kontakt zu vielen Menschen abgebrochen. Umso schöner war es nochmal mit ihnen ins Gespräch zu kommen, auch unabhängig von dem Fotoprojekt“, erzählt Verena Simonazzi vom Fachdienst Soziales und Integration. Weiterlesen

Netphen: Schulklassen erstellen Lapbooks über das jüdische Leben

“ …. Fünf Schulklassen der Sekundarschule besuchten gemeinsam mit ihrem evangelischen Religionslehrer Herr Achenbach in den letzten Tagen die Sonderausstellung zum jüdischen Leben im Netpherland im Heimatmuseum Netpherland und entwickeln diese nun, gemeinsam mit dem Museumsteam weiter. Sie erforschen die Exponate, recherchieren zusätzlich im Unterricht über die jüdischen Traditionen und die Geschichte und erarbeiten in Kleingruppen sogenannte Lapbooks.

Schülerinnen und Schüler werfen einen Blick auf Briefe und Zeitungsartikel © L. Reuter

Die ersten Lapbooks wurden in der amerikanischen Homeschooling-Bewegung hergestellt. „Lap“ verweist hier auf die Größe des Endprodukts: Es sollte seinen Platz auf dem Schoß des Betrachters finden. Lapbooks werden auch Entdeckerbuch, Klappbuch oder Expertenbuch genannt. Weiterlesen

Gründung der ersten Gesamtschule in Siegen (1988) – Pro und Contra

2 Zeitzeugeninterviews auf „Unser Siegen“

Gudrun Reinhardt (CDU):

Link zum Beitrag auf „Unser Siegen“

Winfried Schwarz (SPD), damaliger Kreisdirektor des Kreises Siegen-Wittgenstein:

Link zum Beitrag auf „Unser Siegen“

Quellen und Literatur zur Errichtung der Gesamtschule in Siegen: Weiterlesen

Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“

Wann: 10. November 2021,17:00 Uhr
Wo: Online übertragen aus dem Schwurgerichtssaal des Landgerichts Siegen

Modell des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau im Aktiven Museum Südwestfalen e.V. Bildvorlage: Klemens Mehrer.

Was: Der Vortrag beleuchtet das auch heute noch bedeutsame Strafverfahren gegen Ernst August König, der wegen einer Vielzahl von Tötungsdelikten in den Jahren 1943/44 im damals sog. „Zigeunerlager“ des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Siegen angeklagt war. Dieser Mammut-Prozess vor dem Landgericht fand von Mai 1987 bis Januar 1991 an insgesamt 179 Verhandlungstagen, 38 davon an auswärtigen Gerichtsorten, statt. 123 Zeugen wurden vernommen. Der Angeklagte wurde schließlich wegen Mordes in drei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, im Übrigen wegen weiterer Mordvorwürfe freigesprochen. Im Laufe des von ihm angestrengten Revisionsverfahrens beging der Angeklagte Selbstmord.
Referenten: Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. Wolfgang Münker – damals beisitzender Richter und Berichterstatter der Schwurgerichtskammer
Oberstaatsanwalt a.D. Klemens Mehrer – damals Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft Köln
Um Anmeldung per E-Mail an 75JahreNRW@lg-siegen.nrw.de wird gebeten; ein Betreff oder ein sonstiger Inhalt sind nicht erforderlich. Der Teilnahmelink zur Online-Veranstaltung wird interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschließend automatisch zugesandt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Teilnehmerzahl aus technischen Gründen begrenzt ist.
Quelle: Veranstaltungsflyer

s. auch folgende Einträge auf siwiarchiv:
1) Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
2) Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen

„Vertrieben nach Siegen “ – 3 Zeitzeuginnen-Videos zum heutigen „Tag der Heimat“

1) „Das Durchgangslager am Wellersberg“


2) „Mangelwirtschaft zwang zu Hamsterausflügen“



3) „Der Bund der Vertriebenen BdV“

s. a. „Vertrieben in Siegen“ auf Unser Siegen
s. a. siwiarchiv-Eintrag „2 oral-.history-Videos zur Flucht von Ostpreußen bis nach Siegen“

Literaturhinweis:
Pfau, Dieter/Seidel. Heinrich Ulrich: Nachkriegszeit in Siegen 1945-1949. Flüchtlinge und Vertriebene zwischen Integration und Ablehnung. Ein Quellenband zur Regionalgeschichte, Siegen 2004

Literatur: Ferdinand Lutz „Katakombenschriften“(2009)

Neuzugang in der Bibliothek des Kreisarchivs

Aufgrund eines aktuellen Presseberichts konnte diese Lücke in der Bibliothek gefüllt werden. Eine Besprechung der Schrift findet sich hier: Heimatpflege in Westfalen 23 (2010), S. 24

Literaturhinweis: „Aus der Schublade geholt

Biographische Erinnerungen von Christa Gehre“
Hardcover: 188 Seiten, Format: 14 x 22 cm / ISBN: 9783944157504

Christa Gehre wurde am 25.09.1937 in Siegen geboren. Sie studierte Musik mit Gesang im Hauptfach und Klavier im Nebenfach und trat ca. zehn Jahre als Konzertsängerin auf. In den Siebzigern begann sie ein zweites Studium zum Lehramt für die Grund- und Hauptschule, das sie dann auch für ca. 25 Jahre ausübte.
Besonders die sprachliche Arbeit mit den Kindern lag ihr am Herzen und machte ihr viel Freude. Erst nach ihrer Pensionierung begann sie mit dem Schreiben von Geschichten und Lyrik als Form der Auseinandersetzung mit ihrem Leben. In dieser Zeit entdeckte sie auch ihre Liebe zu Pferden und eine späte Leidenschaft für das Reiten. Ein Schlaganfall und ein Augenleiden stellten sie vor große Herausforderungen, die sie aber – auch mit Hilfe des Schreibens – annehmen und verarbeiten konnte.
Quelle: Verlagswerbung