Neue Reihe „Frieder und Henner“ – Bd. 1: Geschichtlichkeit in der Architektur der Moderne

Frieder und Henner Band 1 CoverAuftaktband der neuen Reihe „Frieder und Henner“ bildet die Dokumentation des von den beiden Lehrgebieten „Architekturgeschichte“ und „Architekturtheorie und Architekturphilosophie“ konzipierte Mastersymposium, das pandemiebedingt im April 2021 digital stattfand.

Die Essenz der Beiträge zum Thema „Geschichtlichkeit in der Architektur der Moderne“ lautet: Geschichte ist konstitutiv für das Verständnis von Architektur. Zu diesem Schluss kommen die Autor:innen, den sie jeweils aus der Sicht von Architekt:innen und Architekturtheoretiker:innen verteidigen und aus ästhetisch-praktischer, historischer, philosophischer und bildungsbezogener Perspektive entwickelt haben. Sie kommen darin überein, dass Geschichte und Architektur wechselseitig aufeinander verweisen. Die Beiträge stimmen außerdem darin überein, dass bei der Auseinandersetzung mit Architektur historische Erkenntnisse beispielhaft „Kategorien und Einsichten“ offenbaren, die unabdingbar für das gegenwärtige Verständnis und den angemessenen praktischen Umgang mit zeitgenössischer und älterer Architektur sind, indem sie deren vorgängige Ursachen und Entwicklungslinien bis zum Jetztpunkt aufdecken. Sie garantieren ferner die theoretische und ästhetische Toleranz, die Gegenwart in ihrem gewordenen Sosein und in ihrer Wandlungsfähigkeit anzuerkennen. Geschichte lehrt uns, dass nichts so bleibt, wie es ist. Die Denkfigur der Historia magistra vitae ist konstitutiv für die definitio des Architekten und der Architektin.

Eva von Engelberg-Dockal / Petra Lohmann (Hrsg.)
Geschichtlichkeit in der Architektur der Moderne
Symposium des Masterstudiengangs Architektur 2021 der Universität Siegen

Reihe Frieder & Henner #1
Siegen: unversi 2022, 55 S., farbige Abb.
ISBN 978-96182-118-1
Preis: 12,50 Euro

Onlineausgabe auf dem OPUS-Server der Universitätsbibliothek

Reblog via Olivia Jabbour am 3. Juli 2022 im Blog der Unibibliothek Siegen

Video: „Eisenland – Siegerland“


„Die Kelten kommen! Warum zog es die Kelten vor über 2.000 Jahren ins Siegerland? Die Gründe hierfür liegen in der Erde: Eisenerz. Archäologische Forschungen zeigen, dass zur Keltenzeit diese Erze überall in der Region abgebaut und in birnenförmigen Öfen verhüttet wurden. Die enormen Mengen Holz, die bei der Verhüttung verbrannt wurden, fanden sich in den Wäldern des Siegerlands. Hier rauchten vor über 2.000 Jahren die größten Verhüttungsöfen in ganz Europa und produzierten massenhaft Eisen. Weiterlesen

Lesung „Ich bin noch nie einem Juden begegnet… – Lebensgeschichten aus Deutschland“

© Gerhard Haase-Hindenberg

Mittwoch, 28.09.22, um 19 Uhr im Aktiven Museum Südwestfalen (Obergraben 10, Siegen)

Gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen begrüßt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerlandan diesem Abend den Schauspieler, Autor und Publizist Gerhard Haase-Hindenberg. „Ich bin noch nie einem Juden begegnet …“. Diesen Satz haben die meisten Jüdinnen und Juden schon einmal gehört. Aus Anlass des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erzählt Gerhard Haase-Hindenberg in seinem 2021 erschienenen Buch von der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. Von Dagmar, die sich hinter dem Rücken des jüdischen Vaters ausgerechnet für den Polizeidienst bewirbt; von Marina, die aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland gekommen ist und erst hier mit der religiösen Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert wird; und von David, dem aus New York stammenden Jazzmusiker, der in Berlin die „jüdischste Stadt“ Deutschlands entdeckt. Da ist der jüdische Bundeswehrarzt der bewusst auch im Dienst die Kippa trägt und der wissenschaftliche Mitarbeiter am Karlsruher Kernforschungszentrum, der seinen jüdischen Glauben auch aus der Mathematik herleitet. All diese Geschichten vom Alltag in Deutschland lebender Jüdinnen und Juden, ihre Geschichten und Erfahrungen, ihre Hoffnungen und die Bedrohungen durch den steigenden Antisemitismus verwebt der Autor mit Erklärungen zu Symbolen, Glaubenspraxis und Geschichte. Weiterlesen

Stadtrundgang »Stolpersteine auf der Hammerhütte«

In Zusammenarbeit mit Aktives Museum Südwestfalen e. V.
So., 25.09.2022, 15:00 – 17:00 Uhr, Treffpunkt: Effertsufer 104, 57072 Siegen, Kursgebühr: 5,00 €, Peer Ball

Die Führung folgt den Orten, an denen im Viertel rund um die Siegerlandhalle »Stolpersteine« verlegt wurden. Im Mittelpunkt steht das Erinnern an Biografien von Holocaust-Opfern aus der Mitte der Siegener Bevölkerung. Die Lebensläufe werden ergänzt mit Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Siegerland und des Stadtviertels Hammerhütte.

Bitte parken Sie nicht auf dem Privatparkplatz der Gaststätte »Zur Hammerhütte«.

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich.
Quelle: VHS, Programm

Vortrag: “ …und ob wir nit Erbin hetten unser Tochte erbn dieselben burg hademar hobe und gut entphan und halden

Graf Johann I. von Nassau und der Hadamarer Erbfolgestreit“.
Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“
Do., 22.09.2022, 18:30 – 20:00 Uhr, Referent: M.A. Oliver Teufer (Siegen), Siegerlandhalle, Eintrachtsaal, Siegen

Das Wappen der Grafen zu Nassau (15. Jahrhundert) aus dem Scheiblerschen Wappenbuch. Vorlage: O. Teufer

Mit der Gestalt Johanns I. von Nassau (1339-1416), Herr von Dillenburg und Siegen verbindet sich nicht nur die längste Regentschaftszeit des nassauischen Grafengeschlechtes sondern ebenso eine Zeit territorialer Expansion. Vor diesem Hintergrund sind die Geschehnisse um das Erbe der Grafen von Nassau-Hadamar zu betrachten. Geführt zwischen Graf Johann und Ruprecht VII. von Nassau-Sonnenberg stellt dieser gleichzeitig den einzigen gewaltsamen Konflikt zwischen der ottonischen und walramischen Linie des Hauses Nassau dar. Der Vortrag beleuchtet die Rechtsansprüche der verschiedenen Akteure am Erbe der Hadamarer Grafen wie die von den einzelnen Parteien gewählten Mittel und Wege zur Durchsetzung der eigenen Ansprüche. Unter letztgenanntem Aspekt ist die immense Bedeutung der Waffenschmieden des Siegerlandes zu nennen, die Aufstellung und Unterhaltung der zum Einsatz gebrachten Streitmacht auf nassau-ottonischer Seite erst möglich machten.
Quelle: VHS Siegen, Programm

Literaturhinweis: „Lorenz Jaeger als Seelsorger“

„Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892–1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.
Im Mittelpunkt des 4. Bandes steht Jaegers Wirken in verschiedenen Bereichen der Seelsorge in seiner über 30-jährigen Amtszeit. Den Erzbischof forderten in der Nachkriegszeit materielle Not in seinem Bistum und bei den heimatvertriebenen Katholiken aus den deutschen Ostgebieten heraus, er wurde aber auch mit seelischer Not von Priestern und Laien konfrontiert, nicht zuletzt in bis heute nachwirkenden Missbrauchsfällen. Einer überwiegend positiven Einstellungen gegenüber Ordensgemeinschaften und Sorge um den Priester- und Ordensnachwuchs stand bei ihm eine eher ambivalente Haltungen zu geistlichen Gruppen, Laien im pastoralen Dienst, zum Laienengagement und zu kirchlicher Bildungsarbeit gegenüber.“
Quelle: Verlagswerbung

Online: Eichenauer, H.; Mayr, A. u. Temlitz, K. (Hg.): Der Kreis Siegen-Wittgenstein.

Münster 1995 (= Städte und Gemeinden in Westfalen 2)

Im zweiten Band der Reihe werden die elf heute zum Kreis Siegen-Wittgenstein gehörenden Städte und Gemeinden beschrieben, die vor 1975 noch zwei eigenständigen Verwaltungseinheiten angehörten und die höchst unterschiedlich sind. Sechs Autoren geben die spezifische Entwicklung und aktuelle Situation aller Kommunen im waldreichsten Kreis Deutschlands wieder.

Download des Bandes (PDF; 100 MB)

Quelle: Geographische Kommission für Westfalen, Veröffentlichungen

Rundgang auf den Spuren des Hexenwahns in Bad Laasphe

Sa., 17.09.2022, 15:00 – 17:30 Uhr, Bad Laasphe, Wilhelmsplatz 3, 57334 Bad Laasphe
Kursgebühr: 4,00 €, Anmeldung erforderlich
Kursleitung: Reinhard Schmidt

Unser Bild der Hexe ist geprägt von der finsteren Märchengestalt , die z.B. Hänsel und Gretel nach dem Leben trachtete. Unsympathisch, geradezu das Böse verkörpernd bekommt sie im Ofen ihre gerechte Strafe. Selbstverständlich ist im Märchen die Existenz von Hexen.
In weiten Teilen des Mittelalters hätte man das als heidnisch abgetan. Erst gegen Ende des Mittelalters änderten sich Sichtweisen. In wirtschaftlich schweren Zeiten suchte man Sündenböcke und fand sie immer wieder vor allem in Frauen und Kindern, die in keiner Weise für die Übel der Zeit persönlich verantwortlich waren.
Fast im gesamten Gebiet des heutigen Deutschland machte man sich auf die Suche nach Anhängern der sogenannten „Teufelssekte“. Zigtausende wehrlose Opfer kamen insbesondere im 17. Jahrhundert in den Flammen der Scheiterhaufen um.
Auch wenn das Grafenhaus in Laasphe sehr kritisch gegenüber dem Hexenwahn eingestellt war, kam es auch hier zu Prozessen, Folter und Todesurteilen.
Knapp 400 Jahre ist das jetzt her. Wir wissen, dass die erste Welle der Verfolgung durchaus begüterte Laaspher Bürger traf. Sie wohnten sehr zentral.
Bei einem Rundgang durch die Laaspher Altstadt werden sowohl die Gründe der „Hexenverfolgung“ als auch die Leiden der Verfolgten erläutert.
Kursort
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

11.9. Tag des offenen Denkmals in Siegen

Baustellen Führungen zu EisenZeitReiseWeg / Ausgrabung Gerhardsseifen /
Uhrzeit: 11.00 / 13.00 / 15.00

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 11.09.2022, bieten wir zusammen mit der LWL Archäologie für Westfalen „Baustellen Führungen“ über den EisenZeitReiseWeg und zur Ausgrabungsstelle Gerhardsseifen an.

Start ist jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr. Dauer circa 2 Stunden. Treffpunkt: Parkplatz oberhalb Sportplatz Rosengarten. Navi Adresse: Am Rosengarten 54, 57080 Siegen Niederschelden. Zum Tag des offenen Denkmals wird auch der zweite LWL-Film zum Thema herauskommen. Diesen können wir uns dann auch vor Ort anschauen. Neugierige können aber schon mal unter https://www.lwl-archaeologie.de/…/das-verschollene-rezept/ schauen. Es lohnt sich.

Ort: Treffpunkt: Parkplatz oberhalb Rosengartenstadion, Am Rosengarten. 57080 Siegen Niederschelden

Veranstalter: Trägerverein Ein Siegerländer Tal e.V. und LWL Archäologie für Westfalen

Kontakt: Christian Weber