Musikhinweis: Fritz Busch „The Hamburg Concert“ (1951)

Zusammenarbeit des Max-Reger-Instituts mit dem Label Pristine Audio

Im Februar 1951, bei seiner Rückkehr nach Deutschland, dirigierte Fritz Busch das Sinfonie-Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks in der Hamburger Musikhalle. Auf dem Programm standen die Ouvertüre  zu „Benevenuto Celline“ von Hector Berlioz, Max Reger „Hiller-Variationen“ und Robert Schumann 4. Sinfonie.

Quelle: Pristine Classical mit Hörbeispiel

Video: „Die Maus Mitza und der Brief von Lepold an Rosalia

– eine Archivgeschichte für Kinder“. Eine szenische Lesung nach dem gleichnamigen Kinderbuch.

„Die Maus Mitza wagt zusammen mit dem Archivgespenst Ferdi einen Blick in die eigene Familiengeschichte. Der Geist erklärt ihr, wie man im Archiv nach seinen eigenen Vorfahren suchen kann, welche alten Dokumente man dafür anschauen muss – und auch, welche romantischen Entdeckungen man dann machen kann! Das Buch und dessen Zeichnungen, die von der slowenischen Künstlerin Tina Brinovar stammen, nehmen die Leserinnen und Leser nicht nur mit auf die Entdeckungsreise ins Archiv, sondern auch auf eine Zeitreise…

Die Maus Mitza und der Brief von Lepold an Rosalia, Neustadt an der Aisch 2019, ISBN 978-3-87707-160-1, 17,90€ (erhältlich im Buchhandel; Bestellungen auch an: stadtarchiv@aschaffenburg.de).

Gelesen vom 12-Stufen-Theater (https://www.12-stufen-theater.de/), technische Unterstützung und Bearbeitung: Daniel Frenz. „

Zeitschrift „Siegerland“ Heft 2/19 ist erschienen

Daniel Schäfer gibt Eräuterungen zur „Wallanlage Rübengarten bei Friesenhagen“. Gerhard Specht fragt, warum Graf Johann VIII. katholisch wurde. Konrad Schneider stellt „Währungsverhältnisse im Siegerland“ und den „Umlauf von Falschgeld“ zwischen 1819 uns 1837 in einen Zusammenhang. Horst Grafe stellt „Die Wittgensteiner Straße – eine preußische Chaussee. Teil 2“ vor.
Friedrich Fenster berichtet über die „Marienborner Hütte“. Karl Schmidt erinnert sich als Zeitzeuge, in seinem Beitrag „Kommunale Neuordnung – mit Verfallsdatum. Nebengeräusche und andere Töne“. Olaf Wagner präsentiert „Neue Funde und Befunde und virtuelle Rekonstruktionen der „Wasserburg Hainchen“. Eberhard Klein erläutert zum Schluss eine Postkarte, die auf einer Auktion gefunden wurde und den Steinbruch am Hohenseelbachskopf im Schnee zeigt.

Quelle: Siegener Zeitung, 4.4.2020, Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Aktuelles

Paul Guder und Heinrich Hensgen – Kreisärzte während der „spanischen Grippe“ (1918 – 1920)

heutigen Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein.

In Zeiten der aktuellen COVID-19- (Coronavirus SARS-CoV-2)Pandemie rücken die medizinischen Fachleute in den Mittelpunkt des Geschehens. Gilt dies auch für die Ärzte der großen Pandemie von 1918 bis 1920?

Im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein jedenfalls werden erst in jüngster Zeit die beiden Kreisärzten, die zwischen 1918 und 1920 in Siegerland und im Wittgensteiner Land wirkten, regionalgeschichtlich erforscht. Während Bernd Plaum erst vor kurzem in seinem Text zur „spanischen Grippe“ im Siegerland die Rolle des Siegener Kreisarztes Heinrich Hensgen würdigt, hat Dieter Bald schon vor längerer Zeit um Mithilfe bei der Erforschung der Biographie des Wittgensteiner Kreisarztes Paul Guder gebeten. Erstes Ergebnis dieses Aufrufes ist ein Wikipedia-Eintrag zu Guder.

Zu Heinrich Hensgen sind zurzeit die erforderlichen Archivrecherchen nicht möglich. Eine erste Zusammenstellung leicht greifbarer ergab folgendes: Weiterlesen →

Publikationstipp: „Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte“

Die neu erschienene Publikation „Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte“ ist das Ergebnis eines dreijährigen Kooperationsprojektes von Architekt_innen und Sozialpädogog_innen der Universität Siegen mit der Wüstenrot Stiftung.

Das Buch beschreibt den komplexen Alltag in den Moscheen, die Prozesse ihres Entstehens und ihrer Anpassung an sich stetig wandelnde Bedürfnisse in der Migrationsgesellschaft. Die vielfältigen Funktionen und Bedeutungen der Moscheekomplexe werden mit teilnehmenden Beobachtungen, teilnarrativen Interviews, Bauakten, Zeichnungen und Fotografien analysiert. Es eröffnet eine neue Perspektive jenseits des oft eindimensionalen Bildes über Moscheen. Gleichzeitig schließt die Studie die Forschungslücke der fehlenden baulichen Bestandsaufnahme und Dokumentation und leistet einen Beitrag zur baukulturellen Anerkennung dieser spezifischen Orte.

Herz, Kathrin; Munsch, Chantal & Perels, Marko (2019): Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime als baukulturelle Zeugnisse deutscher Migrationsgeschichte. Herausgegeben von der Wüstenrot Stiftung.
ISBN: 978-3-96075-002-4
Die Publikation ist kostenfrei erhältlich auf https://wuestenrot-stiftung.de/publikationen/gemeindezentren-tuerkeistaemmiger-muslime-als-baukulturelle-zeugnisse-deutscher-migrationsgeschichte/

Quelle: Universität Siegen, Fakultät II, Aktuelles, 27.3.2020

Linktipp: Bernd D. Plaum: „Die Grippe im Siegerland 1918/20“

Auf der Homepage der Siegener Geschichtswerkstatt werden unter der Rubrik „Texte“ seit kurzem Beiträge publiziert. Den Anfang macht ein Beitrag des Siegerländer Regionalhistorikers Bernd D. Plaum zur „spanischen Grippe“ im Siegerland“. Diskutiert und kommentiert werden kann der Artikel auf der Seite der Geschichtswerkstatt.

Gerhard Dapprich (1909 – 1988) – Bergrat und Bundesrichter aus Siegen

Ein Literaturfund und eine Einladung zum Weiterforschen.

Dr. jur. Ludwig Moritz Gerhard Dapprich

  • * 3. Dezember 1909 in Siegen, ev., Vater: Otto Arnold Dapprich, Kaufmann
  • 1916 – 1920 Besuch der Obenstruth-Schule in Siegen
  • 1920 – 1926 Realgymnasium in Siegen
  • 1926 – 1927 Höhere Handelsschule in Siegen
  • 1927 – 1928 kaufmännische Ausbildung bei I.G Reichswald in Siegen
  • 1928 – 1931 Oberrealschule Weidenau/Sieg, Abitur

Weiterlesen →

Hermann Kuhmichel (1898-1965) als Soldat im Zweiten Weltkrieg

Angaben zu Truppenteilen, Dienstgrad und Kriegsgefangenschaft.

Im November vergangenen Jahres führte eine Ausstellung über den Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel zu einer intensiven Diskussion hier auf siwiarchiv. In deren Verlauf die Bewertung des Künstlers in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stand. Allerdings zeigte die Diskussion auch, dass grundlegende Recherchen bis dahin noch nicht erfolgt waren. Dies betraf bspw. die Zeit Kuhmichels als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Eine Recherche beim Bundesarchiv ergab nun Folgendes:

„In den …. Beständen des Bundesarchivs, Abteilung PA – Reinickendorf
(bis 31.12.2018 Deutsche Dienststelle [WASt]) liegen zu Angehörige von Heer
und Luftwaffe in der Regel keine Personalakten vor. Daher [mussten] die Angaben zu
dem Gesuchten in verschiedenen Verzeichnissen und Karteien ermittelt werden.
Aus den Erkennungsmarkenverzeichnissen und Veränderungsmeldungen der
Wehrmacht sind [die Truppenteile, denen Kuhmichel angehörte, die Dienstgrade Kuhmichels sowie Angaben zur Kriegsgefangenschaft Kuhmichels] zu entnehmen: Weiterlesen →

Ausstellung: „Das Paradies vor der Haustür. Vom Revier ins Sauerland“

Bis zum 30. August 2020 befasst sich „Das Paradies vor der Haustür“ mit der Entwicklung des Tourismus im Sauerland seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung fokussiert sich auf die Wechselbeziehungen der Regionen Sauerland und Ruhrgebiet mit ihren verschiedenen Landschaften. Ohne die Industrialisierung und Urbanisierung des Ruhrgebiets hätte sich der Tourismus im Sauerland nicht in der heute bekannten Form entwickeln können.

Weitere Informationen: Ausstellungsflyer
Quelle: Sauerlandmuseum, Arnsberg, Ausstellungen