Erstes deutsches ArchivCamp: 19. Juni 2017, Duisburg

Reblog: Archive 2.0, 10.2.2017

Erstmalig im Rahmen der Tagung „Offene Archive“ und erstmalig in der deutschsprachigen Archivwelt wird in Duisburg (Landesarchiv NRW) am 19. Juni 2017 ein „ArchivCamp“ stattfinden. „ArchivCamp, was ist das?“, fragt sich jetzt der ein oder andere.

Also, da stelle mer uns janz dumm:

Wat is en ArchivCamp?

Ein ArchivCamp ist ein BarCamp zu archivischen Themen. Genau wie bei einem BarCamp handelt es sich um eine “Unkonferenz” oder eine “Ad-Hoc-Nicht-Konferenz”. Es gibt im Unterschied zu klassischen Tagungen oder Konferenzen keine festgelegte Tagesordnung. Die Teilnehmer suchen sich die “Session” aus einer Reihe parallel stattfindender Workshops aus, die sie am meisten interessiert. Auf diese Art und Weise stellt man sich seinen Tagungsverlauf gleichsam nach dem eigenen Interesse selbst zusammen. Weiterlesen →

Urkundenselekt mit Digitalisaten online

Das Findbuch zum Bestand W 701 Urkundenselekt steht jetzt online samt Digitalisaten zur Verfügung.
Das Urkundenselekt des Landesarchivs NRW Abt. Westfalen in Münster umfasst 409 großformatige Urkunden mit einer Gesamtlaufzeit von 813 bis ins Jahr 1861. Aktuell handelt es sich um 194 Kaiser- und Königsurkunden, 42 Papsturkunden, 154 Privaturkunden und 19 Ablassbriefe.
In den frühen 1970er Jahren begann die Umbettung der großformatigen Urkunden in eigens gefertigte Kartons. Inzwischen läuft seit 2007 ein langfristig angelegtes Projekt „Urkundenumbettung“ für alle über 100.000 Urkunden der Abteilung Westfalen.
Die oben abgebildete Urkunde PRU 92 aus dem Jahr 1311 betrifft die Siegener Kirchengeschichte:
Johannes, Pastor der Kirche zu Siegen, eines Sohnes des gewesenen Advocatus Otto daselbst, Stiftung und Begabung des Altars V. Mariae Virg. in der Pfarrkirche S. Martini außerhalb der Mauern der Stadt Siegen. (Regest)
Quelle: Landesarchiv NRW, Facebook-Seite, Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Homepage

4. Konferenz „Offene Archive“ 2017 + ArchivCamp

Reblog: Archive 2.0 v. 14.2.2017

Vier biblische Evangelien, vier edle Wahrheiten Buddhas, vier Fäuste für ein Halleluja – und nun auch vier Tagungen „Offene Archive“: Am 19. und 20. Juni 2017 wird die vierte Tagung „Offene Archive“ im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen in Duisburg stattfinden. Auch diesmal stehen wieder moderne und innovative Entwicklungen im deutschen und internationalen Archivwesen im Mittelpunkt, vom archivischen Bloggen über digitale Präsentationen bis zu virtuellen Nutzerkontakten. Von Deutschland über die Niederlande bis zur USA, von Archiven über Unternehmen bis zur Wikipedia reicht die Liste der Referentinnen und Referenten.
Erstmals wird mit der Tagung auch das ArchivCamp verbunden sein, das erste BarCamp in der deutschsprachigen Archivwelt. Nicht Stillsitzen und Zuhören stehen hier im Mittelpunkt, sondern Beteiligen und Mitmachen. Wer immer schon gute Gedanken zum Archiv und seinen Aufgaben im digitalen Zeitalter hatte, sie aber nie zu äußern wagte, ist hier genau richtig. Wer gerne neue Ideen aufnimmt und weiterdenkt, der ebenfalls. Und wer sich begeistern kann für kreative Diskussionen, der sowieso. Alle Organisatoren laden hiermit herzlich zur Tagung in Duisburg ein!

Ausführliche Informationen finden Sie hier!

VdA-Arbeitskreis Offene Archive

Auf Antrag aus der Mitgliedschaft hat der Gesamtvorstand des VdA in seiner Herbstsitzung 2016 den Arbeitskreis Offene Archive als spartenübergreifenden Arbeitskreis eingerichtet. Er soll die aktuellen Entwicklungen von digitalen Kommunikations-, Kollaborations- und Präsentationsmöglichkeiten begleiten und für Beratungen zur Verfügung stehen.
Konstituiert hat sich der Arbeitskreis einerseits aus der (auch weiterhin aktiven) AG Social Media und Öffentlichkeitsarbeit des VdA sowie aus dem Umfeld der seit 2012 stattfindenden Konferenzreihe Offene Archive. Themen und Projekte sind unter anderen die Implementierung und Nutzung von Sozialen Medien und Blogs, partizipative Nutzerkontakte aller Art, Ausrichtung von Veranstaltungen zum Thema sowie aktive Mitwirkung im Rahmen von Archivtagen (zum Beispiel in Form einer Social-Media-Lounge beim Deutschen Archivtag). Weiterlesen →

Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel) in Westfalen und Lippe

Reblog von compgen.de (Link s.u.)

Am 07. Februar 2017 unterzeichneten im Landesarchiv in Detmold Wolfgang Bockhorst (WGGF), Marie-Luise Carl (CompGen) und Frank Bischoff (Landesarchiv NRW) den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel).

Die Juden- und Dissidentenregister in Westfalen und Lippe

Das Interesse des Staates am Personenstand erstreckte sich im 19. Jahrhundert zunehmend auch auf nicht-christliche bzw. nicht den Amtskirchen angehörende Personen, insbesondere Juden, Dissidenten und Quäkern. Die Einführung von Judenregistern variierte von Territorium zu Territorium: Im französischen Königreich Westphalen wurden für Juden gesonderte Zivilstandsregister geführt, im Großherzogtum Berg nicht. Im Bereich des zum Großherzogtum Hessen gehörenden ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen galt die Verordnung von 1804, wonach die Pfarrer gesonderte Judenregister zu führen hatten. In Lippe wurde dies 1809 angeordnet. Auch in der preußischen Zeit ab 1815 war die Führung von Judenregistern unterschiedlich, bis 1822 und 1847 Regelungen zur einheitlichen Führung von Judenregistern getroffen wurden. Demnach mussten die Register der Juden an die Gerichte abgegeben werden. Ähnliches galt ab 1847 für Quäker und Dissidenten (»geduldete Religionsgemeinschaften«). Mit der Einführung des Standesamtswesens und der Personenstandsgesetze im Jahr 1874/75 endete die nach Konfessionen getrennte Registerführung. Weiterlesen →

Vereinsarchiv des Heimatvereins Elsoff

„…. Ein weiteres großes Projekt hat der Heimatverein bereits seit längerem in Angriff genommen. Der Ausbau der Mühle für ein Dorfarchiv wurde begonnen. Der Heimatverein hat große Mengen an Literatur über die Dorfgeschichte bereits archiviert. [Vorsitzender Georg] Braun: „Die Dokumente sind Schätze aus der Vergangenheit des Dorfes und dürfen nicht verloren gehen.“

Über das Leader-Projekt der Stadt Bad Berleburg sollen zusätzliche Mittel generiert werden. Das Projekt „Vereinsarchiv“ wird am 16. Februar in Bad Laasphe vorgestellt. Nach Fertigstellung soll das Vereinsarchiv der Allgemeinheit zugänglich sein. ….“
Quelle: Westfalenpost, 7.2.17

Tagungsband zu den Detmolder Sommergesprächen 2015 erschienen

Familiengeschichten, Schatztruhen und andere Archive

Welche Bedeutung haben das Aufbewahren, Sichern und Überliefern
oder Vernichten von Unterlagen, Gegenständen und Informationen
für die Gegenwart oder die Nachwelt insbesondere in der Familienforschung? Geschichtsforschung, Heimat- und Regionalgeschichte sowie Genealogie funktionieren nicht ohne historische Unterlagen und Erinnerungsstücke. Dabei verweisen die Bestände öffentlicher Archive, privater Sammlungen und familiäre
Erzählungen meist wechselseitig aufeinander. Häufig führt erst die Verknüpfung der Informationen aus verschiedenen Quellen zu Erkenntnissen. Je nach Fragestellung stößt man aber bei der Recherche durchaus auf Lücken. Weiterlesen →

Bundesarchivgesetz in 2. und 3. Lesung morgen im Bundestag

Konträre Stellungnahmen von Bundesregierung und Journalistenverbänden

„Der Deutsche Bundestag wird am morgigen Donnerstag nach zweiter und dritter Lesung über den Gesetzentwurf zur Neuregelung des Bundesarchivrechts abstimmen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Durch die Neuregelungen erleichtern wir Wissenschaftlern und Journalisten, aber auch Privatpersonen den Zugang zu dem ungeheuren Fundus an Wissen, der in den Dokumenten und Unterlagen des Bundesarchivs gesichert ist. Gleichzeitig machen wir dieses Gedächtnis unseres Staates stark für die Erfordernisse des digitalen Zeitalters – etwa durch die Einrichtung eines digitalen Zwischenarchivs, das die Bundesbehörden entlastet und das Bundesarchiv in die Lage versetzt, frühzeitig und fachgerecht für eine digitale Langzeitarchivierung zu sorgen. Damit ist das Bundesarchiv gut aufgestellt, um auch in Zukunft seiner Kernaufgabe gerecht zu werden: Transparenz und Überprüfbarkeit staatlichen Handelns sicherzustellen.“ Weiterlesen →

Sicherung der Bibliothek Adolf Wurmbachs

Antrag (Nr. 180/2016) der FDP-Fraktion zum Nachlass Adolf Wurmbach für den Ausschuss für Kultur und Tourismus am 17.1.17:

„Sachdarstellung:
Um die Frage nach der Möglichkeit einer würdigen Unterbringung der „Wurmbach-Bücherei“ in Kreuztal beantworten zu können, hat sich die Kreuztaler Stadtarchivarin Ria Siewert im Oktober mit Dr. Ursula Blanchebarbe (Siegerlandmuseum), Astrid Schneider (KulturSiegenLeiterin), Ludwig Burwitz (Stadtarchiv Siegen), Traute Fries (Vors. Kulturausschuss Stadt Siegen) und Jochen Schreiber (Vors. Ausschuss für Kultur und Tourismus Kreuztal) getroffen.
Im Rahmen dieser Zusammenkunft konnte anhand eines Aktenvermerkes des Stadtarchivs Siegen die Geschichte des Büchernachlasses von Adolf Wurmbach, über die Pädagogischen Hochschule, Abteilung Siegerland / Gesamthochschule Siegen, das Siegerlandmuseum und das Stadtarchiv
Siegen, bis zur Einlagerung im Bunker Wellersberg nachvollzogen werden: Der Büchernachlass, ursprünglich zwischen 1000 und 3000 Büchern, ist nicht mehr vollständig erhalten. Teile wurden zwischenzeitlich anderen Sammlungen zugeführt bzw. sind nicht mehr auffindbar. 1975 erfolgte die
Übernahme in die wissenschaftliche Bibliothek des Siegerlandmuseums. Um das Jahr 2000 musste die „Wurmbach-Bibliothek“ wegen Umbauten ausgelagert werden und kam so in den Bunker Wellersberg. Vorab wurden heimatkundlich interessante Schriften in den lfd. Bestand der Museumsbibliothek integriert. Welche Bücher und wie viele das waren, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Die gesamte Museums-Bibliothek wurde außerdem mit Bezug des KrönchenCenters in die Stadtbibliothek Siegen integriert. Alle Bücher aus dem Nachlass Wurmbach waren damals auf Karteikarten erfasst worden. Diese Karten sind derzeit nicht auffindbar. Weiterlesen →