Friedhof statt Freibad

THW-Jugend Siegen auf Kreisehrengedenkstätte im Einsatz

Wochenende, 25 Grad und Sonne satt. Die THW-Jugend Siegen hat einen Teil des sonnigen Wochenendes nicht etwa im Freibad, sondern auf der Kreisehrengedenkstätte in Gosenbach verbracht und dort die Grabkreuze gereinigt. Kriegsgräberpflege hat in der THW-Jugend Siegen eine lange Tradition. Schon viele Male waren die Junghelferinnen und Junghelfer des THW Siegen im Einsatz und haben sogar in Polen und Belgien Friedhöfe gepflegt. 2018 wurde die Gruppe beim Bundeswettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ für dieses soziale Engagement ausgezeichnet.

Einmal jährlich findet auch ein Reinigungseinsatz in Siegen statt. Schon oft haben die Junghelferinnen und Junghelfer das Grünflächenamt der Stadt Siegen unterstützt und den Friedhof in der Hermelsbach gepflegt. In diesem Jahr ist die THW-Jugend erstmalig auf der Kreisehrengedenkstätte in Gosenbach im Einsatz. Ingolf Jost, Geschäftsführer des Kreisverbands Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, hat die 15 Jugendlichen plus Betreuer auf der Gedenkstätte willkommen geheißen und ihnen etwas zur Geschichte der Anlage erzählt. Weiterlesen

Mammut-Tausch am Museum Wilnsdorf

Das Museum darf sich über einen kleinen Bruder für Willy freuen: Vor kurzem hat ein stählernes Mini-Mammut sein Quartier vorm Museum bezogen.


Das Museum Wilnsdorf ist über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt für die beeindruckende Nachbildung eines Wollhaar-Mammuts. Willy, wie der flauschige Koloss liebevoll genannt wird, ist mit 3,80 Meter Körperhöhe, den imposanten Stoßzähnen und seinem wuscheligen braunen Fell ein echter Publikumsmagnet und ganz zu Recht das Aushängeschild des Hauses. Jetzt hat er dank eines unglaublichen Zufalls einen kleinen, aber stahlharten Bruder bekommen.

Ahlener Mammut als „Vorbild“ Weiterlesen

Hilchenbach: Sparkasse spendet 11.600 Euro an die Wilhelmsburg

Geld für uralte Archivalien und die neuesten Tonies

Lutz Heßelmann von der Sparkasse, Dr. Jochen Dietrich vom Bürgerverein, Fachdienstleiterin Martina Hamann, Büchereileiterin Birgit Latz, Referatsleiter Hans-Jürgen Klein und Jutta Behren-Sarkodieh für das Archiv (v. l.) bei der Übergabe der Spendenschecks.


Oft sind es schon kleine Dinge, die viel ausmachen. Die gibt es aber nicht immer umsonst. Das wissen Birgit Latz von der Stadtbücherei Hilchenbach und Jutta Behren-Sarkodieh vom Stadtarchiv nur zu gut. Deswegen freuten sie sich umso mehr, als Lutz Heßelmann der Wilhelmsburg jetzt erneut einen Besuch abstattete. Im Gepäck hatte der Beratungscenter-Leiter bei der Sparkasse Siegen einen großen Spendenscheck.

Genau genommen geht das Geld zunächst an den Bürgerverein Hilchenbach, der die 11.600 Euro dann an die Einrichtungen in dem altehrwürdigen Gebäude weitergibt. Eine Spende über 1.000 Euro geht an den Bürgerverein selbst. „Wir hoffen, damit Dinge in der Region zu ermöglichen, die sonst nicht möglich wären“, erklärt Dr. Jochen Dietrich, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Genau das möchte die Sparkasse damit erreichen, betont Lutz Heßelmann: „Über den Bürgerverein kommt das Geld an, wo es in der Region gebrauch wird.“

Jutta Behren-Sarkodieh erklärt, dass schon Kleinigkeiten dabei helfen, alte Schätze zu bewahren. „Davon brauchen wir aber viele!“, schließlich lagern in dem Archiv teilweise Dokumente aus dem 17. Jahrhundert. Für die Pflege solch wichtiger Zeitzeugnisse ist das Geld definitiv gut angelegt. Weiterlesen

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ Heft 98 (2023) online

Themen in diesem Heft

– Archivische Arbeit mit Tätigkeitsberichten und Statistiken
– Mehr als schöne Zeichnungen. Das Baukunstarchiv NRW
– Bestände zu Annette von Droste-Hülshoff im Westf. Literaturarchiv
– Bert Donnepp und der Grimme-Preis. Ein DFG-Erschließungsprojekt

Aus regionaler Sicht wichtig ist der Kurzbeitrag „Recherchemöglichkeiten zu personenbezogenen
Daten der Kinderkurheime Bad Waldliesborn und Bad Laasphe aus dem Zeitraum 1958 bis 1970 im Archiv LWL“ von Hans-Jürgen Höötmann.
Link zur PDF-Datei

„Feldbahngeschichten“ – Sonderausstellung im Heimatmuseum Netpherland

Plakat Feldbahnausstellung © Heimatmuseum Netpherland e.V.

Eintauchen in die Welt der Feldbahnen. Was fast aussieht wie eine zu groß geratene Modelleisenbahn, hat in vielen Bereichen den Transport von Gütern aller Art sehr erleichtert. Es gibt viel zu sehen und auszuprobieren für Groß und Klein. Bis einschließlich 7. August wird die Ausstellung zu sehen sein.

Einsatz eines universellen Verkehrsmittels

Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen und dem LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage. Weiterlesen

Ausstellung „Days beyond time“ eröffnet

Erfahrungen von Holocaustüberlebenden in Kunst übersetzt

Als die israelische Künstlerin Maya Rave ihren Großvater erstmals vor laufender Kamera interviewt, ist es für sie eine besondere Erfahrung. Der Holocaustüberlebende erzählt die Geschichten, die er ihr schon häufiger erzählt hat, aber diesmal eröffnet er ganz neue Perspektiven – der jungen Künstlerin und, wie es ihr scheint, auch sich selbst. Offenbar war es dem 90-Jährigen wichtig, dass seine Erlebnisse festgehalten werden – er stirbt nur ein halbes Jahr nach den Dreharbeiten. Für Maya Rave ist klar: seine Geschichte soll, wie die von anderen Holocaustüberlebenden, weiterleben.

Dieses Erlebnis inspiriert Maya und Gal Rave zur Ausstellung „Days beyond time“. Drei Jahre lang führen sie Interviews mit Holocaustüberlebenden aus dem Ghetto Theresienstadt. Die Interviews werden zwölf Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung gestellt, die davon inspirierte Kunstwerke erschaffen: Lebensgeschichten werden in Kunst übersetzt – in Form von Malerei, Plastik oder Holzschnitt. „Days beyond time“ zeigt die Videointerviews und den Entstehungsprozess ebenso wie die fertigen Kunstwerke. Weiterlesen

Linktipp zur virtuellen Ausstellung „Der 17. Juni 1953“

Eine Ausstellung mit Dokumenten, Fotos und Plakaten aus dem Bundesarchiv

Berlin, Schützenstraße.- Aufstand vom 17. Juni 1953.- Sowjetischer Panzer T-34/85 (Turmnummer 83), dahinter wartende Menschen, Jugendliche mit Fahrrädern, Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F005191-0040 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

Zum heutigen, ehemaligen Tag der deutschen Einheit verweist siwiarchiv gerne auf die Online-Präsentation des Bundesarchivs.

s. a. Zusammenstellung von Dokumenten in der Stasi-Mediathek

Stellenausschreibung: Leitung des Stadtarchivs Siegen

Die Universitäts-, Kongress- und Einkaufsstadt Siegen mit rund 106.000 Einwohnerinnen und Einwohnern stellt als Oberzentrum die Wirtschaftsmetropole des südwestfälischen Raumes mit einem Einzugsbereich von rund 600.000 Menschen dar.
Als Stadtverwaltung Siegen ist es unser Ziel, für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Dienstleistungen in hoher Qualität zu erbringen.
Unsere Dienstleistungen und unsere dynamische Stadtentwicklung tragen maßgeblich zur hohen Lebensqualität der Menschen in der grünsten
Großstadt Deutschlands bei.

Die Stadtverwaltung Siegen sucht zum 01.08.2023 in Vollzeit eine/einen

Leiter/in der Stadtarchivs (m/w/d) Weiterlesen

Damit Geschichte nicht verloren geht

Pfarrei St. Barbara Dortmund-Dorstfeld war Gastgeber für den 6. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn

Die Pfarrei St. Barbara Dortmund-Dorstfeld war Gastgeber für den 6. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn.

35 ehrenamtliche Pfarrarchivpflegerinnen und -pfleger trafen sich im Mai zum 6. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn. Gastgeber war die Pfarrei St. Barbara Dortmund-Dorstfeld im Pastoralverbund Am Revierpark. Nils Kowalewski hatte die Tagung als ehrenamtlicher Archivpfleger vor Ort vorbereitet. Der fachliche Austausch und neue Entwicklungen im Archivwesen des Erzbistums standen im Mittelpunkt des Treffens.
Nils Kowalewski referierte zu den mittlerweile in Dorstfeld befindlichen Beständen der Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte. Nachdem die Dokumentationsstelle aufgelöst wurde, haben große Teile des Archiv- und Sammlungsgutes ihre neue Heimat im früheren Pfarrhaus von St. Barbara gefunden. Weiteres Schriftgut ist ins Erzbistumsarchiv Paderborn übernommen worden.
Als Leiter des Erzbistumsarchivs warf Michael Streit einen Blick auf die Geschichte der Pfarrarchivpflege im Erzbistum Paderborn – als Beispiel diente das Pfarrarchiv seiner Heimatpfarrei St. Martinus Hörste. Die früheste Erwähnung eines bischöflichen Archivs in Paderborn datiere auf das Jahr 881, erklärte Streit: „Aus dem Pfarrarchiv Neuenheerse ist das älteste deutsche Bischofssiegel überliefert. Es zeigt Bischof Liuthard, der von 862 bis 887 Paderborner Bischof war.“ Archivladen, Archivkästen oder Schreibladen mit verschiedenen Schlüsseln, die von diversen Amtsträgern wie Pfarrern, Kirchenvorstehern, Provisoren oder Templierern verwahrt wurden, seien in einigen Pfarreien heute noch vorhanden. Das Hörster Exemplar stammt aus dem 16. Jahrhundert und befindet sich heute im Erzbischöflichen Diözesanmuseum. Weiterlesen