Online: Ergebnisse der Volkszählung vom 16. Juni 1933

Unlängst hat die Univerrsitäts- und Landesbilbiothek Düsseldorf die vom Statistischen Reichsamt bearbeitete Publikation“  „Vorläufige Ergebnisse der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Einwohnerzahlen, Stadt- u. Landbevölkerung, Wanderungsbilanz, Haushaltungen, leerstehende Wohnungen, landwirtschaftl. Betriebe“ (Berlin 1934) online gestellt.

Regional finden sich Zahlen für Beide Altkreise und die Städte Siegen und Weidenau.

Archive und Erinnerungskultur im Koalitionsvertrag 2025

Siwiarchiv wirft einen Blick in den Koalitionsvertrag 2025 von CDU/CSU und SPD auf der Suche nach Archivischem – und (neu!) mit einem Exkurs zur Erinnerungskultur:

S. 121:
“ …. Digitalisierung und Standortentwicklung Bundesarchiv
Wir werden die Digitalisierung und die Standortentwicklung des Bundesarchivs mit seinen Außenstellen des Stasi-Unterlagen-Archivs vorantreiben. Auch positive Ereignisse und Orte der deutschen Demokratiegeschichte sind von hoher erinnerungspolitischer Bedeutung. Diese werden wir, wie auch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte weiter fördern. ….“

Exkurs Erinnerungskultur, S. 121 – 122: Weiterlesen

Sonderausstellung: „Gemeinsam Demokratie wagen“

Alte Vogtei Burbach, bis 30.05.2025,18:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Diese Ausstellung – gestaltet von Schülerinnen und Schülern der GMS Burbach-Neunkirchen – macht Mut, stellt Fragen, legt den Finger in »offene Wunden«, zeigt eindrucksvoll mit spannenden Exponaten Folgen auf und lässt Raum zum Nach- und Überdenken.

Schülerinnen und Schüler haben sich ausgiebig mit den ersten 19 Artikeln des Grundgesetzes, in denen die Grundrechte formuliert sind, beschäftigt und sowohl filmisch als auch als Bildergalerie. Auch ein lebensgroßes „Menschenpuzzle“ wurde von Schülerinnen und Schülern angefertigt und gestaltet. Auf jedem Puzzleteil steht genau ein im Grundgesetz verankertes Menschenrecht. Das Puzzle verdeutlicht so auf anschauliche Weise, was aus einem Menschen wird, wenn ihm seine Rechte genommen werden. Dies sind nur zwei Ausstellungsstücke von insgesamt 9 Exponaten, die nachdenklich machen und zu einem regen Austausch der Besucherinnen und Besucher beitragen sollen. Die Bandbreite reicht von der aktuellen Flüchtlingsproblematik bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit „Social Media“. Weiterlesen

Namensgebung der städtischen Moltkestraße in Bad Berleburg

Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen zur heutigen Stadtverordnetenversammlung

“ … [D]as Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs liegt nunmehr fast genau 80 Jahre zurück. Den Grünen in Bad Berleburg erscheint es nicht mehr zwingend und zeitgemäß, Straßen nach Militärs des vorletzten Jahrhunderts zu benennen. Daher beantragt die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung Bad Berleburg, dass die entsprechende städtische Straße nicht mehr nach dem Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke, sondern nach seinem Urgroßneffen, dem Widerstandskämpfer im III. Reich, Helmuth James Graf von Moltke benannt ist.
Dieser Antrag hat also den Charakter der Umwidmung eines Straßennamens, bei der Maßnahmen wie Anschriften-Änderungen für Anwohner oder Austausch von Schildern durch die Stadtverwaltung nicht erforderlich sein werden. Daher betrachten wir die “Regelungen für die Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen auf dem Gebiet der Stadt Bad Berleburg“ (Sitzungsvorlage 307 XI zur StVV am 28.03.2022) als in diesem Fall nicht einschränkend. Der Antrag soll, falls erforderlich, vor seiner Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung am 07.04.2025 im zuständigen Ausschuss (ggf. Ausschuss lt Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt am 01.04.2025) behandelt werden.

Begründung: Weiterlesen

Künstlernachlässe – eine wichtige regionale Überlieferung (?)

“ …. Etwa sein Engagement für die Förderung von Nachlassarchiven für Bildende Kunst, angeregt vom Modellprojekt im Kloster Pulheim bei Köln. Hier leistet die Stiftung Kunstfonds Großartiges. Suttner ist überzeugt, dass insbesondere die Bildende Kunst eine wichtige regionale Überlieferung ist ….“
in: Andreas Kolb: Kultur Pur. Der Siegener Kultur-Ermöglicher Wolfgang Suttner im Porträt, in: Politik & Kultur | Nr. 04/25 | April 2025, S. 14

s. a. auf siwiarchiv
Vortrag: „Das letzte Hemd hat keine Taschen… Wohin mit den Künstlernachlässen?“
Wohin mit den regionalen Künstlernachlässen?
Künstlervor- und –nachlässe in Deutschland

Video: „Der Schellenschmied von Grund “ (1960) – Alte Handwerke


„Das Schellenschmieden ist in Westfalen mittlerweile ein ausgestorbenes Handwerk. Wilhelm Krämer war der letzte Schellenschmied im SiegerSauerland – und vermutlich in ganz Westfalen! Im Dorf Grund bei Hilchenbach führte seine Familie über Generationen hinweg eine Schmiede, ausgezeichnet durch ihr Spezialwissen über das Schmieden von Vieh-Schellen. Mit Rückgang der Naturweidewirtschaft beendete die Familie im Jahr 1950 jedoch auch die Herstellung der Schellen. Die Aufnahmen aus 1959/60, die einen Einblick in die Schellenschmiede in Grund geben, sind daher inszeniert worden. Dieser Filmfassung ist eine Einführung aus 1996 vorangestellt, mit noch weiteren Informationen zur Geschichte und Tradition des Schellenschmiedens und zur Entstehung des Originalfilms.

In der Reihe „Filmschätze“ veröffentlicht das LWL-MEdienzentrum für Westfalen ausgewählte Dokumentar-, Kurz- und Amateurfilme vergangener Jahrzehnte in voller Länge auf YouTube. Charakteristisch für die Filmauswahl ist, dass die „Filmschätze“ Themen aus Westfalen in den Fokus rücken, aus ihrer Entstehungszeit heraus in den Blick nehmen und ein gewisses Zeitkolorit transportieren.“

Vortrag: Die Geschichte meiner Familie erforschen – aber wie?

Donnerstag, 10. April 2025, 19:00 – 21:15 Uhr, Ehemaliges Haus der Kirche, Seminarraum U1 | Burgstraße 21 | 57072 Siegen
Referent: Gerhard Moisel, Archivar Ev. Kirchenkreis Siegen i.R.
Leitung: Heike Dreisbach, Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein

Sie möchten mehr über Ihre Vorfahren herausfinden, wissen aber nicht, wie Sie diesen Wunsch praktisch umsetzen können? An diesem Abend erfahren Sie mehr. Sie erhalten einen Einblick in die Arbeitsweise und das Handwerkszeug der Genealogie (Forschungsgebiet, das sich mit der Herkunft von Verwandtschaftsverhältnissen befasst) und lernen, welche Hilfsmittel Sie einsetzen können und an welche Stellen Sie sich wenden müssen, um Zugang zu Kirchenbüchern und Archiven zu erhalten. Referent ist Gerhard Moisel, Historiker, langjähriger Archivar des Ev. Kirchenkreises Siegen.

Preis: kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten (begrenzte Platzkapazität).Kursnummer: 057 – 3675
Online | Mail: eeb@kirchenkreis-siwi.de | telefonisch 02739-8987839

Ohne Archivalia, kein Siwiarchiv

Dr. Klaus Graf geht in den wohlverdienten Ruhestand. Ohne dessen frühes Engagement in den sozialen Medien – Archivalia startete bereits 2003 – hätte die deutsche Archivlandschaft sicher erst viel später die Möglichkeiten der sozialen Medien genutzt. siwiarchiv begann bspw. erst im Jahr 2012 nach einer wichtigen Lernphase bei Archivalia. Daher: vielen Dank bis hier hin und ad multos annos!

Vortrag: Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein:

Ein neuer Blick auf das 19. Jahrhundert“
Dieter Pfau, Di. 08.04.2025, 18:30 – 20:30 Uhr, Kultureller Marktplatz Dahlbruch, Hilchenbach

Anlässlich des 50-jährigen Kreisjubiläums 2025 widmet sich der Vortrag der Gründung der Kreise Siegen und Wittgenstein (1816, 1817) und ihrer Geschichte im 19. Jahrhundert. Dabei wird der Auf- und Ausbau der Verwaltungsstrukturen und die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung in den beiden preußischen Landkreisen in den Blick genommen. Die Geschichte beider Kreise ist von Beginn an eng miteinander verwoben. Ohne den Kreis Wittgenstein wäre der Kreis Siegen nicht zur Provinz Westfalen gelangt. Während das Wittgensteiner Land über Jahrzehnte einer der ärmsten Landkreise war, gehörte das Siegerland zu den wirtschaftlich ertragreichsten Neuerwerbungen Preußens. Im „preußischen 19. Jahrhundert“ erlebten die Siegerländer einen von Chaussee- und Eisenbahnbauten und einem wirtschaftlichen Strukturwandel begleiteten gewerblich-industriellen Aufschwung, und die Wittgensteiner konnten mit viel Eigeninitiative und bei einer schrittweisen Angleichung der Erwerbs- und Einkommensverhältnisse in Preußen und Deutschland – ähnlich dem heutigen Länderfinanzausgleich – an der stark von sozialen Unterschieden geprägten allmählichen Wohlstandsentwicklung teilhaben. Nicht weniger bedeutsam waren die Veränderungen im politischen und kulturellen Leben. Nach der gescheiterten Revolution von 1848 begann mit der Entstehung und Entwicklung der politischen Parteien ab den 1860er Jahren die allmähliche Demokratisierung in Preußen. Ohne diese Vorgeschichte ist die durch den Zivilisationsbruch der NS-Zeit unterbrochene, nach 1945 fortgesetzte demokratische und rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und damit auch in Siegerland und Wittgenstein nicht denkbar. Bereits im 19. Jahrhundert waren die zwei Nachbarkreise in diesem Entwicklungsprozess durch vielfältige Beziehungen und regen Austausch miteinander verbunden. Weiterlesen