Dr. Hugo Gloede (1882-1967). Jurist und Kreistagsmitglied in Bad Berleburg

Erste Rechercheergebnisse nach einer Anregung auf den siwiarchiv-Beitrag zu Walther Hesse.

– * 1.1.1882 in Mützelburg (Pommern), gest. 20.2.1967[1]
– „Seit September 1911 lebte Hugo Gloede in Berleburg. Er war promovierter Jurist und in Berleburg als Rechtsanwalt tätig.“[2]
– 1912 Ernennung zum Notar[3]
– 1914 – 1930 (?)Verwaltungsrat der Sparkasse [4]
– 1916 Oberleutnant und Adjudant 1. Ersatz Batallion Inf. Regiment Nr. 149[5]
– 1919 Mitglied Kriegerverein Berleburg[6]
– 1921 Mitglied des Kreistags Wittgenstein, u.a. Verwaltungsrat der Sparkasse[7]
            1930 Zeuge im Kreissparkassenprozess[8]
– 1921 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Berleburg, u.a. Mieteinigungsamt[9]
– 1921 Bis Mai Vorsitzender des SGV Abt. Berleburg[10]
– 1931 Anwalt des Klägers Dr. Otto Nölke im Beleidigungsverfahren gegen Otto Schwarz[11]:

Quelle: Wittgensteiner Kreisblatt, 26. September 1931

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Escape Room im Museum Wilnsdorf

– Rätseln, Entdecken, Geheimnisse lüften


Erleben Sie das Museum auf eine ganz neue Art! Unser Escape Room führt Sie quer durch alle Dauerausstellungsbereiche und macht Ihren Museumsbesuch zu einer spannenden Entdeckungsreise.
Auf einer Fläche von fast 2.000 Quadratmetern erwarten Sie knifflige Aufgaben, versteckte Hinweise und überraschende Zusammenhänge. Fünf verschlossene Boxen führen Ihre Gruppe nacheinander in verschiedene Bereiche des Museums. Dort gilt es, Rätsel zu lösen und jeweils eine Zahl zu ermitteln. Erst die Kombination aller fünf Zahlen öffnet das finale Schloss und enthüllt das Geheimnis des Escape Rooms.

Für wen ist der Escape Room geeignet? Weiterlesen

Literaturhinweis: Christian Franke: „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“

Mobilität in der Sackgasse – Am frühen Morgen in Südwestfalen: Pendler reihen sich Stoßstange an Stoßstange, Umleitungen ziehen sich durch Dörfer, und Baustellen gehören zum üblichen Straßenbild. Was für viele Alltag ist, ist für den Siegener Wissenschaftler Dr. Christian Franke ein historisch gewachsenes Problem und ein Warnsignal für die Zukunft.

In seinem Buch „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“ zeichnet Franke nach, wie sehr Mobilität die Region geprägt hat. Gerade Südwestfalen steht dabei exemplarisch für die Chancen, aber auch die Brüche dieser Entwicklung. „Die industrielle Entwicklung im Rheinland und in Westfalen wäre ohne die Möglichkeiten, schwere Güter transportieren zu können, nicht denkbar gewesen“, erklärt der Wirtschaftshistoriker. Seit dem 19. Jahrhundert verbanden Schienen, Kanäle und später Autobahnen die Regionen und sorgten für wirtschaftliches Wachstum. Weiterlesen

Neuausgabe der Einleitungsbeiträge aus dem „Westfälischen Städteatlas“

Zwischen 1975 und 2010 erschien der „Westfälische Städteatlas“ in insgesamt elf großformatigen Lieferungen. Weitere Bände sind unterblieben, da das Projekt seit 2014 in veränderter Form als „Historischer Atlas westfälischer Städte“ fortgeführt wird. Gleichwohl stellen die 80 – u. a. , Freudenberg, Hilchenbach, Siegen – im „Westfälischen Städteatlas“ behandelten Städte bis heute den Kernbestand der westfälischen Atlasarbeit dar.

Den elf Lieferungen der alten Reihe war jeweils eine separat gedruckte Einleitung beigegeben, die auch als „Einleitungsfaszikel“ bezeichnet wurde. Zunächst enthielten die Einleitungen nur die Titelei, ein Inhaltsverzeichnis und Einführungstexte. Mit Fortschreiten des Projektes wurden diese Einleitungsmappen dann aber auch für Aufsätze genutzt, die grundlegende Fragen der westfälischen Städtegeschichte reflektierten. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge von Friedrich-Wilhelm Hemann über Residenzstädte in Westfalen (1997), von Thomas Tippach über frühneuzeitliche Festungsstädte in Westfalen (1999), von Leopold Schütte über kleine Städte in Westfalen (2001), von Thomas Tippach über den rheinisch-westfälischen Kataster (2004), von Wilfried Ehbrecht über 30 Jahre Westfälischer Städteatlas (2006) und noch einmal von Thomas Tippach über die Geschichte der topographischen Landesaufnahme (2010). Weiterlesen

Heute vor 135 Jahren: Adolf Busch (1891 – 1952)

Ein Linktipp zum Gemeindelexikon Riehen (CH): 

Adolf Busch mit Stradivari 1716, Mitte der 1920er Jahre, Fotografin: Gertrud Dietschy, Basel, Quelle: Dokumentationsstelle Riehen

Adolf Busch lebte von 1932 bis 1939 in dem schweizerischen Ort und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wintermonaten dorthin zurück.
Der Lexikonentrag enthält nicht die oben abgebildete Fotografie, sondern auch weitere Dokumente, die Aufschluss über das Leben Buschs in der Schweiz geben.

Heute vor 145 Jahren: Walther Hesse (1881 – 1968)

Rechtsanwalt und Notar, Oberstaatsanwalt in Siegen, Bürgermeister in Bad Laasphe und Mitglied des Kreistages Wittgenstein

Walther Wilhelm Hesse (1881 – 1968)

    • Als Sohn eines Amtsrichters wurde Rechtsanwalt Hesse am 7. August 1881 in Triebei (Mark Brandenburg) geboren.[1]
    • verheiratet mit Katharina Hesse geb. Schrader[2]
    • Dem Kreise Wittgenstein ist Rechtsanwalt und Notar Walther Hesse nahezu vier Jahrzehnte verbunden gewesen.[3]
    • Nachdem Walther Hesse 1935 in einem Zivilprozess einen jüdischen Laaspher (Hermann Hess) vertreten hatte, wurde auf Initiative des Laaspher Alten Kämpfers und Lehrers Walther Balzer in der Nähe seiner Kanzlei ein zehn bis 15 Meter langes Transparent mit der Aufforderung „Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten“ angebracht. In der „Wittgensteiner National-Zeitung“ der NSDAP hatte Balzer zuvor schon Walther Hesse diffamiert.[4]

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Siegen-Wittgenstein im Mittelalter – ein Radio Siegen-„Thementag“

Wie hat es in Siegen früher ausgesehen? Was ist in Siegen-Wittgenstein heute noch vom Mittelalter übrig?
Hat es so früher in Siegen ausgesehen?

So könnte es in der Siegener Oberstadt früher ausgesehen haben (Chat GPT), Quelle: Radio Siegen

Steffen Ziegler: Siegen im Mittelalter:
Liam Horsch: Übrig aus dem Mittelalter – die Ginsburg:

Hinweise zum heutigen Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Es gibt kein Gesamtbild der antiziganistischen Diskriminierung im Nachkriegsdeutschland. Aber der Umgang von Mehrheitsbevölkerung und Behörden war so brutal, dass heute teils von einer „zweiten Verfolgung“ nach dem NS-Terror gesprochen wird. Ein Indiz dafür ist die späte juristische Anerkennung des Völkermordes an den Sinti und Roma durch den nationalsozialistischen Staat im Siegener Prozess gegen Ernst August König (1987 – 1991).

Links zum Prozess auf siwiarchiv:
Online: Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen
Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen
Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“
Online (OA): Katharina Stengel: „Die Überlebenden vor Gericht.Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)“
„Die juristische Auseinandersetzung mit den Verbrechen an Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau“

Literatur (Auswahl) zur sog. „zweiten Verfolgung“ und zum König-Prozess: Weiterlesen

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen