Spaziergang: Bernd und Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes in Siegen-Eiserfeld

MGKSiegen ON TOUR: SA. 24.10. 15–16.30 Uhr, Marktplatz, 57080 Siegen-Eiserfeld

„Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Eiserfeld sind wir auf den Spuren von Hilla und Bernd Becher unterwegs. In vielen Ortschaften rund um Siegen sowie in der Stadt selbst stehen die sogenannten Siegerländer Fachwerkhäuser. Die meisten von ihnen wurden über die Jahre völlig verkleidet oder durch Anbauten erweitert. Doch im Kern und hinter den Fassaden verbergen sich die für das Siegerland typische Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken und Gefachen. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher fotografierten die typischen Fachwerkhäuser in zahlreichen Ortsteilen und Gemeinden in und um Siegen herum. Sie begannen damit 1959 und schlossen ihre dortige Arbeit 1978 ab.“

In deutscher Lautsprache
Kostenlose Veranstaltung
Mit Anmeldung hier
Quelle: MGK Siegen, Kalender

Bad Berleburg: Mahnwache nach Schändungen: „Die Erinnerung wachhalten“

Es waren Bilder, die niemand sehen wollte – und doch waren sie Realität. Gleich zwei Mal kam es in den vergangenen Monaten auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg zu Grabschändungen. Zudem haben ein oder mehrere Täter den Davidstern des jüdischen Mahnmals im Berlebach gewaltsam demontiert. „Nie wieder ist jetzt. Das ist für uns nicht nur eine Worthülse, das wollen und müssen wir leben. Wir können und werden diese Schändungen deshalb nicht akzeptieren. Dafür gibt es null Toleranz! Ein solches Vorgehen hat in unserer friedlichen, freien und demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Unsere Stadt der Dörfer steht für Zusammenhalt und Gemeinschaft“, erklärte Volker Sonneborn. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg hat deshalb eine Mahnwache initiiert. Dieser Initiative haben sich direkt zahlreiche Akteure angeschlossen. Die Mahnwache findet am Mittwoch, 28.10.2026, um 18.00 Uhr am jüdischen Mahnmal in Bad Berleburg statt.

„Bei uns sind alle Menschen willkommen
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Vortrag: „Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe“


Sigrid Weber-Krafft, Samstag, 13. Oktober 2026, Haus des Gastes Bad Laasphe, Foyer
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt: 3 € In Kooperation mit der TKS-Bad Laasphe sowie der Ev. Kirchengemeinde Raumland

Der Vortrag ist ein Ausflug in die Entstehungszeit des Hauses Stolz, Königstraße 49. Anlass ist das 300. Todesjahr des bekannten Baumeisters Hermann Riedesel. Doch es soll jedoch nicht so sehr um das Gebäude und seinen ‚Architekten‘ gehen, sondern um den Mann, der ihn beauftragt hat – Adam Stolz. Seine Lebensgeschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte Wittgensteins. Sie steht stellvertretend für eine Zeit, in denen sich den Menschen nur selten die Chance bot, den ärmlichen Verhältnissen der kleinen Grafschaft zu entkommen.

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Aktuelles

zum Haus Stolz s. a.
Denkmal des Monats – Juli 2015: Altstadt Bad Laasphe

Literatur:
Sigrid Weber-Krafft: Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe, in: Wittgnstein Heft 1/2022, S. 5–17

Sanierung des Bahnhofs Erndtebrück schreitet voran

Bildquelle: Gemeinde Erndtebrück


„…. Der private Investor Thomas Lippold hatte das sanierungsbedürftige Gebäude vor rund fünf Jahren erworben und arbeitet seitdem an einer neuen Perspektive für das historisch wichtige Gebäude Erndtebrücks.
Für die Sanierung des Daches konnte eine Projektförderung im Rahmen der Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt werden. Die vorhandenen Schindeln wurden entfernt, Feuchtigkeitsschäden beseitigt und neue Decken sowie Balken eingebaut. Aktuell werden die Gauben auf der Bahnhofsseite errichtet, wodurch die obere Etage künftig besser für Wohnzwecke genutzt werden kann. Die Fertigstellung der Dachsanierung ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Weiterlesen →

Null Toleranz: Erneut Gräber auf dem jüdischen Friedhof in Bad Berleburg geschändet

Auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg ist es am Wochenende erneut zu Schändungen mehrerer Gräber gekommen. „Die erneuten Schändungen auf dem Friedhof lassen uns fassungslos zurück. Wir verurteilen die Zerstörung und Beschädigung dieses Ortes der Erinnerung, des Gedenkens und des Mahnens für den Frieden auf das Schärfste“, erklärte Volker Sonneborn. Nach Bekanntwerden des neuerlichen Vorfalls waren der Bürgermeister von Bad Berleburg sowie Polizei und Staatschutz am Samstag vor Ort und haben gemeinsam das Ausmaß der Zerstörung aufgenommen. Der Staatsschutz hat zugleich die Ermittlungen übernommen. Dies war schon nach den ersten Vorfällen vor wenigen Wochen erfolgt, als ein oder mehrere Täter Gräber auf dem jüdischen Friedhof geschändet und das jüdische Mahnmal im Berlebach in Bad Berleburg zerstört hatten.

„Unvereinbar mit unseren Werten“

„In den vergangenen Wochen haben wir in Abstimmung mit allen Beteiligten – insbesondere der jüdischen Gemeinde und dem LWL – die notwendigen Abstimmungen getroffen, um die Schäden nach der ersten Schändung zu beheben. Gleichzeitig haben wir in der vergangenen Woche das jüdische Mahnmal im Berlebach repariert und den Davidstern auf dem Mahnmal wieder installiert“, berichtete Volker Sonneborn. Der jüdische Friedhof selbst stand seit Bekanntwerden der ersten Grabschändungen unter engmaschiger polizeilicher Überwachung, zuletzt noch am Freitagabend – und damit unmittelbar vor dem erneuten Vorfall. „Klar ist, dass wir diese Schändung generell und solche Taten im Allgemeinen in keiner Weise tolerieren können und werden. Dies ist unvereinbar mit unseren Werten der Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz, für die unsere Stadt der Dörfer in der Vergangenheit stand und auch in Zukunft immer stehen wird“, erklärte der Bürgermeister.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 7.9.2026