Quellen zur Eisenbahngeschichte online

In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.

Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026

Hinweise zum heutigen Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Es gibt kein Gesamtbild der antiziganistischen Diskriminierung im Nachkriegsdeutschland. Aber der Umgang von Mehrheitsbevölkerung und Behörden war so brutal, dass heute teils von einer „zweiten Verfolgung“ nach dem NS-Terror gesprochen wird. Ein Indiz dafür ist die späte juristische Anerkennung des Völkermordes an den Sinti und Roma durch den nationalsozialistischen Staat im Siegener Prozess gegen Ernst August König (1987 – 1991).

Links zum Prozess auf siwiarchiv:
Online: Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen
Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen
Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“
Online (OA): Katharina Stengel: „Die Überlebenden vor Gericht.Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)“
„Die juristische Auseinandersetzung mit den Verbrechen an Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau“

Literatur (Auswahl) zur sog. „zweiten Verfolgung“ und zum König-Prozess: Weiterlesen

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen