vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Marburg 1936

Im Marburger Universitätsarchiv findet sich das Digitalisat dieser regionalgeschichtlichen Werkes.
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
Sinti in Bad Berleburg – ein TikTok-Post zur Geschichte
Link zum TikTok von Nicole A. Deeg
„Die Geschichte der Sinti in Bad Berleburg ist ein Teil deutscher Geschichte, über den noch immer viel zu wenig gesprochen wird. Bereits seit Jahrhunderten lebten Sinti in Deutschland und auch in der Region um Bad Berleburg lassen sich ihre Spuren nachweisen. Ihre Geschichte ist jedoch geprägt von Ausgrenzung, staatlicher Verfolgung und dem Versuch, ihre Lebensweise und Identität zu unterdrücken. Schon lange vor der Zeit des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma verfolgt. Unter Maria Theresia und Joseph II. wurden im 18. Jahrhundert im Habsburgerreich massive Zwangsmaßnahmen gegen Roma durchgesetzt. Diese historischen Entwicklungen zeigen: Die Verfolgung begann nicht erst 1933. Auch die Geschichte von Bad Berleburg macht sichtbar, was Ausgrenzung und Entrechtung für konkrete Menschen und Familien bedeuteten. Während der NS-Zeit erreichte die Verfolgung schließlich ihren grausamen Höhepunkt: Menschen wurden erfasst, entrechtet, deportiert und ermordet. Diese Geschichte gehört nicht nur in Archive. Sie gehört ins öffentliche Bewusstsein. Denn Erinnerung beginnt dort, wo wir nach Namen, Orten und Schicksalen fragen.“
Spaziergang: Bernd und Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes in Siegen-Eiserfeld
MGKSiegen ON TOUR: SA. 24.10. 15–16.30 Uhr, Marktplatz, 57080 Siegen-Eiserfeld

„Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Eiserfeld sind wir auf den Spuren von Hilla und Bernd Becher unterwegs. In vielen Ortschaften rund um Siegen sowie in der Stadt selbst stehen die sogenannten Siegerländer Fachwerkhäuser. Die meisten von ihnen wurden über die Jahre völlig verkleidet oder durch Anbauten erweitert. Doch im Kern und hinter den Fassaden verbergen sich die für das Siegerland typische Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken und Gefachen. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher fotografierten die typischen Fachwerkhäuser in zahlreichen Ortsteilen und Gemeinden in und um Siegen herum. Sie begannen damit 1959 und schlossen ihre dortige Arbeit 1978 ab.“
In deutscher Lautsprache
Kostenlose Veranstaltung
Mit Anmeldung hier
Quelle: MGK Siegen, Kalender
Zeitreise in Bildern: Freudenberg einst und heute
4Fachwerk-Museum bietet erneut Kalender mit historischem Rückblick

Ein besonders reizvolles Kalendermotiv eröffnet einen seltenen Blick aus einem Fenster der Villa Bubenzer auf die Bahnhofstrasse – mit den markanten Gebäuden von damals Post und Amtshaus.
Historische Fotos ermöglichen unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte. In dem ihnen aktuelle Ansichten gegenübergestellt werden, öffnet sich der Blick für Veränderungen und Entwicklungen. Atmosphäre von einst wird bebildert, der Wandel der Zeiten dargestellt und so der Raum auch für ganz persönliche Erinnerungen geöffnet. Weiterlesen
„Vermittlungsinstanz zwischen Stadt und ländlichen Regionen“

Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, präsentiert im Rahmen der Feierstunde den über 100 Jahre alten Gala-Rock eines seiner Vorgänger.
Foto: LWL
LWL erinnert an 200 Jahre Westfalenparlament
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 7.10. an die Anfänge seines Parlamentes vor 200 Jahren erinnert. „Der Anfang des Westfalenparlaments war mit Sicherheit keine Sternstunde der Demokratie. Aber es war 1826 die Geburt der innovativen Idee, dass unterschiedliche Kommunen und Kreise in einen Interessenausgleich kommen müssen: Wie können wir eine gerechte Gesellschaft trotz regionaler Unterschiede organisieren? Wie können wir Stadt-Land-Gegensätze aufbrechen, damit alle Teile des Landes etwas vom Fortschritt haben“, so der Chefhistoriker des LWL, Prof. Dr. Malte Thießen auf einer Feierstunde in Münster vor 150 Gästen.
Zum ersten Mal sei in Deutschland dieser Ausgleich versucht worden, so Thießen. „Wenn uns die Geschichte des Westfalenparlaments von der regionalen Selbstverwaltung erzählt, dann bekommen wir nicht nur Aushandlungen zwischen oben und unten – heute also zum Beispiel zwischen Bundesland und Kommune – in den Blick. Mindestens ebenso wichtig als Grundlage unserer Gesellschaft ist die horizontale Perspektive – als die Bedeutung des Parlaments als Vermittlungsinstanz zwischen ländlichen Räumen und industriell geprägten Städten.“ Weiterlesen
Heute vor 675 Jahren: Erste urkundliche Erwähnung des Siegerlandes

Quelle: Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, E 401u (Fürstentum Siegen, Landesarchiv / Urkunden), Nr. 57, Kurzregest: Schuldverschreibung der Gräfin Alheid von Nassau an die Ganerber zu Selbach über 500 Mark Pfennige, versichert auf ihre Einkünfte aus dem Lande Siegen, und auf die Lehen, welche die Inhaber der Schuldverschreibung von ihr und ihrem Hause zu empfangen haben. Die Schuldverschreibung ist von der Gräfin zugleich für ihre Söhne Johann, Heinrich und Otto ausgestellt. am Tage Lucae, Link zur Urkunde
Abschrift der Urkunde: Weiterlesen
Auf den Spuren fast vergessener Justizopfer –
Rundgang durch die Bad Laaspher Altstadt zu den Orten der wegen Hexerei verfolgten am 24. Oktober 2026

„Dabei geht es zurück in eine Zeit, in der der Glaube an Hexerei und der damit verbundene Hexenwahn auch in unserer Region zum Alltag gehörten.
Um zu verstehen, wie es zu den Prozessen wegen Hexerei kommen konnte, wird ein Blick auf die damalige Lebensrealität geworfen. Das frühe 17. Jahrhundert war eine Zeit der extremen Krisen. Europa befand sich inmitten der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ – die Winter waren bitterkalt, die Sommer verregnet. Die Folge waren katastrophale Missernten, Hungersnöte und Seuchen, gefolgt von den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges. In ihrer Verzweiflung und existentiellen Not suchten viele Menschen in der Bevölkerung nach Sündenböcken für das unerklärliche Leid und bezichtigten Nachbarn der Zauberei. Der Druck zur Verfolgung entstand hier also vor allem „von unten“, aus der verängstigten Bevölkerung heraus.
Das Besondere an der Geschichte Bad Laasphes ist jedoch die Rolle der Obrigkeit: Weiterlesen
Literaturhinweis: Gabriele B. Clemens/Katharina Thielen/Alexander Olenik (Hgg.): Mevissen – Prototyp des rheinischen Wirtschaftsbürgers?
Forschungspotentiale und Perspektiven zu Gustav von Mevissen und seiner Familie

„Gustav von Mevissen (1815–1899) war einer der erfolgreichsten und innovativsten Unternehmer Deutschlands im 19. Jahrhundert. Er etablierte sich als junger Kaufmann in Köln mit politisch liberalem Profil. Der Rheinländer gehörte zu jenen Unternehmern, die den Eisenbahnbau vorantrieben, in die Schwerindustrie investierten und das Banken- und Versicherungswesen revolutionierten. Der Band bietet aktuelle Beiträge zu Mevissens zahlreichen wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Deutlich wird, wie er geschickt für sein vielfältiges Engagement familiäre, freundschaftliche und politische Netzwerke nicht nur im Rheinland nutzte. Darüber hinaus werden seine engen Kontakte zur Hohenzollerndynastie, nach Berlin sowie seine Erhebung in den Adelsstand fokussiert. Eine gemeinsame Publikation des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde.“
Quelle: Verlagswerbung
Vortrag Ulf Lückel: „Das Grafenhaus zu Sayn Wittgenstein-Berleburg
als Motor der Berleburger Bibelbewegung“.
22.10.2026, 19.30 Uhr Foyer der Sparkasse Wittgenstein, Poststraße 15, 57319 Bad Berleburg, statt. Der Eintritt ist frei.
Vortrag: Manuel Zeiler: »Das Siegerland zur Zeit der Kelten«
Do., 22.10.2026, um 18:30 Uhr, Eintrachtsaal Siegerlandhalle

Ausgrabung eines eisenzeitlichen Verhüttungsofens am „Gerhardsseifen“ in Siegen-Niederschelden (Foto: D. Bachmann
Ende des 1. Jahrtausends v. Chr. besiedeln erste Bauern das Siegerland und leben dort in kleinen Gemeinschaften über hunderte Jahre. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann ein einschneidender Wandel: Fremde Spezialisten wandernden ein und brachten die Technologie mit, Eisenerz zu verhütten. Innerhalb weniger Generationen wurden aus kleinen Verhüttungsöfen die größten ihrer Epoche in Europa entwickelt, massenhaft Eisen erzeugt und teilweise sogar die Landschaft massiv umgestaltet – bis um Christi Geburt alles vorbei war und die Region vollständig verlassen wurde.
Seit den 2000er Jahren erforscht eine Kooperation aus LWL-Archäologie für Westfalen, Deutsches Bergbau-Museum Bochum und Ruhr-Universität Bochum die Eisenzeit im Siegerland. Das Forschungsprojekt geht 2026 zu Ende und mit diesem Vortrag werden erstmals die Gesamtergebnisse vorgestellt.
Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach mal vorbei!
Quelle: vhs Siegen, Programm

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