Siegen-Wittgenstein im Mittelalter – ein Radio Siegen-„Thementag“

Wie hat es in Siegen früher ausgesehen? Was ist in Siegen-Wittgenstein heute noch vom Mittelalter übrig?
Hat es so früher in Siegen ausgesehen?

So könnte es in der Siegener Oberstadt früher ausgesehen haben (Chat GPT), Quelle: Radio Siegen

Steffen Ziegler: Siegen im Mittelalter:
Liam Horsch: Übrig aus dem Mittelalter – die Ginsburg:

Quellen zur Eisenbahngeschichte online

In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.

Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026

Hinweise zum heutigen Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Es gibt kein Gesamtbild der antiziganistischen Diskriminierung im Nachkriegsdeutschland. Aber der Umgang von Mehrheitsbevölkerung und Behörden war so brutal, dass heute teils von einer „zweiten Verfolgung“ nach dem NS-Terror gesprochen wird. Ein Indiz dafür ist die späte juristische Anerkennung des Völkermordes an den Sinti und Roma durch den nationalsozialistischen Staat im Siegener Prozess gegen Ernst August König (1987 – 1991).

Links zum Prozess auf siwiarchiv:
Online: Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen
Vortrag: Klemens Mehrer (Siegen): Blick in ein düsteres Kapitel: Erinnerungen an den 1991 beendeten NS-Prozess gegen SS-Rottenführer Ernst-August König in Siegen
Heute vor 28 Jahren: Urteil im Prozess gegen Ernst August König
Online-Vortrag: „75 Jahre Justiz NRW – Erinnerungen an den Auschwitz-Prozess am Landgericht Siegen 1986 bis 1991“
Online (OA): Katharina Stengel: „Die Überlebenden vor Gericht.Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)“
„Die juristische Auseinandersetzung mit den Verbrechen an Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau“

Literatur (Auswahl) zur sog. „zweiten Verfolgung“ und zum König-Prozess: Weiterlesen

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener


In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben. Weiterlesen

Online: „Doing City“ – Praktiken von Urbanität

Perspektiven in westdeutschen Städten. Moderne Stadtgeschichte 1/2026

„Inhalt
Seit der kulturhistorischen Wende verschiebt sich in der Stadt- und Urbanisierungsgeschichte der Fokus von der geplanten und gebauten zur gelebten und gedeuteten Stadt. Ausgehend von ethnologischen Impulsen rücken Praktiken als Alltagsroutinen und habitualisierte, wissensbasierte Handlungen in den Mittelpunkt, die soziale Bedeutung diskursiv wie performativ erzeugen. Für die Urbanisierungsgeschichte eröffnet dies die Möglichkeit, konkrete Herstellungsprozesse von Urbanität, als Doing City, im historischen Wandel exemplarisch dicht zu analysieren. Das Themenheft erweitert die in der Stadtethnologie etablierte Perspektive des Doing City um eine historische Dimension. Es geht auf eine Tagung an der Universität Siegen im November 2025 zurück, die den Stadt-Raum als soziale Konstruktion der Moderne aus praxeologischer Perspektive diskutierte. Die Beiträge behandeln Beispiele aus Deutschland, zumeist lokale Fallstudien, und blicken mit einem Schwerpunkt in den 1970er Jahren auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. “

Das aktuelle Heft enthält zwei wichtige Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen: Weiterlesen

Ausstellung: Ansichtssache – Damals im Hauberg“

Dieter Wörster zeigt den Hauberg auf alten Bildern und Postkarten.
Sonntag, den 2. August 2026, 14 bis 17 Uhr
Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße Kreuztal-Fellinghausen
Quelle: Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., Jahresprogramm

Neue Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion

Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:

Kirchenkreis Wittgenstein / Elsoff / Konfirmationen für 1865 – 1956

Kirchenkreis Wittgenstein / Elsoff / Trauungen für 1865 – 1961

Kirchenkreis Wittgenstein / Fischelbach / Taufen für 1875 – 1952

Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026

US-Besucher in der 4Fachwerk-Uhrenausstellung

1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen

NRW-Geschichtsmuseum sucht Objekte aus Bad Berleburg

Der „Behrensbau“ an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade, Standort für das zukünftige „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ Foto: Seb. Wuweastian

Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln.

Für die Vorbereitung dieser Ausstellung sucht die „Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“, die das Museum aufbaut, Objekte und Zeugnisse aus allen Jahrzehnten der Geschichte Bad Berleburgs von 1945 bis in die heutige Zeit. Weiterlesen