Heute vor 68 Jahren: Kaffeebohnen-Ernte in Nordrhein-Westfalen

„Die ersten beiden Kaffeebohnen kamen 1951 von Hamburg nach Siegen und wurden anfangs auf der Fensterbank über der Heizung gezogen.
Nach einigen Jahren wurden sie aus Platzgründen in eine Gärtnerei umgezogen. Die erste Ernte von den 23 Pflanzen gab es im Jahr 1956. Die weitere Verarbeitung erläutert Hobby-Züchter [Otto] Georg im Filminterview.“ Weiterlesen

Dr. Hugo Gloede (1882-1967). Jurist und Kreistagsmitglied in Bad Berleburg

Erste Rechercheergebnisse nach einer Anregung auf den siwiarchiv-Beitrag zu Walther Hesse.

– * 1.1.1882 in Mützelburg (Pommern), gest. 20.2.1967[1]
– „Seit September 1911 lebte Hugo Gloede in Berleburg. Er war promovierter Jurist und in Berleburg als Rechtsanwalt tätig.“[2]
– 1912 Ernennung zum Notar[3]
– 1914 – 1930 (?)Verwaltungsrat der Sparkasse [4]
– 1916 Oberleutnant und Adjudant 1. Ersatz Batallion Inf. Regiment Nr. 149[5]
– 1919 Mitglied Kriegerverein Berleburg[6]
– 1921 Mitglied des Kreistags Wittgenstein, u.a. Verwaltungsrat der Sparkasse[7]
            1930 Zeuge im Kreissparkassenprozess[8]
– 1921 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Berleburg, u.a. Mieteinigungsamt[9]
– 1921 Bis Mai Vorsitzender des SGV Abt. Berleburg[10]
– 1931 Anwalt des Klägers Dr. Otto Nölke im Beleidigungsverfahren gegen Otto Schwarz[11]:

Quelle: Wittgensteiner Kreisblatt, 26. September 1931

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Heute vor 135 Jahren: Adolf Busch (1891 – 1952)

Ein Linktipp zum Gemeindelexikon Riehen (CH): 

Adolf Busch mit Stradivari 1716, Mitte der 1920er Jahre, Fotografin: Gertrud Dietschy, Basel, Quelle: Dokumentationsstelle Riehen

Adolf Busch lebte von 1932 bis 1939 in dem schweizerischen Ort und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wintermonaten dorthin zurück.
Der Lexikonentrag enthält nicht die oben abgebildete Fotografie, sondern auch weitere Dokumente, die Aufschluss über das Leben Buschs in der Schweiz geben.

Heute vor 145 Jahren: Walther Hesse (1881 – 1968)

Rechtsanwalt und Notar, Oberstaatsanwalt in Siegen, Bürgermeister in Bad Laasphe und Mitglied des Kreistages Wittgenstein

Walther Wilhelm Hesse (1881 – 1968)

    • Als Sohn eines Amtsrichters wurde Rechtsanwalt Hesse am 7. August 1881 in Triebei (Mark Brandenburg) geboren.[1]
    • verheiratet mit Katharina Hesse geb. Schrader[2]
    • Dem Kreise Wittgenstein ist Rechtsanwalt und Notar Walther Hesse nahezu vier Jahrzehnte verbunden gewesen.[3]
    • Nachdem Walther Hesse 1935 in einem Zivilprozess einen jüdischen Laaspher (Hermann Hess) vertreten hatte, wurde auf Initiative des Laaspher Alten Kämpfers und Lehrers Walther Balzer in der Nähe seiner Kanzlei ein zehn bis 15 Meter langes Transparent mit der Aufforderung „Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten“ angebracht. In der „Wittgensteiner National-Zeitung“ der NSDAP hatte Balzer zuvor schon Walther Hesse diffamiert.[4]

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Seltener Einblick hinter die Kulissen:

Siegerlandmuseum startet öffentliche Restaurierung eines Werkstattgemäldes des weltberühmten Barockmalers Peter Paul Rubens

Im Siegerlandmuseum sind in den kommenden Wochen und Monaten so besondere wie seltene Einblicke zugleich möglich: Besuchende haben die Gelegenheit, die Restaurierung eines Meisterwerks aus der Rubens-Werkstatt hautnah zu erleben! Es handelt sich dabei um eines der bedeutendsten Werke des Siegerlandmuseums mit dem Titel Occasio oder Der siegreiche Held. Beginn der Restaurierungsarbeiten ist voraussichtlich am Dienstag, dem 23. Juni. Die Arbeiten sollen im Laufe des Oktobers abgeschlossen werden.

Altersbedingte Verformungen und Verschmutzungen des rund 400 Jahre alten Gemäldes machen eine konservatorische Maßnahme notwendig. Das Gemälde wird gereinigt, stabilisiert und die Leinwand neu gespannt. Finanziell unterstützt wird die Restaurierungsmaßnahme vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Förderverein des Siegerlandmuseums. Weiterlesen

Link-/Lesetipp: M. Hauber: Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch

Anna of SaxonyAnna von Sachsen (um 1562). Kreidezeichnung von Jacques Le Boucq. Musée des Beaux-Arts, Arras. Public domain, via Wikimedia Commons

„… Das gewählte Beispiel hat im Vergleich zu den übrigen, die ich in meiner Dissertation untersuche, bereits große (populär-) wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. Es handelt sich um das Ehedrama zwischen Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) und seiner zweiten Frau Anna (1544–1577). Von Anfang an hatte die Ehe unter großen Spannungen gelitten. ….““

Quelle:Maria Hauber (21. April 2026). Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch. Saxorum. Abgerufen am 14. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/163uq

Jubiläum: 200 Jahre Berufskolleg Technik – Von der Sonntagsschule zur modernen Bildungsinstitution

„Was für ein außergewöhnliches Jubiläum! Das Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag! Was im Jahr 1826 mit freiwilligen Zeichenkursen begann, hat sich über zwei Jahrhunderte zu einer modernen und einer der größten beruflichen Bildungseinrichtungen Südwestfalens entwickelt“, sagt Landrat Andreas Müller: „Diesen ganz besonderen Geburtstag wollen wir im zweiten Halbjahr 2026 mit einigen Veranstaltungen begehen und damit zugleich auch die berufliche Bildung mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen.“

200 Jahre Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein: Schulleiter Ralf Bruch (r.) hat eine Büste von Landrat Andreas Müller in der Hand, Landrat Müller wiederum von seinem Vorgänger Wilhelm Friedrich von Schenk. Schenk war der erste Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein und hat vor 200 Jahren den Vorläufer des BK Technik und damit die berufliche Bildung insgesamt intensiv gefördert. Die Büsten wurden vom BK mit 3D-Druckern gefertigt.

Unter dem Leitmotiv „Dein Talent. Unsere Stärke. – In Technik, IT und Design.“ steht das Berufskolleg Technik für eine zukunftsorientierte Ausbildung in den drei Fachbereichen Technik-Naturwissenschaften, Informatik und Gestaltung. Aus den historischen Zeichenkursen ist eine Schule entstanden, die sich zu einem modernen Bildungszentrum für Digitalisierung, Robotik, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz entwickelt hat. Ein engagiertes Kollegium mit knapp 150 Lehrkräften unterrichtet mit modernen Lernkonzepten und in digitalen Lernumgebungen rund 4.000 Schülerinnen und Schüler. Weiterlesen

Wittgenstein 1/2026 erschienen

Inhaltsverzeichnis
– Ulrich Schneider: Zur Geschichte des Brauwesens in der Graftschaft Wittgenstein
– Peter Schneider: REFORGER 85: „One of the Coldest Ever“. Das NATO-Wintermanöver „Central Guardian“ im Januar 1985
– Moritz Wild: Villa Osterrath mit Gartenhaus in Bad Laasphe. Neubergischer Stil in Wittgenstein
– Bernd Geier v. Salisch: Fachwerk mit Handschrift – wenn Balken erzählen. Die unverwechselbare Baukunst des Mannus Riedesel
– Irenäus Chmiel und Rainer Wolff: Der Preußische Ringnummerstempel – die „Mauritius von Wittgenstein“
– Maximilian Rose: Rezension: Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
– Joachim Völkel: Hinweis: Bibliografie Wittgenstein. Eine Regionalbibliografie
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein

Erinnerungskultur zum 99. Geburtstag von Anita Ruth Faber

Anlässlich des 99. Geburtstages von Anita Ruth Faber haben sich Schülerinnen und Schüler der Anita-Ruth-Faber-Sekundarschule zusammen mit den Lehrerinnen Kristine Kalashyan und Barbara Schmidt um die Pflege der Stolpersteine in der Lahnstraße gekümmert.


Begleitet wurden sie auch von Axel Braun, der die Schule als Medienpädagoge in einem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Südwestfalen und dem Museum Netpherland begleitet.

Gemeinsam wird in der anstehenden Projektwoche ein Film über Anita Ruth Faber entwickelt: „Anita Ruth Faber – eine Spurensuche“ heißt das Projekt. So konnte bereits einiges an Film und Fotomaterial erstellt werden. Präsentiert wird der Film im Rahmen des Schulfestes am 11.07.2026 in der Schule. Weiterlesen

Online: Sven Panthöfer: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940)

Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland

Der überaus lesenswerte Vortrag von Sven Panthöfer ist auf den Seiten des Siegerlandmuseum online einsehbar. Er weist u. a. Bezüge zur Wirtschaftsgeschichte Kreuztal-Littfelds, zur jüdischen Geschichte (Haus Stöcker, Strumpffabrik Salomon Stern in Littfeld) und zu Adolf Wurmbach auf.