Beiträge:
Rolf Heetfeld Der Bickener Hof zu Siegen, S. 3ff
Andreas Bingener: Die Taufschale der Siegener Nicolaikirche, S. 24ff
Gabriel Isenberg: Orgellandschaft im Wandel am Beispiel der Hilchenbacher Orgelgeschichte, S. 31ff
Markus Krämer: Wer war Maria Elisabeth Jung?, S. 43ff
Christian Brachthäuser: Moralische Instanz und mutiger Sozialreformer: Leben und Werk des Leonhard Gläser, S. 55ff
Wilfried Lerchstein: Der Keramikkünstler Paul Dresler aus Siegen, zu Lebzeiten berühmt und heute fast vergessen, S. 70ff
Moritz Wild: Neunkirchen im Freien Grund – Historische Ortsentwicklung und bemerkenswerte Bauten, S. 100ff
Kategoriearchiv: Persönlichkeiten
„Bin Mensch nicht auch ich?“

Die Künstlerin Inbal Leitner erzählt im Buch „Bin Mensch nicht auch ich?“ das Schicksal von Betty Hochmann, die 1922 in Siegen geboren wurde.
Die Graphic Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt von Siegener Schicksalen in der NS-Zeit. Die Herausgeber Dr. Jana Mikota, Prof. Dr. Daniel Stein und Dr. Jens Aspelmeier sprechen über das Konzept und erste Reaktionen auf das Buch.
Die Zeit der Zeitzeug*innen endet. Neue Formen des Erinnerns werden wichtiger. Die Graphic-Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich? Erinnern, Erzählen, Erleben“, entstanden an der Universität Siegen in Kooperation mit dem Aktiven Museum Südwestfalen, macht lokale Schicksale aus der NS-Zeit durch Comics erfahrbar.
„Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt konkrete, lokale Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus. Ist diese Regionalität ein Schlüssel, um Erinnerung für junge Menschen greifbar zu machen? Weiterlesen
Walter Thiemanns Erinnerungen 2024 in Buchform erschienen

Das Foto von der Buchvorstellung zeigt Norbert Diekmann (Bildmitte) und dem Pastoren-Enkel Hans Joachim Thiemann mit Ehefrau Almuth aus Siegen (rechts im Bild)
„In meines Herren Hand“ lautet der Titel des Buches, das vom Heimatverein Gronau herausgegeben wurde. Inhaltlich geht es dabei um Pastor Thiemanns Erinnerungen um den Kirchenkampf in der NS-Zeit. Dessen Aufzeichnungen wurden durch zahlreiche Anmerkungen und durch die Wiedergabe weiterer Quellen vor allem zum „Kirchenkampf“ in Gronau ergänzt.
Walter Thiemann wurde 1934 als neuer Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Gronau gewählt. Durch sein Engagement gegen völkische Umtriebe im Tecklenburger Land in den 1920-er Jahren war er schon als Nazi-Gegner bekannt. Die örtlichen Nazis bekämpften den gebürtigen Wuppertaler mit allen Mitteln. 1939 erfolgte die Festnahme, Thiemann wird Polizeihäftling in Münster und danach KZ-Häftling in Buchenwald. 1940 wird er freigelassen, durfte aber nicht wieder in Gronau tätig werden. Er wurde Pfarrer im Siegener Land, wo er dann nach 1945 u.a. publizierte und sich für die christlich-jüdische Zusammenarbeit engagierte.
Das 208 Seiten umfassende und durchgehend illustrierte Buch ist zum Preis von 17,90 € im Buchhandel sowie direkt beim Heimatverein Gronau erhältlich.
Quelle: Heimatverein Gronau, Facebook-Eintrag vom 7.10.2024
Biografien zum Widerspruch und Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein
Kritische Anmerkungen und vier Ergänzungen

“ …. Die Initiatoren appellieren an die Leser mitzuarbeiten: zu erweitern, zu präzisieren, zu aktualisieren.“
aus: Ulrich Friedrich Opfermann: Im Netz: Ein drittes regionales Personenverzeichnis zur Zeitgeschichte, in: Siegener Beiträge 22 (2017-18), S. 254-257, hier: S. 257.
siwiarchiv ist diesem Appell schon immer gerne nachgekommen – erinnert sei an Andreas Vomfell und Dr. Hugo Gloede.
Zunächst gilt es einige allgemeine Bemerkungen zu machen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein direktes Einpflegen neuer Einträge oder Ergänzugen von Dritten nicht möglich; so entfällt eine aufwändige Redaktion. Dies nimmt allerdings dem Appell, ebenso wie die fehlende Kommentarfunktion, ein wenig den Schwung. Weiterlesen
Online: Dr. Christine Roßberg: „Das Leben und Wirken des deutschen Kommunisten Walter Krämer
ein Vorbild für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der Deutschen Demokratischen Republik“

Der VVN/BdA Siegerland-Wittgenstein hat unlängst die 1970 erschienene medizinhistorische Dissertation Christine Roßbergs über den aus Siegen stammenden Kommunisten Walter Krämer online verfügbar gemacht.
Quelle: VVN/BdA Siegerland Wittgenstein via Facebook
Ausstellungstipp: „Kunst im Fokus“: Wie Künstlerinnen und Künstler wohnen

Als Fotografin hatte Maren Heyne Zugang zur lebendigen Kunstszene. Erstmals sind nun noch nie gezeigte Fotografien aus dem Nachlass der 2025 verstorbenen Künstlerin Maren Heyne in einer Ausstellung versammelt. Rund 40 dieser Künstlerportraits sind vom 05.08.-30.11.2026 nur im Rahmen von festen Terminen im Bonner Hauptsitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu sehen. Zu sehen sind etwa Aufnahmen von den bekannten Künstlern der einflussreichen Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO. Eindrucksvoll sind etwa Heynes Fotografien aus dem Atelier von ZERO-Vertreter Otto Piene. Sie dokumentieren die Entstehung seiner legendären Feuergouachen und gehören heute zu den meistpublizierten Bilddokumenten der ZERO-Bewegung. Piene zündete flüssiges Fixativ gezielt an, um die charakteristischen Feuerspuren auf seinen Bildern entstehen zu lassen.
Maren Heyne legte ihren Fokus dabei nicht nur auf das klassische Porträt – sie interessierte vor allem wie die Künstler wohnen und wie sie sich einrichten. Dieser Blickwinkel eröffnet völlig neue Einblicke in Kunst und Leben. Durch die Ausstellung führt der Kunsthistoriker Hartmut Witte, der die Fotografin über 35 Jahre lang eng in ihrer Arbeit begleitet hat. Witte ist Vorstand der von Maren Heyne und ihrem Mann Friederich Werthmann 2006 gegründeten treuhänderischen Werthmann-Heyne-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Hauptsitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße1
53113 Bonn
Quelle: Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Heute vor 68 Jahren: Kaffeebohnen-Ernte in Nordrhein-Westfalen
„Die ersten beiden Kaffeebohnen kamen 1951 von Hamburg nach Siegen und wurden anfangs auf der Fensterbank über der Heizung gezogen.
Nach einigen Jahren wurden sie aus Platzgründen in eine Gärtnerei umgezogen. Die erste Ernte von den 23 Pflanzen gab es im Jahr 1956. Die weitere Verarbeitung erläutert Hobby-Züchter [Otto] Georg im Filminterview.“ Weiterlesen
Dr. Hugo Gloede (1882-1967). Jurist und Kreistagsmitglied in Bad Berleburg
Erste Rechercheergebnisse nach einer Anregung auf den siwiarchiv-Beitrag zu Walther Hesse.
– * 1.1.1882 in Mützelburg (Pommern), gest. 20.2.1967[1]
– „Seit September 1911 lebte Hugo Gloede in Berleburg. Er war promovierter Jurist und in Berleburg als Rechtsanwalt tätig.“[2]
– 1912 Ernennung zum Notar[3]
– 1914 – 1930 (?)Verwaltungsrat der Sparkasse [4]
– 1916 Oberleutnant und Adjudant 1. Ersatz Batallion Inf. Regiment Nr. 149[5]
– 1919 Mitglied Kriegerverein Berleburg[6]
– 1921 Mitglied des Kreistags Wittgenstein, u.a. Verwaltungsrat der Sparkasse[7]
1930 Zeuge im Kreissparkassenprozess[8]
– 1921 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Berleburg, u.a. Mieteinigungsamt[9]
– 1921 Bis Mai Vorsitzender des SGV Abt. Berleburg[10]
– 1931 Anwalt des Klägers Dr. Otto Nölke im Beleidigungsverfahren gegen Otto Schwarz[11]:

Quelle: Wittgensteiner Kreisblatt, 26. September 1931
Heute vor 135 Jahren: Adolf Busch (1891 – 1952)
Ein Linktipp zum Gemeindelexikon Riehen (CH):

Adolf Busch mit Stradivari 1716, Mitte der 1920er Jahre, Fotografin: Gertrud Dietschy, Basel, Quelle: Dokumentationsstelle Riehen
Adolf Busch lebte von 1932 bis 1939 in dem schweizerischen Ort und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wintermonaten dorthin zurück.
Der Lexikonentrag enthält nicht die oben abgebildete Fotografie, sondern auch weitere Dokumente, die Aufschluss über das Leben Buschs in der Schweiz geben.
Heute vor 145 Jahren: Walther Hesse (1881 – 1968)
Rechtsanwalt und Notar, Oberstaatsanwalt in Siegen, Bürgermeister in Bad Laasphe und Mitglied des Kreistages Wittgenstein
Walther Wilhelm Hesse (1881 – 1968)
-
- Als Sohn eines Amtsrichters wurde Rechtsanwalt Hesse am 7. August 1881 in Triebei (Mark Brandenburg) geboren.[1]
- verheiratet mit Katharina Hesse geb. Schrader[2]
- Dem Kreise Wittgenstein ist Rechtsanwalt und Notar Walther Hesse nahezu vier Jahrzehnte verbunden gewesen.[3]
- Nachdem Walther Hesse 1935 in einem Zivilprozess einen jüdischen Laaspher (Hermann Hess) vertreten hatte, wurde auf Initiative des Laaspher Alten Kämpfers und Lehrers Walther Balzer in der Nähe seiner Kanzlei ein zehn bis 15 Meter langes Transparent mit der Aufforderung „Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten“ angebracht. In der „Wittgensteiner National-Zeitung“ der NSDAP hatte Balzer zuvor schon Walther Hesse diffamiert.[4]
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