
„Im Rahmen des Riedesel-Jahres 2026 weist der Wittgensteiner Heimatverein gerne auf eine besondere Ausstellung im Schaufenster der Wittgensteiner Kunstgesellschaft am Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg hin. Die Wittgensteiner Künstlerin Marianne Seelbach hat bedeutende Bauwerke von Mannus Riedesel – darunter die Ludwigsburg, die Kapelle Sassenhausen, das Haus Stolz, die Raumländer Empore und den Hof Dambach – in beeindruckenden Quilts und Textilarbeiten neu interpretiert.
Während Mannus Riedesel seine Kunstwerke aus Eichenholz schuf, setzt Marianne Seelbach Stoff, Nadel und Faden ein. So entsteht ein ganz neuer Blick auf das Werk eines der bedeutendsten Wittgensteiner Handwerker des frühen 18. Jahrhunderts.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen“
Quelle: Wittgensteiner Heimatvereien, Aktuelles
Archiv der Kategorie: Persönlichkeiten
Freudenberg im Zeitgeschehen 1 (2026) erschienen
Aus dem Inhalt:
– Gerhard Berg: Geschäfte im Ortskern Alter Flecken, S. 3ff
– Friedhelm Röcher: Der alte Fußballplatz in Lindenberg, S. 15ff
– Hans-Jürgen Klappert: Es knallt und stinkt, es dampft und schabt, S. 21ff
– Bodo Hoffmann: Karl Sterzenbach, ein Freudenberger Pädagoge, S. 27ff
– Teo Shwarz: Erinnerungen an das Jahr 1944, S. 37
– Redaktion: Nordrhein-Westfalen ehrt Thomas Ijewski
„Silberne Taufschale, goldenes Krönchen – wie der transatlantische Sklavenhandel Siegen begl(dr)ückte“
Vortrag und Diskussion, Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, Siegen, KrönchenCenter, 1.05 Vortragsraum
Jeder kennt das Wahrzeichen von Siegen, das Krönchen auf der Nikolaikirche und viele kennen auch die Silberne Taufschale. Beides sind Geschenke des Fürsten Johann Moritz von Siegen-Nassau. Doch nur wenigen ist bekannt, dass diese Geschenke eng mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden sind.
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Albert Ludorff, Public domain, via Wikimedia Commons
Der Vortrag informiert über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Geschenken und der Sklaverei. Der Referent, Prof. Dr. Schädler zeigt in seinen Vortrag die Merkmale von Sklaverei und Sklavenhandel auf und verdeutlicht in einem historischen Abriss die Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels sowie die Rolle, die die europäischen Mächte im Zusammenspiel mit den damaligen afrikanischen Eliten dabei spielten. Thematisiert werden die Abläufe der Versklavung und die damit verbundenen ungeheuren Dimensionen von Grausamkeit, aber auch die Profitabilität vor allem der Plantagenwirtschaft in den Amerikas. Mit Verweis auf das ‚goldene Zeitalter‘ der Niederlande, wird ebenfalls verdeutlicht, wie es dem „Militärunternehmer“ Fürst Johann Moritz von Siegen-Nassau, damals Gouverneur für Niederländisch-Brasilien, möglich wurde, die silberne Taufschale und das goldene Krönchen der Kirchengemeinde von Siegen als Geschenk zu überreichen. Der Vortrag soll dazu beitragen, diesen Teil der Siegener Stadtgeschichte transparenter zu machen. Weiterlesen
Projekt „Juden und Westfalen und Lippe“ abgeschlossen
Das Projekt Juden und Westfalen und Lippe (JuWeL), eine Kooperation vom Verein für Computergenealogie, der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) und dem Landesarchiv NRW Abt. OWL zur Erfassung aller in den Juden- und Dissidentenregistern genannten Personen ist abgeschlossen. Die Freiwilligen bearbeiteten 12.843 Seiten und erstellten 142.093 Personendatensätze, die über die Projektseite recherchierbar sind (s. http://juwel.genealogy.net). Wir danken allen für ihr eindrucksvolles ehrenamtliches Engagement! Weiterlesen
Landesarchiv NRW: Fragen und Anworten zur Entnazifizierung

Hugo Stinnes vor dem Sonderausschuss des Entnazifizierungshauptausschusses des Regierungsbezirks Düsseldorf, Quelle: LAV NRW R, RWB, Nr. 1290 / Carl August Stachelscheid
Für den ersten Einstieg in die Recherche nach Entnazifizierungsakten gibt es seit kurzem eine neue Anlaufstelle. Auf „Fragen und Antworten zur Entnazifizierung“ finden Sie Anhaltspunkte für die Suche nach Ihren Vorfahren. Mehr Informationen zu den Entnazifizierungsakten und dem Vorgang der Entnazifizierung sind auf der Seite „Entnazifizierungsakten“ gebündelt.
Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, 22. Mai 2026
s. a. https://www.siwiarchiv.de/nrw-entnazifizierungsakten-online/
Riedesel-Radtour
Vortrag: Sven Panthöfer M.A.: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940) – Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland
Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 28. Mai 2026
Der Vortrag im Rahmen des Siegener Forums widmet sich dem Leben und fotografischen Schaffen des in Littfeld ansässig gewesenen Drechslermeisters Friedrich Wilhelm Bäcker. In den Jahren ab ca. 1905 bis 1920 hielt Bäcker Landschaften und Menschen im Littfe- und Ferndorftal fotografisch fest. Seine Aufnahmen zeigen das Bild der Dörfer, Menschen bei ihrer Arbeit und Landschaften. Seine Fotografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs verdeutlichen, wie der Krieg bis in die Dörfer des Siegerlandes wirkte. Bisher kaum wahrgenommen wurden seine zahlreichen Portraitaufnahmen, die im Vortrag ebenfalls in den Blick genommen werden.
Neben der Fotografie stellte Bäcker Tabakpfeifen her, reparierte Uhren und handelte mit
Bilderrahmen und anderen Dingen. Er interessierte sich für Literatur und Astronomie, war Mitglied eines dörflichen Kulturkreises und pflegte lange Jahre einen Austausch mit dem Heimatschriftsteller und Lehrer Adolf Wurmbach.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 28. Mai um 18.30 Uhr im Siegerlandmuseum. Der
Eintritt ist frei.
Noch bis zum 27. September ist die Ausstellung „Friedrich Wilhelm Bäcker – Visionen einerVergangenheit“ mit ausgewählten Aufnahmen im Siegerlandmuseum zu sehen.
Quelle: Stadtarchiv Siegen, Pressemitteilung
Nachtrag, 31.5.2026:
Wikipedia-Artikel: Hans Gärtner (1891 – 1961)

Nationalzeitung (Wittgenstein), 5. August 1937
Unlängst hat Dieter Bald seinen 70. Wikipedia-Eintrag über den Maler Hans Gärtner erstellt, der zwischen 1936 und 1939 im Altkreis Wittgenstein wirkte.

Quelle: National Archives, NSADP-Mitgliederkartei, A3340-MFOK: Number F0027
Vertrieben, vergessen, wiederentdeckt
Charlotte Leubuscher war eine Pionierin der Ökonomik. Sie ist die erste habilitierte Nationalökonomin Deutschlands und doch kaum bekannt. Die Universität Siegen benannte ein Gebäude nach ihr und rückt die außergewöhnliche Wissenschaftlerin wieder ins Licht.
Viele nennen es noch immer „das alte Gesundheitsamt“. Doch wer heute am Campus Unteres Schloss der Universität Siegen unterwegs ist, kommt am Charlotte-Leubuscher-Haus vorbei. Dort ist unter anderem die Plurale Ökonomik zu Hause und der Name eine bewusste Entscheidung. Angestoßen hat die Benennung 2018 ein Arbeitskreis, zu dem auch Dr. Svenja Flechtner, Juniorprofessorin für Plurale Ökonomik, gehörte. „Wir suchten eine Persönlichkeit, mit der wir uns identifizieren können“, sagt sie. Und es sei klar gewesen: Dieses Gebäude soll nach einer Frau benannt werden. „Leider gibt es in der Geschichte der Wirtschaftswissenschaften nicht so viele Frauen“, so Svenja Flechtner. Weiterlesen
Erasmus Sarcerius (1501-1559) – Stadtarchiv Siegen erinnert an das 525. Geburtsjahr des Humanisten, Theologen und Gründungsrektors des Gymnasiums Am Löhrtor

Unterschrift Pressefoto: Erasmus Sarcerius (1501-1559). Vorlage: Stadtarchiv Siegen, Bestand Historische Bibliothek, Nr. 109.
„Erasmus Sarcerius gehört fraglos zu den bemerkenswertesten Gestalten der Reformationszeit. Über die Jugendzeit des am 1501 im sächsischen Annaberg geborenen Sarcerius ist kaum etwas zu erfahren. Immerhin wissen wir aber, dass er im Alter von vierzehn Jahren die Domschule in Freiberg bezog und seinem humanistischen Lehrer Petrus Mosellanus wenige Jahre später 1522 nach Leipzig folgte. Nach dem Tod seines Lehrers im Jahre 1524 ging er nach Wittenberg, um sich dort Martin Luther und Philipp Melanchthon anzuschließen“, weiß Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen zu berichten. Weitere Stationen des strengen Lutheraners waren Wien und Rostock, von 1531 bis 1536 wirkte er zudem als erster Konrektor am Katharineum in Lübeck. Weiterlesen

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