Ausstellung: „Die Blauen Reiterinnen“

Museum Wiesbaden, bis 21. Feb. 2027
„Wieso meine kleinen Sachen mit ausgestellt werden sollen, ist mir doch weiter ein Rätsel. ….“
Emmi Dresler (1880 – 1962) an Wassily Kandinsky, 1909

Gabriele Münter, Kandinsky und Erma Bossi am Tisch, 1912, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957 © VG Bild-Kunst Bonn 2026

„Der Blaue Reiter“, gegründet 1911 in München, war ein Kreis von Persönlichkeiten, die im Bereich der Malerei, Literatur und Musik Visionäres geleistet haben. Er steht für Emotion, die Befreiung der Farbe vom Gegenstand und die Idee einer Gleichwertigkeit von künstlerischen Ausdrucksformen unterschiedlicher Epochen, Gattungen, Regionen. Das Besondere am „Blauen Reiter“ war die schrankenlose Offenheit, etwa dass von Beginn an viele Künstlerinnen wie selbstverständlich an der Ideenentwicklung für eine neue expressive Kunst mitwirken konnten – ungewöhnlich in einer Zeit, in der dies Frauen aufgrund des herrschenden, ihnen völlig widrigen gesellschaftlichen Normengefüges sonst kaum möglich war. Weiterlesen →

Vortrag: Löwe, Nilpferd und Esel. Peter Paul Rubens’ Tiere

12.11., 18:00, Siegerlandmuseum, Kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Vortrag von Jacqueline Estelle Hartwig, M.A.


Tiere erscheinen in Rubens’ Werken als gefürchtete Bedrohung, geliebte Begleitung und wenig geachtete Unterlegene. Das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier, das heute umso mehr diskutiert wird, ist bereits in Bildern des 17. Jahrhunderts deutlich. In dieser Zeit erwacht die Faszination an Natur und Tier auf neue Weise und Naturforscher versuchen, das ganze Wissen über die Tierwelt in enzyklopädischen Büchern zu versammeln. Rubens erwirbt einige dieser Tierbücher und malt derweil Tiere mit Persönlichkeit und Ausdrucksstärke, die die flämische Tiermalerei für immer verändern sollen. Stecher wie Schelte à Bolswert und Pieter Claesz Soutman übersetzen die Kompositionen in Rubens’ eigener Werkstatt meisterhaft in Kupferstiche und Radierungen. Auch darüber hinaus werden seine Bilderfindungen in der Druckgrafik verbreitet. Anhand dieser Grafiken untersucht der Vortrag die Bedeutung von Tieren in Kunst und Gesellschaft der Rubenszeit. Weiterlesen →

„Die meisten Familien möchten ihre schmutzige Vergangenheit gerne vergessen“

Prof.in Christina Strunck stellte ihre fesselnde Familiengeschichte vor. Sie ist das Resultat intensiver Recherchearbeit. © C. Schmale

„Samstags um 12“ startete ins Wintersemester. Zu Gast war die Kunsthistorikerin Prof.in Christina Strunck aus Erlangen-Nürnberg mit ihrer Familiengeschichte: „Die Aufsteiger. Deutscher Mittelstand unter Hitler“. Weiterlesen →

Lese- und Gesprächskreis zum 155. Todestag von Elisabeth Grube geb. Diez

10., 17. und 24.11.2026, 17:00 Uhr, Museum Netpherland

„Alles, was mich umgab, hatte poetischen Glanz, und in den einfachsten Verhältnissen entwickelte sich mein Sinn für Schönheit und Kunst.“
(Autobiografie Elisabeths 1847)

Der Lese- und Gesprächskreis widmet sich Leben und Werk der 1803 in Netphen geborenen Dichterschwestern Elisabeth und Katharina. Grundlage bildet der 2023 dem Museum Netpherland übergebene handschriftliche Nachlass ihrer in Bremen lebenden Nachkommen. Die darin enthaltenen Lebenserinnerungen eröffnen detaillierte Einblicke in das soziale Leben in Netphen um 1815/17.
Im Zentrum steht die vergleichende Analyse der unterschiedlichen poetischen Profile: Elisabeths an der zeitgenössischen Frauenliteratur orientierte, sozial engagierte und politisch reflektierende Dichtung steht Katharinas romantisch geprägter, märchenhafter Lyrik gegenüber, die u. a. von ihren Eindrücken der Berliner Ereignisse von 1848 beeinflusst ist. Anhand ausgewählter Texte werden beide Ausdrucksformen untersucht und für eigene Schreibprozesse erschlossen.
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Ausstellung: „NATUR. Rubensgrafik IV“

6. November 2026 – 17. Januar 2027, Siegerlandmuseum

Das vierte Kapitel der Ausstellungsreihe Mensch│Rubens lädt dazu ein, das Verhältnis von Mensch und Natur anhand ausgewählter Druckgrafiken neu zu entdecken. Im Fokus steht dabei das Verhältnis zu Tieren. Welche Rolle spielen Tiere als Gegenüber des Menschen? Sind sie Beute, Bedrohung oder ebenbürtige Akteure? Und in welcher Weise spiegeln Tierbilder vielleicht sogar politische Macht- und Herrschaftsansprüche der Rubenszeit wider?

Mit der Ausstellungsreihe Mensch │ Rubens lädt das Siegerlandmuseum Besuchende dazu ein, das druckgrafische Werk von Peter Paul Rubens besser kennenzulernen. In wechselnden Kapiteln werden die Bestände vorgestellt und in aktuelle Kontexte gesetzt. Im Zentrum steht dabei der Mensch – in seiner Beziehung zur Umwelt, zur himmlischen Sphäre und nicht zuletzt zu anderen Menschen.

„Zwanzig für einen, Ihr Hunde! Das sollt Ihr noch bezahlen!“

Veranstaltungen der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein anlässlich des 85. Jahrestag der Ermordung des Siegener Kommunisten Walter Krämer

Quelle: ITS Arolsen, 1.1.5.3/KRAI KRANS/00127507/0005, Archivnummer 9999)

Vortrag
Freitag, 06.11. um 19:00 Uhr
Bernd Langer (Berlin): Walter Krämer – Klassenkämpfer, Antifaschist und Humanist. Ein historischer Vortrag über Leben, politischen Kampf und Vermächtnis.
Kulturhaus Lÿz (Eingang „C“), Raum 204, St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen,

Mini-Ausstellung
Samstag, 07.11. von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr
„Das Leben und Wirken Walter Krämers – Kommunist, Widerstandskämpfer, Gerechter unter den Völkern“
Zwischen Herrengarten und neuem Siegufer, 57072 Siegen Weiterlesen →

Spaziergang: Bernd und Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes in Siegen-Eiserfeld

MGKSiegen ON TOUR: SA. 24.10. 15–16.30 Uhr, Marktplatz, 57080 Siegen-Eiserfeld

„Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Eiserfeld sind wir auf den Spuren von Hilla und Bernd Becher unterwegs. In vielen Ortschaften rund um Siegen sowie in der Stadt selbst stehen die sogenannten Siegerländer Fachwerkhäuser. Die meisten von ihnen wurden über die Jahre völlig verkleidet oder durch Anbauten erweitert. Doch im Kern und hinter den Fassaden verbergen sich die für das Siegerland typische Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken und Gefachen. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher fotografierten die typischen Fachwerkhäuser in zahlreichen Ortsteilen und Gemeinden in und um Siegen herum. Sie begannen damit 1959 und schlossen ihre dortige Arbeit 1978 ab.“

In deutscher Lautsprache
Kostenlose Veranstaltung
Mit Anmeldung hier
Quelle: MGK Siegen, Kalender

Literaturhinweis: Gabriele B. Clemens/Katharina Thielen/Alexander Olenik (Hgg.): Mevissen – Prototyp des rheinischen Wirtschaftsbürgers?

Forschungspotentiale und Perspektiven zu Gustav von Mevissen und seiner Familie

„Gustav von Mevissen (1815–1899) war einer der erfolgreichsten und innovativsten Unternehmer Deutschlands im 19. Jahrhundert. Er etablierte sich als junger Kaufmann in Köln mit politisch liberalem Profil. Der Rheinländer gehörte zu jenen Unternehmern, die den Eisenbahnbau vorantrieben, in die Schwerindustrie investierten und das Banken- und Versicherungswesen revolutionierten. Der Band bietet aktuelle Beiträge zu Mevissens zahlreichen wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Deutlich wird, wie er geschickt für sein vielfältiges Engagement familiäre, freundschaftliche und politische Netzwerke nicht nur im Rheinland nutzte. Darüber hinaus werden seine engen Kontakte zur Hohenzollerndynastie, nach Berlin sowie seine Erhebung in den Adelsstand fokussiert. Eine gemeinsame Publikation des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde.“
Quelle: Verlagswerbung

Podcast: „Adolf Saenger – Die Last der Erinnerung“

– eine Einladung zum Weiterforschen des Herdorf History Podcasts:

„Ein Bronzerelief mit verwundeten und erschöpften Soldaten wird zum Ausgangspunkt einer kunsthistorischen Spurensuche. Das heute in Herdorf befindliche Werk wird Adolf Saenger zugeschrieben – einem Maler und Bildhauer aus dem Siegerland, dessen Leben und Kunst von den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts geprägt wurden.

Wer war Adolf Saenger? Welche Spuren hinterließ seine eigene Verwundung im Ersten Weltkrieg? Und wie lässt sich die eindringliche Darstellung menschlichen Leidens im historischen Zusammenhang verstehen? Weiterlesen →

Vortrag: „Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe“


Sigrid Weber-Krafft, Samstag, 13. Oktober 2026, Haus des Gastes Bad Laasphe, Foyer
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt: 3 € In Kooperation mit der TKS-Bad Laasphe sowie der Ev. Kirchengemeinde Raumland

Der Vortrag ist ein Ausflug in die Entstehungszeit des Hauses Stolz, Königstraße 49. Anlass ist das 300. Todesjahr des bekannten Baumeisters Hermann Riedesel. Doch es soll jedoch nicht so sehr um das Gebäude und seinen ‚Architekten‘ gehen, sondern um den Mann, der ihn beauftragt hat – Adam Stolz. Seine Lebensgeschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte Wittgensteins. Sie steht stellvertretend für eine Zeit, in denen sich den Menschen nur selten die Chance bot, den ärmlichen Verhältnissen der kleinen Grafschaft zu entkommen.

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Aktuelles

zum Haus Stolz s. a.
Denkmal des Monats – Juli 2015: Altstadt Bad Laasphe

Literatur:
Sigrid Weber-Krafft: Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe, in: Wittgnstein Heft 1/2022, S. 5–17