Ausstellungstipp: „August Sander – Zum 150. Geburtstag“

bis zum 24. Januar 2027, Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Quelle: Tobias Gerhardus, Herdorf


„Der 150. Geburtstag von August Sander (1876–1964) bietet uns den willkommenen Anlass, sein facettenreiches, über Jahrzehnte gewachsenes Œuvre ausführlich zu würdigen. Seit 1992 befindet sich das August Sander Archiv in der Photographischen Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Nahezu sämtliche Exponate der Ausstellung entstammen dem hauseigenen Bestand. Es handelt sich um den weltweit größten Fundus zum Werk des Photographen, der über berühmte Motive hinaus eine Vielzahl an bislang kaum bekannten Aufnahmen und Themenkomplexen bietet. So umfasst die Ausstellung neben Porträts aus seinem zentralen Kultur- und Gesellschaftswerk Menschen des 20. Jahrhunderts etwa Aufnahmen aus der frühen Schaffenszeit im österreichischen Linz wie auch Auftragsarbeiten aus dem Westerwald aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Weiterlesen

Vortrag: „Jung-Stilling – Vom Bauernjungen zum Fürstenberater“

Siegerländer Heimatstammtisch: Reinhard Gämlich, Do., 24.09.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Café Klarfeld, Albert-Irle-Straße 1, 57250 Netphen-Deuz

Der Hilchenbacher Stadtarchivar i.R. berichtet über den sozialen Aufstieg von Johann Heinrich Jung-Stilling.

Zu Jung-Stilling sind etliche Einträge auf siwiarchiv vorhanden.

Heute vor 75 Jahren: Fritz Busch (1890-1951)

Wolff, Sophie: Porträt Fritz Busch – Stiftung Stadtmuseum Berlin

Brustbild im Profil. Der Dirigent Fritz Busch während der ersten Probe zu Hindemiths „Cardillac“ in der Dresdner Oper.

Von der Nichte der Bildhauerin, Malerin und Zeichnerin Sophie Wolff (1871-1944) erworben.

Bezeichnet li. u. eigenhändig „Sophie Wolff 25.10.26“. in der Bildmitte handschriftlich als sächsisches Bonmot „B wie Baul“, rückseitig auf dem Unterlagekarton „Sophie Wolff Berlin Halensee Joachim Friedrich Str. 53 / Generalmusikdirektor Fritz Busch, Dresden / I. Probe zu Hindemith’s Cardillac, Dresdner Oper“ mit Feder von Sophie Wolff eigenhändig, darunter später mit Bleistift „Stift. Klösterlein, Annemarie v. Geb. Wolff/ 1975“.

Material/Technik: Kreide auf Papier, auf einen Träger kaschiert.

Maße: Blattgröße: Höhe 39 cm, Breite 32,5 cm
Quelle: Stiftung Stadtmuseum Berlin

Vortrag: Oliver Teufer: »Ein Kartograph an der Zeitenwende –

Leben und Wirken Tilemann Stellas in der Nachschau seines 500. Geburtstages«
Do., 10.09.2026, um 18:30 Uhr, Eintrachtsaal, Siegerlandhalle

Die Verkaufs-Vorschau für den Globus aus dem Jahr 1592 ist der Schlüssel zur Klärung der Herkunft des St. Galler Globus. (Bild: Zentralbibliothek Zürich), Link zur Abbildung in höherer Auflösung: http://dx.doi.org/10.7891/e-manuscripta-34116

Zu den Pionieren und maßgeblichen Wegbereitern der modernen Kartographie zählt Tilemann Stella (1525-1589). Als Tilemann Stolz vor 500 Jahren als Sohn eines Schusters in Siegen geboren, besuchte er die hier von Erasmus Sacerius (1501-1559) begründete Lateinschule. Ab 1559 in den Diensten Herzog Johann Albrechts von Mecklenburg stehend, wirkte er für diesen in Rostock als Mathematiker, Wasserbaumeister und vor allem Kartograph. In letzterer Funktion schuf er eine Vielzahl von Karten und leistete u.a. die Vorarbeiten zum berühmten St. Gallener Globus.
Seiner Heimatstadt Siegen blieb Stella trotz der räumlichen Entfernung verbunden und ließ dem Stadtrat bspw. Abdrucke seiner Werke zukommen.
Im Rahmen des Vortrages sollen verschiedene Aspekte der vielseitigen Vita des Tilemann Stella beleuchtet werden.
Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach mal vorbei!

Quelle: vhs Siegen, Programm

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Kritische Anmerkungen und drei Ergänzungen

“ …. [Das Personenlexikon] ist …. jederzeit erweiterungs- und korrekturfähig, also in der Lage zu erweitern und zu präzisieren und gegebenfalls nachzukorrigieren. Damit handelt es sich um ein Projekt zum Mitmachen, das vor allem natürlich bei den Angaben für das Personnenverzeichnis ….“
aus: Ulrich Friedrich Opfermann: Im Netz: Zwei Personenverzeichnisse zur regionalen Zeitgeschichte, in: Siegener Beiträge 20 (2015), S. S. 235 – 237, hier: S. 235

Für siwiarchiv ist das Personenlexikon eine unverzichtbare Recherchehilfe und oft genug erste Anlaufstelle für eigene Forschungen – erinnert sei bspw. an Erich Moning oder Dr. Anton Beischl.

Zunächst gilt es einige allgemeine Bemerkungen zu machen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein direktes Einpflegen neuer Einträge oder Ergänzugen von Dritten nicht möglich; so entfällt eine aufwändige Redaktion. Dies nimmt allerdings dem Aufruf zur Mitarbeit, ebenso wie die fehlende Kommentarfunktion, ein wenig den Schwung. Weiterlesen

Siegerland 1 (2026) erschienen

Beiträge:
Rolf Heetfeld Der Bickener Hof zu Siegen, S. 3ff
Andreas Bingener: Die Taufschale der Siegener Nicolaikirche, S. 24ff
Gabriel Isenberg: Orgellandschaft im Wandel am Beispiel der Hilchenbacher Orgelgeschichte, S. 31ff
Markus Krämer: Wer war Maria Elisabeth Jung?, S. 43ff
Christian Brachthäuser: Moralische Instanz und mutiger Sozialreformer: Leben und Werk des Leonhard Gläser, S. 55ff
Wilfried Lerchstein: Der Keramikkünstler Paul Dresler aus Siegen, zu Lebzeiten berühmt und heute fast vergessen, S. 70ff
Moritz Wild: Neunkirchen im Freien Grund – Historische Ortsentwicklung und bemerkenswerte Bauten, S. 100ff

„Bin Mensch nicht auch ich?“

Die Künstlerin Inbal Leitner erzählt im Buch „Bin Mensch nicht auch ich?“ das Schicksal von Betty Hochmann, die 1922 in Siegen geboren wurde.

Die Graphic Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt von Siegener Schicksalen in der NS-Zeit. Die Herausgeber Dr. Jana Mikota, Prof. Dr. Daniel Stein und Dr. Jens Aspelmeier sprechen über das Konzept und erste Reaktionen auf das Buch.

Die Zeit der Zeitzeug*innen endet. Neue Formen des Erinnerns werden wichtiger. Die Graphic-Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich? Erinnern, Erzählen, Erleben“, entstanden an der Universität Siegen in Kooperation mit dem Aktiven Museum Südwestfalen, macht lokale Schicksale aus der NS-Zeit durch Comics erfahrbar.

„Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt konkrete, lokale Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus. Ist diese Regionalität ein Schlüssel, um Erinnerung für junge Menschen greifbar zu machen? Weiterlesen

Walter Thiemanns Erinnerungen 2024 in Buchform erschienen

Das Foto von der Buchvorstellung zeigt Norbert Diekmann (Bildmitte) und dem Pastoren-Enkel Hans Joachim Thiemann mit Ehefrau Almuth aus Siegen (rechts im Bild)

„In meines Herren Hand“ lautet der Titel des Buches, das vom Heimatverein Gronau herausgegeben wurde. Inhaltlich geht es dabei um Pastor Thiemanns Erinnerungen um den Kirchenkampf in der NS-Zeit. Dessen Aufzeichnungen wurden durch zahlreiche Anmerkungen und durch die Wiedergabe weiterer Quellen vor allem zum „Kirchenkampf“ in Gronau ergänzt.

Walter Thiemann wurde 1934 als neuer Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Gronau gewählt. Durch sein Engagement gegen völkische Umtriebe im Tecklenburger Land in den 1920-er Jahren war er schon als Nazi-Gegner bekannt. Die örtlichen Nazis bekämpften den gebürtigen Wuppertaler mit allen Mitteln. 1939 erfolgte die Festnahme, Thiemann wird Polizeihäftling in Münster und danach KZ-Häftling in Buchenwald. 1940 wird er freigelassen, durfte aber nicht wieder in Gronau tätig werden. Er wurde Pfarrer im Siegener Land, wo er dann nach 1945 u.a. publizierte und sich für die christlich-jüdische Zusammenarbeit engagierte.

Das 208 Seiten umfassende und durchgehend illustrierte Buch ist zum Preis von 17,90 € im Buchhandel sowie direkt beim Heimatverein Gronau erhältlich.

Quelle: Heimatverein Gronau, Facebook-Eintrag vom 7.10.2024

Biografien zum Widerspruch und Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein

Kritische Anmerkungen und vier Ergänzungen

“ …. Die Initiatoren appellieren an die Leser mitzuarbeiten: zu erweitern, zu präzisieren, zu aktualisieren.“
aus: Ulrich Friedrich Opfermann: Im Netz: Ein drittes regionales Personenverzeichnis zur Zeitgeschichte, in: Siegener Beiträge 22 (2017-18), S. 254-257, hier: S. 257.

siwiarchiv ist diesem Appell schon immer gerne nachgekommen – erinnert sei an Andreas Vomfell und Dr. Hugo Gloede.

Zunächst gilt es einige allgemeine Bemerkungen zu machen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein direktes Einpflegen neuer Einträge oder Ergänzugen von Dritten nicht möglich; so entfällt eine aufwändige Redaktion. Dies nimmt allerdings dem Appell, ebenso wie die fehlende Kommentarfunktion, ein wenig den Schwung. Weiterlesen