Kulturgeschichtliche Exkursion „Bergbau + Hüttenkult im Zitzenbachtal“

Exkursion mit Freibadbesuch und Grillen an der CVJM-Hütte
Wann: 26.08.1716:00
Wo: Wanderparkplatz Freibad Zitzenbach, Nussbaumweg, 57223 Kreuztal-Ferndorf
Kreuztal
Wer: Katrin Stein

Das Zitzenbachtal ist eines der ältesten besiedelten Täler im Siegerland, das für frühen Bergbau und Eisenverhüttung bekannt ist. Eisen, Blei, Kupfer, Zink und etwas Silber hat man früher aus der Erde geholt – Halden, Stollen, viele Schlacken und „Erzpflanzen“ zeugen bis heute davon. Das Naturfreibad und viele Waldhütten machen das Tal auch kulturgeschichtlich sehr interessant. Dies alles wird bei einer Tour um das Freibad erkundet. Nach einem Sprung ins kühle Nass (wer mag bitte Badesachen mitbringen) gibt es an der CVJM-Hütte eine zünftige Rast mit leckerem Essen und erfrischenden Getränken.

Anmeldung bitte bis zum 25.08. zur Kalkulation der Einkäufe
Katrin Stein, Tel. 02732 590976
Kosten: für Verzehr und Hüttennutzung wird eine Spende erbeten.

Quelle: Eisenstraße Südwestfalen, Veranstaltungen

Wittgenstein 2 (2017) erschienen

Inhalt:
Ulf Lückel: Nachruf auf Eberhard Bauer
Florentine Goswin-Benfer (†): „September“
Heinz Strickhausen: Die Rainchen, früher „Gängelcher“ genannt — Abkürzungen und ehemalige Fluchtwege
Hartmut Prange: Zur Geschichte der Familie Buchheim in Schwarzenau
Ernst Imhof: Gesinde und Gesindel
Karl-Heinz Bender: Ein Schwarzenauer Auswanderer, der in Amerika erfolgreich wurde …
Andreas Wahl: Kapellenrechnungen aus Wunderthausen — Eine Auswertung ab 1658
Klaus Mengel: Aus dem Leben des Landkommissars Johann Jacob Mengel
Paul Riedesel: Ein Blick in die Demografie des oberen Elsofftals 1730-1880

sowie 2 Buchbesprechungen Ulf Lückels:
1) Werner Freitag Die Reformation in Westfalen, Münster, 2016, und
2) Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts (betr. Wittgenstein), Tübingen 2017

Tornado in Siegen

Heute vor 125 Jahren:

“ …. bald nach [15] Uhr entwickelte sich bei bleischwerer Luft unterhalb Niederschelden in dem breiten Siegthale eine Windhose. Diesselbe bewegte sich in nördlicher Richtung auf Niederschelden und zerstörte einen großen, zur Charlottenhütte gehörenden Güterschuppen. Man war eben beschäftigt, die unter dem Schuppen stehenden fünf Wagen zu entladen, als plötzlich zum Entsetzen der Arbeiter sich das Dach des Schuppens hob und die Balken zerbrachen. Glücklicher Weise kamen die Beschäftigten mit dem bloßen Schrecken davon.
Die Windhose trieb dann über die Ausläufer vom Cleef und wirbelte in der Nähe des Amthauses eine Unmenge Staub, Gras- und Strohhalme auf, um dann ihren Weg, der durch eine riesige trichterförmige Staubwolke gekennzeichnet war, nach dem Roderberge hin zu nehmen. Hier prallte sie ab und fuhr das Thal entlang in der Richtung nach Siegen. Allenthalben wurden die „Ritter“, welche sie erfaßte, in die Höhe gehoben und die Garben durcheinander geschleudert.
Dem Anscheine nach löste sich die Naturerscheinung in der Herrenwiese auf.“
Quelle: Siegener Zeitung, Heimatland, 12. August 2017 [Wiedergabe eines Berichtes der Siegener Zeitung vom 18. August 1892]

Linktipp: Projekt der LWL-Archäologie zur eisenzeitlichen Metallurgie im LWL-Freilichtmuseum Hagen VII

Am 20. August beginnt die wichtigste Experimentphase der Verhüttung im Nachbau eines eisenzeitlichen Rennofens aus dem Siegerland, bei der die nötigen hohen Temperaturen durch die Verbrennung eines organischen Energieträgers gewährleistet werden wird. Das Blog der LWL-Archäologie widmet sich daher der Frage, ob Holz oder Holzkohle verwendet wurde.

Kreisarchiv bittet um Mithilfe 7

v.l.n.r: NN, Forster, NN

Im Bildarchiv des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein befinden einige unzureichend beschriebene Bilderzusammenstellungen. Ziel dieser Reihe ist mit Hilfe der Leserinnen und Leser von siwiarchiv Personen und ggf. Orte der Aufnahmen oder Anlässe der Fotos zu ermitteln. Ausgewählt wurde die Bildersammlung, die Fotografien mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor (OKD) Karl Heinz Forster enthalten.
Zu sehen ist hier der Oberkreisdirektor bei einer Betriebsbesichtigung. Die beiden übrigen Personen sind unbekannt.

s. a.
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 1
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 2
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 3
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 4
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 5
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 6

Uni Siegen: „Ingenieure der Verlautbarung.

Kommunikationspraktiken und Netzwerke des Bundeskanzleramtes in der Entstehungsphase der deutschen Mediendemokratie in den 1950er Jahren.“
Start des Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zentraler Behörden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat im November 2016 ein Forschungsprogramm zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der Ministerien und zentraler deutscher Behörden ausgeschrieben. Sie folgte damit den Anregungen einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie des Instituts für Zeitgeschichte und des Zentrums für Zeithistorische Forschung („Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus – Stand und Perspektiven der Forschung“). Die ausgewählten zehn Forschungsvorhaben stehen nun fest. Weiterlesen

Publikation zur Ur- und Frühgeschichte im Sauer- und Siegerland

[Reblog vom Blog der LWL-Archäologie, 03.08.2017]

Im Juli 2017 ist eine Übersichtspublikation erschienen, die den aktuellen Kenntnisstand der LWL-Archäologie zur sauer- und siergerländischen Ur- und Frühgeschichte behandelt.

Der Beitrag ist erschienen in der jüngsten Publikation des Geologischen Dienstes NRW (Krefeld) zu einem bestimmten Landschaftsraum, diesmal dem Sauer- und Siegerland bzw. dem Westfälischen Bergland. Das Projekt hat bereits eine längere Produktionsgeschichte hinter sich, so dass der Überblick immer wieder bis zur Drucklegung aktualisiert wurde.
Link zum Beitrag: Baales_et_al._2017_-_Sauer-und_Siegerlan .

Heute vor 68 Jahren: 1. Bundestagswahl in den Kreisen Siegen und Wittgenstein

Im damaligen Bundestagswahlkreis 66, der drei Kreise (Land- und Stadtkreis Siegen sowie Landkreis Wittgenstein) umfasste, wurde bei einer Wahlbeteiligung von 78,5% folgendes Ergebnis erzielt:

Kandidat Partei Stimmen (abs.) Prozent
Theodor Siebel CDU 42.078 38.4 %
Fritz Fries SPD 32.233 29.4 %
Lotte Friese-Korn FDP 8.391 7,7 %
Alexander Hirschfeld DRP 13.779 12,6 %
Johannes Habicht Unabh. 7.966 7,3 %
Franz Lukas Zentrum 1.590 1,4 %
Ernst Stein KPD 3.238 3,0 %
[Ferdinand Gräf (RW VP), Augsut Ohm (RSF)]   407 0,4 %

Quelle: Schiemer, Hans Georg: 60 Jahre CDU im Siegerland und in Wittgenstein, in: Schriftenreihe des CDU-KReisverbandes Siegen-Wittgenstein e. V. Heft 19, Siegen 2006, S. 42

Matthias Plaga-Verse: „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten.“

Neupietismus im Nationalsozialismus. Eine Quellenstudie zu neupietistischen Printmedien am Beispiel von Der Evangelist aus dem Siegerland.
[Anm.: Als Dissertation im Mai 2017 an der Universität Siegen vorgelegt, s. Querschnitt 3 (2017), S. 6]

In dieser historischen Quellenarbeit wird die Zeitung Der Evangelist aus dem Siegerland, herausgegeben vom Verein für Reisepredigt, als Primärquelle aus der NS-Zeit (Jahrgänge 1933 bis 1941) analysiert. Dabei steht das Verhältnis zwischen Verfassern, Quellentexten und Adressaten im zeitgeschichtlichen Kontext des NS und im regionalgeschichtlichen Kontext des Siegerlandes im Vordergrund des Interesses. Obwohl in einzelnen Publikationen die besondere Rolle der evangelischen Gemeinschaftsbewegung des Siegerlandes für die gesellschaftliche und religiöse Entwicklung der Region hervorgehoben wurde[1], fand eine eingehende wissenschaftliche Analyse der religiösen wie politischen Positionierung der Gemeinschaftsbewegung im Nationalsozialismus für diese Region bisher nicht statt. Dies ist angesichts ihrer zahlenmäßigen Relevanz im Untersuchungszeitraum umso erstaunlicher. In den Jahren 1932 bis 1941 hatte der Evangelist zwischen 7.000 und 8.000 Abonnenten. Der eigentliche Leserkreis muss allerdings deutlich größer gewesen sein, da in einem Haushalt meist mehrere Personen den Evangelisten lasen oder vorgelesen bekamen. Geht man, konservativ geschätzt, von drei Lesern pro Exemplar aus, erreichte der Evangelist wöchentlich ca. 24.000 Leserinnen und Leser.

Aus folgenden Gründen kommt dem Evangelisten als kirchenhistorischer Quelle ein besonders hoher Wert zu: Weiterlesen