Wilnsdorf: Unterirdische Maschinenhalle kommt ans Licht

Die imposante Maschinenhalle der Grube Landeskrone ist ein einmaliges Denkmal der frühen Industrialisierung. Im Vordergrund ist die Schachthalle und im Hintergrund das Podest der Dampfmaschine. © Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Peter Thomas

Dunkel, nass und sehr beschwerlich war der Weg, den ein wissenschaftliches Team vor drei Jahren nehmen musste, als es den „Tiefen Grundstollen Landeskrone“ bei Wilnsdorf erkunden wollte. In der Maschinenhalle des stillgelegten Bergwerks fauchte einst die erste untertage eingesetzte Dampfmaschine im Siegerland.

Der seit Jahrzehnten verplombte Stollen wurde 2016 im Zuge der Bauarbeiten an der A45 geöffnet und Forschern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Vereins für Siegerländer Bergbau zugänglich gemacht. Fast einen Kilometer weit mussten sich die Wissenschaftler durch Morast und teilweise brusthohes Wasser kämpfen, bevor sich ihnen die imposante Halle öffnete.

Virtuelles Modell im Museum
Besucher des Wilnsdorfer Museums werden diese industriehistorisch bedeutsame Stätte bald auf wesentlich angenehmere Art und Weise erkunden können, dank moderner 3D-Technologie und der finanziellen Förderung durch LEADER-Mittel. „Die Forscher nahmen 2016 nicht nur Ausgrabungen vor, sondern fotografierten die architektonisch beeindruckende Maschinenhalle lückenlos“, weiß Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck zu berichten. „Aus diesen Aufnahmen werden wir ein virtuelles Modell der unterirdischen Anlage gestalten lassen, das unsere Besucher mit Hilfe einer VR-Brille sehen können, eine spektakuläre Erfahrung“, ist sich die Historikerin sicher. Weiterlesen

Wikipedia-Artikel zu Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1801 – 1874)

Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein Unbekannter Maler, Foto von Dieter Bald, via WikimediaCommons [Public domain]

Im Herbst vergangenen Jahres hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zu Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein erstellt.

s. a. folgende Literatur (Zusammenstellung aus der Bibliographie Wittgenstein): Weiterlesen

Jahresbericht 2018 des Landesarchivs NRW erschienen

Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen 2018. Duisburg: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen 2019. 60 S., zahlr. farb. Abb., kart. – kostenlos – (zu beziehen über Landesarchiv NRW)

Der Jahresbericht widmet sich u.a. dem Relaunch des Archivportals NRW und der Neuerschließung des Bestandes NW 0174 (Justizministerium, Sondergerichtsakten, Todesurteile), der auch Akten des Oberlandesgerichtsbezirkes Hamm (Bielefel, Dortmund, Hagen, Essen) aus den Jahren 1939 bis 1945 enthält.

Online: Publikationen aus dem LWL-Museum für Naturkunde

via Archivalia

Zur Bearbeitung regionaler natur(schutz)- bzw. umweltgeschichtlicher Themen stehen folgende Publikationen zum PDF-Download bereit:

Abhandlungen:





Zeitschrift “Natur und Heimat” (1934 – 2016): Link

Zeitschrift “Geologie und Paläontologie in Westfalen” (1983 – 2019): Link

Jahresberichte der botanischen Sektion des Westfälischen Provinzial-Vereins für Wissenschaft und Kunst (1872 – 1924): Link

Jahresberichte der zoologischen Sektion des Westfälischen Provinzial-Vereins für Wissenschaft und Kunst (1873 – 1923): Link

Buchprojekt: Backhäuser in Wittgenstein

” ….. Zudem möchte der Landrat jetzt ein Versprechen einlösen, das der Kreis vor 30 Jahren gegeben hat. Damals war unter Landrat Walter Nienhagen und Oberkreisdirektor Karlheinz Forster in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein Buch über die Backhäuser im Siegerland erarbeitet und veröffentlicht worden. Im Vorwort wurde angekündigt, dass ein zweiter Band mit den Backhäusern in Wittgenstein folgen soll. Dieser ist jedoch bis heute nicht erschienen. Allerdings hat Hans-Armin Kohlberger aus Bad Laasphe in den vergangenen Jahren in akribischer Arbeit Fotos und Geschichten der Wittgensteiner Backhäuser zusammengetragen. „Diese Fleißarbeit ist es Wert, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Deshalb ist der Heimatbund gerne bereit, als Herausgeber für dieses Buch zu fungieren“, kündigt Andreas Müller an: „Der 25. Geburtstag des Heimatbundes ist auch hier für uns ein wunderbarer Ansporn, dieses Buch jetzt engagiert zu verwirklichen. Es wäre klasse, wenn wir das bis spätestens zum ‚Fest der Dörfer‘ am 29. August nächsten Jahres hinbekommen. Wir werden zumindest unser Möglichstes versuchen.“
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Meldungen, 12.8.2019

Themen wie Bergbaugeschichte, Artenschutz, Regionale Lebensmittel oder Denkmalschutz in den Mittelpunkt stellen


” …. Die jüngste Sitzung des geschäftsführenden Vorstands des Heimatbundes war die erste unter Leitung des neuen Vorsitzenden Andreas Müller. Dabei skizzierte der Landrat seine Vorstellungen von der künftigen Arbeit des Heimatbundes als Dachorganisation der Heimatvereine in Siegen-Wittgenstein. So möchte er neue Projektgruppen bzw. Arbeitskreise zu aktuellen Themen initiieren. U.a. schlägt Müller vor, Gruppen und Vereine, die sich mit Bergbau-Themen beschäftigen, enger zu vernetzen und zu einem Austausch einzuladen. „Offenbar gibt es im Moment wieder ein deutlich steigendes Interesse an unserer Bergbaugeschichte. Hier lohnt es sich, das örtliche Expertenwissen zusammenzubringen, um diese Art von Heimatarbeit insgesamt zu fördern“, so Müller: „Was für unsere Eltern und Großeltern noch Teil ihres Alltages war, ist für junge Menschen kaum noch nachvollziehbar. Hier können wir als Heimatbund dazu beitragen, diesen Teil unserer Geschichte, der uns bis heute prägt, lebendig zu halten. ….“

Darüber hinaus kann Müller sich vorstellen, dass der Heimatbund Projekte oder auch Fachveranstaltungen zu Themen wie Denkmalschutz, Hauberg, Regionale Lebensmitteln oder Artenschutz organisiert. Diese Ideen sollen im laufenden Jahr konkretisiert, vorbereitet und dann im kommenden Jahr Schritt für Schritt umgesetzt werden. …”
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Meldungen 12.8.2019

Nassau-Oranischer Archivzweckbau in Dillenburg

Dillenburg - Archiv Hofgartenstraße 1 (KD.HE 132533 2 08.2015)
Oliver Abels (2015), via Wikimedia Commons, [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Einer der ersten deutschen Archivzweckbauten steht in Hessen: In Dillenburg. Er wurde “In den 1760er Jahren errichtet für nassau-oranisches Schriftgut. In den vielfach zersplitterten Territorien des Hauses Nassau sollte bereits die Existenz eines eigenen Archivgebäudes die immer noch zentral gedachte Funktion des alten Residenzortes Dillenburg beweisen und über die durchaus widrigen Zeitläufte hinweg »retten«. (1)
Bis zur Aufteilung des Archivgutes auf die Standorte Den Haag, Wiesbaden und Münster verblieben die nassau-oranischen Archivalien in diesem Gebäude.

Literatur:
Pons, Rouven: Neueste Technik für das Archiv : Dillenburgs erster Blitzableiter 1783-1787 ; dem Dillenburger Archivgebäude zum 250. Geburtstag, in: Nassauische Annalen Bd. 127 2016, S. [105]-121
(1) Pons,Rouven: Sicherheit in schwerer Zeit. Der Bau des Dillenburger Archivs 1764–1766, in: Krimm, Konrad/Syré, Ludger: Herrschaftswissen. Bibliotheks- und Archivbauten im Alten Reich, Oberrheinische Studien, Bd. 37, 2018, S. 203-226

Links:
Stadt Dillenburg, Tourismus, Historischer Weg, Station: Altes Archivgebäude, Link (Aufruf, 9.8.2019)
Kulturdenkmäler in Hessen, Eintrag: Hofgartenstr. 1, Dillenburg, Link, (Aufruf: 9.8.2019)

Danke an das Hessische Landesarchiv, das via Instagram ein Bild des Gebäudes postete und das Interesse von siwiarchiv weckte!