Vortrag: “Entstehung des Kirchspiels Burbach (1219 – 1500)”

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach
Sonntag, 24. Februar 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Dr. Andreas Bingener, Historiker und Autor


Im 11. Jahrhundert wird in Burbach eine Kirche gebaut und aus dem Jahr 1219 stammt das Dokument eines Adligen, in dem Wipertus von Burbach als geistlicher Zeuge aufgeführt wird. Diese Urkunde stellt die Ersterwähnung des Kirchspiels Burbach dar. 1367 wird mit der Zerstörung der Snorrenburg der Einfluss der Selbacher beendet. Die Doppelherrschaft von Nassau und Sayn entwickelt sich. 1478 wird die Vogtei als gemeinsamer Gerichtsitz in Burbach begründet.Ref
Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Heute vor 230 Jahren: Karl Groos geboren

Karl August Groos (* 16. Februar 1789 in Saßmannshausen; † 20. November 1861 in Koblenz) war ein evangelischer Geistlicher, Herausgeber von Liedsammlungen und Komponist. Er stammte aus dem Altkreis Wittgenstein und seit 1827 war er in Koblenz tätig. In den hiesigen Archiven fanden sich zunächst die Unterlagen zu dessen Geburt und Ehe..
Die evangelische Kirchengemeinde Feudingen stellte einen Auszug aus dem Taufregister zur Verfügung: TaufregisterK. A. Groos.
Die evangelische Kirchengemeinde Laasphe ergänzte dies um zwei Photographien des Heiratsregister aus dem Jahr 1821:
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Heute bloggt auch das Archiv der evangelischen Kirche in Rheinland über Karl Groos und widmet ihm 2 Beiträge: Link zum ersten Eintrag: 230-jähriges Geburtsjubiläum Karl August Groos, Link zum zweiten Eintrag: Karl August Groos (1789-1861) – ein Pfarrerleben in Zeiten des Umbruchs. Eine Blogkooperation!

“Zeitspuren”-Linktipp: Reiselinien in den Kreisen Siegen und Wittgenstein 1905


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Reiselinien in den Kreisen Siegen und Wittgenstein 1905

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Freudenberg, Kirche St. Marien

siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre.


Die Freudenberger St. Marien Kirche wurde vom Siegener Architekturbüro Aloys Sonntag geplant und 1963 – 1964 errichtet. Bemerkenswert sind auch die Meistermann-Fenster des Gebäudes. Weiterlesen

Wikipedia-Eintrag zu Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1598 – 1643)

Ludwig Casimir 1598-1643
Gemälde von Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1598-1643) Unbek. Künstler, ca. 1620
Dieter Bald [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Dieter Bald hat bereits im vergangenen Jahr diesen Eintrag zu Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg für die Wikipedia vorgelegt.

Wer baute in Siegen Feuerspritzen?


Auf den siwiarchiv-Eintrag zur ältesten Feuerspritze in der Stadt Siegen stellte Dr. Moritz Jungbluth, Landschaftsmuseum Westerwald, freundlicherweise die drei Bilder einer Feuerspritze zu Verfügung, die im LVR-Freilichtmuseum Kommern ausgestellt ist. Laut Beschriftung des Wasserkastens wurde dieses Gerät in Siegen gebaut, allerdings lässt sich der Name des Herstellers und des Einsatzortes der Spritze nicht mehr erkennen.

Heute vor 60 Jahren starb Bernhard Salzmann (1886 – 1959) in Siegen gebürtiger Landeshauptmann Westfalens


Anregungen zur weiteren biographischen Forschung:
Links:

  • Seite „Bernhard Salzmann“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Januar 2019, 08:18 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bernhard_Salzmann&oldid=185183729 (Abgerufen: 29. Januar 2019, 09:25 UTC)
  • Internet- Portal “Westfälische Geschichte”, Dokumentation “Personen / Westfälische Biografie online”: Eintrag zu Bernhard Salzmann, (Abgerufen: 29. Januar 2019)
  • Eintrag “Salzmann, Bernhard” in: Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreises Siegen und Wittgenstein, (Abgerufen: 29. Januar 2019
  • [Nachtrag 13.2.2019]”Bernhard Salzmann (1886-1959) : Kämpfer für Westfalen”, archivamtblog, 12.2.2019

Literatur:

  • Dröge, Martin: Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899 – 1945). Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen, Paderborn 2009 [Anm.: In den Tagebücher seines Vorgängers wird Salzmann einige Male erwähnt. Die Eintragungen lassen einen Rückschluss auf deren Verhältnis zu.]
  • Hebermann, Clemens: Abschied von Landeshauptmann Dr. Bernhard Salzmann, in: Westfalenspiegel 1959, Heft 3, S. 1 – 3
  • Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechter-Lexikon, Siegen 1974, S. 277
  • NN: Verdiente Ehrung des Landeshauptmanns Dr. Bernhard Salzmann, in: Kommunalpolitische Blätter, 1954, S. 243 – 244
  • Pudor, Fritz: Bernhard Salzmann, in: Lebensbilder aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet 1958/59, Düsseldorf 1962, S. 85 – 89
  • Siegerländer Heimatkalender 1960, S. 157
  • Tröps, Dieter: Bernhard Salzmann und der Kreis Olpe. Der letzte Landeshauptmann von Westfalen war auch mit unserem Kreis eng verbunden, in: Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 59 (1988), S. 173-185

Medien:

  • Siegener Zeitung: 14.3.1951 (“Der Landeshauptmann Dr. h.c. Bernhard Salzmann 65 Jahre alt. Gruß und Glückwunsch für einen Siegerländer”), 31.3.1954, 30.4.1954, 13.3.1956, 12.2.1959, o.D. Artikel z. 40jährigen Dienstjubiläum
  • Westfalenpost: 15.9.1953, 8.1.1954, 1.2.1959, 12.2.1959 (Karl-Heinz Henkel: “Dr. h. c. Bernhard Salzmann kämpfte für Westfalens Einheit”)
  • Westfälische Rundschau: 12.2.1959

Erinnerungskultur: Weiterlesen

Gedenken an die ermordeten Hilchenbacher Juden

Jährliche Kranzniederlegung am 28. Februar – eine Bürgereingabe von Wolfgang Ruth

Am 16. Januar 2019 hat Herr Wolfgang Ruth folgende Anregung gemäß § 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) bei mir eingereicht: „Bekanntlich sind im Holocaust auch 20 Hilchenbacher Bürger, jüdischen Glaubens, ermordet worden. Opfer dieser Verbrechen waren auch Gerti Holländer und ihr 10jähriger Sohn Lothar, die am 28. Februar 1943 zur Ermordung nach Auschwitz deportiert wurden. Auf ein gebotenes ehrendes Gedenken an seine im Holocaust ermordeten jüdischen Bürgerhat die Stadt bisher leider verzichtet.Dagegen erinnert zum Beispieldie Stadt Kreuztal an ihren ermordeten Bürger Fred Meier durch dieNamensgebung „Fred-Meier-Platz“ und eine jährliche Gedenkfeier. Den Antrag der Fraktion Die Linke, die „Hindenburgstraße“in „Gerti-Holländer-Weg“ umzubenennen, hat der Hauptausschuss am 21. November 2018 mit Mehrheit abgelehnt. Laut Presseberichten wurde die Ablehnung unter anderem mit den Auffassungen „…das Hindenburgschild soll als eine Art Mahnung erhalten werden…“ beziehungsweise„…damit die Hindenburgstraße weiterhin Denkanstöße für solche Debatten liefern kann…“ begründet. Diese Begründungen zur Beibehaltung des ehrenden Gedenkens an den Steigbügelhalter von Adolf Hitler sind schon bemerkenswert und auch peinlich. Nach meiner Auffassung sollten wir die ermordeten Hilchenbacher Juden nicht vergessen. Deshalb schlage ich vor, jeweils am 28. Februar, dem Deportationstag von Gerti Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar, am Gedenkstein Ecke Markt/HilchenbacherStraße einen Kranz niederzulegen. Die Bevölkerung ist darüber über die Presse zu informieren.“ Weiterlesen

Frühere Synagoge in Bad Laasphe wird als Freundeskreis-Thema wichtiger

Architektin Claudia Hengst war ebenfalls bei der Jahreshauptversammlung des Christlich-Jüdischen Freundeskreises in Bad Laasphe und erläuterte dort erst Überlegungen, die sie sich in Bezug auf die ehemalige Synagoge gemacht hatte.

“Die ehemalige Synagoge an der Laaspher Mauerstraße nahm jetzt als Thema breiten Raum bei der Jahreshauptversammlung des örtlichen Christlich-Jüdischen Freundeskreises ein. Nachdem der Verein lange Zeit vergeblich versucht hatte, das Gebäude, in dem sich seit Jahrzehnten eine Schlosserei befindet, für eine eigene Nutzung zu übernehmen, zeichnete sich im abgelaufenen Jahr ab, dass Bewegung in die Sache kam. Am Tag der Jahreshauptversammlung unterschrieben der Vorsitzende Rainer Becker und die Kassenwartin Marlies Nier den Kaufvertrag, der aber erst rechtswirksam wird, wenn eine weitere, notwendige Genehmigung vorliegt. „Bis wir uns im Blaumann an erste Aufräumarbeiten begeben können, wird wohl die Frostperiode vorbei sein“, schätzte Rainer Becker die zeitliche Perspektive grob ein. Das letztendliche Ziel des Freundeskreises formulierte er so: „Wir möchten ein kulturelles Zentrum schaffen, das als ein Ort der Erinnerung an die Opfer der Nazi-Diktatur und auch als ein Ort des Lernens für alle Generationen dienen soll.“ Weiterlesen