Armin Kohlberger, ehemaliger Mitarbeiter des Kreismedienzentrum, hat den 500 Briefe umfassenden Schriftverkehrs seiner Eltern während der Zeit des Nationalsozialismus´ transkribiert und teilweise annotiert. Diese Quelle wird im Rahmen einer bereits bestehenden Vereinbarung zukünftig im Kreisarchiv Siegen nutzbar sein.
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Schlagwort-Archiv: Zweiter Weltkrieg
Literaturhinweis: Erinnern und Gedenken an Kriegszeiten in Eckmannshausen
„Unter dieser Überschrift hat der Bürgerverein Eckmannshausen zum diesjährigen
Volkstrauertag eine rd. 100 Seiten umfassende Broschüre herausgegeben. Darin werden im ersten Teil die Schicksale der in den beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten sowie der im Dorf ums Leben gekommenen Zivilisten dargestellt.
Durch umfangreiche Recherchen bei Verwandten, Behörden und in Archiven konnten persönliche Daten und Fotos der betreffenden Personen ermittelt, bearbeitet und zusammengeführt werden.
Somit ist es gelungen, den zahlreichen jungen Männern, die das höchste Opfer, ihr
Leben, gegeben haben, ein Gesicht, eine neue Aktualität zu geben. Weiterlesen
„Wie wir das Kriegsende im Flecken erlebten“
Erzählabend zum 8. Mai 1945 im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum, Mittelstraße 4-6, 57258 Freudenberg
Montag, 8. Mai 2017, 18:00 Uhr
Eintritt 3,00 Euro
„Die Menschen, die ihn bewusst erlebt haben, denken an ganz persönliche und damit ganz unterschiedliche Erfahrungen zurück. Der eine kehrte heim, der andere wurde heimatlos. Dieser wurde befreit, für jenen begann die Gefangenschaft. Viele waren einfach nur dafür dankbar, dass Bombennächte und Angst vorüber und sie mit dem Leben davongekommen waren.“
In der Erinnerung an Bundespräsident Richard von Weizsäcker gehört seine Rede zum 8. Mai 1985 inzwischen zur Geschichte unseres Landes. Er bezeichnete diesen Tag des Kriegsendes im Jahre 1945 als einen tiefen historischen Einschnitt, für die Deutschen letztlich als einen Tag der Befreiung. Ein Datum, an dem der Blick zurück gegangen sei in einen dunklen Abgrund der Vergangenheit und nach vorne in eine damals ungewisse dunkle Zukunft. Weiterlesen
Literaturhinweis: „Siegen vor und nach der Zerstörung“
Eine fotografische Zeitreisein die Jahre 1943/44 und die ersten Nachkriegsjahre mit Farbaufnahmen von Erich Koch“
Herausgegeben vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. als Band 26 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“, Siegen 2017
„Siegen im Sommer 1944. Vom Zweiten Weltkrieg, der nun schon im fünften Jahr über Europa hinwegzieht, ist in der Siegener Altstadt auf dem Siegberg auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Die Leute flanieren im Sonntagsstaat durch die Straßen rund um den Markt und die Kinder nutzen die schulfreien Tage zum spielen vor der Haustür. Der Siegener Erich Koch hat diese Stimmung im Bild festgehalten: das Untere Schloss, die Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten Fassaden in der Kölner Straße, am Markt und in der Marburger Straße und die malerischen Winkel hinter der Marienkirche beiderseits der Donzenbachstraße. Weiterlesen
Literaturhinweis zur Archäologie des Siegerlandflughafens
Manuel Zeiler, Archäologe in der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie, hat im Band 13 (2017), S. 245-308, der „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe“ den Aufsatz „Fundplätze des Zweiten Weltkrieges in Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, und Arnsberg, Hochsauerlandkreis“ publiziert. Für Burbach-Lippe stellt er die archäologischen Arbeiten am Siegerlandflughafen vor. Der Aufsatz ist open access online veröffentlicht worden.
Quelle: LWL-Archäologie, Facebook-Seite
GehDenken, 16.12.16
Fotoeindrücke von der Veranstaltung
Medienberichte:
Hendrik Schulz, Westfälische Rundschau, 16.12.2016
72 Jahre Gedenken in Siegen – Gedenktag 16.12.2016
Am 16. Dezember 1944 erlebte die Stadt Siegen die schrecklichsten Minuten
in ihrer Geschichte. Über 50.000 Bomben wurden abgeworfen und unsere Stadt
versank in Schutt und Asche, hunderte Menschen starben im Bombenhagel des
Krieges, der seinen Weg zurück nach Deutschland fand, von wo er ausging.
Daran erinnern wir Bürgerinnen und Bürger jährlich und nun zum 72. Mal –
in diesem Jahr mit dem Stillen Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm des Unteren Schlosses, mit dem
ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche, mit kulturellen und informativen
Veranstaltungen und den Aktionen des „Siegener Bündnis für Demokratie“: Weiterlesen
LWL zeigt Ausstellung über polnische Displaced Persons

Zigarettenetui mit Abbildung der britischen Besatzungszone, 1946. The Polish Institut and Sikorski Museum, London.
Foto: LWL
„Knapp eine Million ehemalige polnische Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene lebten nach Ende des Zweiten Weltkriegs als sogenannte „Displaced Persons“ (DPs) in Sammelunterkünften in den westlichen Besatzungszonen. Ihnen widmet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Titel „Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945 und 1955“ eine neue Ausstellung. Die zweisprachige Schau ist vom 17. Juni bis 30. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum zu sehen.“
In Siegen bestanden in den ehemaligen Kasernen auf dem Heidenberg und dem Fischbacherberg DP-Lager, die auch ehemalige, polnische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beherbergten (weitereführende regionale Literatur s. u.)
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LWL veröffentlicht Buch zu „Inklusion und Exklusion“
Gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung im 19. und 20. Jahrhundert

Das Internationale Kriegs-Opfer-Bulletin – hier eine Ausgabe aus dem Jahr 1930 – steht mit seinen Grafiken und Fotos, die Schlachtfelder mit toten Soldaten, Kriegsverletzte und Gefangene mit abgemagerten und entstellten Körpern zeigen, in starkem Kontrast zu anderen Bildern, die die Integration der Kriegsversehrten zu zeigen versuchten. Foto: LWL
Die verschiedenen Entwicklungen, Phänomene sowie Praktiken von Teilhabe und Nicht-Teilhabe in den vergangenen 200 Jahren sind das Schwerpunktthema im Band 65 der Westfälischen Forschungen, der jährlich erscheinenden Zeitschrift des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) versteht sich als „Motor der Inklusion“, um gleichwertige und selbstbestimmte Lebensverhältnisse von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Das heutige Verständnis von Inklusion als sozial-, bildungs- und kulturpolitische Programmatik ist eine junge Definition. Erst seit den 1990er Jahren dient das Begriffspaar „Inklusion/Exklusion“ zur kritischen Selbstbeschreibung westlicher Gesellschaften.
- Die Autoren der elf Beiträge thematisieren unter Kategorien wie kultureller Identität, Nationalität, Klasse, Schicht, (Nicht-)Behinderung, chronische Krankheit und sexuelle Orientierung, was im jeweiligen historischen Kontext zum Beispiel von staatlicher und kirchlicher Seite als „normal“ angesehen wurde und was nicht. Fallstudien – unter anderem zum Umgang mit Armut auf dem Land, über den Strafvollzug in der Weimarer Republik, zur Heimerziehung und zu den Auswirkungen der Psychiatriereform in Westfalen – veranschaulichen Inklusions- und Exklusionsprozesse in der Geschichte. Sie vermitteln zudem neue Einsichten zum gesellschaftlichen Umgang mit menschlicher Verschiedenheit. „Das Begriffspaar In- und Exklusion hilft, sich darüber klar zu werden, dass niemand nur ‚anders‘ beziehungsweise nur ‚ausgegrenzt‘ ist“, sagt Dr. Elsbeth Bösl, Herausgeberin des Themenschwerpunktes der Westfälischen Forschungen 2015. Die Verfasser der Beiträge haben an Beispielen des 19. und 20. Jahrhunderts eine Vielzahl von Ein- und Ausschlüssen mit Widersprüchen, Uneindeutigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zutage gefördert.“ Während etwa linke Kriegsopferverbände die Bilder von Verstümmelungen als politisches Druckmittel einsetzten, betonten andere die Chancen einer (begrenzten) Integration – je nach politischer Zielsetzung wurden also unterschiedliche Stufen der Inklusion und Exklusion angedeutet. Weiterlesen
Literaturhinweis: Ulrich Slawinski „Weit war der Weg zurück ins Heimatland“

„Weit war der Weg zurück ins Heimatland“, das ist der Titel, den Ulrich Wilhelm Slawinski seinem Buch gegeben hat. Es ist im vergangenen Dezember in einer ersten Auflage erschienen und bereits vergriffen. Der 92-jährige Geisweider hat dem jahrelangen Drängen von Verwandten, Freunden und Bekannten nachgegeben und seine Erlebnisse als Soldat und Kriegsgefangener in Russland/Sibirien aufgeschrieben. Weiterlesen

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