Stolpersteinverlegung für Otto Bäcker

stolpersteinbaeckerAm 25. Januar 2016 um 13:00 Uhr, wurden in der Sandstr. 20 in Siegen bei Möbelhaus Wonnemann ein Stolperstein für Otto Bäcker (Siegener Gewerkschafter und Opfer des NS-Terrors), der im Zuge der Bauarbeiten für „Siegen zu neuen Ufern“ entfernt wurde, wieder eingesetzt und im Rahmen dieser Aktion wurde ein weiterer Stolperstein, der an das „Haus der Arbeit“ erinnert, verlegt.

Artikel zum Otto Bäcker im Aktiven Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein
Zum „Haus der Arbeit“ und zur Zerschlagung der Gewerbschaften in Siegen s.: Dieter-Pfau_2._Mai_1933 (PDF).

Quelle: DGB Südwestfalen, 26.1.2016

Theaterstück „Unheimliche Heimat“

JungesTheaterSiegen, 24. Februar 19:30, Siegen, LYZ
unheimlicheheimattheater
Die Geschichte der Verfolgung und Deportation während der NS-Diktatur in Siegen-Wittgenstein wird exemplarisch am Beispiel von Inge Frank aus Weidenau gezeigt, die mit ihren Eltern deportiert und ermordet wurde, und Betty Hochmann aus Siegen, die alleine mit 15 Jahren nach Palästina ging und so überlebte. Weiterlesen

27. Januar: Veranstaltungen in Kreuztal und Netphen

15.30 Uhr Gedenkstunde am Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld

Begrüßung: Bürgermeister Walter Kiß
Ansprache: Pfr. i.R. Matthias Weissinger (Kreuztal)
Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen der Adolf-Wurmbach-Grundschule Littfeld und des Jugendtreffs Glonk
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal

16:00 Uhr, im Alten Feuerwehrhaus Netphen, St. Petersplatz.

Nach der Niederlegung eines Blumengebindes an der Gedenkstätte für die Familie Faber ist im Alten Feuerwehrhaus folgender Ablauf vorgesehen:

  • Ansprache von Bürgermeister Paul Wagener
  • Theaterprojekt des Vereins Junges Theater Siegen e.V.:

Schülerinnen und Schüler aus der Region führen unter der Leitung von Lars Dettmer (Regie) und Peer Ball (Dramaturgie) Szenen aus dem Theaterstück „Unheimliche Heimat – Stolpersteine der Erinnerung“ auf. In dem Stück, das für Schülerinnen und Schüler am Vormittag des 27. Januar bereits in der Aula des Gymnasiums Netphen gezeigt wird, geht es um zwei Jugendliche, deren Schicksal beispielhaft für die Judenverfolgung in unserer Region steht. Es zeigt, wie diese Jugendlichen und ihre Familien zunehmend ausgegrenzt wurden und – vor die Alternative Flucht oder Verfolgung gestellt – auf Länder angewiesen waren, die sie aufnahmen.

Vortrag „Kabarettisten unterm Hakenkreuz.

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage Nelles)

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage Nelles)

 Die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht“ (Dr. Jürgen Nelles, Bonn)
In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 21. Januar 2016, um ein vielbeachtetes Thema: Lachen unter der Nazi-Diktatur– ging das überhaupt? Dr. Jürgen Nelles vom Institut für Germanistik an der Universität Bonn erinnert in seinem reich bebilderten Vortrag an bekannte und vergessene Kabarettisten, die vor und in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte von 1933-1945 mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen die Nationalsozialisten geleistet haben.
In Kleinkunstkellern – wie in den Berlinern „Die Katakombe“ und im „Kabarett der Komiker“ oder in der „Pfeffermühle“ in München – haben Wortakrobaten und Sprachartisten mit Satiren und Parodien, mit Sketchen und Flüsterwitzen zunächst versucht, das Dritte Reich zu verhindern, dann zu bekämpfen und schließlich zumindest zu überleben, was vielen von ihnen nicht gelungen ist.
Nach einem kurzen historischen Überblick sollen vor allem Kabaretttexte zu Gehör gebracht und erläutert werden, unter anderem von Werner Finck, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Erika Mann, Kurt Tucholsky, Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Weiterlesen

„Zukunft durch Erinnerung“

Ein Zeitzeugenprojekt mit Zvi Cohen

„Die Begegnungen mit Zvi Cohen haben mich sehr beeindruckt. Er berichtet davon, wie er als kleiner Junge in Berlin die Nazizeit erlebt hat, was um ihn herum passierte, wie sein Leben nach und nach eingeschränkt wurde, woran er nicht mehr teilnehmen konnte“, sagt Clara Rösen vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein.

„Die Begegnungen mit Zvi Cohen haben mich sehr beeindruckt. Er berichtet davon, wie er als kleiner Junge in Berlin die Nazizeit erlebt hat, was um ihn herum passierte, wie sein Leben nach und nach eingeschränkt wurde, woran er nicht mehr teilnehmen konnte“, sagt Clara Rösen vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein. Weiterlesen

Bewegende Einblicke einer Zeitzeugin des Dritten Reiches

Alisa Tennenbaum berichtet Realschülern und Auszubildenden

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

„Jeder Mensch hat Gefühle. Wir sind alle gleich“, unterstrich Alisa Tennenbaum am Ende ihres emotionalen Vortrags im Kulturhaus Lÿz in Siegen. Die jüdische Zeitzeugin und Überlebende der Nazi-Barbarei des Dritten Reiches berichtete einer Gruppe von Jugendlichen aus ihrem bewegten und bewegenden Leben. Insgesamt rund 75 Siebtklässler der Realschule Wilnsdorf und zwölf Auszubildende der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein waren mit dabei. Der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte zu diesem Studientag eingeladen. Weiterlesen

Vortrag „Die Ereignisse am 9./10. November 1938 in Siegen“

Zeit: Sonntag, 8. November 2015, 15.30 Uhr
Ort: AKtives Museum Südwestfalen, Obergraben 10

Am 10. November 1938 setzten Männer der Siegener SS und SA in der Mittagsstunde die Synagoge am Obergraben in Brand. Alle jüdischen Männer zwischen 14 und 70 Jahren wurden im Rathausgefängnis inhaftiert und darauf in das KZ Sachsenhausen deportiert.
Klaus Dietermann, Leiter des Aktiven Museums Südwestfalen, zeichnet in einem 45-minütigem Vortrag die Ereignisse um den 9./10. November in Siegen nach. Abschluss der Ausführungen wird der Prozess gegen die Brandstifter vor dem Siegener Landgericht 1948 sein.

„Stolperstein“ entwendet – Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

In der Woche vom 10.- 17. August 2015 wurde aus einem Büro in der Siegener Sandstraße ein dort wegen notwendiger Umbauarbeiten übergangsweise aufbewahrter so genannter Stolperstein entwendet. Der 10 x 10 x 10 cm große Gedenkstein trägt auf einer Messingplatte die Aufschrift: “ Hier arbeitete Otto Bäcker, Jg. 1887, Mehrfach verhaftet, Zuletzt 1944, Sachsenhausen, tot 1945, Dachau/ Aufkirch“. Sachdienliche Hinweise zu dem Dieb des Stolpersteines bzw. zum Verbleib des Gedenksteines nimmt das Siegener Kriminalkommissariat 5 unter 0271-7099-0 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei Siegen, 1.10.15