Sohn suchte in Bad Berleburg Spuren des Wemlighäuser Pfarrers von 1934 bis 1939

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika besuchte Hans Bachmann im Sommer Bad Berleburg. In seiner Geburtsstadt suchte der pensionierte Pfarrer in Archiven Puzzleteile für ein Lebensbild seines Vaters Paul-Gerhard Bachmann, der von 1934 bis 1939 Pfarrer in der Kirchengemeinde war.
In Zwölferreihen wie auf dem Reichsparteitag in Nürnberg komme man nicht in den Himmel, dorthin gelange man nur als Einzelner – das sagte der evangelische Berleburger Pfarrer Paul-Gerhard Bachmann am ersten Advent 1935 in einer Predigt. Das führte dazu, dass das Konsistorium in Münster Post aus Berlin bekam. Der Reichs- und Preußische Minister für die kirchlichen Angelegenheiten schrieb Ende April 1936: „Es ist mir mitgeteilt worden, daß der Pfarrer Bachmann aus Berleburg verschiedene Predigten gehalten hat, die geeignet sind, bei der staatstreu eingestellten Bevölkerung Verärgerung hervorzurufen, und die auch den Eindruck erweckt haben, daß die gesamte SA herabgesetzt werden sollte. Über seine Predigt am 1. Dezember 1935 herrschte unter den Kirchenbesuchern allgemein Empörung, weil sie offensichtlich eine Herabsetzung des Reichsparteitages enthielt. Ich bitte, von dort aus eine Untersuchung einzuleiten und in geeigneter Weise einzugreifen, damit ich nicht gezwungen bin, staatpolizeiliche Maßnahmen zu ergreifen.“ Weiterlesen

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