„Stolpersteine NRW“: Neues digitales WDR-Angebot gegen das Vergessen

Die rund 15 000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen stehen im Mittelpunkt des innovativen digitalen WDR-Angebots „Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen“. Der WDR macht die Geschichte der Menschen hinter den Steinen des Künstlers Gunter Demnig jetzt auch digital zugänglich: mit Texten, Fotos, Audios, Illustrationen und Augmented-Reality-Elementen. „Stolpersteine NRW” ist ab sofort als App auf dem Smartphone und am PC/Laptop im Desktop-Browser (stolpersteine.wdr.de) nutzbar.

Stolpersteine im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein, Quelle: WDR, Stolperstein-App

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Leid mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. ,Stolpersteine NRW‘ regt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Opfern des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür und im ganzen Land an. Mit unserem einzigartigen Angebot ist es erstmals digital möglich, jeden einzelnen Stein in Nordrhein-Westfalen anzusteuern und mehr über die Menschen dahinter zu erfahren. Damit wollen wir vor allem Jüngeren auf ganz neue Art ermöglichen, sich mit dem Lebens- und Leidensweg dieser Menschen auseinanderzusetzen.“

Mit der App erfahren Smartphone-Nutzer:innen zu jedem Stein, vor dem sie stehen, welcher Mensch sich dahinter verbirgt. Auf Basis von Namen oder Adressen lassen sich die Stolpersteine gezielt finden. Auf der Internetseite kann man auch zuhause am PC auf einem größeren Bildschirm ortsunabhängig in der Datenbank recherchieren. Interaktiv nutzbare Filter machen es möglich, die mehr als 15.000 Biografien komfortabel zu durchsuchen.

Umfangreiches Unterrichtsmaterial für Lehrer:innen
Weiterlesen

Ein Ego-Dokument von Friedrich Ackermeier, Bürgermeister Hilchenbachs von 1932 – 1941

Ende des vergangenen Jahres erschien hier auf siwiarchiv ein erste biographischer Bericht zu Friedrich Ackermeier., der im Rahmen eines Praktikums entstanden ist. Bedauerlicherweise konnte für diesen Bericht die einschlägige Personalakte aus dem Bundesarchiv in Freuburg/Br. (Militärarchiv) nicht ausgewertet werden, da die bestellten Scans erst nach dem Ende des Praktikums im Kreisarchiv eintrafen. Warum eine Auswertung dieser Akte (Bundesarchiv Freiburg/Br., PERS 6/15801), die vorallem die militärische Laufbahn Ackermeiers dokumentiert, auch für eine umfassendere Biographie wichtig ist, zeigt die Transkription des Lebenslaufes aus dem Jahr 1939 : Weiterlesen

Online: Fachmagazin „Forum“ (2021) des Bundesarchivs

Das aktuelle Heft widmet sich dem Thema „Archive und Erinnerungskulturen – Zwischen Bereitstellung und Geschichtspolitik“. Link zur PDF-Datei

„Wie gestalten wir als Bundesarchiv Erinnerungskultur? Wo und wie wollen wir mehr leisten als Unterlagen bereitzustellen, was betrachten wir als unseren gesellschaftlichen Auftrag? Im aktuellen Heft bieten eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen Einblicke in ihre Tätigkeiten, die der Vermittlung und Vertiefung von Archivgut gewidmet sind – darunter Editionen, Ausstellungen, die Arbeit am Gedenkbuch, die Quellenarbeit mit Schülerinnen und Schülern u.a. Weiterlesen

Hybrider Literaturhinweis: „Hirten unter Hitler.“

Die Rolle der Paderborner Erzbischöfe Caspar Klein und Lorenz Jaeger in der NS-Zeit

„In Sachen Hitler wurde von den Paderborner Erzbischöfen gern Gott bemüht. Die Träger von Staats- und Kirchengewalt seien „Stellvertreter und Bevollmächtigte Gottes“ und „gottgesetzte Autoritäten“, predigte Caspar Klein 1934 den mehr als 1,5 Millionen Katholiken seiner Diözese. „Vorwärts im Namen des Herrn!“ lautete die Parole, die Klein Anfang 1940, nach Hitlers Überfall auf Polen, an seine zur Wehrmacht einberufenen Priester und Theologiestudenten ausgab. Und: „Wer in einem Kriege pflichtmäßig die Waffen trägt, ist eingefügt in die Pläne des allmächtigen, allweisen und allgütigen Völkerlenkers.“ Weiterlesen

16.12.2021 Ge(h)-Denken in Siegen

15:30 – 17:30 Uhr „Aufbruch im Museum“ – Baustellenbesichtigung Aktives Museum Südwestfalen (max. 10 Personen zeitgleich)

„Die Baumaßnahmen im Aktiven Museum Südwestfalen sind abgeschlossen. Wir laden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an die Gehdenkveranstaltung herzlich zu einer Baustellenbesichtigung ein. Dabei werden erste Konzeptideen der neuen Dauerausstellung sowie besondere Quellen zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen im Holocaust gezeigt.“

Quelle: Siegener Bündnis für Demokratie, Flyer

Online: Siegerländer National-Zeitung (1933 – 1943)

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

Das Zeitungsportal NRW hat die „Siegerländer National-Zeitung“, ein „amtliches Organ der NSDAP und amtliches Kreisblatt für Siegen-Stadt und –Land“ online verfügbar gemacht.. Das Blatt erschien bis 1934 unter diesem Titel, dann bis 1943 als „National-Zeitung“ sechsmal wöchentlich.
Im Portal findet Ihr die „Siegerländer National-Zeitung“ hier: https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/14661026

Quelle: Zeitungsportal NRW, Facebook-Eintrag v. 20.11.21

Online: „Geschichte Westfalens“ von Karl Friedrich Kolbow (1941)

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst den Sonderdruck aus der Zeitschrift „Heimat und Reich“ online gestellt.
Es wird empfoheln, sich vor der Lektüre mit dem Autoren, der von 1927 bis 1933 im Siegerland wirkte und anschließend als Landeshauptmann der preußischen Provinz Westfalen vorstand, vertraut zu machen. Folgende online einsehbare Seiten liefern ausführliche Informationen:
1) Seite „Karl-Friedrich Kolbow“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. August 2021, 05:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Karl-Friedrich_Kolbow&oldid=214669159 (Abgerufen: 15. November 2021, 15:04 UTC)
2) Internet-Portal „Westfälische Geschichte“, Dokumentation Person: http://www.westfaelische-geschichte.de/per1134, (Abgerufen: 15. November 2021)
3) Eintrag in „Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein“, Link: http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#kolbow (Abgerufen: 15. November 2021)

Die Veröffentlichung „Westfälische Literatur im „Dritten Reich“. Die Zeitschrift „Heimat und Reich“ der Literaturkommission für für Westfalen (Band 51) gibt einen umfassenden Einblick über den Charakter der von Kolbow mitherausgegebenen Zeitschrift.