Literaturhinweis: B. Fleermann/G.Genger/H. Jakobs/I. Schatzschneider: „Die Toten des Pogroms 1938“

264 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-7700-6037-5

„Hervorgegangen aus einem landesweiten Forschungsprojekt der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahre 2018, wird nun erstmalig ein Gedenkbuch vorgelegt, das dem Andenken aller 131 Menschen gewidmet ist, die auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aufgrund der Novemberpogrome vom Herbst 1938 ihr Leben verloren haben.“

Für das Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein sind bekannt:
Waldemar Elsoffer, Julius Gonsenhäuser, Frieda Löwenstein, Siegfried Löwenstein, Betty Windecker .

„Über die Autoren:
Dr. Bastian Fleermann (Jahrgang 1978), studierte Geschichte und Volkskunde in Bonn und promovierte dort über „Jüdische Alltagskultur“ im 18. und 19. Jahrhundert. Von 2005 bis 2012 erhielt er Lehraufträge an den Universitäten Bonn und Duisburg-Essen. Seit 2007 ist er Mitarbeiter und seit 2011 Leiter der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Gerd Genger (Jahrgang 1946), lebt als freier Autor in Düsseldorf, 2018 war er Projektmitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.
Hildegard Jakobs M.A. (Jahrgang 1967), studierte Neuere Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Universität zu Köln. Seit 1995 arbeitet sie für die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf. Seit 2012 ist sie stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte. Sie erforscht u.a. die Geschichte der Juden in Düsseldorf und zu den Themen Emigration und Deportation.
Immo Schatzschneider M.A.(Jahrgang 1974), studierte Geschichte und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; seit 2007 ist er Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, dort tätig im Bereich Archiv und Dokumentation.“
Quelle: Verlagswerbung

4 Gedanken zu „Literaturhinweis: B. Fleermann/G.Genger/H. Jakobs/I. Schatzschneider: „Die Toten des Pogroms 1938“

  1. Die Dokumentation erwähnt auf S. 113 auch Siegfried Honi, der am 5.5.1879 in Niedernetphen geboren wurde. Spätestens seit 1905 lebte er in Hausberge an der Porta (heute: Prota Westfalica) und übernahm dort die Metzgerei seines Schwiegervaters. Er starb am 7.4.1939 an den Folgen der schweren Misshandlungen in der Pogromnacht in Hannover.

  2. Die Doku erwähnt Julius Gonsenhäuser, wohnhaft in Berleburg.
    Julius G. war verheiratet mit Irma Gonsenhäuser geb. Arensberg und wohnte in Warstein, Hauptstraße 33. Heirat am 6.4.1897 in Warstein.
    Gonsenhäuser, Julius (Kaufmann) * 1895 in Berleburg Kreis Wittgenstein
    verhaftet nach der Reichspogromnacht – ermordet am 20.12.1938 in Buchenwald.
    Seine Urne wurde auf dem jüdischen Friedhof in Warstein beigesetzt.

    Gonsenhäuser geb. Arensberg, Irma * 1898 in Warstein
    im September 1939 nach Köln verzogen. Deportation ab Düsseldorf am 10. November 1941, nach Minsk, Ghetto
    Sie soll 1941/42 im Ghetto von Minsk in Weißrussland umgekommen sein.

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