Statistische Unterlagen sind mit ihrer Fülle und Tiefe empirischer Daten eine zentrale Quelle der sozialhistorischen Forschung. Ihre langfristige Sicherung und Nutzbarkeit stellen die Archive allerdings allein schon wegen ihres Umfangs vor besondere Herausforderungen. Dies gilt für die Papierüberlieferung ebenso wie für elektronische Statistikdaten.
Das Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland hat in einer Tagung im Frühjahr 2013 zentrale Fragen der Archivierung amtlicher statistischer Unterlagen in den Blick genommen. Zu dieser Tagung ist jetzt der Tagungsband erschienen. Er befasst sich im ersten Teil mit der Überlieferung von Volkszählungsunterlagen. Der zweite Teil widmet sich der Übernahme und Archivierung digitaler Mikrodaten. Der dritte Teil versucht zu klären, welche künftigen Aufgabenfelder die Archive erwarten, wenn sie der Forschung Daten der elektronischen amtlichen Statistik bereitstellen.
Jens Niederhut / Uwe Zuber (Hgg.): Archive und Statistik. Zur Archivierung von Unterlagen der Volkszählung 1950 und elektronischer Statistiken. Essen: Klartext-Verlag 2013 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Band 46), 238 Seiten, Abb., Broschur, 24,95 €, ISBN: 978-3-8375-1030-0
Liste der Baudenkmäler in Kreuztal
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Splitterschutzzelle in Kredenbach, By KV 28 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Auf Wikipedia findet sich eine bebilderte Liste mit kurzen Beschreibungen der aktuellen Baudenkmäler der Stadt Kreuztal.
Nach über 60 Jahren wieder vereint: Siegerland- und Sauerlandfilm fanden zusammen
Sie haben die gleichen Schöpfer, stammen aus einer Feder und doch waren sie über 60 Jahre getrennt, die Filme die zusammen gehören. Mit dem Siegerland Film „Der Eisenwald“ und dem Sauerlandfilm „Glocken über den Wäldern“ schufen Regisseur Herbert Ladendorff und Kameramann Herbert Apelt als Verantwortliche der Dreyer Kulturfilm aus Düsseldorf in den Jahren 1952/53 die zwei wohl bedeutenstens und künstlerisch wertvollsten Kulturfilme jener Zeit über das Sieger- und Sauerland. Beide Filme wurden nahezu zeitgleich gedreht und sollten einander ergänzen – aufeinander aufbauen. Doch gleich nach ihrer Fertigstellung trennten sich die Wege der beiden kulturhistorisch wertvollen Filme. Das sie zusammen gehören wurde bis heute vergessen.
Nachdem „Der Eisenwald“ im Jahr 2006 durch die in Siegen ansässige Industriefilmproduktion mundus.tv veröffentlicht wurde, setzten sich die Verantwortlichen auf die Spuren des verschollenen zweiten Films. In München führte die Spur über das FWU Institut für Film- und Bild in Wissenschaft und Unterricht zu Kameramann Herbert Apelt der heute über 90 Jahre alt ist und in München lebt. Apelt stand nicht nur bei Produktionen wie „Der Eisenwald“ oder „Glocken über den Wäldern“ hinter der Kamera. Er war auch maßgeblich für die bildgewaltigen Einstellungen des berühmten Bergfilmers Luis Trenker verantwortlich. Herbert Apelt stellte den Siegener Filmemachern eine 35mm Filmkopie zur Digitalisierung und Restauration zur Verfügung die die Grundlage der weiteren Arbeit an dem Projekt bildete. Weiterlesen
„Damals“- Geschichten von Land und Leuten.
Burbacher Erzählcafé lädt ein

Im dritten Erzählcafé dreht sich alles um die Schule. Das Foto zeigt den Bau der Grundschule in Burbach.
Unzählige Geschichten schlummern unentdeckt in den Dörfern. Die Dorfbewohner haben viel erlebt und können aus einem reichen Fundus schöpfen, denn die Geschichten wurden früher beispielsweise beim gemeinsamen Backen erzählt. Von Generation zu Generation trugen sie ihre Erlebnisse von Land und Leuten weiter. Um diese Geschichten zu behalten, laden Christine Sahm, Patricia Ottilie und Katrin Mehlich von der Burbacher Gemeindeverwaltung zum mittlerweile dritten „Erzählcafé“ ein. Sie freuen sich auf zahlreichen Besuch, um gemeinsam in die Kindheits- und Jugenderinnerungen einzutauchen. Von den ersten Treffen liegen bereits interessante und erzählenswerte Geschichten vor, die immer zu Beginn präsentiert werden.
Immer einmal im Monat öffnet das Erzählcafé. Das nächste Treffen findet am 24. Februar um 15.00 Uhr im Haus Herbig statt. Anmeldungen nehmen Katrin Mehlich, Kulturbüro, Tel. 02736 5577, Patricia Ottilie, Gemeindearchiv, Tel. 02736 45-15, und Christine Sahm von der Senioren-Service-Stelle, Tel. 02736 45-56, gerne entgegen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Quelle: Amtsblatt der Gemeinde Burbach Jg 7 (2014) Nr. 8 v. 19.2.2014, S. 3 (PDF)
Literaturhinweis: “ Als Zimmerleute Großes schufen
Monumentale Dachwerke über mittelalterlichen Hallendächer. Zum Forschungsstand bei „aufgeständerten Kehlbalkendachwerken“, 12. Arbeitsheft der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Steinfurt 2014, 187 S., zahlr. Abb. ISBN 978-3-944327-11-2, 14,50€
Im April 2011 fand im westfälischen Soest ein Werkstattgespräch der Arbeitsgruppe „Historische Bauforschung“ der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger zum Thema „Aufgeständerte Kehlbalkendächer über Hallenkirchen vom 13. bis 16. Jahrhundert“ statt. Als besondere Konstruktion, die mit der Entwicklung der gotischen Hallenkirchen seit dem 13. Jahrhundert einhergeht, zeichnet sie sich aus – so in der Einleitung des Arbeitsheftes – durch „ zwei verbundene Ständerwände …, über denen ein eigenständiges Oberdach (Kehlbalkenkonstruktion) ausgebildet ist. Durch zusätzliche, seitlich angefügte Sparren ergibt sich ein von außen einheitlich wirkendes Dach.“ Weiterlesen
Angriffsbefehl Napoléons auf die Zitadelle Spandau vom Oktober 1806 ersteigert

Pressekonferenz am Freitag, 14. Februar 2014 im Spandauer Rathaus mit dem
Ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Bannasch und dem Bürgermeister H. Kleebank
„Mit einigem Stolz präsentiert der Spandauer Geschichtsverein als einmaliges historisches Dokument die Originalschrift Napoléons mit dem Angriffsbefehl auf die Stadt und Festung Spandau.
Den Befehl erhielt Generaladjutant Henri-Gatien Bertrand * 1773 – † 1844. Die Zitadelle Spandau kapitulierte kampflos und wurde den Franzosen am 25. Okt. 1806 übergeben. Kommandant der Zitadelle war Major Ernst-Ludwig von Benneckendorf.
Er wurde für die kampflose Übergabe der Festung der Militär später von einem preußischen Militärgericht zum Tode verurteilt wurde. Die Strafe wurde nicht vollstreckt, sondern in lebenslänglich umgewandelt. Benneckendorf saß 11 Jahre in Spandau ein.
Die Verhandlungen führte Marschall Jean Lannes * 1769 – † 1809, einer der engsten Freunde des Kaisers, der auch die Kapitulationsvereinbarung aufsetzte. Napoléon kam am 27. Okt. 1806 nach Spandau, um die Spandauer Stadtbefestigung und die Zitadelle selbst in Augenschein zu nehmen. Weiterlesen
CineHistory: Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte
Stadt Siegen lädt zu Sonderveranstaltung ein
Der Hollywood-Streifen „Monuments Men“ erzeugt derzeit ein großes Echo in den regionalen Medien. Denn ein Teil der in dem Film erzählten Geschichte handelt von der Rettung des Kunstschatzes, der am 2. April 1945 im Hainer Stollen in Siegen aufgefunden wurde.
Kein geringerer als Superstar und Hauptdarsteller George Clooney deutet wenige Minuten nach Beginn der Story auf eine Landkarte und spricht akzentfrei das Expeditionsziel „Siegen“ aus.
Für die Stadt Siegen ist der Kinostart von „Monuments Men“ Anlass, in Zusammenarbeit mit dem CineStar-Kino Siegen zu einer Sonderveranstaltung einzuladen.
Sie steht unter dem Titel „CineHistory. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte“ und findet am Montag, den 24. Februar 2014, statt. Das Besondere: Jedermann, der für diesen Abend eine Kinokarte erwirbt, hat die Gelegenheit, ab 19.00 Uhr an einem Empfang mit kostenlosen Getränken und Snacks teilzunehmen. Ab 19.40 Uhr referiert der Siegener Historiker Dieter Pfau im Kinosaal über Hintergründe zum Kunstschatz in Siegen. Dem ca. 20-minütigen Vortrag folgt um 20.10 Uhr die Vorführung von „Monuments Men“.
Der Vorverkauf für die Sonderveranstaltung „CineHistory. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte“ läuft am Dienstag, 18. Februar 2014, an.
Das Kartenkontingent ist begrenzt, so dass sich eine rechtzeitige Reservierung von Plätzen empfiehlt. Erhältlich sind die Tickets über das CineStar, Sandstraße 31. Weiterlesen
„Schatzsuche“ im Kreisarchiv: die Plansammlung der SAG
Ein Beitrag von Martin Gummersbach
Ganz schön staubig sind sie schon und auch schwer, gewichtsmäßig nämlich. Wenn in einer DIN A0-Zeichnungsmappe mitunter 15 Aufträge mit je 12 oder mehr Übersichts- und Detailzeichnungen abgelegt sind, dann bedarf es schon eines besonders starken Mannes, diese Mappen zu bewegen. Und da diese Mappen alle schon mindestens 40 Jahre alt sind – manche schon fast 100 Jahre – hat sich natürlich auch der Staub der Jahre angesammelt. Was hat es nun mit diesen Mappen auf sich? Weiterlesen
Der Krieg, wie ihn die Menschen erlebten
Die Ausstellung der Universität Siegen präsentiert die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs in der deutschen und englischen Literatur.
Vor 100 Jahren beginnt der bis dahin größte Krieg aller Zeiten: der Erste Weltkrieg. Von 1914 bis 1918 kämpfen Mittelmächte gegen Alliierte (Entente), Millionen Menschen sterben. Es ist der erste Krieg, in dem chemische Waffen eingesetzt werden. Nicht nur an der Front spüren die Soldaten den Krieg, auch an der Heimatfront werden Frauen in Kriegsgeschehen eingebunden. Damit prägt der Erste Weltkrieg stark den Alltag der Menschen. Eine neue Ausstellung der Universität Siegen greift unterschiedliche Aspekte des Krieges auf und konzentriert sich auf die Verarbeitung in der britischen und deutschen Literatur. Die Ausstellung „Vom Schützengraben zur Bond Street – Der Erste Weltkrieg in der deutschen und englischen Literatur“ ist bis 21. Februar im KrönchenCenter Siegen geöffnet.
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Linktipp: Gefriertrockung von Archivgut
Das Blog des LWL-Archivamtes stellt die hauseigene Gefriertrochnungsanlage vor. Lesenswert!

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