#ArchiveShelfie

Niederländische ArchivarInnen haben eine Twitter-Kampagne initiiert, die Archivmagazine zeigt, manchmal auch ArchivarInnen.

ArchiveShelfie

Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links:
http://www.informatieprofessional.nl/nieuws/10233-nederlandse-archivarissen-zetten-zichzelf-op-de-kaart-met-archiveshelfie.html

http://www.archief20.org/profiles/blogs/selfie-shelfie-archiveshelfie

5 Jahre nach dem Archiveinsturz in Köln:

Archivare in Siegen – Wittgenstein lernen aus Kölner Katastrophe: Notfallverbund, Ampelsystem und Fortbildungen

„Auch fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs beschäftigen sich die Archivare in Siegen-Wittgenstein mit der Tragödie. Mitarbeiter sollen besser auf Katastrophen wie diese vorbereitet werden. Deshalb hat der Kreis einen Notfallverbund gegründet, dem sich Stadtarchive anschließen können. Der Verbund erarbeitet Ideen, die im Notfall eine Bergung des Archivguts erleichtern sollen. Rettungskräfte sollen zum Beispiel durch ein Ampel-System erkennen, welche Dinge zuerst gesichert werden müssen. Rot markierte Regalabschnitte seien zum Beispiel besonders wichtig und müssten zuerst gerettet werden. Kreisarchivar Thomas Wolf sagte gegenüber Radio Siegen, dass außerdem ständige Schulungen wichtig wären, um im Ernstfall gut reagieren zu können.“
Quelle: Radio Siegen, 3.3.2014

Link zum Podcast von Radio Siegen u. a. mit Kollegen Ludwig Burwitz über die Asylarchive in Freundenberg und Siegen

Wiederholung des Inventars des Beethovenhauses von Siegen nach Bonn, 1945

– echte „Monuments Men“ bei der Arbeit:

„Wiederaufbauarbeiten in Bonn, Beethovenhaus, Wiederholung des Inventars des Beethovenhauses aus einem Stollen bei Siegen und Anlieferung in Beethovenhaus durch US-LKW. Klavier und Flügel des Musikers, Büste“ – Filmbeschreibung der Berliner Firma history vision, die die Einbettung des Filmes dankenswerterweise ermöglicht hat. In der Literatur zur Geschichte des Hainer Stollens als Bergungsort gibt es folgende weiterführende Informationen:
“ …. Als wir gehen wollten deutete Etzkorn [Anm.: Oberpräparator Suermondt-Museum Aachen] auf vierzig Kisten vom Beethovenhaus in Bonn. Eine Kiste davon enthielt das Manuskript der Sechsten Symphonie. ….“,
aus: Hans-Martin Flender: Westdeutsche Kunstschätzer in Siegen 1944/45. Captain Hancock überspielte die Bürokratie, in: Siegerland. Blätter des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V., Heft 1 (2009), S. 26
“ …. Am 11. Mai 1945 traf …. die erste Lastwagenkolonne …. vor dem Beethovenhaus ein. Die Aktion wurde von einem amerikanischen Filmteam für die Wochenschau aufgenommen. Am 24., 27. und 29. Mai folgten weitere Rücktransporte nach Bonn. …“
aus: Hans-Martin Flender: Stollenöffnung nur „über meine Leiche“. Kunstschätze im Hainer Stollen sollten gesprengt werden, in: Unser Heimatland 1995, S. 53

Vom Ende einer Blogparade

Aus der Sicht des Adminitratoren.

Vorgestern endete die erste (siwi)archivische Blogparade. Zuerst möchte ich mich bei allen 18 Beiträgerinnen und Beiträgern bedanken. Dieser Erfolg löst beim bloggenden Archivar folgende Impulse aus:

1) Es wäre wünschenswert, die Beiträge auch in Papierform zu Verfügung zu stellen – ein sehr archivarstypischer Reflex. Als open peer review könnte es allerdings dem Projekt von Peter Haber und Eva Pfanzelter zur histoischen Blogosphäre folgen und so den Stand der archivischen Blogszene dokumentieren.

2) Die Beiträge lassen sich ordnen, gliedern und klassifizieren:

3) Das gesamte Projekt lässt sich bewerten: worüber habe ich mich gefreut? Was hätte mehr sein können? Weiterlesen

Die „Monuments Men“ in Siegen: Großes Interesse an Sonderveranstaltung

Großer Andrang am Montagabend im CineStar-Kino, auch ohne „George“: Die Stadt Siegen hatte am 24. Februar zur Sonderveranstaltung „Cine History. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte.“ geladen. „Monuments Men“, die jüngste Hollywood-Produktion von Clooney, die unter anderem auch von der Rettung des Kunstschatzes im Hainer Stollen in Siegen erzählt, ist schon im Vorfeld in den Medien auf großes Interesse gestoßen. Dementsprechend rege war auch die Nachfrage an Karten. Für die fast 300 Besucher musste kurzfristig sogar ein größerer Saal organisiert werden.

Bürgermeister Steffen Mues freute sich über den starken Andrang und das große Interesse. In seiner Begrüßungsrede wies er darauf hin, dass es das erste Mal sei, dass der Namen der Stadt Siegen in einem Hollywood-Film erwähnt wurde:

„Man stelle sich vor: Die Reliquien Kaiser Karls des Großen, die Bestände des Beethoven-Hauses, Rubens-Gemälde und Werke der klassischen Moderne, Artefakte, die Ausdruck der europäischen Kultur und ihrer Blüte darstellen, standen in den Kriegswirren 1944/45 in der Gefahr zerstört zu werden!“ Weiterlesen

Linktipp: The state of „Archive 2.0“ in Germany

Vortrag (slideshare) am 24.2. 2014 auf der Konferenz „Archives and Social Media“, Sofia (Universität), von Dr. Joachim Kemper, Abteilung Kulturelles Erbe (Stadtarchiv, Museen, Gedenkstätten) Speyer.

Diese lesenswerte Zustandsbeschreibung der Bemühungen deutsch(sprachig)er Archive im Web 2.0 führt auch siwiarchiv (Folie 20) an und vergisst auch nicht die morgen zu Ende gehende Blogparade.

Ein Hauch Großstadtflair – „Siegener Neue Zeitung“

SiegenerNeueZeitungWeitere Exemplare gesucht

Aus privatem Besitz hat das Stadtarchiv Siegen eine wahre Rarität erhalten: zwanzig Ausgaben der Illustrierten Wochenschau „Siegener Neue Zeitung“. Eine Illustrierte, die in Zeiten des bunten Journalismus von „Stern“, „Quick“ und „Bunte“ auch in die kleine Stadt unterm Krönchen einen Hauch Großstadtflair bringen sollte.

Am 1. Mai 1958 wagte der damals in Siegen lebende, freischaffende Journalist Ernst Wilhelm Mänken, der unter anderem für die Siegener Zeitung und den Westfalenspiegel kulturelle Berichte veröffentlicht hatte, den Versuch in Siegen eine illustrierte Wochenschau zu publizieren. Die Wochenschau, mit Verlagssitz in Siegen, sollte für 1,- DM am Kiosk für jedermann erhältlich sein. Inhaltlich befasste sie sich mit Mitteilungen aus der Region und kommenden Veranstaltungen, aber auch mit Nachrichten aus aller Welt, Wirtschaft und Sozialpolitik.
Für die Hausfrauen, die damaligen Hauptadressaten von illustrierten Zeitschriften, bot die „Siegener Neue Zeitung“ eine Reihe von speziellen Themenschwerpunkten an. In den Rubriken Feature, Mode, Stars und Filme, Welt der Frau, sowie Bauen und Wohnen fand die Hausfrau die neuesten Trends, Klatsch der High Society und Ratschläge für den Alltag. Eine Themenauswahl, die auch in den heutigen Illustrierten noch zu finden ist. Die „Siegener Neue Zeitung“ sollte jedoch nicht nur Informationen liefern, sondern den Leser zur Interaktion animieren. Denn die Wochenschau bot auffallend viel Platz für Leserbriefe, Kurzgeschichten und Kritiken, um auch den Leser zu Wort kommen zu lassen. Weiterlesen