Seltene Bergbaupumpe wiederentdeckt:

LWL-Archäologen gehen in die Tiefe und erforschen ein Stück unbekannte Bergbaugeschichte in Kreuztal

Mit voller Ausrüstung ging auch Dr. Eva Cichy von der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen in die Tiefe und erforschte die unterirdische Bergbauwelt.  Foto: LWL/Zeiler

Mit voller Ausrüstung ging auch Dr. Eva Cichy von der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen in die Tiefe und erforschte die unterirdische Bergbauwelt. Foto: LWL/Zeiler

Die seltene Pumpe zeugt jetzt durch Vermittlung der LWL-Archäologen im Heimatmuseum Ferndorf vom historischen Erzbergbau. Foto: LWL/Zeiler

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat eine montanarchäologische Dokumentation für das neuzeitliche Erzbergwerk, die Bunteisen-Erzgrube Gottessegen bei Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein herausgegeben und bei den Arbeiten auch eine seltene Bergbaupumpe ausfindig gemacht .

Die LWL-Archäologen sind gekrochen, geklettert und haben sich durch Dunkelheit gearbeitet, die Strecken und Pingen (Vertiefungen) haben ihnen einiges abverlangt. Gewässerbauarbeiten hatten es möglich gemacht, dass die Fachleute der LWL-Archäologie in Olpe nicht nur wie sonst üblich die Oberfläche dokumentierten, sondern in die Tiefe stiegen, um Krater und Vertiefungen zu erkunden. Die Besonderheit: „Diese Bunteisenerzgrube förderte vom 18. bis in das 19. Jahrhundert hinein Erz – die preußische Bergverwaltung hat jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts begonnen, aussagekräftige Grubenpläne anzulegen“, schildert Dr. Manuel Zeiler, Experte für die Montanarchäologie. Weiterlesen

Kinotipp: „Siegen. Notizen zu einer Stadt“

„Zeitzeugen auf Zelluloid“ am 26. März 2014 20:00, LYZ Schauplatz

Siegen_Notizen_13Zum kleinen Jubiläum, denn die Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ findet nun zum fünften Male statt, zeigt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein erstmals einen Film, der sich nicht in den Beständen des Kreisarchivs befindet.

Knapp ein halbes Jahrhundert galt er als verschollen. Siegens unbequemster Film mit dem Titel „Siegen – Notizen zu einer Stadt“. Am 17. Juni 1966 erstmals im WDR Fernsehen ausgestrahlt löste er seinerzeit eine Welle der Empörung bei Lokalpolitik und Bevölkerung aus und verschwand für viele Jahrzehnte in den Tiefen des WDR Filmarchivs.

„Siegen – Notizen zu einer Stadt“ entstand im Jahr 1966 als Fernsehessay auf der Grundlage eines Textes des aus Siegen stammenden Journalisten und Feuilletonisten Heinrich Vormweg. Regie führte ebenfalls Vormweg. Hergestellt von der Cineropa Filmgesellschaft beschäftigt sich der zeitkritische Film unter anderem mit der Mentalität der Menschen im Siegerland, welche stark geprägt wurde von calvinistisch-pietistisch ausgelegter Religiosität. Weiterlesen

Ausstellung „Historische Wege“ im Forthaus Hohenroth

Zum Thema des Arbeitskreises „Historische Wege“ des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein werden im Forsthaus Hohenroth die Exponate von Prof. Bertold Stötzel gezeigt.

Die Eröffnung dieser Ausstellung findet heute um 17:00 Uhr statt. Vom 22. März – 28. Juni 2014 kann die Präsentation im Forsthaus zu den Öffnungszeiten besucht werden.

Eine neue Stadt entsteht. Wiederaufbautagung in Paderborn

stadtentstehtMit Zunahme der Zerstörungen im Verlauf des Krieges bot sich für viele Architekten und Planer eine nie dagewesene Chance der Neuordnung. Die Jahre nach dem Kriegsende waren geprägt durch den Wunsch nach Wiederherstellung und Wiederaufbau. Inzwischen stehen diese Bauten und Planungen der Nachkriegsmoderne immer häufiger im Zentrum von Diskussionen. Einzelnen Bauten der ‚neuen Altstädte‘ droht gar der Abriss. Das Nachkriegserbe bedarf einer differenzierten Betrachtung. Es gilt architektonischen und städtebaulichen Qualitäten herauszustellen, diese in künftige Planungen einzubeziehen und hierdurch das baukulturelle Erbe dieser Zeitschicht zu bewahren.

Die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen veranstaltet gemeinsam mit der Stadt Paderborn die Tagung „Eine neue Stadt entsteht“. Planungskonzepte des Wiederaufbaus in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 werden hier an ausgewählten Beispielen – u. a. auch Siegen – vorgestellt.

Die Tagung findet am 21. und 22.3.2014 im Historischen Rathaus, Rathausplatz, 33098 Paderborn statt.

Programm-Flyer (PDF): folder_wiederaufbautagung

Quelle: Veranstaltungsseite der LWL-Denkmalpflege

Ausstellung: »Wiederaufbau Siegen«

Während des Bombenhagels am 16. Dezember 1944 und dem darauf folgenden Feuersturm wurde das historische Siegen nahezu vollständig zerstört. Die Ausstellung zeigt die Erfolgsgeschichte des Wiederaufbaus Siegens, der aus heutiger Sicht als beispielhafte Lösung im traditionellen Stil betrachtet werden kann. Die Beibehaltung des Stadtgrundrisses, der Parzellierung aber auch die Erhaltung der prägenden Merkmale der Architektur – die steilen Schieferdächer und weißen Wandflächen waren wesentliche Prinzipien der Planungen. Auch die Rekonstruktion der Schlösser, der Kirchen und des Rathauses haben wesentlich zum positiven Images des heutigen Siegens beigetragen.

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 18.03.2013, 18.00 Uhr, KrönchenCenter (2. OG) durch Stadtbaurat Michael Stojan.
Dauer: 19.3. – 10.4.2014, 8.30 – 21.00 Uhr (außer Sonntag)

Quelle: Stadt Siegen, VHS-Programm

Kölner Stadtarchivunterlagen wurden abgeholt

Abholung Archivgut KölnKölnSiegen1„Fünf Jahre ist es her, dass das Kölner Stadtarchiv einstürzte und Kartons mit Unterlagen zum Verwahren nach Siegen gebracht wurden. Die wurden jetzt Stück für Stück wieder abgeholt – ganz aktuell zum Beispiel: Am 13. März traf ein Spezial-Transporter aus Köln vor dem Siegener Stadtarchiv ein. Bis zum Mittag belud ein Team etwa 8 Paletten Archivgut. Damit verbleiben in Siegen noch etwa 350 laufende Meter. In einigen Monaten soll weiteres Archivgut abgeholt werden.
Auch in Freudenberg werden Unterlagen aus Köln aufbewahrt – voraussichtlich noch bis Ende 2016.“

Quellen: Radio Siegen 13.3.2014, Siegener Zeitung 14.3.2014

Vor 175 Jahren: Karl Friedrich Schenck „Statistik des Kreises Siegen“, Siegen 1839

schenck1839Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat am 11. März 2014 dieses Werk online zugänglich gemacht. Die erste Ausgabe der Statistik aus dem Jahr 1820 ist ebenfalls dort online einsehbar.

Zum Autor s. Wikipedia-Eintrag und folgende Literatur:

  • Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 95, Görlitz 1937, S. 278 [1. Siegerländer Sonderband
  • Rudolf Jung: Karl Friedrich Schenck, der Statistiker des Siegerlandes, in: Heimatland Jg. 4, 1929, S. 33-37
  • Wilhelm Güthling: Der erste Statistiker des Siegerlandes, in: Mitteilungen der Industrie- und Handelskammer Siegen, Jg. 35 1956, S. 324-326
  • Wilhelm Güthling: Karl Friedrich Schenck, der erste Statistiker des Siegerlandes, in: Siegerländer Heimatkalender, Jg. 39 1964, S. 75-79
  • Lothar Irle: Schencks Betrachtungen über die Volkskunde des Siegerlandes aus dem Jahr 1820, in: Deutsche Volkskunde Jg. 1 1939, S. 196-198
  • Lothar Irle: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechterlexikon, Siegen 1974, S. 285
  • N.N.: Das Siegerland vor 100 Jahren. zum Jubiläum von Schencks Statistik 1839-1939, in: Siegerländer Heimatkalender, Jg. 21 1940, S. 73-78

Ausstellung zum Wettbewerb „Schutzbau für Ausgrabungsstätte am Gerhardseifen“

Kamal Kafi gewinnt Wettbewerb mit lichtdurchlässigem Entwurf mit klarer Formsprache


Der Arbeitskreis „Keltische Ausgrabungsstätte“ hat jetzt die besten Entwürfe für einen Schutz- und Präsentationsbau für die keltischen Verhüttungswerkstatt Gerhardsseifen (Niederschelden) ausgezeichnet. Architekturstudenten der Universität Siegen waren aufgerufen, Kurzentwürfe für solch ein Bauwerk zu erstellen. 13 Entwürfe wurden eingereicht. Die Pläne sind zurzeit im Foyer des Rathauses Siegen zu sehen. Landrat Paul Breuer und Bürgermeister Steffen Mues Kamal Kafi (2.v.l.) hat den Architekturwettbewerb für einen Schutz- und Präsentationsbau der keltischen Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen gewonnen.

kamalkafiLandrat Paul Breuer (l.) und Bürgermeister Steffen Mues (r.) haben jetzt die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben und Anerkennungspreise an die Studenten übergeben. Zuvor hatte Prof. Dr. Thorsten Weimar von der Uni Siegen die Entwurfsideen vorgestellt.
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Zeitzeugenprojekte an der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal

Zusammenarbeit der Gesamtschule mit dem Seniorenbeirat im Fach Gesellschaftslehre

 V.l.n.r.sitzend unten Ursula Bald, Eva Nozar, Harry Czogalla, Waldemar Müller, stehend hinten Christian Siegle, Alice Abbate, Ida Syring, Erol Suntic, Oguzhan Keles, Tobias Assmann.(Schüler der Klasse 10 der CSG)

V.l.n.r.sitzend unten Ursula Bald, Eva Nozar, Harry Czogalla, Waldemar Müller, stehend hinten Christian Siegle, Alice Abbate, Ida Syring, Erol Suntic, Oguzhan Keles, Tobias Assmann.(Schüler der Klasse 10 der CSG)

Zeitgeschichte lebendig werden zu lassen und sie so fesselnd zu präsentieren, wie das kein Lehrbuch und kein Dokumentarfilm leisten kann: dies gelang den Mitgliedern des Seniorenbeirats der Stadt Kreuztal beim Zeitzeugenprojekt der Clara-Schumann-Gesamtschule. Schon seit 2004 gibt es diese bewährte Zusammenarbeit. In der Weißen Villa ging es am 22.01. für die Sozialwissenschaftskurse des Jahrgangs 11 anknüpfend an Kriegsende und Vertreibung um die Jahre des Aufbaus und des Wirtschaftswunders und ihre Konsequenzen wie z.B. die Ölkrise. Die Senioren um den Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Harry Czogalla, verdeutlichten aber auch die aus jener Zeit resultierende Verantwortung für heute.

Auf dem Bild sieht man die 10. Klässler Christian Siegle, (verdeckt Alice Abbate,) und Ida Syring mit dem Zeitzeugen Waldemar Müller vor einem Bild einer Schulklasse von 1941.

Auf dem Bild sieht man die 10. Klässler Christian Siegle, (verdeckt Alice Abbate,) und Ida Syring mit dem Zeitzeugen Waldemar Müller vor einem Bild einer Schulklasse von 1941.

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