Vortrag „Der Eisenwald – Die Entstehungsgeschichte des Siegerländer Heimatfilms“

Mit einer Kombination von Vortrag und anschließender Filmpräsentation wird die Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 17. September 2015, im KrönchenCenter fortgesetzt. Prof. Dr. Manfred Rasch wird dann die Vorgeschichte des 1953 gedrehten Films „Der Eisenwald“ erläutern.

So genannte „Dreispänner“ beim Zerschlagen von Roheisenmasseln. Standbild aus dem Film „Der Eisenwald“.

So genannte „Dreispänner“ beim Zerschlagen von Roheisenmasseln. Standbild aus dem Film „Der Eisenwald“.

Die Produktion stellt die Montanindustrie des Siegerlands mit ihren Haubergen, Erzbergwerken und Hüttenwerken in den Vordergrund. Dabei hat sie den Anspruch, die Geschichte des Siegerlands und seiner Bevölkerung über die Jahrhunderte darzustellen, präsentiert dabei aber eine Agrar- und Industrieromantik, wie sie nie existierte. So ist der Film in der Tradition des deutschen Heimatfilms der Nachkriegszeit zu verstehen, der das Bedürfnis nach einer Idylle befriedigen sollte, nach der sich viele Deutsche nach Ende des Zweiten Weltkriegs sehnten. Trotz seiner nachkriegstypischen Verklärung der Wirklichkeit ist der Film bis heute nicht nur wegen seiner handwerklich guten Qualität sehenswert. Weiterlesen

Premiere: Filmprojekt „Jung-Stilling“

Freitag, 11. September, 11 Uhr
Ev. Gymnasium Siegen-Weidenau, Im Tiergarten 5 – 7, Siegen

„Jung-Stilling“ ist ein Filmprojekt der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen zum 275. Geburtstag von Johann Heinrich Jung-Stilling am 12. September 2015. Idee und Umsetzung erfolgten durch Roman Knerr (21), der selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) innerhalb der Diakonie absolvierte. Er zeigt die Geschichte des Schülers Jan, erinnert in Rückblicken an das Wirken der historischen Persönlichkeit Jung-Stilling und lässt mehrere Experten zu Wort kommen.
Zwei Jahre harte Arbeit, Zeit und Herzblut steckte Roman Knerr in das Filmprojekt. Dirk Hermann, Referent der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen, unterstützte ihn während der gesamten Zeit. Da der Film ein Projekt junger Leuten ist und über eine interessante und berühmte Persönlichkeit unserer Region informiert, wurde das Ev. Gymnasium in Siegen-Weidenau für die Premiere ausgewählt.
Quelle: Diakonie Südwestfalen
s. a. Westfälische Rundschau, 7.9.2015

Artikel auf siwiarchiv zu Jung-Stilling

Nordrhein-Westfalen erhält ein eigenes Digitales Archiv

LogoDA_NRW268x80Mit der heutigen Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) und dem KDN, dem Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister, startete in Düsseldorf das neue digitale Gedächtnis des Landes seinen Betrieb. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Digitalen Archiv Nordrhein-Westfalen eine zukunftsfähige und effiziente Lösung für den Erhalt unseres digitalen Kulturerbes gefunden haben. Die Langzeitsicherung digitaler Unterlagen ist vor allem technisch und organisatorisch eine Herausforderung“, sagte Staatssekretär Bernd Neuendorf.

Für den Betrieb des Digitalen Archivs gründeten das Land und die Kommunen eigens die Arbeitsgemeinschaft DA Archiv. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der kommunal-staatlichen Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen. In einer vernetzten Welt sind Abstimmung und Kooperation in der Informationstechnik gerade für die Verwaltungen von Land und Kommunen zwingend erforderlich“, sagte Guido Kahlen, Stadtdirektor von Köln und Verbandsvorsteher des KDN. Weiterlesen

13. September: Tag des offenen Denkmals: „Handwerk, Technik, Industrie“

Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freudenberg, Hilchenbach, Siegen und Wilnsdorf bieten Anlaufpunkte

© Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

© Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Mehr als 7.700 historische Baudenkmale, Stätten und Parks können neugierige Besucher deutschlandweit am Tag des offenen Denkmals am 13. September erleben. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“. So können die Kultur- und Geschichtsbegeisterten vielerorts alte Turbinentechnik oder den Betrieb von Wind- und Wassermühlen live erleben. Orte wie historische Fabrikhallen besitzen meist einen ganz besonderen Charme. Zudem ist die Industriegeschichte eng mit den sozialen und demografischen Entwicklungen ganzer Regionen verbunden. Dies und der Aspekt der Nachhaltigkeit macht die Umnutzung dieser Gebäudetypen so wichtig. Am Tag des offenen Denkmals werden ebenso gelungene wie noch umzusetzende Ideen für Nutzungskonzepte vorgestellt. Handwerker präsentieren ihre Gewerke mit den Techniken des alten Bau- und Kunsthandwerks an konkreten Beispielen. Zugleich erfahren die Besucher, wie man heutzutage denkmalgerecht instand setzt. Für die Besucher ist dies die Gelegenheit, sich einmal im Jahr über die Erfolge, aber auch Sorgen und Nöte im Ringen um die Erhaltung von Denkmalen zu informieren. Weiterlesen

Vortrag „Die Geschichte des Kreuztaler Bahnhofes“

Referent: Heinz Bub
13.09.2015 (14.00 Uhr bis 15.00 Uhr)
Veranstaltungsort: Vortragsraum der Stadtbibliothek Kreuztal, Marburger Str. 10, Stadtmitte

Der Bahnhof Kreuztal wurde mit der Bahnstrecke Hagen-Siegen 1861 eröffnet und durch den Bau der Strecke Kreuztal-Hilchenbach 1884 zu einem wichtigen Knotenpunkt mit Rangierbahnhof. Die große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung durch die Belieferung der Industrie mit Rohstoffen und den Transport der Güter in die weite Welt wird besonders thematisiert. Während die große Blütezeit als Güterbahnhof für den Stückgutverkehr lange vorbei ist, dient der Bahnhof seit den 1960er-Jahren als Containerumschlagplatz und ist nach wie vor auch wichtig für den Regionalverkehr.
Im Zuge der Sanierung zum „Kulturbahnhof“ hat die Bildende Kunst in der neu gestalteten Empfangshalle ein würdiges Domizil im öffentlichen Raum erhalten.
Die Veranstaltung findet am „Tag des Denkmals“ statt.
Quelle: Stadt Kreuztal, Veranstaltungen

Online-Publikation „Friedenlandschaft Sauerland –

Beiträge zur Geschichte von Pazifismus unSauerlandFriedend Antimilitarismus in einer katholischen Region. (= daunlots. internetbeiträge des christine-koch-mundartarchivs am museum eslohe. nr. 77). Eslohe 2015.

Die Publikation verweist auch auf Personen aus den Altkreisen Siegen (z. B. Pfarrer Wilhelm Ochse) und  Wittgenstein (Rechtanwalt Karl Wurm)

Link zur PDF-Datei (525 S.)

Dissertationsprojekt zur Orgelbaugeschichte in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe

Die Orgellandschaft Südwestfalens kann in ihrer historischen Bedeutung nicht mit anderen Regionen Deutschlands, z. B. der norddeutschen Orgellandschaft mit so bedeutenden Orgelbauerpersönlichkeiten wie Arp Schnitger, mithalten. Aber auch abseits der großen Zentren der Orgelbaugeschichte wurde nicht minder Bedeutendes geleistet, das über Generationen prägend im kultur- und musikgeschichlichen Kontext war. Dass Westfalen schon lange eine ausgeprägte Orgelbautradition hatte, hat bereits Rudolf Reuter mit seinen Forschungen in den 1950er und 1960er Jahren gezeigt. Der Schwerpunkt seiner geschichtlichen Forschungen endete jedoch spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch gerade die beginnende Industrialisierung und eine rege Kirchenbautätigkeit um die Wende zum 20. Jahrhundert brachten einen durchgreifenden Wandel der westfälischen Orgelbaulandschaft mit sich, der bis heute für diesen Landstrich kaum umfassend erforscht ist. Individuelle westfälische Eigenheiten wurden zurückgedrängt, Firmen aus anderen Gegenden gewannen Einfluss. Während im katholisch geprägten Kreis Olpe nach wie vor vorwiegend westfälische Firmen bauten, lieferten im Siegerland z. B. auch mehrere Orgelbaubetriebe aus Thüringen, der hessische Einfluss im Orgelbau des Wittgensteiner Landes wurde allmählich zurückgedrängt. Nicht ohne Einfluss waren auch musikalische Strömungen und vor allem liturgische Anforderungen auf die Gestaltung der Orgeln. Durch Kriegszerstörung, aber vor allem durch auch musikideologisch geprägten Modernisierungswillen in den Nachkriegsjahren sind heute nur noch wenige Beispiele der im weitesten Sinne als „romantischen“ Orgelbau zu bezeichnenden Epoche des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erhalten. Die ältesten weitgehend unveränderten Beispiele sind die Orgeln in den evangelischen Kirchen in Oberfischbach und Elsoff. Weiterlesen