Der Tag der Westfälischen Kirchengeschichte findet dieses Jahr am 11. und 12. September in Freudenberg statt. Im Flyer finden sie alle Veranstaltungen und Termine. Vorträge zu kirchengeschichtlichen Themen des Siegerlandes und Wittgensteins bilden die Programmschwerpunkte. Die Vorträge sind öffentlich.
Workshop „Vorbei und vergessen? Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“
Datum: Do, 10.09.2015 19:00 – 20:30
Ort: Kreis Siegen-Wittgenstein, Außenstelle Bad Berleburg, 2. Etage, Raum 201, Am Breitenbach 1, 57319 Bad Berleburg
Die Veranstaltung richtet sich an Vereinsarchivare sowie an Vereinsverantwortliche, die ein Archiv aufbauen möchten. Das Vereinsarchiv soll die rechtlich wichtigen und geschichtlich relevanten Unterlagen eines Vereins sichern und nutzbar machen. Das Archiv dokumentiert dauerhaft das Vereinsleben für die Nachwelt. Nach einer kurzen Einführung werden die Möglichkeiten, das Archivgut zu erfassen und zu erschließen, dargestellt. Einfache Tipps zur Behandlung von geschädigtem Archivgut fehlen ebenso wenig wie Angaben zu den erforderlichen Raum- und Klimabedingungen. Die Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Archivierung werden diskutiert, Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.
Referent: Thomas Wolf, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreisarchiv
Zielgruppe: Ehrenamtlich tätige Vereine und Gruppen
Information & Anmeldung: Ehrenamtsservice Kreis Siegen-Wittgenstein, Telefon: 0271 333-2310,
E-Mail: ehrenamt@siegen-wittgenstein.de
Ausstellung „Unser Volk betet wieder – wenigstens am Anfang des Krieges“ in Freudenberg
„Unser Volk betet wieder – wenigstens am Anfang des Krieges“. So lautet der Titel einer Ausstellung über die Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein im Ersten Weltkrieg, die vom 5. bis 27. September im Museum 4FACHWERK mitten in der Freudenberger Altstadt zu sehen ist. Jeweils mittwochs, samstags und sonntags ist das Museum von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt drei Euro.
Am Freitag, den 4. September um 20.00 Uhr wird in einer Vernissage durch zwei Vorträge in das Thema eingeführt: Dr. Johannes Burkardt vom Landesarchiv NRW Münster spricht unter dem Titel „Mit Gott für König und Vaterland“ über die beiden Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein im Krieg. Im Anschluss macht sich die Siegener Theologieprofessorin Dr. Veronika Albrecht-Birkner auf lokale Spurensuche zum Thema „Erster Weltkrieg, Kirche und Alltag in Freudenberg“. Weiterlesen
AG „Zeitzeugen“ zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Gründung
Aufruf an alle älteren Damen und Herren, die sich aufgrund eigener Erinnerungen noch an das Kriegsende 1945 im Siegerland und die Zeit kurz davor und kurz danach erinnern können, und die gewillt und in der Lage sind, diese Erinnerungen zu Papier zu bringen:
Der 8. Mai 2015 ist vorüber gegangen. Alle Gedenkreden zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sind gehalten, alle Kränze sind niedergelegt, alle Mahnwachen sind abgezogen. Die Gedanken der Menschen bewegen sich wieder in normalen Bahnen. Die schrecklichen Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg und insbesondere an die letzten Monate und an das Ende des Krieges verblassen wieder, weil sie ja nicht fast täglich durch Berichte in allen Medien und auf allen Ebenen wieder aufgerufen werden.
Das ist einerseits gut und richtig und durchaus positiv, da wir Menschen uns von Natur aus ja viel lieber und intensiver an Angenehmes und Schönes erinnern, als an Krieg, an Not, an Hunger und an Elend.
Das ist andererseits aber auch durchaus gefährlich, da das Bewusstsein und die Gedanken über Kriegszustände im weitesten Sinne mehr und mehr abflachen und aus den Köpfen der Menschen verschwinden. Dazu kommt, dass ja von Jahr zu Jahr immer weniger Personen zur Verfügung stehen, die in der Lage sind, aus eigener Erinnerung zu berichten. Voraussetzung für eigene Erinnerungen ist mindestens das Geburtsjahr 1940; das wiederum bedeutet heute ein Lebensalter von 75 Jahren.
Somit kann sich jeder ausrechnen, dass die Zahl der Zeitzeugen von Jahr zu Jahr abnimmt und damit die eigenen Erinnerungen an diese schreckliche Zeit mehr und mehr schwinden.
Diese Entwicklung ist selbstverständlich nicht aufzuhalten. Um aber die Erinnerungen der Zeitzeugen über deren Tod hinweg zu erhalten, gibt es eine Initiative aus Kreuztal. Weiterlesen
„Der Krieg, er schlägt Wunden, so schwer, so tief […]“:
„Klick in die Vergangenheit“: Siegen 1915 – Szenen aus der Provinz

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch Onlineartikel veranschaulicht werden.
Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de werden in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ ausgewählte Episoden des Alltagslebens vor einhundert Jahren unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs präsentiert. Weiterlesen
Der „Do-it-yourself“ Zebrastreifen in Freudenberg.
Heute vor 50 Jahren dürften die meisten Bürger von Freudenberg nicht schlecht gestaunt haben, als sie morgens auf dem Weg zur Schule und Arbeit einen neuen Zebrastreifen an ungewohnter Stelle vorfanden.
Denn in einer Nachtaktion vom 30. auf den 31.8.1965 nahm sich die Bürgerinitiative „Bürgerversammlung Ost“ dem Projekt „Fußgängerüberweg in der Bahnhofsstraße“ selber an. Seit geraumer Zeit herrschte bei der Freudenberger Bevölkerung der Wunsch nach einem Übergang an dieser Stelle, der einen ungefährlichen Straßenwechsel, vor allem für die Kinder, ermöglichen sollte. Bereits 1961 ging von dem Kaufmann Flender erstmals ein Antrag ein, der für besagte Stelle einen Zebrastreifen forderte. Nach einer stattgefunden Verkehrszählung stand jedoch fest, dass mit 250 Fahrzeugen und 24 Personen in der Stunde genügend Lücken in der Verkehrsfolge entstehen, um ein gefahrenloses Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen und die Notwenigkeit eines Fußgängerüberwegs daher nicht gegeben ist. In Folge eines weiteren Antrages wurde eine erneute Verkehrszählung, die als Grundlage für einen Entscheid dienen sollte, von der Stadt Freudenberg erst einmal am 01.03.1965 abgelehnt. Als dann jedoch am 13.8.1965 in der Nähe dieser Stelle ein Junge tödlich verunglückte, griff die Bürgerinitiative mit besagter Aktion in die Straßenplanung mit ein. Nach nur 48 Stunden wurden die Markierungen auf der Fahrbahn durch das Landesstraßenbauamt in Siegen wieder beseitigt und ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet.
Dennoch hatte die Aktion ihre Wirkung. Nicht nur der Widerhall in den Medien war groß, sondern auch die vorher abgelehnte Verkehrszählung wurde in der Woche vom 7.- 12.10.1965 in der Stadt Freudenberg durchgeführt. Dass ein erneuter Verkehrsunfall in der Nähe des beseitigten Übergangs noch während der Zählwoche wieder für Unruhe sorgte, wundert an dieser Stelle nicht. Der Unmut manch eines Bürgers ging sogar soweit, dass Kreisdirektor Krämer, der in vertretender Funktion für Oberkreisdirektor Kuhbier, die Markierungen hatte entfernen lassen, von einem anonymen Anrufer Mordandrohungen erhielt. Nach Auswertung der sechstägigen Zählung wurde, obwohl die ermittelten Zahlen von 440 Fahrzeuggen und 96 Fußgängern pro Stunde (Meßzahl von 42.240) unter dem eigentlichen Sollwert von 45.00 lagen, die Anbringung eines legalen Zebrastreifen beschlossen- nur nicht auf der Höhe des Geschäftes vom Kaufmann Flender, sondern vor der Volksbank.
Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein Abg. Straßenverkehrsamt Nr. 56, Fußgängerüberweg, Az.:151-22-8 von 1965-1967
Linktipp: „Alles kann, nichts muss
Warum Kommunalarchive die Möglichkeiten der Welt des Web 2.0 kennen und nutzen sollten.“
Neben Hinweisen zu den ersten Schritten im Web 2.0 werden auch die Möglichkeiten für Kommunalarchive im Web 2.0 beschrieben. In den Kommentaren werden u. a. auch Gemeinschaftsweblogs als Einstieg diskutiert.
Neuauflage „Archive in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ erschienen
Die 23. Auflage des Adressenverzeichnisses Archive in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird ausgeliefert. Ab dieser Auflage ersetzt eine Online-Datenbank die zusätzliche CD-ROM-Ausgabe. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion können unter www.archiveverzeichnis.de alle Archive online recherchiert werden. Der Zugang ist nur mit den in jedem Buch eingedruckten individuellen Codes möglich. Weiterlesen
11. Nationaler Aktionstag zum Erhalt schriftlichen Kulturguts
D
er „Nationale Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts“ erinnert seit 2004 in jedem Jahr an den Brand der Anna Amalia Bibliothek Weimar. 2015 ist das Stadtarchiv Köln Gastgeber der zentralen Veranstaltung.
Der Brand der Anna Amalia Bibliothek Weimar in 2004 zeigte wie auch der Einsturz 2009 die Vergänglichkeit der einzigartigen Überlieferung in Archiven und Bibliotheken. Die Katastrophen führten eindrucksvoll wie schmerzlich vor Augen, dass es unsere Pflicht ist, die Schätze in den Magazinen für die Zukunft sicher zu bewahren.
Am Samstag, den 5. September lädt das Stadtarchiv Köln ein zu Vorträgen, Workshops und Ausstellungen, die sich dem Thema Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken widmen. Für die Festrede konnte Frank Schätzing gewonnen werden. Weiterlesen
Literaturhinweis: „Personen- und bevölkerungsgeschichtliche Quellen in Kommunalarchiven:
Beiträge des 23. Fortbildungsseminars der Bundeskonferenz der Kommunalarchive (BKK) in Potsdam vom 12. – 14. November 2014 / Marcus Stumpf / Katharina Tiemann (Hg.). – Münster 2015. – 152 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-23-3 / 12 €

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