Online: Archivpflege in Westfalen-Lippe 93/94 (2021)

 

Das neue Heft der Archivpflege in Westfalen-Lippe ist da. Heft 93/94 ist coronabedingt eine Doppelausgabe, da die Herbstausgabe 2020 entfallen musste – Link zur PDF.

Die Corona-Pandemie bildet auch einen inhaltlichen Schwerpunkt u. a. mit dem Beitrag „Neuer Alltag mit Corona im Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein“.

„Zeitspuren“-Linktipp: Familie Jung und die Amalienhütte bei Laasphe


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Unterlagen zur Familie Jung und zur Amalienhütte bei Laasphe.

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Vortrag: „Erinnerung und Holocaust – Chancen, Grenzen, Grenzüberschreitungen“

von Dr. Jens Aspelmeier (Siegen)

„Jede Generation erzählt die Vergangenheit neu. Dabei wird unser Geschichtsbild und die jeweilige Vermittlungspraxis in Schule, Museen und Gedenkstätten geprägt von Politik und Gesellschaft, von Wissenschaft und Medien. Aber wie entstehen unsere Geschichtsbilder und was beeinflusst unser Geschichtsbewusstsein?

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Politik und Geschichte? Welche kontroversen Formen der Erinnerungskultur entstehen dabei? Und welche Aufgabe haben Schulen und Geschichtswissenschaft angesichts einer bisweilen provokanten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Der Vortrag zeichnet Stationen und Formen einer Geschichte der Erinnerung nach und fragt anhand ausgewählter aktueller Beispiele nach einer Zukunft der Erinnerung im 21. Jahrhundert. 

Dr. Jens Aspelmeier
Historiker und Direktor Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen, Leiter für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschule

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt und wird gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen angeboten.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

Quelle: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Veranstaltungen

Archive unter dem Radar

Offener Brief des VHD an Monika Grütters und Anja Karliczek

„Der VHD hat angesichts der großen Herausforderungen, welche die Corona-Pandemie für die archivgestützte historische Forschung bedeutet, einen offenen Brief an die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, und an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, gerichtet.

Offener Brief als PDF Weiterlesen

Literaturhinweis: Silvia Kepsch „Dynastie und Konfession: Konfessionsverschiedene Ehen


in den Grafenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580 – 1648
Diese Studie fokussiert ihre Fragestellungen auf die wichtigste gesellschaftliche Normerneuerung der Frühen Neuzeit: die Konfessionalisierung. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Wahrneh-mung und die Verfahren zur Bewältigung von konfessioneller Differenz, die für die Menschen zur alltäglichen Erfahrung geworden war.
Eine Schlüsselrolle für die konfessionelle Pluralisierung spielte neben Konversionen die bisher kaum beachtete Ehepolitik der adeligen Dynastien. Am Beispiel der Wetterauer Grafenhäuser Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen und ihrer erstaunlich zahlreichen konfessionsverschiedenen Eheallianzen zwischen 1580 und 1648 lassen sich die politischen und religiösen Ambitionen anschaulich nachvollziehen. Die systematische Auswertung der Korrespondenzüberlieferung erlaubt tiefe Einblicke in Konfliktsituationen und persönliche Einsichten.
Darüber hinaus ergeben sich neue Sichtweisen auf die Handlungsspielräume von Frauen als politische Akteurinnen. Denn Gewissensfreiheit und Gewissenzwang forderten insbesondere in der Glaubenspraxis und der Kindererziehung die traditionellen Geschlechterhierarchien heraus.
Der Band ist erhältlich im Buchhandel oder bei der Historischen Kommission für Hessen (hiko-marburg@web.de)

via Archivliste

s. a. Silvia Kepsch erhält Wissenschaftspreis des Landes Hessen für Geschichte und Landeskunde

Geschichtswettbewerb: Mehr als 1300 Beiträge zu Sport in der Geschichte 

Am 28. Februar 2021 war Einsendeschluss beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema »Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft«. Insgesamt beteiligten sich mehr als 3430 Kinder und Jugendliche mit 1351 Beiträgen an der 27. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs.

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen für die Recherche und das Forschen vor Ort haben die Kinder und Jugendlichen in den vergangenen sechs Monaten zu einer beeindruckenden Vielfalt von Sportthemen im Zusammenhang mit ihrer Region oder ihrer Familiengeschichte geforscht. Weiterlesen

NRW: Denkmalschutzgesetz auf dem Weg

Das Landeskabinett hat den Entwurf zur Neufassung des Denkmalschutzgesetzes NRW beschlossen. „Denkmalschutz und Denkmalpflege sind das kulturelle Erbe, es ist das Gedächtnis unseres Landes“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach auf der Facebookseite des Ministeriums am 3.3.2021

Zum Gesetzentwurf: https://www.mhkbg.nrw/…/2021-03/2021_03_03_hp-dschg.pdf

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Lesesaal des Stadtarchivs Siegen wieder offen

Der Lesesaal des Stadtarchivs Siegen ist ab heute wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Zum Schutz des Publikums wie des Archivpersonals kann die Öffnung vorerst nur eingeschränkt mit Auflagen erfolgen. Möglich ist ein Besuch dienstags und mittwochs, jeweils von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie donnerstags von 10.00 bis 19.00 Uhr. Um die Einhaltung der Sicherheitsabstände zu gewährleisten, stehen im Lesesaal vorerst nur drei Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Präsenzbibliothek kann ebenfalls besucht werden. Es findet aber keine Fachberatung im Lesesaal statt. Nicht genutzt werden kann das Mikrofilmlesegerät im Technikraum.

Des Weiteren ist eine Voranmeldung per E-Mail an stadtarchiv(at)siegen.de – mindestens einen Werktag vor dem geplanten Archivbesuch – während der Geschäftszeiten montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr erforderlich. Die Voranmeldung wird vom Stadtarchiv schriftlich bestätigt. Besucherinnen und Besucher sollten bei der Anmeldung das Datum und die Uhrzeit des geplanten Besuchs sowie eventuell benötigte Archivalien, vor allem Zeitungsbände und Personenstandsregister, angeben. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes (FFP2-Maske oder medizinische Maske) ist verpflichtend.

Quelle: Stadt Siegen, News, 8.3.2021

Werbung: Archiv-Merchandise für einen guten, archivischen Zweck


Auf Twitter wurde Archiv-Merchandise gewünscht. Ein Kollegin aus Darmstadt hat sich des Themas angenommen und ein paar einfache Designs entwickelt, die hier auf unterschiedlichen Produkten bestellt werden können: https://www.redbubble.com/de/people/Irrstern/shop?asc=u
Der Erlös (abzüglich Herstellungskosten und Pauschale der Plattform = ca. 20% des Verkaufspreises) geht als Spende an das Archiv der Jugendkulturen
Gerne werden noch Vorschläge für weitere Motive oder Wünsche zu den bereits vorhandenen Motiven (andere Platzierung, Farben, etc.) angenommen. siwiarchiv hat übrigens eine Vorschlag bereits beigesteuert. Wer weiß welchen?

Dipl.-Ing. Luise Seitz-Zauleck (1910 – 1988) – eine Einladung zum Weiterforschen

Hamburger Architektin mit Siegener Wurzel der frühen Architektinnen-Generation zwischen Nationalsozialsozialismuns und den ersten Nachkriegsjahre in Deutschland. Eine Zusammenstellung biographischer Information im Rahmen ein Praktikums im Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein.

– * 14.08.1910 Weidenau (Sieg) – gest. 11.10.1988 in Hamburg
– Geboren wurde sie als Charlotte Luise Zauleck als Tochter von Maria Theresia Elisabeth Zaudeck (geborene Spennemann) und dem evangelischen Pastor August Adolf Johannes Zauleck [(1877-1942), Pfarrer in Weidenau a.d.Sieg von 1907-1913]; Nichte(?) des Architekten Christian Zauleck (1885-1930)
– Schulzeit in Bochum, Wetter a.d.Ruhr und dem Abitur in Hagen
– 1929 ein halbes Jahr in England und Hannover.
– 1930 macht sie ein Praktikum im Bereich Maurern und Tischlern in Dortmund und Wetter a.d.Ruhr
– 1931-1936 Architekturstudium an der TH Berlin Weiterlesen