Ausstellung „Ein Blick in die Vergangenheit – 370 Jahre Westfälischer Frieden“

21. Oktober von 14 – 18 Uhr im Ausstellungsraum Bahnhofstraße 41 a, Bad Laasphe
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Als am 24. Oktober 1648 nach erfolgreichen Verhandlungen in Münster und Osnabrück endgültig die Friedensglocken im ganzen Heiligen Römischen Reich deutscher Nation läuteten, war das ein großer diplomatischer Erfolg, an dem Graf Johann VIII von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein als Verhandlungsführer für Kurbrandenburg beachtlichen Anteil hatte.
Endlich Frieden nach 30 Jahren Krieg. Großer Jubel? Fehlanzeige – Zu großer Freude waren viele nicht mehr in der Lage. Zu groß war das Ausmaß der Zerstörung, die wirtschaftliche Not des Einzelnen katastrophal. Bankrotte Landesherren litten noch weiter unter jetzt orientierungslosen Landsknechten und auch Krankheiten wie die Pest ließen sich nicht durch Friedensverhandlungenbändigen. Weiterlesen →

Ausstellung: „Rubens und die Antike“

Siegerlandmuseum, Kleine Galerie

Das private Interesse des Malers Rubens galt der Antike. Er selbst sammelte seit seiner italienischen Zeit Münzen, Gemmen und Kameen. 1618 gelang ihm der Ankauf einer reichen Sammlung antiker Schätze. Diese Sammlung war ursprünglich von Sir Dudley Carleton zusammengetragen worden, der nun britischer Botschafter in den nördlichen Provinzen der Niederlande war. Mit dem Ankauf gelang es Rubens, in einen der ersten Ränge unter den Antikensammlern in Europa aufzusteigen. Immer wieder ist seine Sammlung Gegenstand von Briefen mit angesehenen Forschern und Gelehrten. Außerdem integrierte er seine Kostbarkeiten der römischen und griechischen Zeit in verschiedene Gemälde oder er ließ sie auf Kupferstichen reproduzieren. Die private Sammlung unterstrich seinen Reichtum und seine Intellektualität. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Serie der Büsten römischer und griechischer Philosophen, Feldherren und Kaiser, die 1638 mit Rubens Privileg publiziert wurde, und auf eine Serie nach antiken Sammlungsstücken, die Rubens mit seinem Freund Nicolas de Peiresc über Jahre diskutierte, die jedoch nie veröffentlicht wurde.

Bestandteil der Ausstellung ist auch ein großformatiges Gemälde mit Motiv der Anbetung der Könige, basierend auf einem Kupferstich der Rubens-Werkstatt. Dieses Bild ist als Dauerleihgabe im Siegerlandmuseum.

100 Jahre Frauenwahlrecht: Siegen-Wittgensteiner fuhren zur Frankfurter Sonderausstellung »Damenwahl«

Mitten in die frisch renovierte historische Frankfurter Altstadt führte jetzt eine politische Bildungsfahrt zur Sonderausstellung „Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht“, zu der die Gleichstellungsbeauftragten Martina Böttcher vom Kreis Siegen-Wittgenstein und Martina Kratzel von der Stadt Siegen eingeladen hatten.

Gruppenfoto in Frankfurt: Rund 40 Männer und Frauen aus Siegen-Wittgenstein waren bei der Sonderausstellung »Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht« zu Gast.

Im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt wurden die rund 40 Besucher aus Siegen-Wittgenstein unter fachkundiger Führung durch die große Sonderausstellung zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ begleitet. Rund 400 historische Objekte, darunter Kleider, Broschen, Wahlplakate und Broschüren aus internationalen Museen und Archiven, sind derzeit in Frankfurt zu sehen. Weiterlesen →

Ausstellung „Die Musikmäzenin Emmy Rubensohn“

Der Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft der Uni Siegen eröffnet eine Ausstellung über Musikmäzenin Emmy Rubensohn.

Emmy Rubensohn (1884–1961) war eine einflussreiche Musikmäzenin, die die Musik- und Kunstszene in Deutschland und in den USA in vielfacher Weise geprägt hat. An ihr Schaffen zu erinnern, ist das Ziel der Ausstellung „Wissen Sie noch wer ich bin? Die Musikmäzenin Emmy Rubensohn“. Die Ausstellung wurde von Studierenden des Fachs Musik der Universität Siegen unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Henke (Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft) erstellt und wird vom 11. Oktober bis 30. Oktober in der Passage der Teilbibliothek des Campus Unteres Schloss (US) zu sehen sein. Weiterlesen →

Ausstellung: Aquarelle von Martin Schulz

Ab 12. Oktober 2018, 19:00 Uhr, im Museum 4Fachwerk in Freudenberg

Nein, bei dem Künstler, dessen Werke jetzt im Freudenberger 4Fachwerk-Museum zu sehen sind, handelt es sich nicht um den früheren EU-Parlamentspräsidenten aus Würselen. Der Name ist identisch, aber es geht um den 1894 in Wittstock/Brandenburg geborenen Maler Martin Schulz.
Der Verein 4Fachwerk – Museum in Freudenberg setzt mit der aktuellen Ausstellung seine Tradition fort, Kunstwerke verstorbener Maler, die im Siegerland wirkten, aus Depots und Archiven ans Tageslicht zu holen, um sie wieder neu zugänglich zu machen.

Martin Schulz arbeitete in Siegen, zuletzt, bis 1964, als Kunstpädagoge am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium. Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler nutze er für den Austausch mit Gleichgesinnten und für gemeinsame Aktivitäten, wie Ausstellungen, an denen er seit Anfang der 1930er Jahre teilnahm.
1946 zählte er zu den Mitbegründern des Kulturrings Weidenau. Dass er von 1949 bis 1965 den Vorsitz der Kulturgemeinde übernahm, belegt sein breites und ausdauerndes kulturelles Engagement im Siegerland. Weiterlesen →

Forum Archivrecht der Archivschule Marburg zu amtlichen Unterlagen in Parteiarchiven


Teils seit vielen Jahrzehnten befinden sich wesentliche Teile von Politikernachlässen in Archiven parteinaher Stiftungen oder auch in privater Obhut, und zwar auch dann, wenn es sich um Unterlagen aus amtlicher Tätigkeit handelt. Viel diskutiert wird zum Beispiel über die Nachlässe der Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl, doch die gleichen Fragestellungen treten auch auf kommunaler und auf Landesebene auf. Und weil es sich um Problem des Verhältnisses von Staat und Parteien handelt, ist auch das Selbstverständnis des demokratischen Rechtsstaats betroffen.

Nach der Eröffnung durch die Leiterin der Archivschule, Dr. Irmgard Christa Becker, widmete sich der Archivrechtler Prof. Dr. Thomas Henne einem aktuellen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Thema der Tagung. Prof. Dr. Ewald Grothe vertrat die Friedrich-Naumann-Stiftung und bejahte die im Tagungstitel gestellte Frage, weil eine Trennung zwischen amtlich/nicht-amtlich kaum durchführbar sei, und diese Archivierung sei auch zulässig. Beiden Thesen widersprach der Präsident des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann: Es gäbe zwar einen „Graubereich“ zwischen amtlichen und nichtamtlichen Unterlagen, über den verhandelt werden müsse. Im Übrigen seien aufgrund der Anbietungspflicht für amtliche Unterlagen staatliche Archive zuständig.

Birgit Krüger-Penski präsentierte eine archivübergreifende, kooperative Lösung der Helmut-Schmidt-Stiftung für den Nachlass des Altkanzlers. Anschließend beschrieb Prof. Dr. Frank Bösch als Vertreter des Verbandes der Historikerinnen und Historiker seine Erfahrungen als recherchierender Archivnutzer. Er machte deutlich, dass für die Historiker die Zugänglichkeit der Unterlagen und die Gleichbehandlung beim Zugang im Vordergrund stehen. Dr. Marc Steinert von der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag brachte die Position der Kommunalarchive ein. Hier wurde deutlich, dass Nachlässe von kommunalen Amtsträgern in den parteinahen Stiftungsarchiven selten sind. Die Historikerin und Journalistin Dr. Gabriele Weber berichtete zusammen mit ihrem Rechtsanwalt Raphael Thomas über das aktuelle Gerichtsverfahren gegen das Bundeskanzleramt, das die von Frau Weber gewünschten Unterlagen in den 1960er Jahren an das Archiv einer parteinahen Stiftung abgegeben hatte. Dr. Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischer Korrespondent des Tagesspiegels, informierte über ein paralleles Gerichtsverfahren, in dem er vom Bundeskanzleramt Auskunft darüber verlangt, welche amtlichen Unterlagen in den letzten Jahren und Jahrzehnten an Private und Archive der parteinahen Stiftungen abgegeben wurden. Weiterlesen →

Vortrag „Johann VIII. und die katholische Restauration in der Grafschaft Nassau-Siegen“

10. Oktober 2018, 19:00 – 21:15
Ev. Gemeindezentrum Wellersberg, Obenstruthstraße 8, 57072 Siegen

„Wie kam die Reformation ins Siegerland? Im Reformationsjahr 2017 bestand reichlich Gelegenheit, sich dieser Frage zu widmen. Wie aber entwickelte sich die Kirchengeschichte in unserer Region anschließend weiter? Wie erklärt es sich, dass bis heute ein Teil des Siegerlandes überwiegend evangelisch und ein anderer überwiegend katholisch geprägt ist?
Wer darüber mehr erfahren möchte, kommt um eine bedeutende Persönlichkeit nicht herum: Graf Johann den VIII. von Nassau-Siegen. Streng calvinistisch erzogen, konvertierte er am ersten Weihnachtstag des Jahres 1613 zum katholischen Glauben. Was bewog den seinerzeit 30jährigen, diesen gewichtigen Schritt zu wagen? Welche Folgen hatte seine Entscheidung: Für ihn persönlich, für die weitere politische Entwicklung und nicht zuletzt für die Siegerländerinnen und Siegerländer seiner Zeit und weit darüber hinaus? Referent: Prälat Dr. Gerhard Specht, Verfasser des Standardwerkes „Johann VIII. und die katholische Restauration in der Grafschaft Nassau-Siegen“. Eine Kooperation mit dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.“
Quelle: Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe e.V., Bildungsangebote

Rückblick: 88. Deutscher Archivtag in Rostock

Tagungsort: Stadthalle Rostock

Verlässlich, richtig, echt, unabhängig (!)
Rund 700 Archivarinnen und Archivare trafen sich in der vergangenen Woche um sich unter dem Motto „Demokratie braucht Archive – Verlässlich, richtig, echt“ auszutauschen. In seinem Eröffnungsvortrag erweiterte Hans-Christian Ströbele das Archivtagsmotto – und es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass das Motto sinnvollerweise erweitert wurde. In seiner engagierten Rede stellte Ströbele die Unabhängigkeit der Archive heraus. Archive müssten außerhalb der Verwaltungshierarchien als eigenständige Körperschaft oder Stiftung existieren (vgl. den Rechnungsprüfungsinstitution). Nur so können Archive ihrer Kontrollfunktion für das Herrschaftswissen  gerecht werden und bspw. auf die problematischen Aktenvernichtungen reagieren.  Weiterlesen →

„Zeitzeugen auf Zelluloid“: 1968 in der Region

Siegen, LYZ, 10.10.2018, 19:00

„Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein präsentiert historische Filme:
Gemeinsam mit dem Siegener Historiker Dieter Pfau nähert sich das Kreis­­­archiv mit einem Wechsel von Filmvorführung(en) und Podiumsgespräch dem fünfzigsten Jubiläum der Revolution von 1968 in der Region. Von der Etablierung der Beat-Musik in der Siegerlandhalle über die Demonstrationen gegen den NPD-Parteitag im November 1968 bis zum Streik der Schülerinnen des Staatlichen Mädchengymnasiums zeigen sie die Bandbreite des Bewusstseinswandels in der Region.“
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm