Kein Raum wie jeder andere: Die evangelische Martinikirche und die St. Peterskapelle Netphen

14. Oktober 2023, 15:00 – 18:15, Ev. Martinikirche Netphen

„Kirchen prägen das Erscheinungsbild unserer Dörfer und Städte. Sie symbolisieren ein Stück Heimat. Selbst für die, die ansonsten mit Kirche und Glauben nur wenig anfangen können. In Zeiten, in denen auch in unserer Region immer mehr Gottesdienststätten auf dem Prüfstand stehen, erscheint es verheißungsvoll, sich näher mit der Geschichte des Kirchbaus im Siegerland und in Wittgenstein zu beschäftigen. Wann wurden welche Kirchen gebaut und warum?

Beim zehnten Teil unseres nun schoen seit Jahren laufenden beliebten Veranstaltungsformates stehen die Evangelische Martinikirche und die St. Peterskapelle in Netphen auf dem Programm. Die Evangelische Martinikirche Netphen kann auf eine fast 800jährige Geschichte zurückschauen. Errichtet ist sie auf einem Felssporn am Zusammenfluss von Obernau und Sieg. Die Kirche ist von einem klassischen Kirchhof (Friedhof) umgegeben, der von einer Bruchsteinmauer eingefasst ist. Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Der jetzige Außenputz etwa wurde im Jahr 1890 angebracht. Bis zur Weihe der benachbarten katholischen Kirche Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Martinikirche simultan genutzt. Die Ev. Ref. Kirchengemeinde und die Katholische Gemeinde feierten also beide ihre Gottesdienste in der Kirche. Eine Situation, die durchaus von beiden Seiten als spannungsvoll erlebt wurde. Hochinteressant ist auch die Geschichte der auf dem Petersplatz gelegenen St. Peterskapelle. Die ältesten Hinweise auf eine Kapelle an diesem Ort sind ca. 750 Jahr alt. Ein an der Ostseite angebrachter Fachwerkanbau wurde lange als Schulgebäude von Niedernetphen genutzt. Weiterlesen

„Vom Licht in die Finsternis“

ein „wirtschaftsgeschichtliches“ Theaterprojekt zum Siegener Stadtjubiläum

Seit 60 Jahren ist der 2500 Jahre florierende Siegerländer Bergbau Geschichte. Ein gravierender Einschnitt, denn bis dahin gab es kaum jemanden in der Region, der nicht mit dem Bergbau und seinen angrenzenden Gewerken verbunden war. Das Apollo-Theater Siegen und das Bruchwerk Theater produzieren anlässlich des 800. Geburtstag der Stadt Siegen die spartenübergreifende und partizipative Stückentwicklung SCHACHT.

Das Selbstverständnis der Menschen sowie die Rolle von Arbeit bis hin zur Selbstaufgabe bilden den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung. Es entstehen die zwei miteinander verknüpften Abende SCHACHT:LICHT im Apollo-Theater und SCHACHT:FINSTERNIS im Bruchwerk Theater, die für sich stehen können, aber auch eine Einheit bilden. Die beiden Bühnen bündeln ihre Kräfte für ein Projekt, das Anknüpfungspunkte für Menschen aus der Region schafft und selbst zum identitätsstiftenden Moment werden kann. Das Kultursekretariat NRW Gütersloh fördert SCHACHT im Rahmen des Programms SPIELRAUM. Bespieltheater in NRW stärken.

Die Aufführungen von SCHACHT finden im November und Dezember 2024 im Apollo-Theater Siegen und im Bruchwerk Theater statt.
Quelle: Apollo-Theater

Lesung: In der zweiten Reihe – Die Familie Thiemann, Neunkirchen

08.10.2023, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Burbach – Ortsmitte

„In der zweiten Reihe Die Geschichte einer Frau. Die Geschichte einer Familie. Die Geschichte einer Nation. Das Leben in Nazi-Deutschland war nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man nicht der Meinung der Diktatur war. Diese Geschichte ist die Biografie einer Frau die sich durchbeißen musste, ihre Kinder versorgen und ihren Mann wiederbekommen wollte. Eine Geschichte fernab der heutigen Normalität, damals aber nicht.

Kathrin Thiemann, geboren 1960 in Siegen und seit über 40 Jahren Marburgerin, lernte während eines Bildungsurlaubes 2016 das Schreiben kennen. Seitdem lüftet sie regelmäßig ihre Gedankengänge, in erster Linie mit Kurz- und Minutengeschichten. Drei Kurzgeschichtenbände (Urlaub mit Freunden, Genuss mit Freunden und Weihnachten mit Freunden) erschienen gemeinsam mit der Autorengruppe, die seit 2016 jedes Jahr zum gemeinsamen Schreiben zusammenkommt. Neben ihrem Standbein als Physiotherapeutin auf der Palliativstation des Marburger Uniklinikums schwingt sie außerdem leidenschaftlich gern ihr Spielbein als Clownin (www.clown-prinzessin.de).“
Quelle: Gemeinde Burbach, Veranstaltungen

Vortrag: Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein im preußischen 19. Jahrhundert.

Teil 1: An der Schwelle zur Industrialisierung (1815-1848)
Donnerstag, 28.9.23, 18.30-20.30 Uhr, Alte Vogtei, Auf dem „Ollern“, Burbach, 5,- EUR, Anmeldung erforderlich, Dieter Pfau


Der Vortrag führt zurück in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele der bis heute bedeutsamen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen nehmen in dieser Zeit ihren Anfang. Mit Gründung der Kreise Siegen und Wittgenstein 1816 und 1817 beginnt der moderne Verwaltungsaufbau. Vorher unbefestigte Wege werden zu Chausseen ausgebaut, aus denen sich allmählich unser heutiges Straßennetz entwickelt. Die trigonometrische Vermessungsmethode ermöglicht erstmals exakte Kartenaufnahmen, Katasterämter und Steuerbehörden entstehen. Die traditionelle Wirtschaftsweise
verliert durch technische Innovationen und den globalen Handel an Bedeutung.
Mit Einführung der Gewerbefreiheit und Durchsetzung der kapitalistischen Wirtschaftsweise entsteht das neue Unternehmertum. Die Einführung der revidierten Städteordnung ermöglicht neue, noch an Besitzrechte gebundene Mitspracherechte und erste, teilweise schon demokratische Wahlen. Vor dem Hintergrund einer noch zensierten Presse entsteht in der Stadt Siegen eine politische Öffentlichkeit, die auch in Städte wie Berleburg und Laasphe ausstrahlt.
Bei seiner Interpretation der „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ führt Dieter Pfau die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts mit Hilfe zahlreicher, einzigartiger Karten und Abbildungen auch dies-
mal wieder sehr anschaulich vor Augen.
Quelle: VHS, Siegen-Wittgenstein, Programm

Vortrag Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein im preußischen 19. Jahrhundert.

Teil 1: An der Schwelle zur Industrialisierung (1815-1848)
Di., 26.09.2023, 18:30 – 20:30 Uhr, Rathaus Erndtebrück, Ratssaal, 5,00 €, Dieter Pfau

In Kooperation mit dem Heimatbund Siegerland-Wittgenstein e.V.
Der Vortrag führt zurück in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele der bis heute bedeutsamen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen nehmen in dieser Zeit ihren Anfang. Mit Gründung der Kreise Siegen und Wittgenstein 1816 und 1817 beginnt der moderne Verwaltungsaufbau. Vorher unbefestigte Wege werden zu Chausseen ausgebaut, aus denen sich allmählich unser heutiges Straßennetz entwickelt. Die trigonometrische Vermessungsmethode ermöglicht erstmals exakte Kartenaufnahmen, Katasterämter und Steuerbehörden entstehen. Die traditionelle Wirtschaftsweise verliert durch technische Innovationen und den globalen Handel an Bedeutung. Mit Einführung der Gewerbefreiheit und Durchsetzung der kapitalistischen Wirtschaftsweise entsteht das neue Unternehmertum. Die Einführung der revidierten Städteordnung ermöglicht neue, noch an Besitzrechte gebundene Mitspracherechte und erste, teilweise schon demokratische Wahlen. Vor dem Hintergrund einer noch zensierten Presse entsteht in der Stadt Siegen eine politische Öffentlichkeit, die auch in Städte wie Berleburg und Laasphe ausstrahlt.
Bei seiner Interpretation der „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ führt Dieter Pfau die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts mit Hilfe zahlreicher, einzigartiger Karten und Abbildungen auch diesmal wieder sehr anschaulich vor Augen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Vorträge liegt auf der Geschichte der jeweiligen Städte und Gemeinden.

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Gespräch über historischen Reisebericht – „Pilgerreise“ von Christian Stahlschmidt (1740-1826)

Über das 1779 in Nürnberg erschienene Buch „Die Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ werden am Donnerstag, 21. September 2023, Pfarrer Thomas Ijewski und Dieter Siebel berichten. Die Veranstaltung findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Historische Wege und Straßen“ des Freudenberger 4Fachwerk-Museums statt.

Bei dem Reisebericht geht es um den jungen Freudenberger Christian Stahlschmidt. Er wurde am 3. März 1740 als Sohn des Landhauptmanns und Notars Johann Stahlschmidt (1711-1871; Besitzer zweier „Stahlfeuer“) und seiner Frau Elisabeth geb. Müller (1714-1781) geboren.
Durch seine Glaubenshaltung entfremdet er sich von seinen Eltern. Als 19-jähriger verlässt Christian nach einem Streit mit seinem Vater heimlich den Flecken. Sein Weg führt ihn über Köln nach Amsterdam. Hier heuert er auf einem Segelschiff an und reiste zweimal nach Südostasien. So kam er nach Südafrika, Indonesien, China, Indien und Ceylon. Viele Abenteuer hatte der Pietist auf diesen Reisen zu bestehen, bevor er 1765 wieder zurückkehrte.
Später, 1770, wanderte Stahlschmidt nach Nordamerika aus und wurde Pastor von sieben Landgemeinden in Pennsylvania. Von diesem Aufenthalt kehrt er 1780 zurück.
1799 wird die „Pilgerreise“ veröffentlicht. Stahlschmidt wirkt im gleichen Jahr er an der Gründung der Elberfelder Missionsgesellschaft mit. Ein Jahr später siedelt er nach Mühlheim an der Ruhr über, wo er am 1. Juni 1826 gestorben ist.
Um diese spannende Lebensgeschichte Christian Stahlschmidts, dem in Freudenberg eine Straße gewidmet ist, geht es an dem Abend um 19:30 Uhr im 4Fachwerk-Museum.

4Fachwerk Freudenberg e.V.
Museum Mittelstraße 4-6
57258 Freudenberg
www.4fachwerk.de
Vorsitzender Dieter Siebel, dieter.siebel@web.de

s. a. :
Johann Christian Stahlschmidt (1740-1826) und seine „Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ (1799)
Tagung: „Reisen und Religion im (langen) 18. Jahrhundert“

Freudenberg: Backes-Tour am 17. September 2023

Eine Stadt steht im Zeichen traditioneller Back-Kultur – Acht Backhäuser öffnen gemeinsam an einem Tag

Die einen schwärmen noch von der berühmten Mausbacher Erbsensuppe, wollen aber vorher zum zweiten Frühstück beim Backes in Alchen gewesen sein. Andere freuen sich auf darauf, den Krustenbraten in Niederndorf zu probieren. Wenn sie nach einer weiteren kleinen Wanderung in Dirlenbach angekommen sind, ist der bekannte Zwiebelkuchen das Ziel. Die Biker unter den Backes-Gästen kommen noch rechtzeitig zu den Genusszungen in Oberholzklau. Wieder andere haben den Backes in Oberheuslingen auf dem Plan, wo unter anderem Currywurst und Pommes für die Besucher angeboten werden.
Wer Traditionelles wie „Bäckel bet Eierkäs“ sucht, wird in Heisberg fündig, Hohenhain punktet mit Lachs auf Reibeplätzchen. Natürlich haben die meisten Backeser für den Nachmittag Blechkuchen und Kaffee vorbereitet, hier runden Kringel, Waffeln und Crêpes das Angebot ab. Viele Besucherinnen und Besucher kennen den Wunsch von Bekannten: „Bring mir bitte auch ein Brot mit!“
Das kulinarische Angebot zur Freudenberger Backes-Tour ist also sehr vielseitig. Alle Vorbereitungen für einen genussreichen Weg von Backes zu Backes sind getroffen.
Am Sonntag, 17. September 2023, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr ist es dann so weit: Die acht Backeser im Freudenberger Stadtgebiet haben wieder gemeinsam geöffnet. Die Back-Aktiven in in Alchen, Dirlenbach, Heisberg, Hohenhain, Mausbach, Niederndorf, Oberheuslingen und Oberholzklau laden zum gemütlichen Verweilen und zum Genießen vieler verschiedener Köstlichkeiten ein. Weiterlesen

Am Mosaik der Stadtgeschichte mitbauen bei „Unser Siegen“

„Stadtgeschichte können am besten die erzählen, die mittendrin sind, die ihre Stadt erleben und erfahren, die sie prägen und von ihr geprägt werden. Diesem Konzept folgt „Unser Siegen“, das Zeitzeugenportal des Siegerlandmuseums im Internet: Auf www.unser-siegen.com erzählen Menschen aller Altersgruppen und Couleur das persönliche Mosaiksteinchen der Siegener Stadt- oder Dorfgeschichte, das ihnen besonders am Herzen liegt.
Dem Erzählen vor laufender Kamera oder auch in Schriftform gehen jedoch immer interessante, teils spannende Vorgespräche mit dem oder der Zeitzeugin voraus. Diese Gespräche führen unsere „Geschichtensammler“. Das sind teils hauptamtliche, teils ehrenamtliche Team-Mitglieder von „Unser Siegen“. Vom Fach ist Julia Montanus, Journalistin aus Siegen. Sie koordiniert die Themenauswahl und gibt professionelle Tipps zur Interviewführung. Kameraführung, Bild- und Website-Bearbeitung übernimmt Marco Bussi, von Beruf Mediengestalter. Seit 2022 werden die beiden Teamleiter von vier Damen und einem Herrn unterstützt, die sich auf einen öffentlichen Aufruf hin meldeten und an einigen Abenden in die Arbeit von „Unser Siegen“ einführen ließen. Inzwischen machen diese ehrenamtliche Akteure eigene Beiträge, die auf der Homepage www.unser-siegen.de veröffentlicht werden.
Wer mehr erfahren will über den Einstieg in das „Unser Siegen“-Team hat dazu am Dienstag, 12. September, ab 19 Uhr die Gelegenheit. Dann informieren Julia Montanus und Marco Bussi, unterstützt vom bestehenden ehrenamtlichen Team, über ihre Arbeit und die Schulung, die zu absolvieren ist. Ort der Informationsveranstaltung ist das KrönchenCenter Siegen, Markt 25, Raum 2.13. Weiterlesen

Tag des offenen Denkmals in Kreuztal

Am Sonntag, 10. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals® können auch in Kreuztal zwei historische Denkmale besichtigt und erlebt werden.
Der Crombacher Backes (Am Alten Heck 2) gibt einen Einblick in die alte Back-Kunst und lädt ein zum Genießen: ab 9.00 Uhr kann dort frisches Schanzenbrot gekauft werden; in der Zeit von 11.00 bis 15.00 Uhr gibt es Blechkuchen und Schmalzdonge – alles frisch gebacken im Crombacher Backes – und dazu Kaffee.
Ab dem frühen Nachmittag lohnt sich ein Ausflug nach Fellinghausen: Der Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen lädt von 14.00 bis 16.00 Uhr zu einer Führung durch den Historischen Hauberg ein. Interessierte können sich dabei vor Ort über die alte Siegerländer Haubergstradition informieren. Treffpunkt für die Führung ist um 14.00 Uhr am Gerätehaus Auf der Brache.
Quelle: Stadt Kreuztal, Aktuelles, 6.9.2023

Tag des offenen Denkmals in Wilnsdorf

„Am Sonntag, 10. September, sind wieder mehrere Millionen Menschen unterwegs und freuen sich auf spannende Begegnungen und Erlebnisse, denn die größte Kulturveranstaltung Deutschlands lockt: der „Tag des offenen Denkmals“!

An diesem Tag öffnen deutschlandweit tausende Denkmäler ihre Türen und faszinieren Jung und Alt gleichermaßen. Denkmale sind Zeugen vergangener Geschichten ihrer Bewohner und Erbauer. Ihre Bausubstanz zeigt eindrucksvoll, welche Spuren menschliches Handeln über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg hinterlassen kann.

Auch in der Gemeinde Wilnsdorf gewähren sechs historische Stätten von 13 Uhr bis 17 Uhr interessante Einblicke in die Vergangenheit (abweichend hiervon öffnet die Kapellenschule Oberdielfen von 11 Uhr bis 15 Uhr): Weiterlesen