„200 Jahre rheinische und westfälische Kreise“

Landkreistag NRW eröffnet Ausstellung in Düsseldorf

logolktJetzt eröffnen LKT NRW-Präsident Landrat Thomas Hendele und Staatssekretär Bernhard Nebe, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, w in der Geschäftsstelle des Landkreistages Nordrhein-Westfalen die Wanderausstellung „200 Jahre rheinische und westfälische Kreise“. Die Ausstellung zeichnet den Weg der Entwicklung der Kreise seit ihrer im Jahr 1816 flächendeckend erfolgten Gründung in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwaltung nach und ist in folgende Themen untergliedert: Weiterlesen

Bewegende Einblicke einer Zeitzeugin des Dritten Reiches

Alisa Tennenbaum berichtet Realschülern und Auszubildenden

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

„Jeder Mensch hat Gefühle. Wir sind alle gleich“, unterstrich Alisa Tennenbaum am Ende ihres emotionalen Vortrags im Kulturhaus Lÿz in Siegen. Die jüdische Zeitzeugin und Überlebende der Nazi-Barbarei des Dritten Reiches berichtete einer Gruppe von Jugendlichen aus ihrem bewegten und bewegenden Leben. Insgesamt rund 75 Siebtklässler der Realschule Wilnsdorf und zwölf Auszubildende der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein waren mit dabei. Der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte zu diesem Studientag eingeladen. Weiterlesen

Vortrag „Tillmann Güthing, Eiserfeld (1806-1875) –

– Kaufmann, Gewerke und Lokalpolitiker“

Die Identifikationsmuster „der“ Siegerländer Bevölkerung orientieren sich beinahe stereotyp an Chiffren wie Bergbau, Hauberg oder Montanindustrie. Aber gibt es „den“ Siegerländer überhaupt? Ausnahmen scheinen auch hier die Regel zu bestätigen, wie der Historiker Dr. Bernd D. Plaum in seinem Vortrag am 3. Dezember 2015, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter, ausführen wird.

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman
Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Im Vordergrund seiner Untersuchung steht der Eiserfelder Kaufmann, Gewerke und
Kommunalpolitiker Tillmann Güthing
(1806-1875), dessen bruchstückhaft überlieferter Werdegang und Wirkungskreis im Lichte geschichtswissenschaftlicher Themen neu
vermessen und bewertet wird. Die Person Güthings verdeutlicht auf anschauliche Weise, dass Wirtschaftsinteressen und gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur regional verankert sind, sondern bereits im 19. Jahrhundert ebenso in nationalen und globalen Dimensionen gedacht wurde. Denn Tillmann Güthings Netzwerk erstreckte sich über Eiserfeld und das Siegerland weit hinaus auch auf den westfälischen Raum. Wie Dr. Plaum herausfand, deckte Güthings Kommunikationsraum sogar Europa und Nordamerika mit ab – ganz untypisch für die landläufige Vorstellung von der (geografischen) Abgeschiedenheit „der“ Siegerländer Bevölkerung. Weiterlesen

Architektur als „Gesicht“ der Region

logoihkIm vergangenen Jahr hatte die IHK Siegen zur Vorstellung des Buchs „Das Siegerland. Eine Montanregion im Wandel“ von Prof. Manfred Rasch eingeladen. Die Veranstaltung erfuhr eine große Resonanz. Dieses erfreuliche Interesse an der geschichtlichen Dimension von Wirtschaft hat überrascht. Deshalb werden weitere Veranstaltungen mit historischen Bezügen folgen.
Die Region hat eine unverwechselbare Wirtschaftsgeschichte, deren letzte Jahrzehnte in der Architektur und auch in Bildern gut dokumentiert sind. Immer wieder gibt es Berührungspunkte von Architektur, Wirtschaft und Geschichte – sei es bei Firmenjubiläen, sei es in Form einer Um- oder Neugestaltung von Wirtschaftsgebäuden. Die wirtschaftliche Entwicklung prägt auch immer das Stadtbild. Als Vertretung und Fürsprecher der Wirtschaft ist auch die IHK Siegen Teil dieses Geschehens und Gestaltens.

Die IHK Siegen lädt herzlich ein, zur Neueröffnung des Bernhard-Weiss-Saals nach einer umfassenden Sanierung regionale Architektur aus Vergangenheit und Gegenwart zu erleben. Die Veranstaltung findet statt am
Mittwoch, 2. Dezember 2015 um 17:30 Uhr im Bernhard-Weiss-Saal der IHK Siegen.
Bitte melden Sie sich (und Ihre Begleitung) bis zum 27.11.2015 telefonisch
bei Sabine Bechheim (Tel. 0271-3302-305), per Fax (0271-3302-700) oder unter
www.ihkumfrage.de/baugeschichte an.

Programm: Weiterlesen

Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg im Kreisgebiet

Seit einiger Zeit arbeitet die Geschichtswerkstatt Siegen e.V., das Stadtarchiv Siegen und Historiker an der Konzeption und Umsetzung einer Ausstellung zum Thema des Kriegsalltags während des Ersten Weltkriegs an der „Heimatfront“. Die Ausstellung wird im nächsten Jahr im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen zu sehen sein und die vielfältigen Lebensbereiche von Frauen, Männern und Kindern im Kriegsalltag in der Region mithilfe von Texten und aussagekräftigen Exponaten schildern.

Für den Bereich der Kriegsgefangenen anderer Nationen in Siegen-Wittgenstein sucht der Historiker Sven Panthöfer, Mitarbeiter im Projekt, möglichst umfassende Hinweise zu diesem Thema. Relativ schnell nach Kriegsbeginn erreichten erste Kriegsgefangene der Gegner des Deutschen Reichs Siegerland und Wittgenstein. Sie wurden der Region und den Betrieben von den großen Gefangenenlagern in Gießen, Meschede und Worms zugeteilt. Für die Stadt Siegen liegen recht gute Angaben zu Fabriken, Gewerbetreibenden, Kaufleuten und Landwirten vor, die Kriegsgefangene beschäftigten. Nun werden weitere Informationen zu diesem Thema aus den anderen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes gesucht.

Ziel ist es, eine möglichst vollständige Liste von Arbeitsstätten der Kriegsgefangenen zu erarbeiten. Hier hofft Panthöfer auf die Mithilfe der einzelnen Stadt- und Gemeindearchive, Firmen und Privatpersonen, die mit Informationen, Fotos und Erinnerungsstücken zu diesem Thema beitragen können.

Kontakt: Sven Panthöfer, Tel. 0571-38839941, E-Mail: panthoefer@das-geschichtsbuero.de

Vortrag „Stahlschmidt’s eigene Nachkommen,

die von ihnen ausgebildeten Uhrmacher sowie Siegerländer Mitbewerber in Hilchenbach, Siegen und Deuz“
Ian D. Fowlwer, 25.11.2015, 19:30, Museum 4Fachwerk Freudenberg

In dem Eckhaus in der Oranienstraße 7, heute Nr. 5, Parfümerie Münker, befand sich einst das Uhrengeschäft von Ewald Krämer, einem Nachfahren von Johann Peter Stahlschmidt, mit einer aufwendigen Schaufenstergestaltung. Diese Krämer-Linie wurde im Flecker Volksmund „Tick-Tacks“ genannt. Vor der Haustüre schauen die Kinder Walter, Artur und Emmi Krämer den Photographen an.

In dem Eckhaus in der Oranienstraße 7, heute Nr. 5, Parfümerie Münker, befand sich einst das Uhrengeschäft von Ewald Krämer, einem Nachfahren von Johann Peter Stahlschmidt, mit einer aufwendigen Schaufenstergestaltung. Diese Krämer-Linie wurde im Flecker Volksmund „Tick-Tacks“ genannt. Vor der Haustüre schauen die Kinder Walter, Artur und Emmi Krämer den Photographen an.


Der Name Johann Peter Stahlschmidt steht als Synonym für die bekannte Freudenberger Uhrentradition. Der aus Plittershagen stammende Stahlschmidt (1751-1833) hatte in der Werkstatt des Siegener Uhrmachers Johann Georg Spieß seine Ausbildung absolviert, begab sich dann auf die für Handwerker übliche Wanderschaft und kehrte im Juni 1781 nach Freudenberg zurück. Hier in der Oranienstraße gründete er seine eigene Werkstätte.
Nach mehr als vier Jahrzehnten eigenem Tun übergibt er im Jahr 1827 das Geschäft an seinen zweit-jüngsten Sohn Tillmann Stahlschmidt. Und so setzt sich die Uhrentradition fort: Eines der vier Kinder von Tillmanns Tochter Maria Clara (1835-1868), Ewald (1863 – 1938), ist weiter als Uhrmacher in Freudenberg tätig. Entsprechend wird diese Krämer-Linie in jener Zeit „Tick-Tack“ genannt. Weiterlesen

Ausstellung „Grenzen überschreiten.

Archäologische und (Kunst)-Historische Aspekte zur Nassau-Siegener Landhecke“

XtalgrenzenAussDas Stadtarchiv Kreuztal präsentiert in Zusammenarbeit mit Dr. Eva Cichy (LWL – Archäologie für Westfalen) und dem Kunsthistoriker Olaf Wagener M.A. (Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg) die Ausstellung „Grenzen überschreiten. Archäologische und (Kunst)-Historische Aspekte zur Nassau-Siegener Landhecke.“

bis zum 17.12.2015 im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Kreuztal, Marburger Straße 10.

Thematisiert werden Ergebnisse von Grabungen in Kreuztal und Freudenberg – am Krombacher Schlag, auf der Wilhelmshöhe und in Büschergrund. Geschichte, Verlauf und Erforschung der Nassau-Siegener Landhecke werden mit historischen Karten sowie Schanzen und Schläge mit modernen Luftbildern (LiDAR-Scans) veranschaulicht.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden:
Di., Mi., Fr. 10:00-18:30 Uhr, Do. 9.00 Uhr -19.30, So. 14:00-18.00 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung: Stadt Kreuztal, 110/2015