Vor 125 Jahren: Otto Krasa geboren

Am 25. Juni 1890 wurde Otto Krasa geboren. Aus diesem Anlass widmet der Heimatverein Gosenbach Krasa als „Spatenforscher“, Eiserfelder Ehrenbürger und Schulleiter der Gosenbacher Schule eine Ausstellung in der Gosenbacher Heimatstube (28.6., 11-16 Uhr).
Ein Teil der regionalen Geschichtsforschung sieht Krasas Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1957 dient Anderen als Argument, Krasas Arbeiten in der Zeit des Dritten Reiches zu relativieren.
Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein verfügt über die Unterlagen zur Ordensverleihung an Otto Krasa. Der Vorgang  befindet sich in dem einschlägigen Aktenband „Bundesverdienstkreuze 1955-1962“ (Az.: 011-11/20). Er wurde PDF aufbereitet: BVKKrasa . Weiterlesen

Findbuch “Evangelischer Brüderverein” online verfügbar

Zu Beginn des Jahres hat das Archiv der evangelischen Kirche im Rheinland das Findbuch in deren Blog publiziert. Alles Wissenswerte zum Bestand findet sich im Blogeintrag bzw. im Vorwort des dort verlinkten Findbuches. Der Grund für den Hinweis auf diesen Archivbestand in siwiarchiv sind die Siegerland-Bezüge zu Personen (Wilhelm Reuter, Vorstand, Siegen 1937; Jakob Siebel, Evangelist, Eiserfeld; Walter Alfred Siebel, Freudenberg), zu einem der Arbeitsberichte der Brüder (Jakob Siebel, Eiserfeld) und zur Immobilie des Vereins im Siegerland (Haus Kaan in Marienborn bei Siegen).

„Freudenberg im Zeitgeschehen“ 1/2015 erschienen

Fiz115Die neue Ausgabe unserer Heimatzeitschrift „Freudenberg im Zeitgeschehen“ ist gerade aus der Druckerei gekommen und wird bald an die Haushalte verteilt.

„Das Ende des 2. Weltkrieges in Hohenhain“ lautet der Titel eines Artikels, den Heinz Fischbach für seinen Ort recherchiert hat. Bernd Brandemann lässt die Geschichte zunächst der Amts- und dann der Stadtsparkasse Freudenberg Revue passieren. Alfred Becker beschreibt den „hohen Besuch“ des NRW-Umweltministers bei der Bäreneiche zwischen Nieder- und Oberholzklau. Weiterlesen

Online: M Baales u.a.: „Werkzeuge der ersten Bauern im Siegerland“

Die Kurzbeschreibung einer endretuschierten Klinge aus Hornstein vom Typ Arnhofen und eines Feuersteindolchfragmentes vom bekannten Fundplatz Dreis-Tiefenbach (Netphen) von in der „Archäologie in Deutschland 3/2015“ (S. 49) liegt als PDF vor: Baales_et_al_2015_-_.

Dr. Lothar Irle – Schlaglichter auf dessen Kindheit.

Hier im Blog ist es um Dr. Lothar Irle etwas ruhig geworden. Der letzte Eintrag erschien vor gut einem halbem Jahr. Bereits vor knapp einem Jahr wurde hier ein Buch vorgestellt, dass ein Siegerländer Auswandererschicksal behandelt und den Schriftverkehr mit dem im Siegerland verbliebenen Verwandten beinhaltet.
Der Auswanderer ist Hermann Schneider, der Großvater Lothar Irles. In den Briefen Hermann Schneiders an die Familie seiner Tochter Emilie, Lothar Irles Mutter, finden sich in Hinblick auf Lothar Irle hauptsächlich hauptsächlich Belege für die Sehnsucht des Großvaters nach seinem Enkel sowie Hinweise auf übersendete Geschenke. Immerhin scheint ein Brief die wohl damals übliche, strenge Erziehung zu untermauern. In einem Schreiben Hermann Schneiders an seine Tochter vom 26. Mai 1907 (S. 124) heißt es: Weiterlesen

Ausstellung „900 Verräter hier am Ort – Herdorf im Zweiten Weltkrieg und Dritten Reich“


Am 30. Mai wurde die Sonderausstellung im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Herdorf-Sassenroth, durch Landrat Michael Lieber eröffnet.

Wie nur wenige Herdorfer kennen die Brüder Dieter und Hans Ermert die Geschichte Herdorfs mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten, oft detailliert bis in die Geschichte der Familien.

Die Ausstellung widmet sich einem sehr ernsten Thema. Der Titel -„900 Verräter hier am Ort“ – erinnert an den Text auf einem Transparent, welches die Nationalsozialisten einst über die Herdorfer Hauptstraße spannten. Da hatten nach ihrem Dafürhalten wohl 900 Leute nicht richtig gewählt. Weiterlesen

Video-Vortrag „Kein deutscher Lawrence.

Die militärischen Expeditionen im Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs“
Link zum Video auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

„Der Historiker und Leiter des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts, Dr. Martin Kröger, referiert in seinem Vortrag über die deutschen Vorstellung zum Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs mit besonderem Blick auf die dort vertretene Revolutionierungsstrategie. Die Strategie, seit Beginn ein zentraler Bestandteil deutscher Kriegsaußenpolitik, habe zum Ziel gehabt, durch die „Aufwiegelung“ des (kolonialen) Hinterlands der deutschen Kriegsgegner diese zu schwächen und durch die Generierung zusätzlicher Fronten signifikante Kräfte der gegenerischen Armeen zu binden. Die Notwendigkeit einer solchen asymmetrischen Kriegsstrategie sei dabei unhinterfragt Konsens deutscher Politiker, Diplomaten und Militärs gewesen – wenn auch das konkrete Wissen über die Situation in den arabischen, kaukasischen und indischen Randregionen der globalen Reiche gering gewesen sei. Der Vortrag beleuchtet exemplarisch verschiedene deutsche militärische wie diplomatische Expeditionen und leitet daraus allgemeine Schlüsse über die deutsche Kriegspolitik ab.“
Kröger ordnet auch die Expedition des Hilchenbachers Fritz Klein ein.