Brauchtum an St. Stephan im Siegerland

“ …. Der Begriff „2. Weihnachten“ war im Siegerland früher nicht üblich, der 26.12. war der „Schdeffesdahch“. Das Dienstpersonal des Hofes erhielt am Stephanstag den Sterzelaif, der im Kirchspiel Irmgarteichen aus einem Brot und einem halben Schweinskopf bestand, mit dem auf dem Weg, wenn es bis zum Dreikönigstag in Urlaub ging. – In Freudenberg aß man am Stephanstag Hirnwurst. …..“
aus: Irle, Lothar: Heilige in Verehrung und Volkstum des Siegerlandes, Siegen 1969, S. 81

Heute vor 145 Jahren: Carl Kraemer geboren

Links:
Link zum Wikipedia-Eintrag
Link zum Eintrag im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein
Link zur Seite auf Homepage der Stadt Hilchenbach
Link zur Seite der Carl-Kraemer-Stiftung

Literatur:
Stefan Dirscherl: Tier- und Naturschutz im Nationalsozialismus. Gesetzgebung, Ideologie und Praxis, Göttingen 2012
Daniel Heintz: Tierschutz im Dritten Reich. Im neuen Reich darf es keine Tierquälerei mehr geben, Müllheim 2008
Helene Krug: „Cael Kraermer und seine Tiere“, in: Siegerländer Heimatkalender1956, S. 103-104
Karl Zoll: „Carl Kraemer – Leben und Werk“, Hilchenbach 2005
„Carl Kraemer  – ein Leben für den Tierschutz. Dem Gedächtnis eines großen Siegerländers“, in: Unser Heimatland 1951, S. 120 – 121
„Ein Leben für den Schutz der Tiere. Carl Kraemer zum Gedenken“ in: Siegerländer Heimatkalender 1952, S. 63 – 66

Siegener Zeitung 4.10.1951
Westfalenpost: „Carl Kraemer +. Der Initiator des deutschen Tierschutzgesetzes“, 16.5.1951;  Helene Krug: „Ein Leben für den Schutz der Tiere. Carl Kraemer, der Vater des Tierschutzgesetzes, 12.6, 13.6, 15.6.1951;  21.8.1965
Westfälische Rundschau: Adolf Wurmbach: „Karl Krämer: Vater des Tierschutzes“, 4.10.1955

“Zeitspuren”-Linktipp: Adressbuch für die Provinz Westfalen von 1829

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. das Adressbuch für die Provinz Westfalen von 1829.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Projekt Europa in Westfalen: Wilhelm von Oranien und die Ginsburg

Ginsburg als außerschulischer Lernort

Die Jubiläen „450 Jahre Wilhelm I. von Oranien-Nassau auf der Ginsburg“ und „50 Jahre Wiedererrichtung des Turmes“ in 2018 nutzt der Verein zur Erhaltung der Ginsburg e.V. auf verschiedenste Art und Weise, um das Wahrzeichen Hilchenbachs besonders ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Dabei hat er einige Projekte auf die Bedeutung der Ginsburg für Europa ausgerichtet.

Erlebniskoffer Burgen im Mittelalter


Der Verein zur Erhaltung der Ginsburg e.V. freut sich nun und ist stolz, einer von 20 außerschulischen Lernorten in Westfalen zu sein, die eine Denkmalbedeutung und einen Europabezug aufweisen. Ziel dieser Initiative ist, der jungen Generation die Möglichkeit zu geben, Parallelen zwischen dem Historischen und der Gegenwart aufzuspüren und kritisch zu hinterfragen. Das Projekt „Europa in Westfalen“ wird vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe koordiniert und unterstützt. Dessen Anliegen ist, junge Menschen nachhaltig für das Gefüge „Heimat ‑ Europa ‑ Kulturelles Erbe“ zu sensibilisieren. Dabei sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Sicht auf die Dinge darstellen und ihre Ideen ausdrücken.

Am 5. November präsentierte der Verein zur Erhaltung der Ginsburg e.V., wie er sich eine Umsetzung dieses neuen Angebotes als außerschulischer Lernort unter dem Motto „Europa in Westfalen – Wilhelm von Oranien und die Ginsburg“ praktisch vorstellt. Dazu hatte er die Klasse 7a der Freien Christlichen Schule aus Kaan-Marienborn mit Lehrer Peter Lutz eingeladen. Diese Sekundarschule nutzt ohnehin bereits seit einiger Zeit die Ginsburg, um dort und in deren Umgebung Unterricht durchzuführen. Weiterlesen

Beleg für die älteste Feuerspritze in der nassauischen Residenzstadt Siegen?

Quelle: Hessisches LAndesarchiv Darmstadt P 12 Nr. 1/1

Im Jahr 1619, also ein Jahr nach Ausbruch der Dreißigjährigen Krieges, ließ Graf Johann VII. von Nassau-Siegen (1561–1623) für seine Residenzstadt Siegen eine Feuerspritze anschaffen und bewies damit Umsicht und Offenheit gegenüber der technischen Entwicklung.
Knapp 200 Jahre später vermerkte der Diplomat und Archivar Johannes von Arnoldi (1751–1827), dass es sich dabei wohl um den ersten Nachweis einer Feuerspritze in Nassau handelt.

Weitere Informationen dazu bietet Ihnen die neue Ausgabe unseres Newsletters „HessenArchiv aktuell“:
https://landesarchiv.hessen.de/newsletter-hessenarchiv-aktuell_2018-12

Quelle: Hessisches Landesarchiv, Facebook-Eintrag v. 8.12.2018

Montan-Ausgrabungsstätte in Niederschelden:

Nötige Verträge für »Gerhardsseifen« unterzeichnet

Bürgermeister Steffen Mues bei der Aushändigung der unterzeichneten Verträge an die Vorstandsmitglieder des Trägervereins „Ein Siegerländer Tal“, Christian Weber, Friedrich Schmidt und Christel Hussing (v.l.). (Foto: Stadt Siegen)

Für die Konservierung und kulturtouristische Inwertsetzung der Ausgrabungsstätte „Gerhardsseifen“ in Siegen-Niederschelden geht es nun in die entscheidende Phase. Die NRW-Stiftung hatte Ende Juni mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides über 150.000 Euro den endgültigen Startschuss für das Projekt gegeben.

Seitdem laufen zwischen den Beteiligten, dem Trägerverein „Ein Siegerländer Tal“ e.V., der Stadt Siegen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein intensive Gespräche und Abstimmungen für die nächsten Schritte, um das Projekt umzusetzen.

Entscheidend dabei waren zunächst die vertraglichen Regelungen, die Voraussetzung für alle weiteren Entscheidungen sind. Zunächst war von städtischer Seite zu klären, ob der von der NRW-Stiftung geforderten Absicherung der Fördermittel zugestimmt werden kann. Außerdem war eine Regelung für die zukünftige Unterhaltung und Vermarktung des Projektes zwischen der Stadt Siegen und dem Trägerverein notwendig. Weiterlesen